Trade Republic weist Steuererstattung(!) wegen Geldwäsche Verdacht zurück

  • Übrigens, mein FA hat sein Konto bei der Bundesbank, wie sieht es bei Ihnen aus? Hat schon was, Finanzamt und Bundesbank als gemeinschaftliche Täter bei Geldwäsche.

    In Hessen kommt das Geld neuerdings von einem zentralen Konto bei der Helaba.

    Als Kontobezeichnung wird angezeigt: "Hessisches Competence Center f. Neue Verwaltungssteuerung"

    :rolleyes:

    Schon spannend, das das so unterschiedlich ist. Und für automatisierte Prozesse sicher herausfordernd.

    Pumphut

    Darf ich - aus reiner Neugier - fragen, welches Bundesland das ist? Eigentlich ist die Finanzverwaltung ja Ländersache.

  • Man fragt sich ja, woran man es erkennt, wenn der Service eines Instituts schlecht ist. An solchen Vorkommnissen erkennt man es.

    Es ist unglaublich schwierig, einen Vorgang vollständig zu digitalisieren. Der Computer kann Standardfälle viel schneller und vielleicht auch besser bearbeiten, als das Menschen können, aber es bleibt eine Restblase an Spezialfällen - und die kann ein Mensch viel besser als der Computer.

    Ich weiß nicht, wieviel Geldwäscheverdachtsfälle Trade Republic zu bearbeiten hat, aber diese sind so ein Spezialfall, die man sinnvollerweise von einem Menschen bearbeiten läßt. Wenn aber dieser eine Mensch auch noch wegrationalisiert ist, geht die Serviceerfahrung des Kunden von 100% auf 0%.

    Ob ich von Trade Republic wegginge, wenn mir das passiert wäre? Vermutlich schon. Kann schon sein, daß ich in Fragen der Geldanlage 50 T€ oder so bewegen möchte, dabei vielleicht auch smurfe, wenn ich keine Lust habe, für diesen einen Vorgang das Überweisungslimit anzuheben.

    KingAchtzahn: Mehrere zehntausend Euro Steuererstattung hat unser TE nicht alle Jahre, aber in diesem einen Jahr ist eine solche Steuererstattung plausibel. Absender, Betreff und Quellkonto hätten einem Menschen einen Hinweis gegeben, daß diese Buchung eher keine Geldwäsche ist.

  • Es ist unglaublich schwierig, einen Vorgang vollständig zu digitalisieren. Der Computer kann Standardfälle viel schneller und vielleicht auch besser bearbeiten, als das Menschen können, aber es bleibt eine Restblase an Spezialfällen - und die kann ein Mensch viel besser als der Computer.

    Das Vorgehen von TR bezüglich Geldwäsche wäre ein sehr viel kleineres Problem, wenn die einen Kundenservice hätten, der mit dem Kunden zusammenarbeitet, dass nötige Unterlagen eingereicht werden oder eingesehen wird, dass die automatische Prüfung zu sensibel war.

  • Das ist das Problem mit dem Automatismus. Der kann "gute" Absender einer Überweisung nicht von "schlechten" Absendern unterscheiden und fordert entsprechende Nachweise.

    Na ja, das könnte man vielleicht mit dem höchst innovativen Mittel "Whitelist" angehen, in der sämtliche (bekannten) Kontonummern stehen, von denen aus der deutsche Staat mit all seinen Untergliederungen Geld erstattet. Eine Steuererstattung vom Finanzamt unter Geldwäscheverdacht zu stellen, hat schon etwas Absurdes.

  • Na ja, das könnte man vielleicht mit dem höchst innovativen Mittel "Whitelist" angehen, in der sämtliche (bekannten) Kontonummern stehen, von denen aus der deutsche Staat mit all seinen Untergliederungen Geld erstattet. Eine Steuererstattung vom Finanzamt unter Geldwäscheverdacht zu stellen, hat schon etwas Absurdes.

    Das setzt halt voraus, dass TR diese Kontonummern kennt. Finanzbehörden teilen das üblicherweise nicht vorab mit. Ich war dann auch überrascht, dass meine Steuererstattung von dem o.g. "Kompetenzzentrum" kam.

  • Nicht ernsthaft, oder? Der Laden ist inzwischen Deutschlands wertvollstes Start-Up und hat zig Millionen Kunden. Ja, klar, es gab angesichts des schnellen Wachstums zwischenzeitlich Probleme mit dem Service - aber Leute, rafft Euch mal. Das Ding ist erfolgreich und hatte deshalb etwas Probleme mit dem Tempo. Das ist alles, aber kein Grund, sich ins Höschen zu machen und einen solchen Terz zu veranstalten. Freut Euch lieber, dass ein Laden so einen Erfolg hat, der was für die Aktienkultur in Deutschland tut!

    Doch, ich meine das völlig ernst. Ob TR jetzt Millionen Kunden hat, ist für mich irrelevant. Ich halte es für blauäugig, mit einem Unternehmen Finanzgeschäfte zu machen, das bei Problemen praktisch nicht erreichbar ist. Das gilt nicht nur für TR, sondern auch für andere, besonders "günstige" Anbieter. Es hat ja einen Grund, warum die so "günstig" sind. Das Management dort ist nämlich der Meinung, man könne solche kostenintensiven Dinge wie Service zu 100% durch Software ersetzen. Probleme, wie sie der TE erlebt, betrachten diese Leute als Kollateralschäden.

    Aber schon Konfuzius wusste:

    „Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.“

    Kunden von TR gehören wohl zur dritten Kategorie.

  • Na ja, das könnte man vielleicht mit dem höchst innovativen Mittel "Whitelist" angehen, in der sämtliche (bekannten) Kontonummern stehen, von denen aus der deutsche Staat mit all seinen Untergliederungen Geld erstattet. Eine Steuererstattung vom Finanzamt unter Geldwäscheverdacht zu stellen, hat schon etwas Absurdes.

    Eine Whitelist ist ein sehr "frommer Wunsch", lieber Achim Weiss . Wer soll denn die Daten pflegen, wenn dieses innovative, wertvollste Startup (... hat ein Mitforist geschrieben ...) keine Leute hat, um "Problemfälle" aus dem normalen Geschäftsbetrieb zeitnah abzuwickeln.

  • Eine Whitelist ist ein sehr "frommer Wunsch", lieber Achim Weiss . Wer soll denn die Daten pflegen, wenn dieses innovative, wertvollste Startup (... hat ein Mitforist geschrieben ...) keine Leute hat, um "Problemfälle" aus dem normalen Geschäftsbetrieb zeitnah abzuwickeln.

    Es geht darum, die Restblase unklarer Zahlungsvorgänge zu kategorisieren. Wenn irgendetwas Ärger machen könnte, ist es eine gute Idee, dem Ärger möglichst aus dem Weg zu gehen. Aktuell gibt es bei Trade Republic möglicherweise eine Menge falsch positiver Geldwäschemeldungen, die entweder für Ärger mit den Kunden sorgen (so hier) oder mit Ärger mit der Aufsicht (wäre für Trade Republic vermutlich schmerzlich). Es könnte sein, daß es letztlich für Trade Republic Ärger und somit Geld spart, wenn man eine solche Funktion in die automatisierte Geldwäscheüberprüfung einbaut. So etwas wir nicht nur einmal vorkommen, sondern immer wieder, und Rückzahlungen von Finanzämtern lassen sich gut kategorisieren.

    Es sei denn, der CEO der Firma ist auch schon durch eine KI ersetzt, die das Sparpotential bezüglich Geld und Ärger nicht erkennt.

    :)

  • Na ja, das könnte man vielleicht mit dem höchst innovativen Mittel "Whitelist" angehen, in der sämtliche (bekannten) Kontonummern stehen, von denen aus der deutsche Staat mit all seinen Untergliederungen Geld erstattet.

    Das ist wirklich eine gute Idee, ich vermute aber, dass der deutsche Staat so eine Liste selber nicht hat (noch nicht einmal per Fax abrufbar ;) )

  • Das ist wirklich eine gute Idee, ich vermute aber, dass der deutsche Staat so eine Liste selber nicht hat (noch nicht einmal per Fax abrufbar ;) )

    Witz komm raus, du bist umstellt.

    Es geht jetzt grad um eine unfähige Bank, die Gut von Böse nicht unterscheiden kann. Die hat die Pflicht, ihre Automatismen zu korrigieren.

  • Doch, ich meine das völlig ernst. Ob TR jetzt Millionen Kunden hat, ist für mich irrelevant. Ich halte es für blauäugig, mit einem Unternehmen Finanzgeschäfte zu machen, das bei Problemen praktisch nicht erreichbar ist. Das gilt nicht nur für TR, sondern auch für andere, besonders "günstige" Anbieter. Es hat ja einen Grund, warum die so "günstig" sind. Das Management dort ist nämlich der Meinung, man könne solche kostenintensiven Dinge wie Service zu 100% durch Software ersetzen. Probleme, wie sie der TE erlebt, betrachten diese Leute als Kollateralschäden.

    Aber schon Konfuzius wusste:

    „Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu Handeln; erstens durch Nachdenken, das ist das Edelste, zweitens durch Nachahmen, das ist das Leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist das Bitterste.“

    Kunden von TR gehören wohl zur dritten Kategorie.

    Mag sein.

    Mag möglicherweise aber auch sein, dass in einem von ETF-Sicherheitssparern dominiertem Forum kein positiverer Blick auf unternehmerisches Risiko, unternehmerischen Erfolg, Willen zum Wachstum, Gründerwillen und Start-up-Kultur möglich ist.

  • Mag sein.

    Mag möglicherweise aber auch sein, dass in einem von ETF-Sicherheitssparern dominiertem Forum kein positiverer Blick auf unternehmerisches Risiko, unternehmerischen Erfolg, Willen zum Wachstum, Gründerwillen und Start-up-Kultur möglich ist.

    Ich glaub, in dem Startup fehlt es an Erkenntnis, wie wichtig ein funktionierendes Konto für normale Menschen ist.

    Und der Eingriff der BaFin spricht dafür, dass nicht nur genervte Kunden das anders sehen als dieses Startup.

  • Mag möglicherweise aber auch sein, dass in einem von ETF-Sicherheitssparern dominiertem Forum kein positiverer Blick auf unternehmerisches Risiko, unternehmerischen Erfolg, Willen zum Wachstum, Gründerwillen und Start-up-Kultur möglich ist.

    Ich gönne jedem seinen Erfolg, ich muss mich daran als Kunde aber nicht zwingend beteiligen. Ich zahle gerne einen angemessenen Preis für einen Service.

  • Mag sein.

    Mag möglicherweise aber auch sein, dass in einem von ETF-Sicherheitssparern dominiertem Forum kein positiverer Blick auf unternehmerisches Risiko, unternehmerischen Erfolg, Willen zum Wachstum, Gründerwillen und Start-up-Kultur möglich ist.

    Solche substanzlosen Begriffe verwendet man gerne, um von Defiziten abzulenken. Dieses Unternehmen bietet Finanzdienstleistungen an. Sie stellen die guten Konditionen in den Vordergrund, um möglichst viele Unbedarfte anzulocken. Allerdings kommunizieren sie aus gutem Grund nicht, dass das Wort "Kundenservice" in ihrer Start-up-Kultur unbekannt ist. Und so mag dann bei dem einen oder anderen Kunden der Eindruck entstehen, da sei eine Gurkentruppe am Werk.

    Wenn man deine Postings zu diesem Thema liest, könnte man fast meinen, du seist ein Mitarbeiter dieses Unternehmens.

  • Wenn man deine Postings zu diesem Thema liest, könnte man fast meinen, du seist ein Mitarbeiter dieses Unternehmens.

    Das erlebt man auch auf Facebook. Auf die leiseste Kritik ist man auf einmal mit Heerscharen von Fürsprechern konfrontiert, von denen aber keiner auf die Kritik inhaltlich eingeht.

    Wenn das alles Mitarbeiter wären, hätte TR einen Top-Service.

  • In Baden-Württemberg zum Beispiel überweist und empfängt alles (bei Finanzämtern, Unis, etc.) die Landesoberkasse, um zu verhindern, dass da Sachbearbeiter was abzweigen.

    Ich hab mal unsere Erstattung angehängt wie sie bei der Bank ankommt. Da kommt Finanzamt oder der Ort gar nicht vor. Man muss halt wissen, dass das in BW so ist.

    NICHT in ganz Baden-Württemberg. Da gibt es zumindest ein FA, dass das anders macht.
    Ich habe meine FA- Gutschriften seit Jahren (auch 2025) bekommen von

    Finanzamt "meineStadt" (Finanzkasse)
    Im Betreff steht die Steuernummer, der Betrag, um welche Steuer es geht,... ganz am Ende des Betreffs steht: Landesoberkasse Baden-Württemberg

    Also macht wahrscheinlich jedes FA das nach seinem eigenen Gusto.