Solactive Gerd Kommer Multi Asset Strategy

KI-Zusammenfassung

: Wie ist die Asset-Allokation des neuen Multi-Asset-Produkts zu beurteilen, wenn 60 % in Aktien und 40 % in High-Yield-Anleihen, Schwellenländer-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe fließen? In der Community überwiegt Skepsis, weil mehrere Beiträge höhere Risiken, mögliche Widersprüche zu früheren Grundsätzen und noch offene Kosten sehen. Als Alternative wird eine einfachere Mischung aus Weltaktien und kurzlaufenden Euro-Staatsanleihen diskutiert. Einzelne Stimmen halten die breite Diversifikation für nachvollziehbar, offen bleibt aber, ob die 40 % als Sicherheitsbaustein oder eher als zusätzlicher Risikobaustein gedacht sind.

Wie ist die Asset-Allokation des neuen Multi-Asset-Produkts zu beurteilen, wenn 60 % in Aktien und 40 % in High-Yield-Anleihen, Schwellenländer-Staatsanleihen, Gold und Rohstoffe fließen? In der Community überwiegt Skepsis, weil mehrere Beiträge höhere Risiken, mögliche Widersprüche zu früheren Grundsätzen und noch offene Kosten sehen. Als Alternative wird eine einfachere Mischung aus Weltaktien und kurzlaufenden Euro-Staatsanleihen diskutiert. Einzelne Stimmen halten die breite Diversifikation für nachvollziehbar, offen bleibt aber, ob die 40 % als Sicherheitsbaustein oder eher als zusätzlicher Risikobaustein gedacht sind.

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  • Flexibler wäre das in zwei Teilen sicherlich, zumal Privatanlegern ja immer noch zum obligatorischen Notrgroschen auf dem Tagesgeldkonto geraten wird.

    Absolut. Dann kann man wenigstens auf die Kurzläufer zugreifen, wenn die Aktien im Keller sind …

    Warum soll man dann die Quote des High-Yield-Corporate-Bond oder der EM-Staatsanleihen oder eben die Aktienquote im Zeitverlauf nicht variieren wollen? […] Wer braucht so ein Teil?

    Um mal hinten anzufangen: ich nicht. ;) Aber es bietet halt die Möglichkeit einer Diversifizierung über mehrere Assetklassen hinweg. Das grundsätzliche Argument ließe sich ja auch gegen den Arero und die LifeStrategy-Reihe und viele andere Fonds mehr vorbringen …

  • Gut möglich, dass St. Irvingsich davon distanziert.

    Tja..Ich hoffe er meldet sich noch mal. Den Dany Kanzler muss er dann bei seinen persönlichen Treffen aber schon schimpfen…das Produkt ist ein „Kuddelmuddel“….

    KISS…. ist das nicht, eher ein Marketing „Viel hilft viel“.

    Das Problem ist dieser Anleihe-Block.

    Ich würde wahrscheinlich nicht die ganze Konstruktion verwerfen, sondern nur den Anleiheblock verändern.

    Zum Beispiel:

    60 % Gerd-Kommer-ETF
    20 % kurzlaufende Euro-Anleihen hoher Bonität
    10 % Emerging-Markets-Anleihen
    5 % Gold
    5 % Rohstoffstrategie

    oder noch konservativer:

    60 % Gerd-Kommer-ETF
    25 % kurzlaufende Euro-Anleihen
    5 % Emerging Markets Anleihen
    5 % Gold
    5 % Rohstoffstrategie

    Dann hätte man tatsächlich einen stabileren 40%-Sicherheits-/Diversifikationsblock.

  • Es ist eine wilde Mischung.

    Ich will diese Mischung gar nicht verteidigen, meine wäre es nämlich auch nicht. Aber man kann sich schon an den hohen Wert der Diversifikation erinnern („the only free lunch“), auch über Assetklassen hi weg. Dazu hilft es wenig, sich auf ein Bauchgefühl zu verlassen, sondern man muss sich mit der Frage nach Korrelationen, positiver und negativer, sowie deren Wirkung beschäftigen.

    Gut möglich, dass St. Irving sich davon distanziert.

    Hmpf, wird sich Herr Kommer denken. Positives Feedback dieses Forumsteilnehmers {Begriff durch Mod editiert} hätte ihm sicher gut getan. Vielleicht springt ja Dagobert Duck ein und spricht Herrn Kommer sein Vertrauen aus; Herrn Duck wird ja auch eine hohe Finanzkompetenz zugeschrieben.

    Mich bestärkt es, weiterhin den defensiveren Teil des Portfolios mit dem Amundi Portfolio ETF def. auszubauen.

    https://www.onvista.de/etf/AMUNDI-MUL…TF-DE000ETF7029

    Der enthält auch einen Aktienanteil, oder? Und das im „defensiven Teil des Portfolios“? ;)

  • Also, wenn - dann würde ich da eher IG-Staatsanleihen Langläufer reinbastelnwasteln. Das gäbe nochmal eher die Chance auf eine negative Korrelation und eine positive Wirkung der Diversifikation.

  • Da bleibe ich lieber beim LS60. So ein merkwürdiges Konstrukt hätte ich jetzt nicht erwartet.

  • ... aber ansonsten bleibt meine Frage: Wer braucht so ein Teil?

    Schau Dich doch hier im Forum um, dann siehst Du, was die Leute alles brauchen und kaufen, von Dividendenfonds über Banken-ETFs bis hin zu Wasserstoff-ETFs. Der Schwachsinn muss erst noch erfunden werden, der nicht gebraucht wird.

  • Es ist schon irgendwie amüsant und ehrt mich, mit wie viel Energie und Zeitaufwand meine Person „missachtet“ und verachtet wird. Offenbar treffe ich bei einigen einen ziemlich empfindlichen Nerv. ;)

    Und um eines gleich vorwegzunehmen: Ich bin nicht der Pressesprecher von Gerd Kommer. Ich investiere in eines der von GK Invest mitentwickelten Produkte, weil ich es für gut konstruiert und in sich schlüssig halte. Andere Angebote aus dem Kommer-Universum, wie den Robo-Advisor oder die Vermögensverwaltung, halte ich dagegen für zu teuer und/oder fachlich nicht überzeugend. Gleiches gilt aus meiner Sicht für den neuen Multi-Asset-ETF.

    Im Kern ist der Fonds mit seiner 60/30/10-Aufteilung eine Art ARERO mit höherem Risiko. Sowohl im Aktien- als auch im Anleiheteil wird es erhöht, im Anleiheteil sogar ziemlich deutlich.

    Ich gehe deshalb davon aus, dass der Fonds in den kommenden 20 Jahren einen Großteil der klassischen Multi-Asset-Fonds schlagen wird. Das dürfte wiederum ordentlich Geld anziehen. Nur sollte man sich bei der Interpretation dieser Outperformance nicht selbst etwas vormachen: Sie wird nicht deshalb entstehen, weil der Fonds irgendeinen genialen Konstruktionskniff enthält, sondern weil er schlicht mehr Risiko eingeht.

    Das Produkt ist aus Marketingsicht meines Erachtens ausgesprochen gut gemacht. Fachlich überzeugt es mich dagegen nicht. Junk Bonds am kurzen Ende z.B. haben ein extrem schlechtes Rendite-/Risikoverhältnis. Gold sollte man (wenn überhaupt) direkt halten. Rohstoffe korrelieren zwar wenig mit Aktien und laufen in einem inflationären Unfeld, haben aber langfristig eine schlechte Rendite usw. usw.

    Allerdings muss man GK Invest an dieser Stelle auch zugutehalten, dass man beim Thema Multi-Asset und Multifaktor ein gewisses Dilemma hat. Was hätte man denn alternativ auf der Anleiheseite machen sollen? :/

    Hätte man statt EM und High Yield beispielsweise 0–2-jährige Unternehmensanleihen (EUR hedged) und/oder kurzlaufende AAA-Staatsanleihen verwendet, wäre das Konzept auch nicht wirklich stimmig gewesen. Dann würde man auf der einen Seite Faktorprämien einsammeln und auf der anderen Seite durch den defensiveren Anleiheanteil die deutlich höhere Equity Prämie wieder verwässern.

    Eine Beimischung geldmarktähnlicher Assets ergibt meines Erachtens nur dann Sinn, wenn man auf der Aktienseite ein marktneutrales Portfolio ohne zusätzliche Faktorprämien hält.

  • Es ist schon irgendwie amüsant und ehrt mich, mit wie viel Energie und Zeitaufwand meine Person „missachtet“ und verachtet wird...

    Warte erst einmal ab, bis Du ignoriert wirst.

  • Es ist schon irgendwie amüsant und ehrt mich, mit wie viel Energie und Zeitaufwand meine Person „missachtet“ und verachtet wird. Offenbar treffe ich bei einigen einen ziemlich empfindlichen Nerv. ;)

    Nun ja,
    vor kurzem hast Du Dich in völliger Unkenntnis der Zusammensetzung des zukünftigen Produkts wie folgt geäußert:

    Zitat

    Genau das soll beim Kommer Multi-Asset-ETF wohl besser gelöst werden. Die genaue Struktur und die Kosten kenne ich allerdings noch nicht. Je nachdem, welche weiteren Assetklassen er beimischt und was das Produkt kosten wird, könnte das für Anleger mit weniger emotionaler Stabilität ein echter Gamechanger werden. Oder eben völlig unbrauchbar. Wir werden es erfahren.

    Da wollten natürlich die 'treuen Fans' des Heiligen erfahren, wie Ihr Messias das Produkt nun konkret einschätzt.

    Ich habe mal die KI Zusammen fassen lassen: "Der heilige Irving hält den neuen Multi-Asset-ETF von Gerd Kommer für marketingseitig gelungen und langfristig vermutlich erfolgreich, erwartet die Outperformance jedoch vor allem aufgrund des höheren Risikos, nicht wegen eines besonderen Konstruktionsvorteils.

    Fachlich sieht der heilige Irving Schwächen bei einzelnen Bausteinen wie High-Yield-Anleihen, Gold und Rohstoffen, erkennt aber zugleich an, dass die Gestaltung eines schlüssigen Multi-Asset-Ansatzes auf der Anleiheseite schwierig ist."

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