Wie wichtig Vorhandensein einer Bankfiliale als Filialbankkunde?

  • Nicht nur die Amerikaner können problematisch sein.

    Ohne Bargeld kann jeder Pfennig nachverfolgen werden und das, bei einem nimmersatten Fiskus.

    Zum Glück haben Geldscheine keine Seriennummer, so daß man ihre Wanderung nicht nachvollziehen kann. :)

    (Es kostete die Regierung nicht mehr als einen Federstrich, von allen Dienstleistern die Identifizierung von Kunden zu verlangen, die bar bezahlen.)

  • Wenn Du ein Szenario annimmst in dem die USA nicht mehr unser Freund sind (schwer, ich weiß), wird bargeldloser Verkehr, ohne Visa, MasterCard, Paypal und Swift, problematisch.

    Swift ist europäisch, man läßt sich halt nur immer von den Amis reinreden. Und Visa, MasterCard und Paypal wären wohl auch nicht glücklich damit, den kompletten europäischen Markt zu verlieren.

  • Nichts konkretes. Aus unbekannten Gründen gesperrtes Konto oder Karte ... Wie zum Beispiel hier beschrieben: RE: Trade Republic - Fluch und Segen ?

    Ich hatte bisher weder entsprechende Probleme bei der Sparda, bei der Hypo (früher), bei comdirect oder Scalable. Aber wenn, dann ist es doof alleine dazustehen.

    Es wäre zumindest stressig. Ausgefallenes Computersystem --> keine Girocard. Bleibt noch die Kreditkarte als Fallback. Die Sparda hatte erst vor kurzem eine IT-Umstellung, bei der sie von Freitag - Montag den Betrieb großteils eingestellt haben. Inkl. möglicher Ausfälle bei der Girocard. Hab dann im Urlaub lieber die Hotelrechnung schon Donnerstags bezahlt. Eine zweite Kreditkarte wäre natürlich auch eine Option.


    Das Filialsterben ist auch in München deutlich zu spüren. Die kleineren Filialen werden dicht gemacht. Die Hypovereinsbank-Filiale (in der ich früher Kunde war) wurde platt gemacht. Ich würde jetzt in Grünwald betreut werden. Hätte ich nicht sowieso schon vorher alles gekündigt, wäre dies durchaus ein Grund. Grünwald ist gar nicht mal so gut zu erreichen. Aber klar. Ans Schließfach muss man nicht oft. Da nimmt man auch ggf. durchaus einen Weg auf sich. Es hat auch nicht jede Sparda-Filiale Schließfächer. Dafür muss ich auch zu einer anderen Filiale.

    Auch ich lebe in der Umgebung von München: Schließfächer sind nicht nur teuer, sondern so gut wie nicht mehr disponibel, sprich frei. Abgesehen davon, dass man auch sein Girokonto bei 2 Banken führen oder komplett umdisponieren muss. Mir selber hat die Unicredit kommentarlos mein günstiges Schließfach gekündigt. Leider konnte ich den Grund dafür nicht erfahren.

    Persönlich musste ich etliche Male in der Filiale erscheinen: Bargeldeinzahlung, Überweisungslimit erhöhen, vom Automaten eingezogene Karte reklamieren.

  • Wer braucht das? :/

    Sorry, aber lt. diversen Statistiken ist das eigen Kfz der größte Vermögenswert für viele Deutsche. Wer braucht da Wertpapierberatung oder gar den Verkauf von Versicherungs(policen)?

    Gold kann man bei einem Goldhändler kaufen. Ist es zumeist günstiger als bei einer Bank.

    Und ja das mit dem Safe (Bankschließfach) ist eine spezielle Dienstleistung. Aber da kommt es doch noch viel weniger darauf an, dass ich diese Dienstleistung in unmittelbarer Nähe verfügbar sein muss. Schließlich miss ich ja nicht täglich an mein Gold oder andere Dinge, die ich meine in einem Bankschließfach aufbewahren zu müssen. :/

    PS: Bitte daran denken, dass die Werte in einem Bankschließfach i.d.R. nur bis 50.000€ versichert sind!

    wie man jetzt in Gelsenkirchen mitverfolgen kann, ist die Institution Bankschließfach wie der Tanz auf der Rasierklinge.

  • wie man jetzt in Gelsenkirchen mitverfolgen kann, ist die Institution Bankschließfach wie der Tanz auf der Rasierklinge.

    Reichlich übertrieben, oder wie oft werden komplette Bankschließfachanlagen in Deutschland geplündert?

    Es ist fast wie im richtigen Leben, deswegen heißt das hier auch Erde und nicht Paradies.

  • Reichlich übertrieben, oder wie oft werden komplette Bankschließfachanlagen in Deutschland geplündert?

    In meinen Augen schon noch überraschend häufig. Zumal durch so eine Aktion potenziell mehrere hunderte Kunden auf einmal betroffen sind.

    Das sollte auch denen zu denken geben, die physisches Gold als wichtigen Sicherheitsfaktor sehen, den man am besten zu Hause oder im Bankschließfach aufbewahren sollte.

  • Reichlich übertrieben, oder wie oft werden komplette Bankschließfachanlagen in Deutschland geplündert?

    https://www.blick.ch/ausland/gangster-auch-ein-jahr-nach-raub-in-luebeck-noch-nicht-geschnappt-mantel-bande-erbeutete-mit-klo-trick-millionen-aus-bank-id21523263.html

    Na ja, jedenfall so oft, daß man nicht sagen kann, so etwas würde nie passieren.

    Pfiffige Idee: Sich in die Bank einschließen lassen und vorsichtshalber ein eigenes Camping-Klo mitbringen. Da hat einer mitgedacht! :)

  • wie man jetzt in Gelsenkirchen mitverfolgen kann, ist die Institution Bankschließfach wie der Tanz auf der Rasierklinge.

    Ich finde es schon bemerkenswert, dass niemand den Höllenlärm, den so ein Bohrgerät beim Betreib verursacht, gehört hat. Die Filiale liegt ja nicht in einem verlassenen Gewerbegebiet, sondern mitten in der Stadt.

  • Ich finde es schon bemerkenswert, dass niemand den Höllenlärm, den so ein Bohrgerät beim Betreib verursacht, gehört hat. Die Filiale liegt ja nicht in einem verlassenen Gewerbegebiet, sondern mitten in der Stadt.

    Noch bemerkenswerter ist, dass es anscheinend keine Bewegungsmelder im Tresorraum gab, die außerhalb der Öffnungszeiten Alarm schlagen. Oder dass falls diese vorhanden waren, diese sich einfach ausschalten ließen.

  • Einmal reicht, wenn man betroffen ist. Interessant ist auch, dass die Bank hier großspurig auf die Versicherung von 10k pro Schließfach verweist. Das dürfte bei sehr vielen deutlich überschritten sein.

    Mal abgesehen davon, dass man als Kunde wohl sicher Nachweise wird bringen müssen, dass man entsprechend werthaltige Dinge in den Schließfächern hatte. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine pauschale Auszahlung gibt.

    Ich habe meine Zweifel, dass es vielen Kunden möglich sein wird, diese Nachweise zu bringen. Wenn man so die Presseberichte liest, gibt es viele Kunden mit Wurzeln im Ausland, wo vermutlich oftmals die Wertgegenstände gekauft wurden. Ob dafür Kaufbelege vorhanden sind?