Hallo, ich bin neu hier und freue mich, dieses Forum gefunden zu haben. Meine aktuelle Frage: Ich (59)werde mich in diesem Jahr nach 35 Ehejahren scheiden lassen, was einen riesengroßen Verlust an Rente für mich bedeuten wird. Hochgerechnet auf mein Regeleintrittsalter mit 67 in 7 Jahren werde ich mit 900€ Rente klarkommen müssen, da eine Aufstockung zunächst wegen Vermögen nicht gewährleistet sein wird. Dieses Vermögen, das ich durch Erbe erlangt habe, beläuft sich auf knapp 200 000€. Welche Geldanlage würdet ihr als sinnvoll erachten, dass dieser Betrag in der Rente so lange wie möglich reicht und auch relativ risikoarm angelegt ist. Ich bin absoluter Laie in dem Thema und habe von verschiedenen Seiten verschiedene Meinungen dazu gehört. ETFs, Bundesanleihen, Gold, Geldmarktsparen…..mir schwirrt der Kopf und ich wäre dankbar für Unterstützung. LG Andrea
Geldanlage mit 60
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AndreaA -
15. Februar 2026 um 12:28 -
Unerledigt
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Referat Janders
15. Februar 2026 um 12:52 Hat das Thema freigeschaltet. -
Hallo.
Kommt den von der Gegenseite nichts an Anspruch? Im Versorgungsausgleich werden ja (grundsätzlich) sämtliche Anwartschaften ausgeglichen.
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Nein, mein Noch-Ehemann hat so gut wie nie in die Rentenkasse einbezahlt. Von seiner Seite bekomme ich nichtmal 100€ und die sind in den 900 schon mit einberechnet und Krankenkassenbeitrag ist schon abgezogen. Auf die 900 netto wird es also hinauslaufen
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Willkommen im Forum. Als Erstes würde ich mir ein gutes Buch zulegen, um Grundkenntnisse zu erwerben. Gerne empfohlen
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Hallo zusammen,
haben Sie sich schon die Grundlagen von Finanztip.de angesehen. Die App, Newsletter…
LG
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Das hier ist auch ein einfaches Buch zur Finanzbildung:
https://www.droemer-knaur.de/buch/saidi-sul…h-9783426563014
Wie sieht es mit einem Job bis 70 aus? Gesundheit? In welcher Region?
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…..mir schwirrt der Kopf und ich wäre dankbar für Unterstützung. LG Andrea
Keine so gute Ausgangslage:
Du musst Dir darüber im Klaren sein, dass größere Chancen am Kapitalmarkt immer auch mit einem entsprechend höheren Risiko einhergehen. Mit einer "relativ sicheren Geldanlage" wird es nicht getan sein. Anderseits kann man die Situation auch einfach nehmen wie ist und das Geld langsam verbrauchen.
Wenn man 200k zu 50% breit gestreut in Aktien und 50% sicher in kurzlaufenden Bundesanleihen anlegt, sollte man nach menschlichem Ermessen 6000 Euro jährlich (brutto) entnehmen können, ohne dass das Geld in 30 Jahren aufgebraucht wird. Aber ob das hier eine sinnvolle Herangehensweise ist, weiß ich nicht, weil Du dann noch immer sehr wenig hast und auf Unterstützung vom Staat verzichten musst. Vielleicht wäre es hier besser, das Aufbrauchen des Geldes durchaus zu akzeptieren.
Auf jeden Fall solltest Du lesen:
- Souverän investieren für Einsteiger, ein Buch von Gerd Kommer - Campus Verlag
- Sicher Geld anlegen: Dein Geldanlage-Plan für 2026
- ARERO_genial_einfach_investieren_ebook.pdf
Wenn Du einen menschlichen Berater benötigst, dann sollte es die örtliche Verbraucherzentrale sein, keinesfalls die Sparkasse.
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Ich würde einen Plan aufstellen, wichtig vor allem, wann wird wieviel gebraucht. Danach richten sich die Anlagen aus, ebenso wieviel wird bis zum Renteneintritt noch verdient und wieviel kann davon für die Altersvorsorge genutzt werden. Danach kann man überlegen, welche Beträge zahle ich in welche Anlage. Tagesgeld, Festgeld und Geldmarkt ETFs werden nur in etwa die Inflation ausgleichen, für eine höhere Rendite benötigt es weltweite Aktien ETFs, allerdings benötigt man dafür Zeit um Schwankungen auszugleichen. Die passenden Bücher dazu wurden bereits weiter oben genannt. Ansonsten sind auch die Beiträge der Finanztip Seiten zu empfehlen. Zu guter letzt helfen die YouTube Videos von Saidi noch weiter. Natürlich wird dir auch hier im Forum weiter geholfen.
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Nein, mein Noch-Ehemann hat so gut wie nie in die Rentenkasse einbezahlt. Von seiner Seite bekomme ich nichtmal 100€ und die sind in den 900 schon mit einberechnet und Krankenkassenbeitrag ist schon abgezogen. Auf die 900 netto wird es also hinauslaufen
Selbstständig? Wie hat denn der Ehemann dann für sich vorgesorgt? Evtl. bekommst du ja dann über den Zugewinnausgleich noch was ab?
Denke ein wichtiger Punkt könnte erstmal ein guter Anwalt sein
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Vielen herzlichen Dank für die vielen Tipps. Ich werde mir die Bücher besorgen und weiter recherchieren. Liebe Grüße
Andrea
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Welche Geldanlage würdet ihr als sinnvoll erachten, dass dieser Betrag in der Rente so lange wie möglich reicht und auch relativ risikoarm angelegt ist. Ich bin absoluter Laie in dem Thema und habe von verschiedenen Seiten verschiedene Meinungen dazu gehört. ETFs, Bundesanleihen, Gold, Geldmarktsparen…..mir schwirrt der Kopf und ich wäre dankbar für Unterstützung.
Hallo AndreaA
was mir am Anfang geholfen hat, ist das magische Dreieck der Finanzen zu verstehen, nachdem du mit einer Geldanlage drei Ziele verfolgen kannst:
- Rendite
- Sicherheit
- Verfügbarkeit / Liquidität
Sie stehen in Konkurrenz zueinander, so dass man mit einer Geldanlage nur zwei Ziele erreichen kann (z.B. Girokonto nur Sicherheit und Liquidität, aber keine Rendite).
Weiterhin gibt es im Prinzip nur vier Anlageklassen in die du als Privatanleger sinnvoll investieren kannst:
- Immobilien
- Schuldverschreibungen (Anleihen, Tagesgeldkonto)
- Aktien
- Rohstoffe (Edelmetalle)
Mit jeder Anlageklasse betonst du zwei deiner Anlageziele:
Immobilien betonen Sicherheit und Rendite, aber sind nicht liquide.
Aktien geben dir Rendite und Liquidität, aber keine (kurzfristige) Sicherheit.
Schuldverschreibungen geben dir von allem etwas, je nachdem wie es ausgestaltet ist:
Tagesgeldkonto: Liquidität und Sicherheit, aber keine Rendite.
Festgeld: Sicherheit und ein wenig Rendite, aber keine Liquidität.
(kurzlaufende) Bundesanleihen, auch Geldmarkt ETF: Sicherheit und Liquidität, aber kaum Rendite.
Edelmetalle sind schon spezieller, geben dir eine andere Art von Sicherheit (gegen System-/Finanzcrashs) und Rendite über laaange Zeiträume, aber auch keine kurz- oder mittelfristige Planbarkeit.
Mein Vorschlag:
Immobilien und Edelmetalle ignorieren, bringt in deiner Situation glaube ich nichts.
- Deine geplanten Ausgaben für die nächsten 12 Monate auf ein Tagesgeldkonto, außer du hast hier noch planbares Einkommen, dann reicht hier auch weniger.
- Deine geplanten Ausgaben für die nächsten zwei bis fünf+ Jahre auf einen Geldmarkt ETF oder Bundesanleihen-ETF mit max. 3 Jahren Restlaufzeit. Oder verschiedene Festgelder mit verschiedenen Laufzeiten ("Festgeldtreppe"). Wenn zu kompliziert: einfach auch bis 100k€ aufs Tagesgeldkonto.
- Alles was übrig bleibt in einen von Finanztip empfohlenen Aktien ETF. Achtung: Die Empfehlung lautet immer 15 Jahre Anlagehorizont! Aber ich könnte solange nicht planen und man hat vielleicht auch noch andere Sicherheiten (GRV, Einkommen, private Rentenversicherung, Lebensversicherung?), die das Risiko abfedern. Bitte informieren!
- Einmal jährlich prüfen, ob die Finanzen so noch passen.
Die angedachte 50/50 Aufteilung von Schwachzocker mit 3% jährlicher Brutto-Entnahme (6000€), wäre vielleicht wirklich ein gangbarer Weg, der m.E. zumindest nicht unvernünftig wäre, da 3% Entnahme über lange Zeiträume als nachhaltig gilt, selbst bei einem Aktienmarkt Crash.
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Auch die Bücher werden Dich nicht vor der größten finanziellen Aufgabe befreien. Sie tragen nur die kostenlos im Internet verfügbaren Infos zusammen und geben jeweils die Ideen des Autors wieder, wie er eine Geldanlage fürs Alter vorschlägt.
Ohne abzuschätzen, wieviel Geld Du in der Rente mind. benötigst, kannst Du auch damit nicht abschätzen, wie Du es derzeit und/oder in der Rente anlegen solltest.
Wobei für mich schon die Frage offen ist, ob Du einen auskömmlichen Job bis 67 hast und damit das Geld erst mit 67 benötigst.
Oder ob der Job gar so gut bezahlt ist, dass Du zusätzlich noch etwas ansparen kannst.
Der eine kommt mit 900€ Rente + 650€ Zusatzeinkommen aus der Anlage aus, der andere benötigt erheblich mehr. Auch zu bedenken ist, dass heute genannte Beträge in der Regel nach heutiger Kaufkraft angesetzt sind. Und schon könnten die 900€ Rente in 7 Jahren nur noch 780€ (heutiger Kaufkraft) entsprechen.
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Mit den doch recht spärlichen Angaben kann man nicht wirklich beraten. Daher eher allgemein – und es kommt auch darauf an, ob du neben dem Vermögen (Geld? Aktien?) zur Miete wohnst oder im Eigentum. Es hängt auch davon ab, ob du aktuell noch (gut) verdienst und dein Grenzsteuersatz hoch ist.
Bei einer Mietwohnung könnte die Karriere als „Wohngeldrentnerin“ nicht die schlechteste Option sein. Du hast hohe Freibeträge: 70.000 EUR + angemessenes Auto + angemessener Haushalt. Das Geld über 70.000 EUR würde ich bis zur Rente irgendwie „verbrauchen“.
Wenn dieser Weg nicht passt, könnte man – vor oder parallel zu einer Geldanlage der knapp 200.000 EUR – auch darüber nachdenken, die übertragenen Rentenpunkte nicht einfach zurückzukaufen und die Rente dadurch deutlich zu erhöhen. Die Ausgleichsbeiträge mindern dein Einkommen. Steuerlich könnte diese Verschiebung interessant sein. „So schlecht“ performt die Rente nicht, und wenn man die aktuellen Diskussionen verfolgt, sind die Bestandsrentner (oder die rentennahen Jahrgänge) die Letzten, die finanziell leiden müssen.
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Auch wenn es Geld kostet, würde ich auch zu einem guten Anwalt raten. Vielleicht gibt es Möglichkeiten, die Du nicht siehst. Kennst Du seine Geld- und Vorsorgeanlagen? Es gibt ja noch einiges mehr als nur die Ansprüche an die gesetzliche Rente.
Ein Einführungsbuch zum Thema Finanzen ist zweifellos sinnvoll, bevor Du mit den 200k auf dem Konto Opfer einer Bank wirst. Denn die wollen Dir in aller Regel Produkte verkaufen, an denen sie selbst am meisten verdienen. Bevor Du Dich da zu irgendetwas überreden lässt, parke das Erbe in einem Geldmarktfonds, damit Du zumindest die Inflation halbwegs ausgleichst. Du musst das Erbe wie einen kleinen Schatz bewahren und mehren, damit Du davon später ein klein wenig Luxus finanzieren kannst.
Die gute Nachricht ist, dass Du noch 8 Jahre bis zur Rente hast. Wirst du von Deinem aktuellen Gehalt ordentlich leben können oder gar noch etwas zurücklegen können? Selbst ohne weitere Sparraten wachsen die 200.000 Euro mit etwas Glück inflationsbereinigt auf ca. 250.000 - 270.000 Euro an. Damit ließe sich eine Zusatzrente von ca. 600 - 700 Euro monatlich aus dem Vermögen ziehen. Die schlechte Nachricht ist, dass solche Wertsteigerungen auch mit Risiko verbunden sind. Ganz ohne Aktienerfahrung kann das hart werden mit den Schwankungen, man braucht ein dickes Fell. Wenn Du starke Schwankungen nicht aushältst, wirst Du deutlich weniger entnehmen können. Arbeite Dich durch eines der Bücher durch und versuche ein Gespür zu bekommen, was Du Dir zumuten kannst.
1600 Euro sind nicht üppig, aber abseits der teuren Metropolen sollte man damit über die Runden kommen können. Wenn die Börsen schlecht laufen in diesen Jahren, solltest Du über Plan B nachdenken und ggf. noch über das Rentenalter hinaus arbeiten. Zwei Jahre in Teilzeit können Deinen finanziellen Spielraum erheblich verbessern.
In jedem Fall solltest Du einen Beratungstermin mit der der Rentenversicherung vereinbaren, wo Du verschiedene Optionen bezüglich Rente und Teilzeit etc. durchsprechen kannst.
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Ich (59) werde mich in diesem Jahr nach 35 Ehejahren scheiden lassen, was einen riesengroßen Verlust an Rente für mich bedeuten wird. [...]
Dieses Vermögen, das ich durch Erbe erlangt habe, beläuft sich auf knapp 200 000 €.
Wie ist dieses Geld denn bisher angelegt (und wie lange schon)?
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Hallo AndreaA,
habe nur Deinen Beitrag Nr. 1 überflogen.
Welche Geldanlage würdet ihr als sinnvoll erachten
Dazu bedarf es generell - und in Deiner Situation erst recht - einer Bestandsaufnahme inkl. der dabei üblichen Analyse der finanziellen Gesamtsituation.
Daher wären zunächst - meine ganz persönlichen - prioritären Empfehlungen:
Eine(n) auf Scheidungsrecht spezialisierten Anwältin (Anwalt) suchen, der Dich in der Angelegenheit vertritt
Parallel in das Thema "private Finanzen" einlesen, um zumindest die Basics zu verstehen (das ist für den Durchschnitts- oder Regelfall jedenfalls keine Geheim- oder Raketenwissenschaft)
Das kompakte Büchlein "Ihre Finanzen fest im Griff" (von Prof. Walz) kann ich beispielsweise empfehlen, da ich dieses schon einige Male verschenkt habe (nachdem ich es selbst gelesen und für ordentlich und solide befunden hatte).
Eine ausreichend lange Zeit (z. B. sechs Monate) ggf. mal ein Haushaltsbuch führen, um einen genauen Überblick über Deine Zahlungsströme zu erhalten (Einnahmen/Ausgaben, zwingender Bedarf, freie Mittel, Sparquote, ggf. Einsparpotential). Das sollte auch deutlich mehr Licht bezüglich der Frage "Rentenlücke" bzw. "Versorgungslücke" bringen (bezüglich Deinem Renteneintritt in 7 Jahren).
Bei dem Thema spätere "Rentenlücke" würde ich u. a. besonderes Augenmerk auf das Thema Wohnen (Miete vs. Wohneigentum)) und Krankenversicherung (beispielsweise PKV vs. Status KVdR (Krankenversicherung der Rentner)) legen. Hierbei handelt es sich sozusagen um "Dauerschuldverhältnisse" sprich zum einen um unvermeidbare und zum anderen um monatlich wiederkehrende Zahlungen, die - für den Durchschnittsanleger jedenfalls - im Alter erhebliches Gewicht haben können.
Nur am Rande aber in dem Kontext
Dieses Vermögen, das ich durch Erbe erlangt habe
Wie war dieses Geld (bei den besagten 200.000 € könnte auch von einem kleinen Vermögen gesprochen werden) denn bisher angelegt ... ? - ist meine erste Standardfrage in solchen Konstellationen.
Bevor ich mich - in einer solchen Lage, wie der Deinigen - mit dem finalen Schritt der Umsetzung von konkreten Geldanlagen beschäftige oder diese gar tätige, würde ich den Fokus zunächst auf die oben genannten Schritte legen (u.a. kann ein guter Rechtsbeistand eventuell an Deiner Ausgangslage noch etwas verändern).
In dem Zusammenhang und ganz allgemein: 200.000 € sind für die überwiegende Zahl der Menschen ein sehr relevanter bis großer Betrag - beim Thema "Altersvorsorge" (sprich einem finanziell auskömmlichen Ruhestand) muß man sich aber an (sehr) große Zahlen (das (freie) Vermögen betreffend als zusätzliche private Vorsorge) gewöhnen. Zumal nicht wenige Menschen mit Eintritt in den Ruhestand noch 20, 25 oder mehr Jahre vor sich haben ... Das gilt insbesondere dann, wenn nur minimale oder sehr geringe sonstige Altersvorsorgeansprüche vorhanden sind (aus gesetzlicher Rente, betrieblicher AV, Pension usw.) So wie offensichtlich in Deinem Fall.
Nach Erledigung obiger Schritte sollte auch die Entscheidung möglich sein sprich leichter fallen, ob man in der Lage nochmal versucht die immerhin 7 Jahre bis zur Rente möglichst intensiv zum weiteren Vermögensaufbau zu nutzen - oder, ob man die Lage so annimmt (Motto: Es ist, wie es eben ist) und das (kleine) Vermögen sinn- und planvoll sukzessive verzehrt (ggf. je nach Einkommenslage ab sofort oder spätestens mit dem Eintritt in die Rente).
Dir gute Entscheidungen und viel Erfolg in Deiner Angelegenheit !
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Eine(n) auf Scheidungsrecht spezialisierten Anwältin (Anwalt) suchen, der Dich in der Angelegenheit vertritt
das ist ein 'Fachanwalt für Familienrecht'.
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das ist ein 'Fachanwalt für Familienrecht'.
Korrekt.
Wenn man als juristischer Laie aber einen solchen (Stichwort: Scheidung) - beispielsweise im Internet, Telefonbuch, Branchenbuch, Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), örtliche Kammer usw. sucht (und Bewertungen zu diesem) - , dann landet man nach meinen Erfahrungen automatisch bei "Familienrechtlern" (als "Einzelkämpfer" sprich Einzelanwalt - auch für den besteht nach meiner Erinnerung gem. Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) "Kanzleipflicht") oder auf dieses Rechtsgebiet spezialisierten Kanzleien mit oftmals bis meist mehreren "Familienrechtlern".
"Persönliche Empfehlungen" aufgrund eigener Erfahrungen hätten auch in dem Bereich für mich einen relevanten Stellenwert. Auch wenn diese Dienstleistung mit "geschäftsbesorgendem Charakter" (Rechtsberatung) ein "Face-to-Face-Business" ist sprich auch die "Chemie" zwischen Mandant und Anwalt passen sollte. Bei der Häufigkeit von Scheidungen heutzutage sollten da zumindest Chancen bestehen auf persönliche diesbezügliche Empfehlungen samt Erfahrungen im engeren oder weiteren Umfeld.
Nur am Rande aber in dem Kontext: Die beste Empfehlung in bestimmten Konstellation (die hier vorliegende mit einem Teil als Selbständigen subsumiere ich darunter) wäre aus meiner Sicht natürlich ein Ehevertrag gewesen (den nach meinen Erfahrungen aber viele verheiratete Anwälte selbst nicht haben ...). Da gilt jetzt aber wohl das Motto: "Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist"
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Nochmals ganz ganz herzlichen Dank an alle, für die überwiegend sehr ausführlichen Antworten. Weiß es sehr zu schätzen, dass ihr euch die Zeit genommen habt. Einen Scheidungsanwalt habe ich bereits. Denke, bei ihm bin ich gut aufgehoben. Die Idee einer Beratung bei der Verbraucherzentrale fand ich auch sehr spannend. Werde ich sicher auch machen. Danke auch nochmal für die Beiträge in Richtung "es ist jetzt wie es ist" und auch die Ideen mit verbrauchen des Erbes, das bislang gar nicht angelegt war, sondern teils auf einem Tagesgeldkonto lag und teils der Erlös aus einem Immobilienverkauf ist, zu verbrauchen. Das Stichwort "Wohngeldkarriere" fand ich erheiternd. Interessant fand ich auch den Aspekt Rentenpunkte zurückkaufen. Wusste gar nicht, dass das möglich ist. Was die ganzen Anlagetipps anbelangt, werde ich mir tatsächlich die Literatur dazu besorgen und dann alles mal gründlich durcharbeiten und das für und wieder gegeneinander abwägen. Also nochmals ein ganz herzliches Danke Schön und viele Grüße an alle