Hi,
ich bin mir etwas unsicher, wie ich mit der Berufsunfähigkeitsversicherung umgehen soll, die ich vor ca. 7,5 Jahren in meiner Studienzeit abgeschlossen habe. Ich bezahle aktuell monatlich 51 € für 1000 € Versicherungsschutz ("Garantierente").
Dummerweise habe ich den Vertrag damals nicht mit dynamischem Beitrag abgeschlossen, da ich im Studium Sorgen hatte, dass es zu teuer wird, und weil ich die Inflation nicht im Blick hatte. Mein ursprünglicher Plan war es, erstmal einen guten Vertrag hinsichtlich Gesundheitsprüfung abzuschließen und später dann den Versicherungsbeitrag zu erhöhen.
Mittlerweile sind die 1000 € deutlich zu wenig. Jedoch habe ich aktuell die Möglichkeit noch bis Ende des Monats die Versicherungssumme zu verdoppeln auf 2000 €. Eine Umstellung auf einen dynamischen Beitrag setzt allerdings eine erneute Gesundheitsprüfung voraus, die jedoch aufgrund einer Psychotherapie im Rahmen der Coronakrise deutlich weniger günstig ausfallen wird als noch vor 7,5 Jahren.
Es ist jedoch fragwürdig, wie viel mir die 2000 € bei Verdoppelung langfristig nützen würden. Ich erwarte eine moderate Inflationsrate über einen längeren Zeitraum, da die hohe Staatsverschuldung anders kaum tragbar sein wird.
Ich sehe die folgenden Optionen aktuell:
1. Versicherung kündigen, da Versicherungssumme ohne Inflationsausgleich langfristig nutzlos ist. Aktuell bin ich auch ziemlich fit und es gibt keinen Anhaltspunkt, dass ich in absehbarer Zeit arbeitsunfähig werden sollte.
2. Versicherung behalten, Betrag verdoppeln, und auf dynamischen Beitrag umstellen, sobald die Psychotherapie 5 Jahre verjährt ist.
3. Versicherung behalten und zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, die Inflation besser ausgleicht.
Ich bin mir aktuell etwas unsicher, was ich tun soll. Dazu kommt die knappe Frist, dass ich mich bald entscheiden muss, ob ich den Betrag verdoppel oder halt nicht. Was meint ihr?