Liebes Forum,
seit geraumer Zeit beschäftige ich mich mit meinem ersten ETF Portfolio und inzwischen sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr (Handlungsstarre).
Und zwar möchte ich für meine Altersvorsorge einen hohen fünfstelligen (oder niedrigen sechsstelligen) Betrag in ETFs investieren. Dieses Geld benötige ich langfristig nicht und möchte es für >15 Jahre "liegen lassen". Rendite steht für mich nicht im Vordergrund. Faul bin ich auch, ich möchte mich nicht groß kümmern ("Fire & Forget").
Warum die Verwirrung?
- Hohe Einmalzahlung: Nun sagen "die Experten" bei hohen Einmalanlagen über verschiedene ETFs zu diversifizieren und nicht nur auf einen einzigen Welt-ETF zu setzen (Hartmut Walz). Andere sagen das 1-ETF-Portfolio ist auch bei hohen Summen völlig okay (Finanztip, Stiftung Warentest).
- Anteil USA im Portfolio: Darüber hinaus wird empfohlen den USA Anteil nicht auf 70% anzusetzen und stattdessen den Anteil an Schwellenländern + Europa zu erhöhen (Walz/Kommer). Finanztip und Stiftung Warentest sehen mit einem hohen USA Anteil kein Problem.
Was sagt ihr? Wo seht ihr die Vor- und Nachteile zwischen 1-ETF und "Multi-ETF" Strategie? Wie würdet ihr eine hohe Einmalanlage aufteilen?
Ich habe mir zwei Beispiel-Portfolios überlegt:
1) Beispiel mit drei ETFs:
- 75% MSCI ACWI IMI
- 15% FTSE Emerging Markets
- 10% Euro Stoxx 600
-> macht eine Verteilung von ungefähr ~50% USA, 22,5% Schwellenländer, und ~26% Europa.
2) Gegenbeispiel mit nur einem ETF:
- 100% SPDR MSCI ACWI IMI
-> macht eine Verteilung von ungefähr ~67% USA, 10% Schwellenländer, und ~15% Europa.
Mein Depot habe ich bei der Merkur Privatbank (Sparplan kostenlos, Ordergebühren: 25€ Pauschale + Handelsplatzgebühr). Hintergedanke war: Einmal hohe Einmalzahlung und Sparplan drauf, fertig. Bank-Filiale bei Bedarf in der Nähe.
Grüße