Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Es war meine Antwort auf die Aussage, dass so etwas kein Crash sei.

    Seit Jahresanfang sind der MSCI World, FTSE All World und MSCI ACWI noch im Plus. Es gibt keinen Crash. Auch der Stoxx Europe 600 ist im Plus.

    Die absoluten Shooting-Stars in einer meiner Yoga-Gruppen sind Selma mit ihrem VanEck-Dividenden-ETF (+ 8 %) und Klaus Mustafa, der mit einer Kombi aus islamischen Ishares-ETF mit 7,5 % im Plus liegt. Kein Crash.

  • Seit Jahresanfang sind der MSCI World, FTSE All World und MSCI ACWI noch im Plus. Es gibt keinen Crash. Auch der Stoxx Europe 600 ist im Plus.

    Die absoluten Shooting-Stars in einer meiner Yoga-Gruppen sind Selma mit ihrem VanEck-Dividenden-ETF (+ 8 %) und Klaus Mustafa, der mit einer Kombi aus islamischen Ishares-ETF mit 7,5 % im Plus liegt. Kein Crash.

    Auch das weiß ich.

    Ich toppe Selma und Mustafa mit einem Etf der seit 1.1. 31% im Plus liegt.
    Und seit 2.3. mit 17% im Minus.
    Was sagt das aus?
    Nix.
    Warum erwähne ich es?
    Weil du Selma und Mustafa erwähnst.
    Warum Du das tust?
    Keine Ahnung.

    Ich habe nicht behauptet, dass wir in einem (Salami)Crash sind. Und ich habe nicht behauptet dass wir in keinem (Salami)Crash sind.


  • Nein, der Krieg dauert schon zwei Wochen, daraus wird kein Crash mehr.

    Bisher ist eingepreist, dass der Konflikt nur kurz dauert. Das kann sich ändern. Die Ankündigung von Bodentruppen beispielsweise würde klarstellen, dass das eine langwierige Geschichte wird und dann kann es schnell nach unten gehen. Oder eben der berühmte Salamicrash. Auf jede schlechte Nachricht geht es ein kleines bisschen runter und am Ende ist man trotzdem bei -40%

  • Zum Glück sieht das in Europa anders aus. Der Umgang mit den geopolitischen Risiken dieser Welt wirkt hier deutlich ausgefeilter :rolleyes:

    Das sehe ich beim GRÖsten Schlachtenlenker Aller Zeiten nicht. GRÖSATZ und Europäer Putin fällt sicherlich nicht unter deine Beschreibung.

    Trump hingegen reiht sich in ein historisch typisches Muster ein.


    Politisches Prestige über militärische Vernunft
    Ignorieren fachlicher Expertise
    Übermäßiges Vertrauen in eigene Fähigkeiten
    Logistische Fehleinschätzungen.

    Klassische Beispiele sind: die Sizilienexpedition Athens unter Alkibiades im Peloponnesischen Krieg, der Feldzug des Crassus gegen das Partherreich (Schlacht bei Carrhae), die Niederlage des Varus in der Varusschlacht, die Spanische Armada, Napoleons Russlandfeldzug, der Angriff von Mussolini auf Griechenland sowie der Angriff Hitlers auf die Sowjetunion.

    Da wird doch nicht Donald eine Wiedergeburt von diesen Leuten sein, oder? Zumindest bei den letzten beiden geht es ja zeitlich nicht.

  • Wüsste jetzt keinen durchgeknallten europäischen Machthaber.

    Checker :rolleyes:

    Ja genau … unkontrollierte Einwanderung, unsichere Energieversorgung, fehlende Verteidigungsfähigkeit, „Wandel durch Handel“ mit Russland und bewusst in Kauf genommene Deindustrialisierung. Das waren keine durchgeknallten Strategien, sondern geradezu Geniestreiche. Manchmal habe ich das Gefühl, der Europäer wacht erst auf, wenn die Risiken direkt im eigenen Wohnzimmer stehen. Und ja, das könnte bald Realität werden. Angesichts der „Meisterleistungen“ Europas der letzten Jahrzehnte würde ich jedenfalls bei Kritik an den Amerikanern vorsichtig sein, bevor ich zu laut den Mund aufreiße. Vielleicht brauchen wir die früher als wir denken . . .

  • Vielleicht kann mir mal jemand hier erklären, dass viele schlaue Köpfe, wie jüngst z.b. Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz im Handelsblatt, erklären, dass Trump eine katastrophale Wirtschaftspolitik betreibt, die Märkte aber dennoch relativ stabil bleiben?

  • Da wird doch nicht Donald eine Wiedergeburt von diesen Leuten sein, oder?

    Um den Link nochmal zu platzieren die Frage: Werden die da eigentlich auch wiedergeboren? Dann hätten die USA sich das ja wirklich sparen können.


    Wer sich negativ über die Aktivitäten der USA im Iran platziert, aber der Einfachheit halber lieber gar nichts zu den Aktivitäten des Irans im Iran sagt, ist für mich kaum ernstzunehmen.

  • Ja ich habe auch das Gefühl, dass die Märkte erstaunlich resistent sind, da sagt man dann immer, das sei alles eingepreist, wie lange kann man die Meerenge sperren bis sich das auswirkt?

    Wer sich negativ über die Aktivitäten der USA im Iran platziert, aber der Einfachheit halber lieber gar nichts zu den Aktivitäten des Irans im Iran sagt, ist für mich kaum ernstzunehmen.

    Muss man erst einen Loop drehen und erklären wie schlimm das Mullah-Regime ist, was es sicher ist, bevor man dazu kommen darf, dass der größte Präsident aller Zeiten offensichtlich keinen Plan hat?

  • Ja ich habe auch das Gefühl, dass die Märkte erstaunlich resistent sind, da sagt man dann immer, das sei alles eingepreist, wie lange kann man die Meerenge sperren bis sich das auswirkt?

    Die Leute sind wohl auch etwas abgehärtet durch die letzten Jahre und insbesondere ein Jahr Trump. Resilient, wie man heute so sagt.

  • Das Geld weiß einfach nicht wo es hin soll.

    Gold ist hoch gelaufen, Anleihen besteht die Gefahr des Zinsanstiegs, Immobilien sind nicht gerade günstig, Bargeld und Sichteinlagen taugen nicht, Bitcoin muss sich noch finden.
    Dann bleibt´s halt einfach in den Aktien hängen.

  • Unabhängig davon, daß ein Crash am Anleihemarkt noch größere Auswirkungen und Folgen als einer am Aktienmarkt hätte, da die "Mutter aller Blasen" im Anleihemarkt schlummern dürfte, der zudem ungleich größer, bedeutsamer und umfangreicher ist als der Aktienmarkt (angefangen von der Marktkapitalisierung bis zur Anzahl der angebotenen "Produkte") ...


    Spannend - aus Sicht des interessierten Finanz-Laien - sind nicht selten die kleinen aber feinen Meldungen, die unterhalb der Aufmerksamkeitsspanne der breiten Öffentlichkeit laufen.

    So wie eine Meldung diese Woche im Zusammenhang mit der "Finanzagentur des Bundes" (für die Jüngeren: Im Rahmen des Neusprechs - siehe wie beispielsweise aus alten oder neuen tatsächlichen Schulden, semantisch zumindest, heutzutage "Sondervermögen" werden ... - das war früher mal schlicht, einfach und treffend die "Bundesschuldenverwaltung" (BSV)).

    Normalerweise finanziert der Bund seinen Kreditbedarf (bzw. Refinanzierung) völlig geräuschlos über seine "Finanzagentur" (siehe oben sprich die frühere "Bundesschuldenverwaltung"). Dank einem (noch) Triple A Rating ("AAA") der drei großen und relevanten Ratingagenturen ist das kein Problem (oder wie es bei Händlern heißt, die Papiere verkaufen sich in aller Regel wie "geschnitten Brot" oder werden dem Bund "aus den Händen gerissen").

    Diese Woche lief es aber anders. Bei einer routinemäßigen Versteigerung von Bundesanleihen im geplanten Volumen von 5 Milliarden € scheiterte die vollständige Platzierung. Gezeichnet wurden nur 4,5 Mrd. € sprich es stellte sich nur eine Nachfrage unterhalb des gewünschten Volumens ein. Normalerweise liegen die Gebote deutlich bis weit oberhalb des angebotenen Volumens (im Durchschnitt liegen die Gebote um das 1,7-Fache oberhalb dessen, was der Bund in seiner Auktion verkaufen will. Überzeichnungen bei den Auktionen gelten als wichtig, um die Auktion zum aktuellen Zinsniveau durchführen zu können ). Die Finanzagentur hatte sich daraufhin entschlossen nur 3,8 Mrd. € an Anleger zu verkaufen.

    Allein in dem Jahr wird der Bund über eine halbe Billion (512 Mrd. €) zur Deckung des Haushaltsdefizits des Bundes an neuen Anleihen verkaufen müssen. Am Donnerstag rentierten Bundesanleihen mit 10-jähriger Laufzeit mit 2,9 Prozent - so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren.

    Auswirkungen auf den Bond- und Aktienmarkt könnte auch eine unfreiwillige sprich durch den Krieg (Ölpreis/Inflation) erzwungen Zinswende im Euroraum haben. Einige Kundige meinten, daß die Finanzmärkte wegen des Energiepreisschocks bis zum Sommer eine Zinserhöhung der EZB erwarten.

    Nachdem die EZB beim letzten Mal (Inflationsschock 2022ff) viel zu lange mit Zinserhöhungen gezögert und gewartet hatte (EZB Narrativ in 2021 und 2022 "Preissteigerungen nur transitorisch" und da nur "vorübergehend" können und müssen wir als EZB da hindurchschauen" - bis man in der Realität dann hierzulande Inflationsspitzen von nahe 10% gesehen hat ...), dürfte die EZB diesen Fehler und nur kurzer Zeit später ungern wiederholen.