Asset Allocation

  • Hallo!

    Kann mir hier aus dem Forum jemand sagen, wie die Empfehlung verschiedener anerkannter Experten zum Thema Vermögensaufteilung (Altersvorsorge) in risikoarm zu risikobehaftet lautet? Gibt es Empfehlungen aus wissenschaftlichen Studien?

  • Risiko bei der Geldanlage ist etwas höchst Individuelles.

    Viele Menschen verringern mit steigendem Alter Ihr Anlagerisiko, obwohl Sie es eigentlich nicht müssten.

    Ich (50+) arbeite aktiv daran meinen Risikoanteil im Vermögen weiter zu erhöhen. Ich halte auch nix von einer festen prozentualen Aufteilung risikoarm vs. risikoreich.

    Mir reicht es, wenn ich einige Jahre meinen Finanzbedarf aus risikoarmen Anlagen finanzieren kann. Ob dieser risikoarme Anteil nun 40%, 30% oder gar nur 20% groß ist spielt für mich zumindest aktuell keine Rolle.

    Mal abwarten ob ich auch in 20 Jahren noch so denke. ;)

    Hier mal etwas zum nachlesen.

  • Danke für den Link!

    Bei einer schnellen Recherche habe ich nun folgendes gefunden:

    1. Allwetter-Portfolio von Ray Dalio, mit einem Anteil von 55% Aktien

    2. Scheinbar ein Klassiker, das 60/40 Portfolio (Markowitz, 50er Jahre)

    3. Beck, 80/20

    Kennt jemand weitere? Zum Beispiel eine Empfehlung von Gerd Kommer...

  • Musst du selber mit dir klarmachen….ich halte das nicht so furchtbar genau. Die grobe Richtung muss stimmen und dann kommt es auch nicht drauf an ob 27,3% zu 48,1% in irgendwas sicheres oder doch Risikoreicher investiert wird. Du musst damit ruhig schlafen können.

    Hauptsache du fängst an.

    Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wenn die Richtung schon mal grob stimmt kommst du deinem Ziel auch näher…

  • Es gibt hier eine neue und derzeit heißdiskutierte Studie, welche eine Asset-Allokation von 100% Aktien (wiederum Aufgeteilt in 50% US- und 50% International-Anteil) in der Anspar- und Entnahmephase empfiehlt. Die Studie hat dafür umfangreiche Datenreihen der letzten 100 bis 150 Jahre ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass man rückblickend mit dieser Strategie am besten abgeschnitten hätte.

    Aber es zählt halt nicht nur das beste Ergebnis, sondern wie von anderen bereits erwähnt auch die persönliche Risikotragfähigkeit. Deshalb sollte man so eine Empfehlung nicht einfach 1:1 übernehmen, sondern sich selber an eine eigene Asset-Allokation rantasten.

  • Man muss mit seiner Anlage ruhig schlafen können, wie einige schon geschrieben haben, jeder schläft anders gut. FT empfiehlt als Prozentzahl 100 - Alter für Risikoreiche Anlagen. Ich bin da einiges davon entfernt, kann noch recht gut schlafen. Ich habe immer einen Vorlauf von 5 Jahren im Bereich TG/FG, der bei guter Lage durch Verkäufe rollend wieder aufgefüllt wird. Habe auch meinen Sicherheitsbaustein erhöht, mehr nicht. Würde als erstes den Jahresbedarf klären und dann weiter schauen.

  • Die Studie hat dafür umfangreiche Datenreihen der letzten 100 bis 150 Jahre ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass man rückblickend mit dieser Strategie am besten abgeschnitten hätte.

    Schade, ich wüsste ja zu gern, wie es für die nächsten 40 Jahre so aussieht. Das würde mir auch schon völlig reichen. 8o

    Kennt jemand weitere? Zum Beispiel eine Empfehlung von Gerd Kommer...

    z.B. den ARERO-Fonds (60% Aktien, 25% Renten, 15% Rohstoffe).

    Bei Herrn Kommer kommt es wohl irgendwie darauf an welches seiner Bücher (welche Auflage) man so liest. :/

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