Unheimlich ist es schon das Markradikale die Entmachtung des demokratischen Staates (Wichtige Grundlage für Wachstum, Innovation, Wohlstand etc) herbei fantasieren. Das Internet ist echt voll damit und viele wünschen sich echt eine Dikatur des Kapitals (Investor/Unternehmer). Dann hätten sympathische Leute wie Musk, Bezos, Thiel noch mehr Macht als ohnehin schon. Das neben dem, durch Sozialstaat, Regularien uvm (noch) gemäßigten Kapitalismus, insbesondere das demokratische System entscheidend ist für die hohe Lebensqualität (+wirtschafrliche Entwicklung) in Deutschland/Schweden wird einfach komplett ignoriert ![]()
Deutschland -> Land der armen Schlucker "keine 2000 Euro als Notgroschen"
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SemperFidelis -
9. August 2025 um 07:34 -
Erledigt
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Es gibt in Deutschland seit mehreren Jahren keine wirtschaftliche weiter Entwicklung
Die ist schon länger in einer Stagnation. -
Keine Ahnung, wie weit man sich von jedem Realitätsbezug entfernen kann ... ? Offensichtlich sehr weit ...
Von bestimmten Protagonisten und ebensolchen politischen Kreisen
wird einfach komplett ignoriert
, daß Deutschland einen Absturz im Ranking der internationalen Wettbewerbsfähigkeit hinter sich hat. Ausgehend vom Jahr 2014 und damals noch Top-Platzierungen runter auf inzwischen Ränge "unter ferner liefen". Selbst ein verständiger und wacher 16-jähriger Schüler beispielsweise könnte sich die Frage stellen, wie ein Wohlfahrtsstaat auf Champions League-Niveau mit einer Wirtschaft harmonisiert und finanziert werden soll, die nicht mehr in der Champions League sondern nur noch in der 2. oder 3. Liga spielt ... ?!
Von anderen anstehenden Aufgaben ganz abgesehen (wie Bildung, Klimaschutz, innere Sicherheit, äußere Sicherheit (Verteidigungsfähigkeit) et. pp.
Und auch abgesehen von der großen (historischen) geopolitischen Neuordnung. Wo ein Land wie Deutschland oder ein Konstrukt wie die EU sich und ihre Werte wohl dabei wiederfinden werden - ohne Hard Power sprich wirtschaftliche Stärke und militärische Power ... ?
In der real existierend EU sieht es übrigens kaum anders aus (für die typischen Problem-Kandidaten eher noch schlechter; Stichwort: Frankreich - um nur ein Beispiel zu nennen). Zur Wettbewerbsfähigkeit der EU empfehle ich Dir die offiziellen EU-Berichte aus 2024 (Draghi-Bericht, Letta-Bericht) als Lektüre.
War sonst noch was ... ? Ach ja ...
viele wünschen sich echt eine Dikatur des Kapitals (Investor/Unternehmer)
Solche Leute sind mir jedenfalls nicht bekannt.
Unheimlich ist es schon das Markradikale die Entmachtung des demokratischen Staates (Wichtige Grundlage für Wachstum, Innovation, Wohlstand etc) herbei fantasieren.
Von den seriösen und ernstzunehmenden Protagonisten hierzulande ist mir niemand bekannt, der in Deutschland derartige Phantasien oder Visionen hat.
Musk, Bezos, Thiel
Dazu fallen mir in Deutschland keine vergleichbaren Protagonisten ein.
Last but not least:
Das Internet ist echt voll damit
Keine Ahnung, wo Du Dich im Internet so tummelst ...
Meine Empfehlung: Seriöse nationale und internationale Printmedien bevorzugen. Das hilft - jedenfalls, wenn Du Dich dabei nicht einzig beispielsweise via "taz" informierst ...

Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !
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Wenn ein Unternehmen oder Branchen beispielsweise merken, dass bestimmte Grundlagenforschung langfristig wirtschaftliches Potenzial hat, etwa bei neuen Materialien, KI oder Energie, entsteht ein Interesse, genau diese Forschung zu finanzieren.
Grundlagenforschung hat im Gegensatz zu Forschung zur Produktentwicklung eben oft kein wirtschaftliches Potential auf Jahrzehnte. Das würde eben weitgehend nicht mehr in Deutschland stattfinden.
Außerdem sollen die Ergebnisse der Grundlagenforschung ja auch öffentlich sein. Damit kann sich daraus dann privat finanzierte Produktforschung entwickeln. Wären die Grundlagen nicht öffentlich, könnte sich kein Innovationswettbewerb daraus entwickeln.
Unabhängig davon wäre es auch nicht sehr effizient, wenn jedes Unternehmen die Grundlagen erneut erforschen müsste.
Warum sollten Unternehmen also aktuell dieses Risiko eingehen, wenn der Staat dies tut?
Umgekehrt: Weil es sich für Unternehmen nicht rentiert, sollte es der Staat tun.
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Unabhängig davon wäre es auch nicht sehr effizient, wenn jedes Unternehmen die Grundlagen erneut erforschen müsste.
Das würde meiner Meinung nach aber nicht automatisch bedeuten, dass Grundlagenforschung ohne staatliche Finanzierung verschwinden würde. Wenn sie für zukünftige Innovationen notwendig ist, und das ist sie ja offensichtlich, entsteht auch ein Interesse bei Unternehmen, diese Forschung zu ermöglichen. Es wäre zum Beispiel denkbar, dass sich mehrere Unternehmen zusammenschließen und gemeinsam in Grundlagenforschungs-Fonds, Stiftungen oder Konsortien investieren, um die Kosten und Risiken zu teilen.
Solche Modelle gibt es ja teilweise bereits, etwa bei branchenübergreifender Forschung oder bei großen technologischen Plattformen. Unternehmen hätten also durchaus Möglichkeiten, sich zu organisieren, wenn sie erkennen, dass langfristige Grundlagenforschung für zukünftige Produkte und Märkte entscheidend ist.
Und meiner Meinung nach kann der freie Markt besser entscheiden, welche Forschung wirklich relevant ist, als ein Staat. Denn aktuell bestimmen letztlich politische Entscheidungsträger, welche Projekte mit deinem Steuergeld gefördert werden und welche nicht. Im Markt hingegen investieren Akteure ihr eigenes Kapital und haben daher ein unmittelbares Interesse daran, Ressourcen möglichst sinnvoll einzusetzen.
Umgekehrt: Weil es sich für Unternehmen nicht rentiert, sollte es der Staat tun.
Schon klar, das war eine rhetorische Frage

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Umgekehrt: Weil es sich für Unternehmen nicht rentiert, sollte es der Staat tun.
Das kann indiziert bzw. angesagt sein. Insbesondere auch in speziellen Formen (Anschubfinanzierung, Bürgschaften, Public-Private-Partnership (PPP)).
Hat aber als "Conditio sine qua non":
Der Staat weiß besser als alle Marktteilnehmer, Unternehmen, Unternehmer, private Investoren usw. welche Grundlagenforschung in welchen Bereiche angezeigt ist uns welche Technologien sich zukünftig durchsetzen sprich "rentieren" werden oder zumindest das Potential dafür haben.
Ob diese Voraussetzung wirklich und immer gegeben ist, scheint mir eine eigenständige Fragestellung zu sein.
Die Konstellation, daß eine Institution (Staat) bzw. deren Vertreter (Regierung, Politiker) nicht mit dem eigenen Geld agieren und haften - sondern dem Geld von Dritten (Steuerzahler) für Dritte (alle Bürger) ist per se eine herausordernde und sensible Angelegenheit.
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Man sieht ja wie gut der Markt es regelt wenn wir Kliniken privatisieren. Ich finde wir sollten dringend auch Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste privatisieren. Da steckt sehr viel Einsparpotenzial drin.
Das Problem ist das wir Gewinne privatisieren und Kosten auf alle Schultern verteilen. Dadurch macht sich ein CEO samt Aktionären die Taschen voll und sobald Misswirtschaft ins Spiel kommt ist der Saat respektive Steuerzahler dran das ganze wieder zu finanzieren. Sehen wir in Deutschland sehr gut am Automobilsektor. Alle paar Jahre wird nach ner Subvention on Top geschrien und paar Wochen später werden Werke geschlossen, oder zumindest mal paar Leute entlassen und ne Lohn Nullrunde gefordert.
Das die sozialistischen Systeme der Neuzeit absolut gar nicht funktionieren ist unbestritten. Liegt aber meistens an der unfassbar miesen Umsetzung der korrupten Staatsführungen. Unter den Bedingungen kann gar kein System funktionieren. Wir sehen ja gerade wo die Marktwirtschaft hingeht, wenn die Politik nurnoch über Lobbyorganisationen ihre Entscheidungen trifft. Die letzten 20 Jahre zeigen das relativ eindrucksvoll. Da die Kosten für den Sozialstaat im Vergleich zum BIP nicht gestiegen sind kann man hier ja eigentlich nicht darauf schließen das hier etwas ausufern würde.
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Alle paar Jahre wird nach ner Subvention
Genau das ist doch des Pudels Kern!
Das die sozialistischen Systeme der Neuzeit absolut gar nicht funktionieren ist unbestritten. Liegt aber meistens an der unfassbar miesen Umsetzung der korrupten Staatsführungen.
Genau das ist ja der Punkt, dieses Problem wirst du in sozialistischen Systemen, die in der Theorie gut klingen, immer haben, weil der Faktor Mensch eine Rolle spielt. Menschen sind nun einmal nicht frei von Eigeninteressen, Machtstreben oder Fehlanreizen. Nie.
Wenn ein System Macht an wenigen Stellen bündelt, steigt automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Macht auch missbraucht wird. In der Geschichte war es im Prinzip immer so. Deshalb setzen marktwirtschaftliche Systeme stärker auf Dezentralität und Wettbewerb, weil Entscheidungen auf viele Akteure verteilt sind und nicht zentral von wenigen getroffen werden.
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Wenn ein System Macht an wenigen Stellen bündelt, steigt automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Macht auch missbraucht wird. In der Geschichte war es im Prinzip immer so. Deshalb setzen marktwirtschaftliche Systeme stärker auf Dezentralität und Wettbewerb, weil Entscheidungen auf viele Akteure verteilt sind und nicht zentral von wenigen getroffen werden.
Machst du gerade Werbung für Steuern die hohe Vermögens/Machtkonzentration verhindern/reduzieren. Quasi für stetige und ggf. rückwirkende Umverteilung xD dafür brauchts aber nen Staat, damit nicht nur zu der Krankheit geforscht wird an der Papi von Milliardär X gestorben ist
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Das die sozialistischen Systeme der Neuzeit absolut gar nicht funktionieren ist unbestritten.
Immerhin ... das spricht für Realitätsbezug.
Liegt aber meistens an der unfassbar miesen Umsetzung der korrupten Staatsführungen.
Das dagegen erinnert mich an eine Diskussion mit einer ziemlich hochrangigen Protagonistin von der Partei "Die Linke", die mir sagte:
"Das war in der Vergangenheit doch nie der echte und wahre Sozialismus. Der richtige Sozialismus kommt erst noch"
Womit wahrscheinlich die Sozialismus-Variante (oder doch gleich Kommunismus-Variante ?) ihrer Partei gemeint war ...
Meine Erachtens kann ein solcher Ansatz zum einen schon deshalb nicht funktionieren, weil die Menschen so sind, wie sie eben sind - und zum anderen, weil ein auf Wettbewerb basierendes System mit Millionen dezentral getroffenen Entscheidungen immer und überall einer zentralen Planwirtschaft oder auch nur zentralistisch-planwirtschaftlichen Ansätzen überlegen ist. Wenn eine vernünftige Ordnungspolitik einen vernünftigen Rahmen dafür setzt jedenfalls.
Das Problem ist das wir Gewinne privatisieren und Kosten auf alle Schultern verteilen.
Daß es auch im Kapitalismus (Deutschland hat als Leitmotiv die "Sozialen Marktwirtschaft" !) Fehlentwicklungen, Fehlsteuerungen, Fehlanreize, Übertreibungen, Exzesse, Mißbrauch et. pp. geben kann und in praxi auch gibt - wer wollte oder könnte dies bestreiten ... ?!
Man denke nur an den Umgang mit der Weltfinanzkrise 2007/2008 - um nur ein Beispiel aus diversen zu nennen.
Aus meiner Sicht gilt für den Kapitalismus - erst recht und ganz besonders für das Modell einer "Sozialen Marktwirtschaft" - was Winston Churchill über die Demokratie gesagt hat:
"Democracy is the worst form of Government - except for all those other forms that have been tried from time to time"
(Winston Churchill in einer Rede im britischen Unterhaus am 11. November 1947)
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Genau das ist doch des Pudels Kern!
Genau das ist ja der Punkt, dieses Problem wirst du in sozialistischen Systemen, die in der Theorie gut klingen, immer haben, weil der Faktor Mensch eine Rolle spielt. Menschen sind nun einmal nicht frei von Eigeninteressen, Machtstreben oder Fehlanreizen. Nie.
Wenn ein System Macht an wenigen Stellen bündelt, steigt automatisch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Macht auch missbraucht wird. In der Geschichte war es im Prinzip immer so. Deshalb setzen marktwirtschaftliche Systeme stärker auf Dezentralität und Wettbewerb, weil Entscheidungen auf viele Akteure verteilt sind und nicht zentral von wenigen getroffen werden.
Also sprechen wir beide davon das Machtkonzentration mist ist. Im Kapitalistischen System sind es Überreiche die ihre Macht durch Vermögen in Sphären treiben die für alle zum schlechteren führen.
Im System des Sozialismus ist es halt die Machtkonzentration auf die wenigen politischen Führer.
Das Problem bei beiden ist das es keinerlei Kontrolle gibt. Die politischen Köpfe der sozialistischen Staaten waren eigentlich immer (selbst) eingesetzt und müssen nicht auf das Gemeinwohl achten um gewählt zu werden. Sie sind letztendlich auch keine andere Staatsform als eine Diktatur. Soll nur anders aussehen.
Für Überreiche gibt es auch keinerlei Kontrollen und über ihr Vermögen können sie letztendlich alle Entscheidungsträger beeinflussen, wenn nicht sogar dazu zwingen nach ihrem Gusto zu handeln.
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Ich glaube, das hat mehrere Ursachen. Einerseits wird heute tatsächlich viel mehr über ETFs, Finanzbildung und Vermögensaufbau gesprochen als früher. Das ist grundsätzlich positiv.
Andererseits zeigt die Realität, dass viele Menschen erst einmal ganz andere Probleme haben: steigende Mieten, Energiepreise und allgemein höhere Lebenshaltungskosten. Da bleibt oft kaum Spielraum, um etwas zurückzulegen.
Deshalb finde ich es sinnvoll, zwei Dinge zu trennen:
1.) Grundlage schaffen: Notgroschen und stabile Finanzen im Alltag
2.) Danach kann man investieren, beispielsweise über ETFs für den langfristigen Vermögensaufbau.
Wenn schon der Notgroschen fehlt, ist der Fokus auf ETF-Strategien für viele Menschen einfach noch ein Schritt zu früh.
Dieses „erst Notgroschen, dann investieren“ wird ständig wiederholt, aber kaum jemand hinterfragt, was das in der Praxis bedeutet.
Für viele Menschen mit durchschnittlichem Einkommen heißt das nämlich: Sie sparen jahrelang auf einem Konto mit praktisch null Rendite und verlieren in dieser Zeit Kaufkraft durch Inflation. Gleichzeitig wird ihnen eingeredet, sie dürften erst investieren, wenn der Notgroschen komplett aufgebaut ist.
Das Ergebnis: Viele fangen überhaupt nie mit dem Investieren an.
Gerade deshalb halte ich dieses starre Prinzip für problematisch. Viel sinnvoller ist es, beides parallel aufzubauen: einen kleinen Puffer für Notfälle und gleichzeitig einen ETF-Sparplan. So nutzt man die Zeit im Markt und verliert nicht Jahre an potenzieller Rendite.
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Dieses „erst Notgroschen, dann investieren“ wird ständig wiederholt, aber kaum jemand hinterfragt, was das in der Praxis bedeutet.
Für viele Menschen mit durchschnittlichem Einkommen heißt das nämlich: Sie sparen jahrelang auf einem Konto mit praktisch null Rendite und verlieren in dieser Zeit Kaufkraft durch Inflation. Gleichzeitig wird ihnen eingeredet, sie dürften erst investieren, wenn der Notgroschen komplett aufgebaut ist.
Das Ergebnis: Viele fangen überhaupt nie mit dem Investieren an.
Gerade deshalb halte ich dieses starre Prinzip für problematisch. Viel sinnvoller ist es, beides parallel aufzubauen: einen kleinen Puffer für Notfälle und gleichzeitig einen ETF-Sparplan. So nutzt man die Zeit im Markt und verliert nicht Jahre an potenzieller Rendite.
Aber am wenigsten potentielle Rendite verliert man doch, wenn man hochspekulativ anlegt. Warum dann überhaupt ein Notgroschen?
Was ist, wenn ich „in der Praxis“ gerade angefangen und die sprichwörtliche Waschmaschine, die ich gerade zur Hälfte zusammen habe, genau dann kaputtgeht, wenn ein Rücksetzer meinen ETF ins Minus geschoben hat? Was habe ich dann von der potentiellen Rendite?
Abgesehen davon ist das ja keine Anweisung, sondern ein Vorschlag.
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Dieses „erst Notgroschen, dann investieren“ wird ständig wiederholt, aber kaum jemand hinterfragt, was das in der Praxis bedeutet.
Für viele Menschen mit durchschnittlichem Einkommen heißt das nämlich: Sie sparen jahrelang auf einem Konto mit praktisch null Rendite und verlieren in dieser Zeit Kaufkraft durch Inflation. Gleichzeitig wird ihnen eingeredet, sie dürften erst investieren, wenn der Notgroschen komplett aufgebaut ist.
Das Ergebnis: Viele fangen überhaupt nie mit dem Investieren an.
Gerade deshalb halte ich dieses starre Prinzip für problematisch. Viel sinnvoller ist es, beides parallel aufzubauen: einen kleinen Puffer für Notfälle und gleichzeitig einen ETF-Sparplan. So nutzt man die Zeit im Markt und verliert nicht Jahre an potenzieller Rendite.
Naja, irgendwann braucht man halt mal Geld für unvorhergesehene Ausgaben, wenn dann die Börse gerade weit unten ist, hilft die bessere Entwicklung in der Vergangenheit nicht weiter. Geldanlage ist eben sehr individuell und jeder muss für sich selbst den besten Weg durchrechnen. Momentan sind wir alle sehr verwöhnt, was die Entwicklung der Aktienmärkte angeht, das muss nun mal nicht immer so sein und dann sollte man für den Fall der Fälle noch an anderer Stelle etwas Kapital zur Verfügung haben. Zum Sparen gehört nun mal viel Disziplin, aber auch ein gewisses Einkommen, da bin ich bei dir.
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Nur zum Verständnis und aus persönlichem Interesse:
Im Kapitalistischen System sind es Überreiche ....
Für Überreiche gibt es auch keinerlei Kontrollen ...
(nachträglich gefettet von mir)
Ab welchem Betrag bzw. welcher Summe (Vermögensgröße) gehört man zu den "Überreichen" ... ?
Sicherlich hängt das auch von den Lebenshaltungskosten am eigenen Standort ab - um nur in der EU und den hier extremen Unterschieden zu bleiben: Gemäß einer aktuellen Studie von Datapulse liegt der Bedarf für eine über 60-jährige Person in Bulgarien bei 4.558 € und in Luxemburg bei 52.168 € ...
Daher präziser: Ab welcher Vermögensgröße ist man in Deutschland ein "Überreicher" ... ?
By the way - da fällt mir spontan ein Gegenbeispiel ein
Für Überreiche gibt es auch keinerlei Kontrollen ...
Ein Bekannter aus der Start-up Community - immerhin im mittleren neunstelligen Bereich anzusiedeln (wäre das bereits ein "Überreicher" ... ?) - geriet Ende letzten Jahres in eine Kontrolle der Schweizer Verkehrspolizei ... !?
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Ich glaube nicht, dass man sich hier auf einer Ebene bewegen sollte, bei der Lebenshaltungskosten noch irgendeine Rolle spielen. Es ist eine beliebte False Flag Operation, dass man diese "Grenze" so weit herunterdefiniert, dass es im mittleren Bereich ankommt. Klar mal ordentlich Angst verbreiten, dass es an Omas kleines Häuschen geht, sobald man Vermögen heranziehen möchte.
Die Schweizer bestrafen im Verkehrsrecht nach Einkommen und beschlagnahmen gern Fahrzeuge, ist bekannt, hätte keinen Schmerz damit das hier genauso zu machen.
Aber, dass Leute im mittleren 9-stelligen Bereich, von Verkehrskontrollen verschont werden müssen, ist doch klar, wo kommen wir denn da hin. Wie wäre es, ab 8-stellig, die KFZ-Kennzeichenpflicht auszusetzen?
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Dieses „erst Notgroschen, dann investieren“ wird ständig wiederholt, aber kaum jemand hinterfragt, was das in der Praxis bedeutet.
Was es in der "Praxis bedeutet" davon abzuweichen bzw. sich darüber hinwegzusetzen, wird schnell deutlich, wenn die legendäre und viel bemühte Waschmaschine ihren Geist aufgibt, das TV-Gerät kaputtgeht (und eine Reparatur, wie heute oftmals, in diesen Fällen gar nicht mehr möglich (Ersatzteil) oder zumindest nicht mehr wirtschaftlich durchführbar ist) oder eine teure Reparatur am ggf. vorhandenen Fahrzeug unvermeidlich ist - und parallel die Börse eine kurze oder auch längere Schwächephase hat und dann zu mauen bis richtig schlechten Kursen Aktien oder Aktien-ETFs nur deshalb verkauft werden müssen ...
Gerade deshalb halte ich dieses starre Prinzip für problematisch.
Beim Thema "privaten Finanzen" gilt aus meiner Sicht:
"Paragraph Eins - jeder macht Seins"
Von "starren Prinzipien", endgültigen Wahrheiten oder eisernen Faustformeln halte ich daher eher wenig. Ausnahmen davon bestätigen diese Regel.
Das Motto "Versichern der existenziellen Risiken (sofern zu vertretbarem Preis einkaufbar) kommt vor dem Investieren" oder die zeitliche Abfolge vor einer längerfristigen Anlage oder gar dem Investment in risikoreiche Anlageklassen zuerst den "Aufbau einer adäquaten Rücklage für Notfälle" zu erledigen, gehört zu diesen Ausnahmen.
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Ich glaube nicht, dass man sich hier auf einer Ebene bewegen sollte, bei der Lebenshaltungskosten noch irgendeine Rolle spielen.
Das mag so sein.
Wobei nichtsdestotrotz de facto und in praxi ein Depot von einer Million oder zwei Millionen € in dem EU-Land Bulgarien etwas (ganz) anderes an Kaufkraft repräsentiert als in dem EU-Land Luxemburg beispielsweise.
Da von Protagonisten, die mit derartigen Begriffen ("Überreiche") hantieren und arbeiten (siehe Nr. 331 von Duregar) selten eine konkrete Antwort zu erwarten ist, wie dies überhaupt definiert ist - kannst oder magst Du mir denn diese Frage beantworten:
Ab welcher Vermögensgröße ist man in Deutschland ein "Überreicher" ... ?
Würde mich interessieren.
Klar mal ordentlich Angst verbreiten, dass es an Omas kleines Häuschen geht, sobald man Vermögen heranziehen möchte.
Es geht nicht um "ordentlich Angst verbreiten" sondern um Fakten. Nach mir bekannten Untersuchungen sind über beispielsweise eine (Wiederbelebung der) Vermögenssteuer nur dann auch nur halbwegs relevante Erträge zu generieren (Erhebungsaufwand), wenn der "Cut" dafür entsprechend niedrig angesetzt wird. "Omas Häuschen" (nur um Deine Terminologie zu verwenden) mit etwas Grundstück in einem Ballungsgebiet dürfte da schon im Bereich der Demarkationslinie liegen.
Die negative Signalwirkung und weitere Kollateralschäden für den Standort gibt es automatisch und "frei Haus" sprich ohne weiteren "Aufwand" mit dazu ...
sobald man Vermögen heranziehen möchte.
Vermögen würde ich eher anziehen, anreizen und anlocken. Das ist nach meinen Erfahrungen der deutlich klügere, weil effizientere Weg.
Die Schweizer bestrafen im Verkehrsrecht nach Einkommen und beschlagnahmen gern Fahrzeuge, ist bekannt ...
Daher auch mir oder sogar mir.
Es sollte nur ein kleiner (mit humoristischer Tendenz) Hinweis sein in Bezug auf diese apodiktisch vorgetragene These:
Für Überreiche gibt es auch keinerlei Kontrollen und über ihr Vermögen können sie letztendlich alle Entscheidungsträger beeinflussen
Für meinen Bekannten (wenn dieser denn überhaupt unter die "Überreichen" zu subsumieren ist) gab es sowohl eine "Kontrolle" - als auch die Folge, daß er "über sein Vermögen nicht die Entscheidungsträger (Verkehrspolizei) beeinflussen konnte".
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Schon klar, wenn man das recht hoch setzt, wird man nur wenige erwischen und das Gesamtvolumen wird weniger. Egal was ich dazu sage, wird falsch sein, aber ich hau mal einen raus: 10.000.000.
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Egal was ich dazu sage, wird falsch sein, aber ich hau mal einen raus: 10.000.000.
Es ist bezeichnend (siehe schon Nr. 338 und Untersuchungen zu den zu erzielenden und verbleibenden Erträgen nach dem Erhebungsaufwand), daß die linken Parteien weitaus niedrigere Grenzen ziehen als Du ("Die Grünen" ca. bei 2 Mio. , die Partei "Die Linke" bei nur 1 Mio. und die SPD bei ca. 2 Mio. (ggf. mit Sonderfreibeträgen für die selbst genutzte Immobilie und/oder Betriebsvermögen).
Diesen Parteien dürften also die entsprechenden Untersuchungen bekannt sein ...
(Zahlen aus der Erinnerung; Kundigere mögen das gerne korrigieren)
Schon klar, wenn man das recht hoch setzt, wird man nur wenige erwischen und das Gesamtvolumen wird weniger.
Man wird ohnehin nur tendenziell eher wenige "erwischen" (da diese ausweichen, entweichen usw.) und/oder negative "Nebenwirkungen" generieren.
Allein die verfassungsfeste Umsetzung dürfte mehr als anspruchsvoll sein (unabhängig vom enormen Erhebungsaufwand), die jährlich Neueinwertung von Vermögensgegenständen extrem aufwendig und die negativen Signale für private Altersvorsorge, Investitionen, Arbeitsplätze, den Standort, ausländisches Kapital usw. beträchtlich.
Interessant, wie dann in dem Kontext die Versorgung sprich Pension (Anwartschaft als eigentumsgleiches Recht) eines höheren Beamten bewertet würde, die einem Barwert in siebenstelliger Höhe entspricht. Oder die von Politikern, die oftmals Barwerten von Millionen entspricht. Von der Abgrenzung Privat- und Betriebsvermögen ganz abgesehen. Um nur zwei Beispiele aus diversen zu nennen.
Es ist daher kein Zufall, daß in den vergangenen Jahrzehnten die meisten Länder die Vermögenssteuer abgeschafft haben - während in den 90er Jahren die Mehrheit der Staaten noch eine solche erhob. Die meisten EU-Länder haben m. W. die Vermögenssteuer abgeschafft oder ausgesetzt. Kaum eine Handvoll (Norwegen, Schweiz (bei ansonsten sehr moderater Besteuerung) und Spanien (nur temporär) könnten eine solche Steuer noch erheben).
(Kundigere mögen das gerne korrigieren)
Die Wiederbelebung der stillgelegten Vermögenssteuer würde - nach meinem Erfahrungen - die Probleme hierzulande noch weiter verschärfen - statt diese auch nur ansatzweise abzumildern oder gar zu lösen.
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