Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Naja, leider habe ich meine Hardware-Wallet bei einem Bootsunfall verloren und niemand kann mehr daran, richtig ärgerlich. Zumindest muss ich dann keine Steuern zahlen.

    Tut mir ehrlich Leid um deinen Verlust.

    Dennoch ist die Ironie die sich dahinter, in dieser Form der "sicheren" Geldanlage, die gegen etliche Risiken schützt, verbirgt schon irgendwie lustig.

    Das soll wirklich kein Front sein!

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    Expertengespräch am 06.08.2026

    Reine Spekulation? Wann Du Bitcoin haben solltest

    06.08.2026 - Bitcoin

  • Ich bin da erst recht nicht drin, denke aber, dass auch dieser spekulative Bereich zur Gesundung des desolaten deutschen Allgemeinzustands beitragen sollte.

    Genau. Wie in Österreich, die haben die Kryptosteuer ja erfolgreich eingeführt und bereits 33 Mio. Euro an Steuern eingenommen. Dafür kann man sich dann ab 2027 schön ein paar Blumenkübel kaufen und vors Kanzleramt stellen #tulpenzwiebel

    Zum Glück werde ich meine Bestände eh nie verkaufen, daher betrifft mich die Regelung auch nicht.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • #tulpenzwiebel

    Zum Glück werde ich meine Bestände eh nie verkaufen, daher betrifft mich die Regelung auch nicht.

    Welchen Sinn hat es den wenn du deine Tulpenzwiebeln nie verkaufen willst. Ich lege was an um das auch mal später zu verkonsummieren, vererben wäre ja auch noch was, aber im Pharao Style alles hörten und zu hoffen das dies einem im Jenseits zur Verfügung steht würde schon wiederlegt das dies nicht klappt, frag mal diverse Grabräuber.

  • Welchen Sinn hat es den wenn du deine Tulpenzwiebeln nie verkaufen willst. Ich lege was an um das auch mal später zu verkonsummieren, vererben wäre ja auch noch was, aber im Pharao Style alles hörten und zu hoffen das dies einem im Jenseits zur Verfügung steht würde schon wiederlegt das dies nicht klappt, frag mal diverse Grabräuber.

    Der Gedanke ist vielmehr, Bitcoin möglichst nicht verkaufen zu müssen. Bei Immobilien ist das doch ähnlich. Viele verkaufen ihr Haus im Alter auch nicht, sondern beleihen es, wenn sie Liquidität benötigen. Genau in diese Richtung könnte sich Bitcoin langfristig ebenfalls entwickeln. Denn hinter Bitcoin steht ja ein realer Vermögenswert. Solange dieser Wert vorhanden ist, kann Bitcoin als Sicherheit dienen, ohne dass der Bestand aufgegeben werden muss.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Eine solche Regelung wird vor allem dann spannend, wenn langfristige Halter in sehr volatilen Phasen ihre Verluste realisieren, um zeitgleich Bestände wieder einzukaufen. Diese Verluste könnte man dann schön mit Gewinnen anderer Assets verrechnen

    Das Gesetz gibt es doch noch gar nicht. Ich kann Aktien Gewinne nicht mit ETF Verlusten verrechnen. Warum sollte man also Krypto Verluste mit Gewinnen aus anderen Assets verrechnen können?

    Wenn das Gesetz kommt, wird man vermutlich Krypto Gewinne nur mit Krypto Verlusten verrechnen können

  • Das Gesetz gibt es doch noch gar nicht. Ich kann Aktien Gewinne nicht mit ETF Verlusten verrechnen. Warum sollte man also Krypto Verluste mit Gewinnen aus anderen Assets verrechnen können?

    Wenn das Gesetz kommt, wird man vermutlich Krypto Gewinne nur mit Krypto Verlusten verrechnen können

    Ja klar, wäre natürlich auch eine Möglichkeit. Ändert aber ja nicht so viel. Man könnte im Bärenmarkt seine Bestände verkaufen, die Verluste steuerlich realisieren und anschließend direkt wieder einsteigen.

    Interessant finde ich eher etwas anderes: Die Bundesregierung kalkuliert ja bereits mit zusätzlichen Steuereinnahmen. Das setzt letztlich voraus, dass man selbst davon ausgeht, dass sich dieser Sektor langfristig positiv entwickelt. Andernfalls gäbe es schließlich auch keine nennenswerten Gewinne, die man besteuern könnte.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ändert aber ja nicht so viel. Man könnte im Bärenmarkt seine Bestände verkaufen, die Verluste steuerlich realisieren und anschließend direkt wieder einsteigen

    das kann ich auch heute schon mit Aktien. Nur was bringt es?

    Ich kaufe für 100, im Crash verkaufe ich bei 50 und kaufe direkt wieder. Habe nun 50 Verlusttopf. Dann steigt es auf 150 und ich verkaufe. versteuern muss ich 50 (den Gewinn von 50 auf 150 abzüglich den 50 Verlusttopf)

    Hätte ich einfach dauerhaft gehalten, ohne den Verlusttopf aufzubauen, müsste ich ebenfalls 50 versteuern.

  • Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System ;)

    https://bitcoin.org/bitcoin.pdf

    Du brauchst mir die Funktionsweise von Bitcoin nicht zu erklären. Du kannst natürlich auch gerne selbst deinen Profit erklären. Und wenn du es vergisst oder dich verrechnest, hast du halt ein Ermittlungsverfahren gegen Steuerhinterziehung am Hals. Sitze immer wieder kopfschüttelnd da, wenn einer wegen 0,5% sein Depot im Ausland hat und es nicht auf die Kette kriegt und dann alles doppelt und dreifach nachzahlen darf.

  • Das setzt letztlich voraus, dass man selbst davon ausgeht, dass sich dieser Sektor langfristig positiv entwickelt. Andernfalls gäbe es schließlich auch keine nennenswerten Gewinne, die man besteuern könnte.

    Ich glaube, da traust du den Entscheidern zu viel zu. Gerade im trading Bereich muss ja auch nicht zwingend ein langfristiger Gewinn erzielt werden. Entscheidend ist nur, ob beim Verkauf was hängen geblieben ist. In der Realität dürfte das bei vielen Memecoins oder anderen dubiosen Dingern zu unnötigen Verlustvorträgen führen.

  • Du brauchst mir die Funktionsweise von Bitcoin nicht zu erklären. Du kannst natürlich auch gerne selbst deinen Profit erklären. Und wenn du es vergisst oder dich verrechnest, hast du halt ein Ermittlungsverfahren gegen Steuerhinterziehung am Hals. Sitze immer wieder kopfschüttelnd da, wenn einer wegen 0,5% sein Depot im Ausland hat und es nicht auf die Kette kriegt und dann alles doppelt und dreifach nachzahlen darf.

    Du hast mich falsch verstanden. Deine Aussage „der Verkauf muss über Börsen stattfinden“ kann eben nicht durchgesetzt werden, da Bitcoin ein Peer-to-Peer Netzwerk ist. Es ist schlicht nicht kontrollierbar. Da ich meine Wallet verloren habe, weiß ich eben auch nicht, wer darauf Zugriff und die Coins in Monero getauscht hat.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Du hast mich falsch verstanden. Deine Aussage „der Verkauf muss über Börsen stattfinden“ kann eben nicht durchgesetzt werden, da Bitcoin ein Peer-to-Peer Netzwerk ist. Es ist schlicht nicht kontrollierbar. Da ich meine Wallet verloren habe, weiß ich eben auch nicht, wer darauf Zugriff und die Coins in Monero getauscht hat.

    Du hast mich falsch verstanden: Zur "steuereinfachen" Abwicklung ist denkbar, dass die Abwicklung über offizielle Börsen stattfinden muss. Mir ist voll und ganz bewusst, dass viele Leute ihre Kryptobestände nicht bei einer Börse mit Mica-Lizenz liegen haben, geschweige denn im Inland. Der Vorteil einer "offiziellen" Abwicklung wäre, dass man keine Scherereien mit der Steuer hat. Aber das sind derzeit tatsächlich ungelegte Eier. Ich glaube erst dran, wenn es wirklich da ist. Übergreifende Verlustverrechnung wird aber mit ziemlicher Sicherheit nicht kommen.

  • Der Gedanke ist vielmehr, Bitcoin möglichst nicht verkaufen zu müssen. Bei Immobilien ist das doch ähnlich. Viele verkaufen ihr Haus im Alter auch nicht, sondern beleihen es, wenn sie Liquidität benötigen. Genau in diese Richtung könnte sich Bitcoin langfristig ebenfalls entwickeln. Denn hinter Bitcoin steht ja ein realer Vermögenswert. Solange dieser Wert vorhanden ist, kann Bitcoin als Sicherheit dienen, ohne dass der Bestand aufgegeben werden muss.

    Trotz deiner Dauerwerbesendung: Bitcoin hat keinen realen Wert, weil ihm eine physische Substanz fehlt, er keinen industriellen Nutzen besitzt und im Gegensatz zu Aktien oder Immobilien keine eigenständigen Erträge generiert.

  • Trotz deiner Dauerwerbesendung: Bitcoin hat keinen realen Wert, weil ihm eine physische Substanz fehlt, er keinen industriellen Nutzen besitzt und im Gegensatz zu Aktien oder Immobilien keine eigenständigen Erträge generiert.

    Außer Glauben steht da gar nichts dahinter.

    Jetzt geht das schon wieder los... :S – Ich habe heute erst wieder Bitcoin gekauft. Ein Bitcoin wird aktuell für rund 63.000 US-Dollar gehandelt. Offenbar gibt es also Menschen, die bereit sind, diesem Gut diesen Wert beizumessen, denn „Wert“ liegt nicht im Objekt selbst, sondern entsteht durch gesellschaftliche Zuschreibung und kollektive Akzeptanz. Dafür braucht es weder eine physische Substanz noch einen industriellen Nutzen oder laufende Erträge.

    Genau deshalb können Gold, Kunst, seltene Oldtimer oder eben auch Bitcoin einen hohen Wert haben, obwohl sie keine Cashflows erzeugen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Aber Gold, Kunst und Oldtimer sind schön im Auge des Betrachters und haben auch aufgrund des Handwerks einen Wert. Des weiteren sind es (oft) sichtbare Statussymbole.

    Btc würde ich eher mit Reliquien aus der Kirche vergleichen. Das sind im Grunde völlig wertlose Dinge bei denen geglaubt wird das sie dies und jenes sind und können. Der Wert ist rein vom Glauben abhängig. Der aktuelle Wert kann dabei aberatrotzdem sehr hoch sein.

  • Btc würde ich eher mit Reliquien aus der Kirche vergleichen. Das sind im Grunde völlig wertlose Dinge bei denen geglaubt wird das sie dies und jenes sind und können. Der Wert ist rein vom Glauben abhängig. Der aktuelle Wert kann dabei aberatrotzdem sehr hoch sein.

    Sehe ich auch so. Wobei eine Reliquie, die nachweislich original ist, und solche gibt es ja auch, hier auch noch herausfällt.

    Jetzt geht das schon wieder los...

    Dito, solange du auch nur immer wieder Glaubenssätze postulierst.

  • Aber Gold, Kunst und Oldtimer sind schön im Auge des Betrachters und haben auch aufgrund des Handwerks einen Wert. Des weiteren sind es (oft) sichtbare Statussymbole.

    Btc würde ich eher mit Reliquien aus der Kirche vergleichen. Das sind im Grunde völlig wertlose Dinge bei denen geglaubt wird das sie dies und jenes sind und können. Der Wert ist rein vom Glauben abhängig. Der aktuelle Wert kann dabei aberatrotzdem sehr hoch sein.

    Diese Betrachtungsweise halte ich für ziemlich oberflächlich, weil du die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin völlig ausblendest. Dezentralität, Transparenz, absolute Knappheit, Zensurresistenz, globale Verfügbarkeit rund um die Uhr oder Programmierbarkeit sind Eigenschaften, die in dieser Kombination kein anderes Gut auf der Welt bietet.

    Es kann natürlich sein, dass diese Eigenschaften für dich persönlich keine Rolle spielen. Fair enough. Dann misst du Bitcoin eben keinen besonderen Wert bei. Daraus aber abzuleiten, dass Bitcoin grundsätzlich keinen Wert hat, stimmt eben nicht.

    Dein Vergleich mit Kunst oder Oldtimern ist in diesem Zusammenhang übrigens gar nicht so verkehrt. Es gibt Kunstwerke oder Oldtimer, die du bestimmt hässlich findest und denen du keinen Wert zuschreibst. Andere sehen das völlig anders und sind bereit, dafür Millionen zu bezahlen.

    Damit schließt sich der Kreis zur Ausgangsthese aus mein Beitrag #4.275. Wert liegt nicht im Objekt selbst, sondern entsteht durch gesellschaftliche Zuschreibung und kollektive Akzeptanz (bspw. durch seine fundamentalen Eigenschaften). Je mehr Menschen einem Gut einen Wert beimessen, desto höher ist in der Regel auch sein Marktpreis. Fehlt diese Zuschreibung, sinkt er entsprechend. Das ist bei Aktien so, das ist bei Kunst so, das ist bei Gold so und eben auch bei Bitcoin.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Aus aktuellem Anlass die Position von Herrn Kommer dazu, passend zur zurückliegenden Diskussion (ab 53:20 min):

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    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Für mich wird in der Diskussion oft "Wert" und "Preis" durcheinandergebracht. Dass etwas einen hohen Marktpreis hat, heißt noch nicht, dass alle denselben inneren Wert darin sehen. Das gilt bei Bitcoin genauso wie bei Kunst oder Sammlerstücken.

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