Eigener Garten - Einsparpotenzial?

  • Naja, Efeu gerade nicht. Ich kann mir etwas vor bzw. an meiner Fassade vorstellen, nicht in meiner Fassade.

    Nicht jede Efeusorte frisst sich in den Putz, und Du wirst kaum was finden, was so preisgünstig ist und komplett wintergrün und dann auch noch enorm schnellwachsend.
    Falls Du in der Nähe von Berlin wohnst ... ich hätte reichlich abzugeben: wir kommen mit dem Schneiden kaum hinterher.

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  • Nicht jede Efeusorte frisst sich in den Putz, und Du wirst kaum was finden, was so preisgünstig ist und komplett wintergrün und dann auch noch enorm schnellwachsend.
    Falls Du in der Nähe von Berlin wohnst ... ich hätte reichlich abzugeben: wir kommen mit dem Schneiden kaum hinterher.

    Wintergrün muss es nicht unbedingt sein.

    Das Efeu wuchert schon vom Nachbarn rüber, also müsste ich nicht mal das Grundstück verlassen.

  • Ich habe praktische Erfahrung mit Efeu und einer Zwergkiwi (Weiki) im Reihenhaus. Beide sind sehr wüchsig aber der Efeu geht in alle Ritzen rein, das war mir nicht geheuer. Den habe ich mittlerweile entfernt.

    Die Weiki ist ein reiner Schlinger, ohne die Kraft eines Blauregens, der schon mal Regenrinnen zusammenschnürt. Für mein Haus ist die Weiki fast zu wüchsig, die würde sicher mehr schaffen, als nur zwei Stockwerke. Sie sitzt im Boden an der Südwest Seite und braucht bei mir keine zusätzliche Bewässerung. Aber alle ein bis zwei Jahre sollte man die Gipfelstürmerin versuchen zu bändigen. Ein Rankgerüst macht sicherlich Sinn, bei mir musste die Balkonbrüstung herhalten. Die Blüte der Weiki ist unscheinbar hat aber eine sehr große Anziehungskraft auf Bienen. In der Blütezeit brummt die Fassade wie ein Bienenstock.

  • Ich möchte aus eigener Anschauung bei meinen Eltern zu Bedenken geben, dass wüchsig gleichbedeutend mit Zwang zu regelmäßigem Rückschnitt ist. Das kann im Alter schnell zur Last werden, wenn man nicht mehr so ganz sicher auf der Leiter steht. Und ist auch für mich kein Vergnügen mehr, weil man nicht an alle Stellen gut hinkommt. Und wenn ich mir dann die Fotos von dem Prospekt anschaue, den Asna geteilt hat, dann möchte ich nicht den Rückschnitt im Giebel und an der Dachkante im Obergeschoss machen. Sieht schön aus, aber da braucht man zum sicheren Arbeiten schon fast Hebebühne oder Gerüst. Die lieben Pflanzen machen leider nicht an der Dachkante halt und fühlen sich auch unter Dachziegeln wohl.

    Aussamung wäre auch ein Thema. Bei uns in der Nachbarschaft gibt es z.B. viel Efeu, der findet sich als Jungpflanzen dann schnell überall wieder.

  • Hallo zusammen,

    einkochen wäre noch eine Alternative.

    LG

    Destillieren wäre auch eine Option.

    Dann bist Du immer glücklich plus ab und zu noch mal eine extra-Stunde :)

    Wentscher
    2. April 2025 um 11:53
  • meine Familie hat wilden Wein und Blauregen seit mindestens 50 Jahren in einem 3 stöckigen Altbau und noch nie Probleme gehabt mit der Hauswand. jetzt wäre altersbedingt eine Sanierung der Fassade dran, da wüsste man dann vllt mehr ;-). Insbesondere der Blauregen ist mit etabliertem Wurzelwerk ein Wachstumsmonster. Wenn man fitt ist kann man ca. 4x im Jahr in ca 30 mins die Triebe ohne Gerüst mit Teleskopstange so zurückdrängen das sie nicht ins Dach reinwachsen. Altersbedingt kommt alle paar Jahre ein Gärtner mit besserer Ausrüstung und muss großzügig zurückschneiden aber im gut bezahlbaren Bereich. Wenn man fit ist kann man das durch konsequente Pflege vermeiden.

    Sieht einfach wunderschön aus, zur Blütezeit bleiben die Leute an der Straße stehen. Dürfte beim Verkauf an Liebhaber auch wertsteigernd sein und einen Teil der Gärtnerkosten ungefähr wieder reinholen ;)

  • Hallo,

    Referat Janders Wo in etwa wohnst du (Region)?

    Wir wohnen im Emsland und haben viele begrünte Wände. Hier eine Auswahl mit meinen Erfahrungen:

    - Blauregen wurde schon genannt, steht bei uns nur am einer Pergola, würde ich wegen seines Schlingens und der Wurzeln niemals ans Haus pflanzen, besonders wenn irgendwo Leitungen liegen. Zusätzlich hochgiftig (Kinder!). Ist aber wunderschön.

    - Kiwi: sehr starkwachsend, stinkt im Sommer etwas (nur die ersten paar Sekunden, dann gewöhnt man sich dran), blutet beim Schneiden (wir müssen teilweise Eimer darunter stellen), aber halt schöne Früchte und absolut resistent gegen Krankheiten. Aber spätfrostgefährdet und schlingt auch, wenn man nicht aufpasst

    - Geißblatt: starkwachsend, herrlicher Blütenduft (Sorte beachten, kein immergrünes), unkaputtbar, macht aber nichts kaputt

    - Wein: Wächst sehr stark, Eigenschaften ähnlich wie Kiwi, macht aber nichts kaputt. Jedes Jahr auf ein paar Knospen zurückschneiden

    - Sternjasmin (bis max. minus 15 Grad, Westwand passt): wächst mittelstark, viele kleine sehr schön duftende Blüten. Macht nichts kaputt

    - Kletterhortensie: Schwachwachsend, schöne Blüten, macht nichts kaputt, muss bei Trockenheit bewässert werden

    - man könnte auch ein Obstspalier ziehen, z.B. Birne

    Schöne Grüße

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