Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Ich habe das im letzten Jahr seit Anfang März mehrfach im Forum mitgeteilt. Der USA-Anteil wurde Anfang März 2025 deutlich heruntergefahren. Dass ich zufälligerweise der massiven Dollarabschwächung so entkommen bin, ist natürlich wegen der Steuerzahlungen positiv.

    Derzeit liegt mein USA-Anteil im Gesamtdepot bei ca. 16 Prozent.

    Im Gegensatz zu anderen bin ich nicht an absoluten Geldsummen interessiert.
    Aber an mehr als einem absoluten Länderanteil, nämlich an Deiner konkreten Herangehensweise die USA zu senken.
    Zusätzlich ists auch interessant ob Deine Strategie war, „nur“ die USA sondern zusätzlich innerhalb der USA auch die magnificent 7 zu senken.

    USA senken kann man ja sehr einfach durch Verkauf der entsprechenden USA lastigen ETFS oder durch Zukauf von USA-losen (oder dürftigen) ETFS erreichen.

    Die magnificent innerhalb des USA Anteils zu senken ist etwas weniger einfach.

    Ich habe USA durch Zukauf von USA losen ETFS auf etwa 36% gesenkt. Dadurch die magnificent natürlich mit. Durch Hinzunahme von Value die magnificent noch mal etwas weiter gedrückt.

    Auf 16 zu senken schaffe ich ohne Welt-ETF Verkauf nicht. Und ohne Verkauf ist zwar USA relativ gesenkt, absolut aber natürlich gleichgeblieben.

    Wie hast Du es gelöst?

  • Hallo Irving,

    Erstmal danke für deine interessanten Ausführungen.

    Ich hätte mal eine Frage an dich auch wenn ich vermute die Antwort schon zu kennen ;)


    Angenommen deine Frau und du hättet beide genau einen etf, was ja auch im Grunde KISS je Person entsprechen würde. Allerdings habt ihr beide genau den gleichen etf. Was würdest du tun, wenn steuerschädlicher Verkauf keine Option wäre?

    Danke und liebe Grüße

  • Angenommen deine Frau und du hättet beide genau einen etf, was ja auch im Grunde KISS je Person entsprechen würde. Allerdings habt ihr beide genau den gleichen etf. Was würdest du tun, wenn steuerschädlicher Verkauf keine Option wäre?

    Woraus ergibt sich in dem Szenario denn Handlungsdruck, was soll denn und warum getan werden?

  • Und nein, die Zusammenhänge sind alles andere als klar. Wären sie klar, würdest Du ja jetzt komplett aus US-Aktien aussteigen. Machst Du aber nicht. Es ist also bloßes Geschwafel von Klarheit.

    Die Zusammenhänge zeigen eine Tendenz und nicht eine 1:1 Beziehung. D.h. mit höherer Wahrscheinlichkeit treffen bestimmte Ergebnisse ein. Warum sollte ich so tun, als ob es nur schwarz und weiß gibt?

    Du bist wieder dabei, Deine sehr persönliche Sichtweise anderen überzustülpen. Mein Stil ist es, mein Depot in die eine oder andere Richtung zu positionieren, wenn es mir sinnvoll erscheint. Dabei weiche ich nicht radikal von einer Marktkapitalisierung ab. Bei russischen Aktien war es ein Komplettausstieg vor ein paar Jahren, bei der USA sehe ich keine Grundlage für so einen radikalen Schritt. Eine Begrenzung auf 40-50 % machen für mich aber durchaus Sinn und das noch kombiniert mit einer Tech-Untergewichtung.

    Ich verstehe aber nicht, was Du meinst?

    Das wäre eine Möglichkeit.

    Antwort: Weil Dir die Erkenntnis, dass es sich um eine Blase handelt überhaupt nichts bringt. Man müsste schon ungefähr wissen, wann sie platzt. Also Geschwafel!

    Nachdem Du die Gedanken weder verstehst noch nachvollziehen kannst, solltest Du mit solchen Urteilen etwas zurückhaltend sein oder?

  • 7 Wege zum Weltportfolio: Welche Strategie gewinnt langfristig?

    • Marktkapitalisierung
    • Gleichgewichtung
    • Bruttoinlandsprodukt
    • 70/30
    • 50/20/30
    • Regionales Value
    • Regionales Momentum

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  • Hallo zusammen,

    immer wieder taucht hier die Frage auf: Wie baue ich mein Weltportfolio am besten auf?
    Nach den Analysen von Finanztip gibt es mehrere sinnvolle Wege – entscheidend ist weniger die „perfekte“ Strategie als vielmehr Disziplin, niedrige Kosten und langfristiges Durchhalten.

    Hier die 7 gängigen Varianten im Überblick:

    Ein-ETF-Lösung (Welt ETF von MSCI bis IMI)

    Beispiele:

    • MSCI ACWI
    • FTSE All-World

    Vorteile:

    • Maximale Einfachheit
    • Automatische Gewichtung nach Marktkapitalisierung
    • Kein Rebalancing nötig

    Nachteile:

    • Keine individuelle Steuerung (z. B. Schwellenländer-Anteil)

    Laut Finanztip ist das für die meisten Privatanleger völlig ausreichend.


    2-ETF-Lösung: Industrieländer + Schwellenländer

    Beispiel:

    • MSCI World
    • MSCI Emerging Markets

    Typische Gewichtung: 70/30 oder nach Marktkapitalisierung.

    Vorteile:

    • Flexible Gewichtung
    • Leicht nachvollziehbar

    Nachteil:

    • Rebalancing notwendig

    3-ETF-Lösung mit Small Caps

    Zusätzlich zu World + EM:

    • MSCI World Small Cap

    Gedanke: Small Caps könnten langfristig höhere Renditen bringen (Faktorprämie).
    Realität: Mehr Schwankung, Mehrwert nicht garantiert.


    Gleichgewichtung nach Regionen (z. B. 50 % USA / 50 % Rest der Welt)

    Hier weicht man bewusst von der Marktkapitalisierung ab, etwa um die US-Dominanz zu reduzieren.

    Problem:
    Man wettet aktiv gegen die Marktgewichtung. Ob das langfristig besser läuft, ist offen.


    Europa-Übergewichtung (Home Bias)

    Viele Anleger mischen bewusst mehr Europa oder Deutschland bei, z. B. über:

    • MSCI Europe

    M.E. Finanztip sieht das eher kritisch: zusätzliches Klumpenrisiko ohne klar belegten Renditevorteil.


    Nachhaltige Welt-ETFs

    ESG- oder SRI-Varianten auf Weltindizes.

    Wichtig:

    • Unterschiedliche Kriterien
    • Teilweise höhere Kosten
    • Performance kann abweichen

    Langfristig ist kein klarer Renditevorteil belegt – meist eher eine Werteentscheidung.


    Faktor-Strategien (Value, Quality, Momentum etc.)

    Gezielte Übergewichtung bestimmter Faktoren.

    Chancen:

    • Wissenschaftlich untersuchte Faktorprämien

    Risiken:

    • Lange Durststrecken
    • Hohe Disziplin erforderlich

    Problem:
    Man wettet aktiv gegen die Marktgewichtung. Ob das langfristig besser läuft, ist offen.


    Und welche Strategie „gewinnt“ langfristig?

    Die ehrliche Antwort: Niemand weiß es im Voraus.

    Was historisch zuverlässig funktioniert hat:

    • Weltweite Streuung
    • Geringe Kosten
    • Regelmäßiges Investieren
    • Jahrzehntelanges Durchhalten

    Ob Ein-ETF oder 2-ETF-Lösung macht langfristig vermutlich weniger Unterschied als:

    • Markt-Timing-Versuche
    • Panikverkäufe
    • Ständiges Umschichten

    M.E. Fazit nach Finanztip:
    Für die meisten Privatanleger reicht ein breit streuender Welt-ETF oder eine einfache 70/30-Lösung. Einmal jährlich rebalancieren, Sparplan laufen lassen und in Krisen ruhig bleiben.

    Am Ende gewinnt meist nicht die cleverste Strategie – sondern die, die man konsequent durchhält.

    Was mein Ihr?

    LG

  • 7 Wege zum Weltportfolio: Welche Strategie gewinnt langfristig?

    • Marktkapitalisierung
    • Gleichgewichtung
    • Bruttoinlandsprodukt
    • 70/30
    • 50/20/30
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    Der Sprecher klingt wie Justus Jonas von den ???

    btw: Die Kommerstrategie wird durch die Erkenntnisse aus dem Video jetzt nur bedingt gestützt oder habe ich das missverstanden?

  • btw: Die Kommerstrategie wird durch die Erkenntnisse aus dem Video jetzt nur bedingt gestützt oder habe ich das missverstanden?

    So ist es. Aber Irving hatte auch klar gemacht, dass direkt hinter seinem priorisierten Produkt gleich EIN ETF auf den FTSE All-World oder MSCI ACWI (IMI) käme…..

    So treffen sich Irving und Adrian Berg doch irgendwie.

  • btw: Die Kommerstrategie wird durch die Erkenntnisse aus dem Video jetzt nur bedingt gestützt oder habe ich das missverstanden?

    Im Video wird (Multi-)Faktorinvesting nicht bewertet. Ich finde es trotzdem interessant, weil es zeigt, wie stark ein einfacher, marktkapitalisierender Ansatz ist und, dass ,,Marke-Eigenbau-Portfolios" aus mehreren ETFs nichts gebracht hat. Zumindest nicht, wenn man nur die Rendite und das max-drawdown-Risiko betrachtet.

    Ich sehe allerdings mehrere grundlegende Probleme bei dem Video:

    • Datenbasis:
      Woher stammen die Daten für den MSCI Emerging Markets Index seit 1970? Der Index existiert in dieser Form erst deutlich später, sodass eine Zeitreihe ab 1970 erklärungsbedürftig ist.
    • Bewertung von Klumpenrisiken:
      Wie lässt sich ein Klumpenrisiko sinnvoll bewerten, wenn es im betrachteten Zeitraum nie nennenswert eingetreten ist? Insbesondere das Black-Swan-Risiko eines gescheiterten Staates („failed state“) ist seit 1970 nicht eingetreten und entzieht sich damit einer belastbaren Quantifizierung (Bsp. 1917-1946, Russland, Detuschland, Österreich, Argentinien, China)
    • Repräsentativität des Vergleichs:
      Ist ein Vergleich zum Zeitpunkt der historisch höchsten regionalen Konzentration tatsächlich repräsentativ? Ein Extremwert verzerrt potenziell das Risiko und erlaubt nur eingeschränkt Rückschlüsse auf langfristige Durchscnittszustände.
    • Renditevergleich der Gewichtungsmethoden (Data mining):
      Eine BIP-gewichtete Allokation erzielte seit 1970 im Durchschnitt rund 0,3 Prozentpunkte höhere jährliche Renditen als eine marktkapitalisierungsgewichtete. Das gilt sowohl für globale Aktienportfolios als auch für Ex-USA-Indizes.
  • Ich glaube nicht, dass die Aussagen im Video sachlich zutreffen.

    Das regionenbasierte Musterportfolio meiner Frau mit Vanguard-ETF läuft deutlich besser als der FTSE-All World und der MSCI World.

    Hinweis: dieses Portfolio hätten den Kommer-ETF seit Rückrechnung 2017 um 2 Prozentpunkte p.a. outperformt.

  • Ich glaube nicht, dass die Aussagen im Video sachlich zutreffen.

    Das regionenbasierte Musterportfolio meiner Frau mit Vanguard-ETF läuft deutlich besser als der FTSE-All World und der MSCI World.

    Hinweis: dieses Portfolio hätten den Kommer-ETF seit Rückrechnung 2017 um 2 Prozentpunkte p.a. outperformt.

    Du schreibst oft fundiert. Dieser Beitrag ist es nicht.
    Der Bezug zum Video mit Datenreihen seit 1970 ist für mich nicht erkennbar und auch die Rückrechnung eines jungen Portfolios (von 2025?) über neun Jahre halte ich für fragwürdig. Du vergleichst das Portfolio deiner Frau mit dem FTSE All-World über 1-2 Jahre und mit dem GK-ETF wiederum über 9 Jahre. Warum?:/

    Gibt es zu dem Ansatz deiner Frau belastbare Datenreihen seit 1970 oder länger, die ihn empirisch stützen?

  • Dann wird es aber höchste Zeit für den L&G Tomarcy's Frau Multi Region UCITS ETF USD Dist....

    Der Ansatz an sich ist gut. Problematisch finde ich jedoch das selektive Herausgreifen von Zeiträumen, um ein gewünschtes Ergebnis zu zeigen.
    Nur weil ein Ansatz über ein paar Monate den FTSE All-World geschlagen hat (während er über viele Jahrzehnte davor nicht besser lief), würde ich nicht von „läuft deutlich besser“ sprechen.
    Zumal im selben Beitrag wieder andere Zeiträume herangezogen werden, in denen es weder das Mehr-ETF-Portfolio noch den Vergleichs-ETF überhaupt gab. Das verzerrt den Vergleich zusätzlich.

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