Ein KISS von Irving – Zielpfad: 5 auf 20 Mio €

  • Value-Aktien sind eines der klarsten Beispiele für eine Faktor-Prämie. Langfristig liegt ihre Outperformance bei über 2 % pro Jahr. Auf dem Papier unspektakulär, in der Realität enorm.

    Doch seit der Finanzkrise lief alles dagegen: Wer auf Value setzte, wurde bestraft. Über ein Jahrzehnt Underperformance (kumuliert bis heute). Noch im letzten Jahr erklärten Finanzmedien und Vermögensverwalter Value nahezu einhellig für endgültig tot.

    Und genau dann passierte das …

    Selbst Experten können sich dem Recency Bias kaum entziehen. Anfang letztes Jahr war gefühlt alles außer USA und Tech „tot“: Europa, Japan, Value, Small Caps,...

    War es nicht.

  • Der Punkt ist aber halt: So, wie der Rückschaufehler eine stete Gefahr ist, kann auch niemand in die Zukunft blicken. Welche Outperformance von was in welchem Zeitraum geschafft wird, ist nicht prognostizierbar. In diesem Sinne ist auch das:

    Zur Ehrlichkeit gehört, dass ich im Sommer letzten Jahres hier im Forum offen kommuniziert habe, dass ich eine Outperformance des Gerd-Kommer-ETFs gegenüber marktkapitalisierenden ETFs erwarte und dafür ziemlich heftig (und gar nicht diplomatisch) gescholten wurde.

    ein wunderschön vorgetragener Rückschaufehler in Reinform. Über so kurze Distanzen ist das Vorhersagen fast wie Lottozahlen tippen oder ein Münzwurf.


    Was auf Widerstand stößt, sind nicht die Grundgedanken, sondern die apodiktische Penetranz des Vortrags und die zu steilen Thesen.

  • Hallo Forumsfreunde,

    ein guter Freund von mir arbeitet bei einer Volksbank. Er sagte mir tatsächlich im vollen Ernst, seine Bank hätte den erfolgreichsten Aktienfonds der letzten 20 Jahre. Ich weiß nicht mehr welcher das war.

    Ich habe ihn gefragt wieviel Fonds denn die Bank insgesamt aufgelegt hat. Da kam dann eine Zahl zwischen 100 bis 200 raus. Von diesen hat er dann IM NACHHINEIN geschaut, welcher der Beste war.

    Ich habe ihm gesagt, dass mir das im Nachhinein nicht hilft. Ob er denn das auch im VORAUS vor 20 Jahren gewusst at? Wenn die Bank so sicher gewesen wäre, hätte sie sich alle anderen mehr als 100 Fonds sparen können. Hinterher sind wir alle schlauer....Viele Grüße McProfit

  • Ich habe ihn gefragt wieviel Fonds denn die Bank insgesamt aufgelegt hat. Da kam dann eine Zahl zwischen 100 bis 200 raus. Von diesen hat er dann IM NACHHINEIN geschaut, welcher der Beste war.

    Das ist ein sehr verbreiteter und angeblich äußerst erfolgreicher Trick der Finanzindustrie. Man lässt zahlreiche Produkte parallel laufen und zeigt dem Kunden jeweils das Produkt, das in den letzten Jahren am besten performt hat.

    Ebenfalls sehr beliebt ist die Verwendung einer falschen Benchmark. In vielen Phasen entwickeln sich beispielsweise Small Caps deutlich besser als Large Caps. Dem Kunden wird dann ein aktiver (und teurer) Fonds mit relativ hohem Small-Cap-Anteil präsentiert, der den DAX oder den MSCI World geschlagen hat. Das höhere Risiko wird dabei verschwiegen. Die Illusion der Outperformance ist perfekt.

    Diese Vorgehensweise ist übrigens auch in den Finanzmedien, bei Börsenclubs und bei Tippgebern weit verbreitet. Aussagen wie „Unser Tipp XYZ hat 500 % gemacht!!“ sind wenig aussagekräftig, wenn die anderen 17 Tipps kaum von der Stelle kommen oder teilweise bereits pleite sind. Im Schnitt und langfristig schlagen alle eine breite Benchmark nicht. Risikoadjustiert schon gar nicht.

    Im Gegensatz dazu wurde der Gerd-Kommer-ETF zu einem Zeitpunkt aufgelegt, zu dem die zugrunde liegende Strategie (Reduktion von US-Aktien, Faktorinvestments usw.) über mehr als zehn Jahre hinweg nicht funktioniert hatte. In Backtests war klar erkennbar, dass der Fonds vor seiner Auflage underperformt hätte. Man konnte dem Kunden also nicht vorgaukeln, man habe „in der Vergangenheit den Markt geschlagen“. Das Gegenteil war der Fall.

    Trotzdem wurde der Fonds genau so aufgelegt und vor einer möglichen Outperformance offen kommuniziert, dass man langfristig den Markt schlagen will, nicht dass man es bereits getan habe. Auch ich habe dies hier im Forum bereits vor der Outperformance so dargestellt.

    Bedeutet das, dass der Fonds garantiert in den kommenden Jahren besser laufen wird? Nein.

    Und dennoch behaupte ich weiterhin überprüfbar und transparent, dass ich von einer langfristigen Outperformance ausgehe. Nicht wegen der bisherigen Entwicklung, sondern weil die mir vorliegenden Daten bzgl. der Faktorprämien darauf hindeuten, dass es langfristig so kommen dürfte.

  • Irving da es den Gerd Kommer ETF noch nicht so lange gibt, hast du wahrscheinlich zur Bereinigung auf die 1 Fonds Lösung auch ordentlich Kapitalertragssteuer zahlen müssen.

    Ich habe eine ähnlich Aktion in den letzten Jahren hinter mich gebracht, wobei nur maximal 50% des Depots betroffen war und die Gewinne noch überschaubar waren. Mir war dann die Steuer schon fast egal, denn ich wollte für die nächsten Jahrzehnte so aufgestellt sein, wie ich es mir wünsche. Deshalb liegt der aktuelle bei einem möglichen Verkauf zu versteuernde Gewinnanteil im Verhältnis zum Gesamtdepot bei nur 15%.

    Nun wirst du sicher vor der 1 Fonds Lösung auch schon ein halbwegs strukturiertes Depot gehabt haben, was man nicht zwingend hätte liquidieren müssen. Sind die durch die Bereinigung ausgelösten Steuerzahlungen in deine Überlegungen eingeflossen? Trackst du heute noch, um wieviel höher die Performance des Gerd Kommer Fonds sein muss, um die Beeinträchtigung durch die vorzeitig bezahlte Kapitalertragssteuer wieder aufzuholen?

  • Irving da es den Gerd Kommer ETF noch nicht so lange gibt, hast du wahrscheinlich zur Bereinigung auf die 1 Fonds Lösung auch ordentlich Kapitalertragssteuer zahlen müssen.

    Das ist ein sehr guter Punkt.

    Unsere Situation ist insofern speziell, als der überwiegende Teil des Vermögens aus einem Unternehmensverkauf stammt und anschließend direkt in den Fonds investiert wurde. Deshalb sind die steuerlichen Auswirkungen insgesamt von untergeordneter Bedeutung (waren aber vorhanden!).

    Grundsätzlich halte ich es für wichtig, sich von der Vorstellung zu lösen, dass anfallende Kapitalertragsteuern einen „Verlust“ darstellen. Kapitalertragsteuer wird ohnehin irgendwann fällig. Sie wird also nicht vermieden, sondern lediglich zeitlich verschoben. Der tatsächliche Vorteil einer späteren Besteuerung liegt ausschließlich im Steuerstundungseffekt, also in den zusätzlichen Erträgen, die auf den zunächst nicht versteuerten Betrag erzielt werden können. Dieser Effekt sollte realistisch ausgerechnet und den jeweiligen Vorteilen gegenübergestellt werden. Für mich überwiegen die Vorteile einer Ein-ETF-Strategie, weil sie operative Risiken senkt (und unserem Fall sogar sehr kleine steuerliche Vorteile duch den Wegfall von Rebalancings bringt).

    Meiner Einschätzung nach wird der Steuerstundungseffekt häufig überschätzt. Gleichzeitig beobachte ich, dass aus primär steuerlichen Erwägungen an suboptimalen oder zu kostenintensiven Vermögensstrukturen festgehalten wird. Steuerliche Vorteile verpuffen dadurch oft vollständig. Aus diesem Grund halte ich es nicht für sinnvoll, steuerliche Aspekte in den Mittelpunkt der Anlagestrategie zu stellen.

    Man sollte auch berücksichtigen, dass der Steuerstundungseffekt nur unter der Annahme einer langfristig stabilen Steuergesetzgebung voll wirksam ist. Angesichts der demografischen Entwicklung und der strukturellen Belastungen der Sozialsysteme erscheint mir diese Annahme persönlich sehr fraglich. Das bedeutet ausdrücklich nicht, dass vorsorglich jährlich Kapitalertragsteuer gezahlt werden sollte. Der Steuerstundungseffekt ist (noch) real und sollte grundsätzlich genutzt werden. Er sollte jedoch nicht übergeordnetes Entscheidungskriterium sein.

    Aus meiner Sicht sollte eine robuste, transparente und alltagstaugliche Asset-Allokation sets Priorität haben. Steuerliche Überlegungen sollten ergänzend berücksichtigt werden, jedoch nicht dominierend sein. Die Vielzahl möglicher Variablen über einen Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren (oft sogar deutlich länger) macht es nahezu unmöglich heute verlässlich zu bestimmen, welche steuerliche Gestaltung langfristig optimal ist. Die Einführung der Vorabpauschale zeigt z.B., wie schnell vermeintlich etablierte steuerliche Grundsätze (z.B. die pauschale Überlegenheit thesaurierender Fond) ihre Gültigkeit verlieren können. Aktuell sind z.B. ausschüttende Fonds in vielen Konstellationen vorteilhafter (noch vor wenigen Jahren war genau das Gegenteil der Fall).

    Wer sich mit der aktuellen Asset-Allokation unwohl fühlt, bewusst Komplexität reduzieren möchte oder beispielsweise eine überzeugende Möglichkeit gefunden hat, langfristig besser zu investieren, sollte nicht allein aus Gründen des Steuerstundungseffekts an einer suboptimalen Struktur festhalten.

    Aber: Man muss darauf achten, dass es sich um eine sachlich begründete, rationale Entscheidung handelt, die auch langfristig konsequent umgesetzt werden kann. Steuer hin oder her...häufige Strategieänderungen, abhängig von aktuellen Stimmungen oder Marktphasen sollte man vermeiden.

  • Irving: Blablablabla….heiße Luft……blablabla

    Die Antwort auf Mingus Frage lautet also nein.

    Es ist nun mehrfach vorgekommen, dass du provozierend und unqualifiziert schreibst. Daher werde ich dich blockieren. Es ist schade, dass es für manche nicht möglich zu sein scheint, sich freundlich am Austausch zu beteiligen oder sich zurückzuhalten, wenn sie mit den Inhalten nicht umgehen können.

  • Interessantes Video wie Thomas von Finanzfluss sein Depot neu zugeschnitten hat:

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  • In dem Kontext

    M.E. betreibst Du Werbung.

    Der Gedanke hatte sich mir aufgrund der Penetranz auch schon mehrfach aufgedrängt.

    Meine diesbezüglich an Irving gerichtete Frage

    drängt sich mir die Frage auf - natürlich prognosefrei, rein rational und risikoadjustiert - ob ggf. Provisionen fließen könnten, wenn man einen Herrn Kommer, ein Produkt von ihm oder seine "kommer"zielle Vermögensverwaltung regelmäßig erwähnt und/oder Promotion dafür betreibt ...

    blieb aber ohne Antwort ...

  • 1.3.2026

    von McProfit

    wenn ich nur kurz ins Forum schaue und dann noch dieses Thema anklicke verstehe ich mal wieder nur "Bahnhof". Für Gelegenheitsleser zu denen ich inzwischen gehöre (seit meiner ETF Umsellung) ist schwierig den Kleinkrieg mancher Forumsfreunde hier zu verstehen.

    Für mich hat Irving hervorragend argumentiert, für seine präzisen Formulierungen müsste ich lange dran sitzen... Und menschlich ist er mir inzwischen fast wieder sympathisch.

    Allerdings lieber Irving ist mir Dein Optimismus für Deinen Kommerfonds zu groß.

    Eine Bestätigung ob der berechtigt ist wird es vermutlich erst nach meinem Ableben geben (bin ich 80) und auch viele Forumsfreunde hier werden - falls sie diesen Zeitraum erleben - sich in 10 oder 20 Jahren kaum mehr an Deine Prognose vor 10 Jahren oder länger erinnern.

    Ich veweise auf den mir hochgeschätzten Kollegen und Vermögensverwalter HUBER aus Oberursel imTaunus hin.

    Er ist seit ich ihn in den 1980er Jahren persönlich kennengelernt habe ein Verfechter antizykischer Aktien. Er nennt die wohl 3 U. : Unbeliebt, unterbewertet und noch irgendwas...

    Dazu braucht man einen endlose langen Atem Turn-Arounds können oft viele Jahre auf sich warten lassen ohne dass es eine Garantie gibt dass es klappt.

    Bei der traditionellen hohen Anlage in Rohstoff, Öl und Gold hat HUBER gerade eine Besätigung und großen Erfolg so dass er seinen Fonds wegen zu viel Geld sogar schließen musste und kein Geld mehr annimmt! Auch das gibt es.

    Allerdings weiß ich, dass Huber schon vor Jahrzehnten Fan von Rohstoffaktien war. Inwieweit seie Strategie langfristig der Durchschnittsanlage überlegen ist wäre eine Prüfung durch Irving wert.

    Mir ist es zu mühsam, ich wollte das aber lediglich erwähnen.

    Schönen Sonntag noch wünscht McProfit

  • Interessantes Video wie Thomas von Finanzfluss sein Depot neu zugeschnitten hat:

    Also früher 2 ETFs:

    • 70% MSCI World (Industrieländer)
    • 30% Emerging Markets

    Heute 3 ETFs:

    • 50% MSCI World (Industrieländer inkl. Europa)
    • 20% Europa
    • 30% Emerging Markets

    Ich würde von diesem Ansatz abraten. Die Herangehensweise von Hornie und Schwachzocker über regionale ETFs erscheint mir schlüssiger, da sie Überschneidungen vermeidet. Das Portfolio von Thomas erhöht dagegen die Komplexität und wirkt aus meiner Sicht nicht konsequent zu Ende gedacht. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass in 10 oder 15 Jahren weitere ETFs hinzukommen müssten, um neue (reale oder eingebildete) Klumpenrisiken zu reduzieren.

  • Interessantes Video. Thomas mach jetzt für sich persönlich ein 50/30/20 ETF Portfolio (50 world, 30 EM, 20 Europa ) mit erhöhtem Europa Anteil, weil er mehr nach BIP Gewichtung gehen will. Der Kommer ETF wird als 2. Lösung auch explizit erwähnt. Und 3. Lösung: KISS mit einem ETF (z.b. Msci world, acwi imi, FTSE all world) weiterhin 100% legitim

  • ...mit erhöhtem Europa Anteil...

    Die Beurteilung eines Portfolios hängt stets von der Person und dem Umfang ihres Vermögens ab. Für einen typischen Angestellten U50 in Deutschland dürfte das Europa-Exposure durch Humankapital, Rentenansprüche und gegebenenfalls Immobilie(n) deutlich über 90 % des Gesamtvermögens liegen. Selbst wenn das gesamte Depot in US-Aktien investiert ist. Vor diesem Hintergrund erscheint es fraglich, den Europa-Anteil im liquiden Vermögen weiter zu erhöhen.


    Hingegen kann für Personen mit einem vergleichsweise hohen liquiden Vermögen und überwiegend nicht aus Arbeit stammendem Einkommen eine Erhöhung des Europa-Anteils sinnvoll sein. Das hätte Finanzfluss im Video erwähnen sollen.

  • Ich gehe auch davon aus, dass die durchschnittlichen Renditen allgemein in den kommenden 10-15 Jahren deutlich geringer sein werden als in den letzten 10-15 Jahren.

    Davon gehe ich auch aus. Der vergangene Zeitraum war ungewöhnlich gut, daher ist es naheliegend, dass auch mal wieder ein unterdurchschnittlicher Zeitraum folgen sollte.

    Gegenüber Multifaktor wird das meines Erachtens jedoch nicht funktionieren.

    Fairerweise sollte ich ergänzen, dass ich auch einen Momentum-ETF dabei habe, der auch ordentlich Gas gegeben hat. Weiterhin habe ich SmallCaps mit 12,5% dabei.

    Wenn man eine solche Strategie umsetzt, halte ich es für vorteilhaft, jede Region über separate ETFs abzubilden, anstatt einem ACWI IMI oder MSCI World weitere ETFs beizumischen.

    In der Theorie gebe ich Dir recht. Bei mir hat sich der Bestand aber langsam aufgebaut und enthält hohe Gewinnanteile, teilweise noch steuerfreie Altbestände. Da wird eher weiter gewurschtelt. Da mir mein Excelsheet jederzeit die Regionenverteilung anzeigt, sind aber auch gut ein Dutzend verschiedene ETFs handhabbar.

  • Allerdings lieber Irving ist mir Dein Optimismus für Deinen Kommerfonds zu groß.

    Das hat aus meiner Sicht nichts mit Optimismus zu tun, sondern mit einer nüchternen Auswertung der Daten. Faktorprämien sind empirisch gut belegt und sachlogisch erklärbar. Gleichzeitig sehen wir hohe Bewertungen in einzelnen Sektoren und niedrige in anderen. Eine Outperformance von 1 % p.a. ist dabei konservativ angesetzt.

    Kapitalanlage ist letztlich ein faires System: Liege ich richtig, verdienen wir mehr. Liege ich falsch, nicht.;)

    Worte spielen dabei keine Rolle. Entscheidend ist das Ergebnis auf dem Konto. Bislang hat dieser Ansatz zu einem deutlichen Plus geführt. Die weitere Entwicklung ist in diesem Thread transparent nachvollziehbar.

  • In der Theorie gebe ich Dir recht. Bei mir hat sich der Bestand aber langsam aufgebaut und enthält hohe Gewinnanteile, teilweise noch steuerfreie Altbestände. Da wird eher weiter gewurschtelt. Da mir mein Excelsheet jederzeit die Regionenverteilung anzeigt, sind aber auch gut ein Dutzend verschiedene ETFs handhabbar.

    Dann hatte ich dich wohl falsch verstanden. Ich dachte, du hättest auch regionale ETFs.

    Ich kann nachvollziehen, dass man bei deutlichen Buchverlusten und günstigen, marktkapitalisierenden ETFs versucht, möglichst nichts zu verkaufen und stattdessen das Portfolio selbst zu optimieren. Für finanzaffine Anleger ist das vermutlich gut machbar, zumal es mittlerweile sehr brauchbare Tracking-Tools gibt.

    Offen gesagt war es bei uns durch eine relativ große Einmalinvestition recht einfach, das Depot glattzustellen und neu aufzusetzen. Wenn man jedoch über Jahrzehnte investiert ist und bezogen auf das Gesamtdepot bereits mehrere Hundert Prozent Buchgewinne aufgebaut hat, wird das Argument „die Steuer ist doch egal“ deutlich schwieriger durchzuziehen. Zumindest emotional.

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