Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Irgend ein Risiko hat man immer.

    Aber wenn ich selbst verwahre liegt es eben bei mir und ich bin sicher auch nicht unfehlbar. Der größte Bitcoin ETP (Coinshares) hat zwar natürlich das Emittentenrisiko aber ist vollständig BTC abgesichert, gehört nicht zur Insolvenzmasse und die ganze Verwahrung wird professionell und unabhängig geprüft. Da steckt Know How dahinter das ich als Privatperson nie erreichen werde. Vor allem aber werde ich mental im Alter abbauen und irgendwann nicht mehr up to Date sein in Sachen Sicherheitsmaßnahmen und aktuellen Schutzvorkehrungen.

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  • Irgend ein Risiko hat man immer.

    Aber wenn ich selbst verwahre liegt es eben bei mir und ich bin sicher auch nicht unfehlbar. Der größte Bitcoin ETP (Coinshares) hat zwar natürlich das Emittentenrisiko aber ist vollständig BTC abgesichert, gehört nicht zur Insolvenzmasse und die ganze Verwahrung wird professionell und unabhängig geprüft. Da steckt Know How dahinter das ich als Privatperson nie erreichen werde. Vor allem aber werde ich mental im Alter abbauen und irgendwann nicht mehr up to Date sein in Sachen Sicherheitsmaßnahmen und aktuellen Schutzvorkehrungen.

    Letztlich ist es eine individuelle Entscheidung, die einem niemand abnehmen kann. Wichtig ist, dass man die Risiken von seiner Entscheidung kennt.

  • Geht mir ähnlich. Ich überlege auch ggfs. nach Erreichen eines selbstgesteckten Ziels auf einen ETP (Bitwise) zu schwenken. Netter Nebeneffekt: liegt dann mit den ETFs im Depot und ich sehe auf einen Blick den Gesamtwert. Bin aber noch unschlüssig…

  • Geht mir ähnlich. Ich überlege auch ggfs. nach Erreichen eines selbstgesteckten Ziels auf einen ETP (Bitwise) zu schwenken. Netter Nebeneffekt: liegt dann mit den ETFs im Depot und ich sehe auf einen Blick den Gesamtwert. Bin aber noch unschlüssig…

    Da gilt es dann auch die eventuelle Steuer zu bedenken. Da macht es Sinn ggf. dann frühzeitig umzuschwenken und aus Vereinfachungsgründen die Bitcoin wieder auf ne Börse zu übertragen bis man sie verkaufen möchte.

  • War vielleicht missverständlich. Ich lasse meine Anteile heute schon aus den genannten Gründen auf der Börse meiner Wahl (also keine Wallet bisher). Ein Verkauf ist nicht angedacht. Nur die neuen Käufe werde ich dann ggfs. über einen ETP abwickeln.

  • Vom Emittentenrisiko einmal abgesehen, was macht ihr eigentlich, wenn der Staat eingreift? Also wenn Deutschland Bitcoin-Bestände von heute auf morgen für illegal erklärt, beschlagnahmt oder eine Haltesteuer einführt? Mit Selbstverwahrung müsst ihr euch über solche Szenarien deutlich weniger Gedanken machen.

    Ich verstehe natürlich die Idee hinter einem ETP. Man gibt Verantwortung und Aufwand ein Stück weit ab. Der Mensch neigt zu Bequemlichkeit. Aber ist das nicht genau das, was Bitcoin eigentlich ermöglichen soll? Verantwortung, Eigentum und Selbstbestimmung, mit allem, was dazugehört. Ich habe das Gefühl, dass wir als Gesellschaft genau diese Dinge verlernt haben und immer weiter verlernen, nicht nur auf finanzieller Ebene ...

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Vom Emittentenrisiko einmal abgesehen, was macht ihr eigentlich, wenn der Staat eingreift? Also wenn Deutschland Bitcoin-Bestände von heute auf morgen für illegal erklärt, beschlagnahmt oder eine Haltesteuer einführt?

    Rechtsstaatlichkeit und das Einhalten von demokratisch legitimierten Regeln sind für mich eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und stellen die Basis für unsere gemeinsame Grundordnung dar.

    Wenn jeder nur noch die Gesetze befolgt, welche er für richtig hält, wird unsere Gesellschaft wohl scheitern.

    Damit ergeben sich die folgende Möglichkeiten in Deinem Szenario:


    1. Auswandern, in ein Land wo Bitcoin legal ist. Dies ist aufgrund der technischen Gegebenheiten mit Bitcoin ja super möglich.

    2. Sich an die geltenden Regeln halten und seine Bestände auflösen. Dabei spielt es keine Rolle ob Du selbst verwahrst oder auf einer Börse bist.

    3. Sich nicht an die Regeln halten. Dann riskierst Du halt, entsprechende rechtliche Konsequenzen. Hier hilft Dir dann natürlich die Selbstverwahrung, da Du Deine Bestände leichter vor dem staatlichen Zugriff verstecken kannst.

    Daher finde ich die Aussage, dass man sich bei staatlichen Eingriffen keine Gedanken machen muss, nicht richtig. Du bist zwar technisch unabhängig vom Staat aber nicht rechtlich.

    Damit musst Du in Deinem Szenario sehr wohl eine Entscheidung treffen, welche nicht allein durch die Wahl der Verwahrmethode gelöst ist.

  • RNowotny , interessante und spannende Überlegungen.


    Unabhängig von der Tatsache, daß mich diese Thematik (staatliche Eingriffe bis hin zum direkten oder indirekten Verbot) damals von einem Investment bei Bitcoin abgehalten hatte; noch zu Kursen von 10 bis 100 $ ...) - neben meinem fehlenden technischen Verständnis zu dem speziellen Thema (BTC) -

    siehe hier im Strang schon in Beitrag Nr. 7 und in stark eingedampfter Form

    Sollte Bitcoin global also flächendeckend wirklich auch als "Währung" reüssieren (sprich auch als "Zahlungsmittel" im Alltag) wird der Drang (präziser Zwang) der Staaten zunehmen, Bitcoin entweder direkt zu verbieten oder indirekt (sprich konkludent) via Regulatorik abzuwürgen.

    und en Detail in dem besagten Beitrag Nr. 7.

    "Store of Value" ist nochmal etwas anderes als eine "flächendeckend also global reüssierende (alternative und neue) Währung". Das Geldmonopol als alleiniger Münzherr gibt den Staaten (inkl. den staatlichen Notenbanken) derart viel Macht, daß bei einer drohenden ernsthaften Erosion desselben der Drang staatlicherseits übermächtig werden dürfte, da einzugreifen.

    Rechtsstaatlichkeit und das Einhalten von demokratisch legitimierten Regeln sind für mich eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und stellen die Basis für unsere gemeinsame Grundordnung dar.

    Die Sicht und Haltung teile ich vollumfänglich. Und das nicht nur, weil ich (u. a.) Jurist bin - sondern aus meiner Überzeugung als Bürger.

    Nichtsdestotrotz können sich da (erhebliche) Spannungsfelder ergeben. Um nur ein Beispiel aus mehreren zu nennen:

    wie es einmal - schon vor sehr langer Zeit (2010 -2012) - treffend einige Juristen und Verfassungsrechtler sowie mehrere Bundestagsabgeordnete bezeichnet hatten: "Was hilft dem Bürger eine Gewaltenteilung - wenn die beteiligten Gewalten sich beim Rechts- oder Vertragsbruch einig sind ?"


    Unser legendärer Dichterfürst dürfte da eine probate und elegante Option liefern:

    Vor allen Dingen steht es aber dem Bürger auch frei, der Empfehlung unseres Dichterfürsten Goethe zu folgen und "die Gegend zu verlassen, in der Gesetze gelten, denen man sich nicht mehr fügen mag"

  • Mir gehts da auch um Risikostreuung. 50/50 Wallet oder Börse/ETP senkt das Totalverlustrisiko deutlich. „Politische Risiken“ habe ich bisher vernachlässigt. Liegt zum Einen daran das ich grundsätzlich optimistisch bin und zum Anderen daran das meine Anteile nicht zum Auswandern ausreichen würden.☝🏻😅

  • „Politische Risiken“ habe ich bisher vernachlässigt. Liegt zum Einen daran das ich grundsätzlich optimistisch bin ...

    Um "politische Risiken" zu "vernachlässigen" braucht es aber hierzulande (und in der Eurozone) längst erheblichen "Optimismus" - nach meinem Dafürhalten jedenfalls.

    und zum Anderen daran das meine Anteile nicht zum Auswandern ausreichen würden.☝🏻😅

    Das dürfte auch (ein bißchen oder ein bißchen mehr) vom gewählten Auswanderungsziel abhängen.

    Um beispielsweise ein - unter dem Scherpunkt der rein finanziellen Aspekte - ausgeprägtes "Gegensatzpaar" (allerdings auch vom Alter her) in meinem weiten Umfeld zu nennen:

    Montreux am Genfer See (Schweiz) vs Hanoi (Vietnam) ...

  • Zitat

    Diversifikation /Diversifikatión/

    Diversifikation (auch Diversifizierung) bedeutet die Streuung von Risiken und die Vielfalt in Bereichen wie Geldanlage oder Unternehmensführung. Man setzt dabei sprichwörtlich „nicht alles auf eine Karte“, sondern teilt Ressourcen auf, um Verluste in einem Bereich durch Gewinne in einem anderen auszugleichen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikation_(Wirtschaft)

    Ist der Staat in dieser Betrachtungsweise ebenfalls ein Risiko?

    Falls ja, müsste man konsequenterweise zumindest einen kleinen Teil seines Vermögens in eine Anlageklasse investieren, die möglichst unabhängig vom Staat funktioniert. Mir fällt ehrlich gesagt keine andere Anlageklasse ein, die dieses Risiko besser diversifizieren könnte als Bitcoin.

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  • Mir fällt ehrlich gesagt keine andere Anlageklasse ein, die dieses Risiko besser diversifizieren könnte als Bitcoin.

    Gold. Im Zweifelsfall kann ich das ja im Ausland lagern lassen, wenn ich dem Staat nicht traue.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Gold. Im Zweifelsfall kann ich das ja im Ausland lagern lassen, wenn ich dem Staat nicht traue.

    Jedenfalls einen relevanten Teil davon - wäre meine Empfehlung.

    "If you don´t hold it, then you don`t own it"

    Es erscheint mir einigermaßen sinnbefreit (wohlwollender formuliert "kontraproduktiv") eine Versicherung wie ausgerechnet Gold nicht physisch, nicht nur dem eigenen Zugriff ausgeliefert und auch nicht an einem möglichst sicheren (auch rechtssicheren) Ort zu halten bzw. zu verwahren - sondern ausgerechnet im Zugriff von Protagonisten und Institutionen (Staat, staatliche Notenbank, EU, EZB) vor deren Handlungen samt Folgen einen diese Versicherung möglichst schützen und bewahren soll ...

  • Im Rahmen der geplanten Steuerreform möchte die Bundesregierung unter Finanzminister Lars Klingbeil die steuerliche Haltefrist für Kryptowerte und damit auch für Bitcoin abschaffen. Gegen dieses Vorhaben wurde heute eine offizielle Petition beim Deutschen Bundestag gestartet.

    Die Petition fordert den Erhalt der bisherigen Regelung, nach der Gewinne aus dem Verkauf von Bitcoin bzw. Kryptowerten nach einer Haltedauer von einem Jahr steuerfrei sind. Begründet wird dies unter anderem mit Rechtssicherheit, dem Schutz privater Vermögensbildung und Altersvorsorge, der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland sowie dem drohenden zusätzlichen Bürokratieaufwand für Bürger und Finanzämter.

    Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann die Petition hier unterzeichnen. Es werden 30.000 Stimmen bis zum 15.09.2026 benötigt:

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_20…_201716.nc.html

    Teilt gerne den Link zur Petition, jede Stimme zählt :)

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  • Einundzwanzig: In Sachen Ankündigungen ist (auch) unser Finanzminister (der meines Wissens keinen einzigen Tag jemals außerhalb der Politik-Community (um die Formulierung Politik-Blase zu vermeiden) in einem normalen Brotberuf gearbeitet hatte ...) jedenfalls stark


    Zugegebenermaßen bin ich über das Steuer-Thema (Kryptowährungen betreffend) nur im absoluten Tiefflug drüber (halte keine Kryptowährungen im Speziellen und steuerliche Fragen überlasse ich im Allgemeinen ohnehin den dafür bezahlten Profis).

    Unabhängig von den Fragen, wie dabei ein Kryptowert von Gold und Silber unterschieden werden soll, die nach einer Spekulations-Frist von einem Jahr m. W. nicht besteuert werden und was mit Verlusten mit Kryptos ist, die dann auch steuerlich berücksichtigt werden müßten, ebenso wie Gewinne ...

    Daß ausgerechnet ein SPD geführtes Finanzministerium die Steuern für Daytrader und Krypto-Spekulanten bei unterjährigen Veräußerungen senken will (Abgeltungssteuer), erscheint mir bemerkenswert. Wer Kryptogewinne aus dem § 23 des Einkommensteuergesetzes herausnehmen und pauschal der Abgeltungssteuer unterwerfen will, senkt jedenfalls für die pöhsen Spitzenverdiener den Steuersatz von bis zu 45% auf dann 25% plus Soli. Wie mir ein Hauptstadt Journalist so treffend sagte:

    "Kann man machen - dann sollte man es aber nicht als große Gerechtigkeitsreform verkaufen"


    Meine Vermutung: Eher greift hier das alt bekannte Motto "Not kennt kein Gebot" (mehr). In dem Fall nicht nur in Sachen Staatsfinanzen - sondern auch in Sachen Absturz der SPD in Umfragen.


    Dir weiter viel Erfolg mit Deinen privaten Finanzen - und mit der Petition ... !


    PS: Kundigere in Sachen Steuern als meine Wenigkeit mögen das gerne korrigieren.

  • Ich verstehe die Petition, aber "der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland" steht mittlerweile wirklich überall drauf. Egal ob Steuersenkung, Erhöhung oder einem fiktiven Verbot von Erdbeereis. Muss da immer schmunzeln wenwenn ich sowas in egal welchem Zusammenhang lese.

    Auch wenn ich nicht dafür bin, euch viel Erfolg.

  • Warum ist ein Szenario wie bei Coldcard eigentlich bei BitBox02 oder Trezor nicht möglich?

    Bzw. sollten Nutzer dieser beiden Wallets trotzdem zusätzliche Vorkehrungen treffen?

    Kleiner Nachtrag. Der Bug bei Coldcard noch einmal in einem kurzen Video visualisiert:

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