Polster für den Ruhestand

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  • Kater.Ka 12. August 2026 um 13:05

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Eine pauschale Summe gibt es nicht. Entscheidend sind vor allem monatlicher Bedarf, gesetzliche Rente oder Pension, sonstige Einkünfte und die Höhe der laufenden Kosten für die Immobilie. Eine abbezahlte Immobilie ist zwar ein großer Vorteil, ersetzt aber kein regelmäßiges Einkommen.

    Als grobe Orientierung würde ich zunächst den gewünschten Lebensstandard kalkulieren und die jährliche Versorgungslücke ermitteln.

    Wir haben hier mit adrianberg einen Experten für das Schema von Finanztip zur Rentenlücke.

    Wichtiger als eine pauschale Summe ist aber eine persönliche Einnahmen-/Ausgabenrechnung unter Berücksichtigung einer Rücklage für die Instandhaltung der Immobilie.

  • Über wie viel Geld sollte ich bei Renteneintritt verfügen können, wenn ich in einer eigenen bezahlten Immobilie wohne?

    Ausreichend würde ich sagen. Wie kann man annehmen mit einer so pauschalen Frage eine exkate Antwort zu erhalten?

    Wieviel brauchst du denn?

  • Nun, ich habe mal irgendwo gelesen, Mann sollte das 7-10 fache des Jahresnetto-Einkommen zum Renteneintritt haben. Daher war meine Überlegung, ob es vielleicht weitere oder andere hilfreiche Leitlinien oder Grundsätze gibt?

  • Du bist niemand, der sich gerne festlegt? Man müsste nun noch Wissen wie groß die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben ist, die du für diesen Zeitraum abdecken möchtest.

    Und wie das Geld angelegt ist. Als "sicheres "Fest/Tagesgeld? Dann nehme einfach den Betrag der monatlichen Lücke x 12 x Anzahl Jahre und du kennst den Betrag.

  • Man könnte auch die 4% SWR ("safe withdrawal rate") hernehmen. Der Studie nach ist die Chance gut, dass man 30 Jahre lang nicht pleite geht, wenn man jährlich 4% des Anfangskapitals entnimmt.

    Demnach bräuchtest du das 25-fache deines Jahresbedarfs als Kapital. (Beachte: Jahresbedarf ungleich Jahresnetto).

    Je nach geänderten Einflussgrößen kann die "safe withdrawal rate" auch andere Werte als 4% annehmen ;)

  • Wieviel Rente netto ist den zu erwarten ? Hast du irgendwelche Ziele, eigenes WoMo oder Boot? Viel Reisen geplant ? All das sind Fragen die nur du beantworten kannst.

    Also Ziel hier mal definieren, wie Alt du bist, wie lange du noch arbeiten willst/musst und was für eine Nettorente dann zu erwarten ist. Danach kommen sicherlich jede Menge hilfreiche Info hier zusammen.

  • Nun, ich habe mal irgendwo gelesen, Mann sollte das 7-10 fache des Jahresnetto-Einkommen zum Renteneintritt haben.

    Ich weiß nicht wo Du so etwas gelesen hast?! :/
    Zunächst mal kommt es darauf an, ob Du allein mit Deinen zukünftigen Renteneinkünften Deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

    Als Immobilienbesitzer sollte man darüber hinaus natürlich über ausreichende finanzielle Mittel zum Unterhalt und Erhalt der Immobilie verfügen. Gut möglich, dass irgendwann mal die Fenster, das Dach oder die Heizung erneuert werden müssen. Wie hoch die finanzielle Rücklage für die Immobilie konkret sein sollte hängt natürlich auch stark vom Zustand der Immobilie ab. Wenn Alles auf Strand ist, ist das natürlich etwas ganz anderes als wenn Heizung, Dach, Fenster, usw. bereits 20-30 Jahre alt sind.

  • Zu dem Thema gibt es einige interessante Videos auf dem YT-Kanal "Optionswelten".

    Wenn ich es richtig gesehen habe, dann sind die Videos mit den gelb umrahmten Thumbnails zu Themen, die sich nicht mit Optionen befassen, sondern eher allgemeine Themen und oft auch Fragen a la "Wie viel Geld reicht für die Rente" usw.

  • Über wie viel Geld sollte ich bei Renteneintritt verfügen können, wenn ich in einer eigenen bezahlten Immobilie wohne?

    Das kommt darauf an ...

    ... und zwar einerseits auf Dein laufendes Ruhestandseinkommen (Rente, Pension, bAV usw.), die laufenden Kosten der Immobilie, den aktuellen Zustand der Immobilie usw. aber andererseits auch auf Deinen (gewünschten oder avisierten) Bedarf (Konsum) im Ruhestand - und ob sich daraus eine "Versorgungs"- bzw. "Rentenlücke" ergibt und falls ja, wie hoch diese ist.

    Daneben wäre dann noch einige subjektive Aspekte zu berücksichtigen wie Deine Kenntnisse und Erfahrungen in Sachen Geldanlagen, Deine ungefähre Restlebenserwartung (plus üblichem Sicherheitspuffer) und auch Deine subjektive Risikobereitschaft sprich Risikotoleranz beispielsweise.

    Will sagen: Je nach Situation können dem einen bei Renteneintritt schon 100.000 € reichen - während für einen anderen 5 Millionen € eher knapp bemessen sind.

    Ohne konkrete Angaben Deinerseits bleibt daher nur der Hinweis auf das damalige Motto von Rolls Royce die PS-Zahl betreffend zu ihren Fahrzeugmodellen. Statt einer konkreten Zahl nannte die Firma stets nur ein

    "Genügend"


    Dir gutes Gelingen mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Diese Frage kann man so nicht beantworten, entscheidend ist wann braucht man wieviel. Eine Immobilie kann bis zum Lebensende, bis auf kleinere Reparaturen, nur mit normalen Verbrauchskosten zu Buche schlagen. Andere Möglichkeit, jedes Jahr Instandsetzungen im fünfstelligen Bereich. Gleiches gilt für andere teure Anschaffungen, Auto oder eventuelle Kosten für krankheitsbedingte Umbauten. Interessant ist für euch zu wieviel eure Renten euern normalen Bedarf abdecken. Müsst ihr monatlich aus dem Bestand aufstocken oder reicht es aus. Sind teure Hobbys geplant? Alles Fragen die auf eine etwaige Summe bedacht werden müssen. Also mal Block, Bleistift und Rechner zur Hand nehmen.

  • Es gibt diverse Daumenregeln zu dem Thema. Ich vermute die 7-10 stammen aus so einer. Eine andere wäre 80 % des letzten Nettoeinkommens.

    Leider liegt man mit solchen einfachen Regeln öfter daneben als dass man trifft. Für eine halbwegs verlässliche Planung hilft nur selber rechnen, wie andere auch schon geschrieben haben.

    Welche Ausgaben bleiben Dir im Alter, welche kommen hinzu? Hier ist die Immobilie ein großes Fragezeichen, Stichwort Renovierungsstau? Aus diesen Zahlen ermittelst Du Deinen Finanzbedarf.

    Demgegenüber stehen Deine voraussichtlichen Einnahmen (Steuern, Krankenversicherung und ggf. Abschläge nicht vergessen).

    Ausgaben - Einnahmen = Lücke

    Ganz grob kannst Du jetzt die Jahreslücke mit 25 oder besser 30 multiplizieren, um ein Gefühl zu bekommen, wie hoch das angesparte Kapital sein sollte, um die Lücke zu füllen. Diese grobe Regel gilt für "normale" Depots mit rund 50 % Aktienquote.

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