Was verdient ihr & seid ihr zufrieden?

  • Von Lehrern kenne ich das weniger mit den Versetzungen. Bei Soldaten ist es sehr häufig aber auch junge Polizisten sind stark davon betroffen. Relativ wenig Angst vor regionalen Versetzungen muss man haben bei Verbeamtung in Kommunen.

    Wir hatten seit dem Fall des Eisernen Vorhangs aber auch sehr gemütliche Zeiten. Was im Beamtenrecht (auch bei Kommunen) so alles schlummert: da gab es bei Corona einen Vorgeschmack. Da wurden Beamte dann zwar nicht regional versetzt, aber waren auf einmal nicht mehr im Büro, sondern Parkeinweiser beim Corona-TestCenter. Und: je knapper die Ressourcen des Staates werden oder je größer die Krisen werden, desto eher wird er diese Joker ziehen.

    Das ist wie bei der Wehr- und Meldepflicht, das sind wir nur nicht mehr gewohnt.

  • Relativ wenig Angst vor regionalen Versetzungen muss man haben bei Verbeamtung in Kommunen.

    Grundsätzlich richtig, aber selbst da gab es schon (aber sehr seltene) Ausnahmen, wenn Bundesländer meinten Kommunalreformen machen zu müssen, Gemeinden zusammenlegen... Da wurden auch schonmal welche gegen ihren Willen in den Ruhestand geschickt, was sich vielleicht nett anhört, aber je nach Dienstjahren auch nicht unbedingt so nett ist. Aber ja, das ist sehr, sehr, sehr selten. Die anderen genannten Gruppen haben das häufiger. Als Lehrer ist man gut beraten, am Ende des Referendariats schonmal Hochzeit und Hauskauf hinter sich gebracht zu haben. Bloß den Dienstherrn gar nicht erst glauben lassen, dass man in irgendeiner Sicht noch frei wäre.

  • Und das kann man einfach so machen? ...einen auf bekloppt?

    Eventuell wäre das auch etwas für mich. Kannst Du uns das Näheres zur Vorgehensweise schreiben? Wie hat die das gemacht?

    Muss man jeden morgen unangemeldet beim Chef im Büro erscheinen mit Speichelfluss und der Urin läuft aus dem Hosenbein? Und dann geht man wortlos wieder?

    Oder wie läuft das?

    Naja, jeder nach seiner Neigung, wenn dir dies am ehesten liegt, nur zu.

    Wir hatten seit dem Fall des Eisernen Vorhangs aber auch sehr gemütliche Zeiten. Was im Beamtenrecht (auch bei Kommunen) so alles schlummert: da gab es bei Corona einen Vorgeschmack. Da wurden Beamte dann zwar nicht regional versetzt, aber waren auf einmal nicht mehr im Büro, sondern Parkeinweiser beim Corona-TestCenter. Und: je knapper die Ressourcen des Staates werden oder je größer die Krisen werden, desto eher wird er diese Joker ziehen.

    Das ist wie bei der Wehr- und Meldepflicht, das sind wir nur nicht mehr gewohnt.

    Ja und der Angestellte verliert in der Krise seinen Arbeitsplatz ganz ersatzlos, merkst du selber was hier verglichen wird, oder?

  • Naja, jeder nach seiner Neigung, wenn dir dies am ehesten liegt, nur zu.

    Ja und der Angestellte verliert in der Krise seinen Arbeitsplatz ganz ersatzlos, merkst du selber was hier verglichen wird, oder?

    Im Öffentlichen Dienst eher unwahrscheinlich und mit dem Angestellten dort muss man den Beamten eher vergleichen.

  • Das Beamtum hat sicher Vorteile aber eben auch Nachteile. Ich habe mich ganz bewusst aufgrund der sicheren Altersvorsorge dafür entschieden und verzichtet dabei über mein ganzes Berufsleben auf etliche 10.000€ netto. Aber natürlich wird immer nur über die (vermeintlichen) Vorteile gewettet. Die Pension ist KEIN Gegenstück zur Rente sondern zu Rente, Betriebsrente und zum Teil privater Vorsorge. Dafür verzichten Beamte eben ihr Leben lang auf einen Teil des Gehaltes welches sie außerhalb des Beamtentums verdienen könnten. Dazu 41h/Woche und vieles weitere was bisher genannt wurde.

  • Muss man jeden morgen unangemeldet beim Chef im Büro erscheinen mit Speichelfluss und der Urin läuft aus dem Hosenbein? Und dann geht man wortlos wieder?

    In so einem Fall kann es keinen Zweifel an der Dienstunfähigkeit geben.

    Selbst wer so etwas bloß vorspielt ist nicht dienstfähig.

    Die Frage, ob Pensionierung oder doch eher Entlassung, hängt dann vom Authentizitätsgrad der Darbietung ab.

  • Das Beamtum hat sicher Vorteile aber eben auch Nachteile. Ich habe mich ganz bewusst aufgrund der sicheren Altersvorsorge dafür entschieden und verzichtet dabei über mein ganzes Berufsleben auf etliche 10.000€ netto. Aber natürlich wird immer nur über die (vermeintlichen) Vorteile gewettet. Die Pension ist KEIN Gegenstück zur Rente sondern zu Rente, Betriebsrente und zum Teil privater Vorsorge. Dafür verzichten Beamte eben ihr Leben lang auf einen Teil des Gehaltes welches sie außerhalb des Beamtentums verdienen könnten. Dazu 41h/Woche und vieles weitere was bisher genannt wurde.

    Das ist auch eine der beliebten Mythen, dass man bei einem vergleichbaren Job in der Privatwirtschaft mehr Netto im Monat hat. Vom Lebenseinkommen inklusive Pension ganz zu schweigen...


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  • Das ist auch eine der beliebten Mythen, dass man bei einem vergleichbaren Job in der Privatwirtschaft mehr Netto im Monat hat. Vom Lebenseinkommen inklusive Pension ganz zu schweigen...


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    Das ist kein Mythos. Ich könnte in der freien Wirtschaft 700-1000€ mehr netto verdienen. Entsprechende Angebote hatte ich bereits. Jedoch überwiegend die Vorteile des Beamtentums für meine Lebensplanung. Daher verzichte ich da gerne drauf

  • Ob das bei Dir im Speziellen so ist kann ich nicht beurteilen. Im Allgemeinen ist es jedenfalls nicht so.

    Das glaube ich tatsächlich nicht. In der Allgemeinheit wird aber glaube ich davon ausgegangen, dass nahezu alle Beamten wie Lehrer den Besodungsgruppen ab A13 aufwärts angehören. Das ist aber mitnichten der Fall. Und wenn erst das Verfassungsgericht feststellen muss, dass der Staat seine Kräfte teils weniger als 15% besser als die Grundsicherung besonders, ist das gelinde gesagt ein Armutszeugnis.

  • Das glaube ich tatsächlich nicht. In der Allgemeinheit wird aber glaube ich davon ausgegangen, dass nahezu alle Beamten wie Lehrer den Besodungsgruppen ab A13 aufwärts angehören. Das ist aber mitnichten der Fall. Und wenn erst das Verfassungsgericht feststellen muss, dass der Staat seine Kräfte teils weniger als 15% besser als die Grundsicherung besonders, ist das gelinde gesagt ein Armutszeugnis.

    Die meisten Beamte sind in A13 eingruppiert. In den unteren Lohngruppen gibt es kaum Beamte und überwiegend Angestellte.

  • Das ist kein Mythos. Ich könnte in der freien Wirtschaft 700-1000€ mehr netto verdienen. Entsprechende Angebote hatte ich bereits. Jedoch überwiegend die Vorteile des Beamtentums für meine Lebensplanung. Daher verzichte ich da gerne drauf

    Wer gut ist in seinem Job kann in der freien Wirtschaft sicher mehr Einkommen erzielen. Es fragt sich nur für wie viele Jahre und mit welchem Einsatz. An eine 41 Stundenwoche ist für diese Leute eher nicht zu denken.

  • Wer gut ist in seinem Job kann in der freien Wirtschaft sicher mehr Einkommen erzielen. Es fragt sich nur für wie viele Jahre und mit welchem Einsatz. An eine 41 Stundenwoche ist für diese Leute eher nicht zu denken.

    Stimmt, für entsprechende Leistung gibt es auch gutes Geld, kann ich bestätigen, aber....

    Ich bin seit 35 Jahren in der Wirtschaft unterwegs, hab zweimal meinen Job verloren, weil der jeweilige Laden am Ende war und ob es jetzt noch bis zur Rente reichen wird, weiß ich nicht, denn mein Arbeitgeber schlingert mal wieder. Ich bin schon noch immer klar gekommen, aber es wird mit dem Alter nicht leichter. Diese existentiellen Fragen stellt sich kein Beamter.

    Mein Vater war Beamter, deshalb kenne ich diese Welt ein wenig.

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