Wie sparen in wirtschaftlich katastrophalen Zeiten?

  • Ich würde gerne wissen wie man sparen soll, in Zeiten der Insolvenzen, kurzarbeit, Lohn & Stunden Kürzungen bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten.


    Konkret hat mein Betrieb derzeit kurzarbeit, (soweit so okay) das eigentliche problem ist dass in unserem Betrieb freiwllige Zuschläge wegfallen und wir von 37,5std. Auf tarifliche 35std. Fallen werden, ab september.

    Durch beide Maßnahmen zusammen ergibt sich ein Insgesamter lohnverlust von 21,5%

    Durch den tarif Vertrag erhalten wir 3% mehr Lohn ab mitte diesen Jahres.

    Nach einer kurzen schau in gängige Job Börsen ist mit einer besseren Anstellung in anderen betrieben derzeit nicht zu rechnen.


    Wie stellen sich das finabztip, spd, Merz, cdu und Co. Denn vor?

    Mehr zu arbeiten, fürs Alter vorzusorgen, wichtige versicherungen zu halten etc. Während die Industrie in Deutschland den Bach runtergeht?

  • Kater.Ka 19. Februar 2026 um 09:02

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Moin meinrad , willkommen im Forum.

    Angst ist ein schlechter Ratgeber.

    Schau mal auf das was geht und nicht auf das was nicht geht.

    Leider sind wir Menschen so gestrickt das wir den kleinen schwarzen Fleck auf der weißen Wand sofort sehen. Das der Rest der Wand aber tadellos weiß ist fällt uns bei einer kompletten Weißen Wand nicht auf.

    Genauso ist es mit anderen Dingen im Leben auch.

  • Wie stellen sich das finabztip, spd, Merz, cdu und Co. Denn vor?

    Mehr zu arbeiten, fürs Alter vorzusorgen, wichtige versicherungen zu halten etc. Während die Industrie in Deutschland den Bach runtergeht?

    Das hört sich jetzt aber schon arg frustriert an.
    Eine politische Diskussion müssen wir aber in diesem Forum ganz bestimmt nicht lostreten..

    Wenn das Einkommen sinkt, solltest du zuerst eine schonungslose Bestandsaufnahme machen. Führst du ein Haushaltsbuch?
    hast du ein Überblick über deine Fixkosten?
    Lässt sich hier etwas optimieren?

    Wie sieht die Sparquote zur Zeit aus?

    Wohnsituation?

  • Dann frage ich dich mal direkt


    Findest du einen job als industiremechaniker der mindestens 48 000€ im Jahr, wie vor der Kürzung bietet?


    Ich weis nicht wie ich ab Januar meine miete mit sonstigen Kosten stemmen soll, und gleichzeitig noch fürs Alter und unvorhergesehenes sparen soll.


    Der mietmarkt bietet auch keine Möglichkeit zu sparen im Gegenteil die m² Preise sind sogar höher mitlerweile als das was ich zahl.


    Die wand ist Pech schwarz, da ist nicht ein Fleckchen weis auffindbar.


    Ich würde sogar fast mehr alg1 bekommen mir der Kürzung wenn mein Chef mich einfach entlassen hätte. So schlecht sieht es nunmal aus.

  • Mehr zu arbeiten, fürs Alter vorzusorgen, wichtige versicherungen zu halten etc. Während die Industrie in Deutschland den Bach runtergeht?

    Dass "die Industrie" bzw. Teile davon "den Bach runtergehen" wird teilweise zum normalen Lauf der Dinge, in einer sich stetig wandelnden Welt gehören.

    Ebenso ist es normal, dass sich Regionen wandeln und mal Auf- und Abschwünge erleben.

    Daher stellen sich in meinen Augen folgende Fragen:

    - Ist der Industriezweig in welchem ich arbeite, objektiv betrachtet zukunftsfähig?

    - Ist ein Branchenwechsel möglich? (Je jünger, desto besser)

    - Ist ein Wechsel in eine andere Region möglich?

  • Ich bin ja schon ein alter Sack und habe schon mehrere solcher Krisensituationen miterlebt. Inklusive Jobverlust(en) weil Arbeitgeber den 'Bach herunter gegangen' sind.

    Ich erlaube mir mal die Frage ob es sich bei dem Lohnverlust von 21,5% um Brutto- oder Nettolohn handelt. Ein Bruttolohnverlust führt dann i.d.R. zu deutlich geringeren Einbußen beim Nettolohn.

    Ich kann meinen Vorpostern nur beipflichten. Da hilft dann nur eine schonungslose Bestandsaufnahme aller laufenden Kosten und die Prüfung auf deren Notwendigkeit.

    Nicht immer ist an allen Problemen ist die Politik schuld. Häufig verschlafen Firmen auch Trends und verlieren so den Anschluss. Ich sage da mal Nokia und Motorola. Einstmals weltweit mit die größten Produzenten von Mobiltelefon mit großen Produktionsstätten in Deutschland.
    Davon ist nix geblieben. Das lag mit Sicherheit nicht an der Politik!

  • - Ist ein Wechsel in eine andere Region möglich?

    In anderen Regionen zahlt man eher boch höhere Lebenshaltungskosten als hier wo ich aktuell bin.


    - Ist ein Branchenwechsel möglich? (Je jünger, desto besser)

    Nein, mit 50+ ist das quasie ausgeschlossen es gibt weder fort, um oder wieterbildungs Angebote.


    - Ist der Industriezweig in welchem ich arbeite, objektiv betrachtet zukunftsfähig?

    Wenn es die richtigen rahmen bedinungen gibt, und wieder Innovation und Investitionen nach Deutschland kommen anstatt Abwanderung nach Indien, Thailand, ost-eu etc. . Ja. Die passenden bedinungen kann aber nur ein bis dato Untätige Bundesregierung setzen.

  • Einnahmen u d Ausgaben Überblick verschaffen. Für jährliche Ausgaben monatlich bei Seite legen. Kosten optimieren (10 Streaminganbieter?, Handyvertrag mit 30€ und mehr im Monat?, Handy für 1000€ alle 2 Jahre?, zu teures Auto?, zu große Wohnung?).

    Das Potential ist enorm, wenn man da noch nie dran gegangen ist. Rauchen, Alkohol, ständig Lieferdienst und emotionales Shopping haben das Potential jedes freie Budget zu zerschiessen.

    Ich verstehe aber, dass 21% weniger ein harter Schlag ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung hilft Trübsal nie. Ganz im Gegenteil.

  • Wenn es die richtigen rahmen bedinungen gibt, und wieder Innovation und Investitionen nach Deutschland kommen anstatt Abwanderung nach Indien, Thailand, ost-eu etc. . Ja. Die passenden bedinungen kann aber nur ein bis dato Untätige Bundesregierung setzen.

    Für die Innovation sind die Unternehmen schon selber zuständig, das kann keine angeblich untätige (hier wird es schon arg populistisch) verordnen.

  • Nicht immer ist an allen Problemen ist die Politik schuld. Häufig verschlafen Firmen auch Trends und verlieren so den Anschluss

    An der Europäischen auftrags Lage ist zu guten Teilen die aktuelle Politik schuld.

    Mein Job ist es Baumaschinen zusammen zu bauen, da es aufgrund der politischen Lage enorme Unsicherheiten im Immobilien & investions Bereich gibt (egal welcher Branche, die maschienen werden für quasie jedes projekt benötigt vom rechenzentrum, industrie anlage bis hin zum Einfamilienhaus), ist es derzeit schlimmer als in der Krise um 2008, dort hatten wir zwar auch kurzarbeit aber sonst keine Einschnitte. Selbst während corona lief das Geschäft noch völlig problemfrei und es gab sogar Mehrarbeit aufgrund der vielen Aufträge.


    Andere Industrie zweige die bei uns in der Region stark vertreten sind, wären die automobile Branche die sich mit China Geschäften verzockt haben & den Anschluss verloren, die Stahl Industrie die Probleme mit hohen Energie kosten hat sowie kleinere spezialisierte Unternehmen, die suchen aber derzeit nicht wirklich nsxh qualifizierten Personal.


    Nachbar betriebe wie bosch, stiehl oder auch sintegon fahren ihre Produktion zurück oder und verlagern diese ins Ausland, weil es dort bessere rahmen bedinungen (Bürokratie, Energie, stückkosten) geboten werden.

  • Mein Job ist es Baumaschinen zusammen zu bauen, da es aufgrund der politischen Lage enorme Unsicherheiten im Immobilien & investions Bereich gibt (egal welcher Branche, die maschienen werden fpr quasie jedes projekt benötigt vom rechenzentrum, industrie ablage bis hin zum Einfamilienhaus), ist es derzeit schlimmer als in der Krise um 2008, dort hatten wir zwar auch kurzarbeit aber sonst keine Einschnitte. Selbst während corona lief das Geschäft noch völlig problemfrei und es gab sogar Mehrarbeit aufgrund der vielen Aufträge.

    Wenn ich mir die Statistik auf folgender Seite (geht leider nur bis zum Jahr 1992 zurück) anschaue, dann ist es wohl ein ganz normaler Zyklus, dass es im Baugewerbe schlechte und gute Jahre gibt:

    https://www.bauingenieur24.de/artikel/baukon…n-auf-abschwung

    Das ist also nichts, was man auf die aktuelle Regierung oder EU schieben könnte.

    Wie auch immer: Mir scheint so, dass dir nicht wirklich darum geht, konkrete Lösungen zu finden, sondern primär Dampf abzulassen. Das ist verständlich und in Ordnung, gerade auch weil man in dem Alter sich schwertut, sich noch mal zu verändern. Aber das lässt die Frage im Raum stehen, wozu es dann diesen Thread braucht.

  • Du kannst jammern oder handeln.

    Wenn es im aktuellen Betrieb keine Perspektive gibt, dann muss man sich eben neu orientieren.

    Was sind deine Stärken? Hast Du schon Lebenslauf aktualisiert? Mit KI Hilfe mal alles auf den aktuellen Stand bringen. Anfangen Bewerbungen zu schreiben. Auch und vielleicht gerade auf Stellen wo man meint keine Chanche zu haben.

    Und mal über den Tellerand, d.h. die Region schauen. Was ist besser - arbeitslos in der Heimat bis zur Rente oder ein paar Jahre in eine andere Region zu pendeln oder gar uumzuziehen?

  • meinrad ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen - wobei Du ja immer noch in der komfortablen Situation bist, einen Arbeitsplatz zu haben und nicht entlassen zu werden (hierfür ist Kurzarbeit ja gedacht). D. h. Du kann aus einer gesicherten Position heraus die Augen offenhalten, Dich bewerben etc.

    Nur zur Einordnung: mein Arbeitgeber hat mich September vergangenen Jahres gekündigt - zu alt, zu teuer...offiziell natürlich "Umstrukutrierung". Mit 57 Jahre ist es alles andere als einfach eine adäquate Nachfolgestelle zu finden. Im alten Job habe ich gut 6-stellig verdient, inzwischen bin ich bereit, in ganz Süddeutschland eine Stelle anzutreten, habe meine Gehaltsvorstellungen drastisch heruntergeschraubt...bis Ende April werde ich noch ganz offiziell bezahlt (obwohl freigestellt), anschließend gibt's noch eine sehr vernünftige Abfindung, die alleine mich aber auch nicht bis zur Rente tragen wird, aber sie ist in der Lage, Gehaltseinbußen bis dahin zu kompensieren.

    Versuch mal, eine Bewerbungsstrategie aufzustellen, eventuell örtlich und in Bezug auf Deine Tätigkeit flexibel zu werden, Sparpotentiale zu erkunden (wenn's in der Kurzarbeit nicht möglich ist, an der Altersvorsorge zu arbeiten, dann ist das halt so, kann später auch wieder anders werden). Versuche einem potentiellen neuen Arbeitgeber nicht zu erzählen, was Du schon alles tolles gemacht hast, sondern hab den Fokus darauf, dass er versteht, was Du mit Deiner langjährigen Erfahrung für ihn tun kannst...

    Ich weiß, ab einem gewissen Alter ist es schwer, die Recruiter und ihre automatisierten Filter zu "überlisten", aber das ist genau das, was ich aktuell ebenfalls versuche. Viel Glück Dir!

  • meinrad,

    Deine Enttäuschung oder eher schon Dein "Frust" ist - jedenfalls mir - nachvollziehbar und daher verständlich. Für meinen Teil mache ich mir schon lange Gedanken um den "Wirtschaftsstandort Deutschland" - und seit gut 10 Jahren vermehrt auch Sorgen um diesen.

    Angst ist ein schlechter Ratgeber.

    Das ist unstrittig so. Realitätsverweigerung aber ein mindestens ebenso schlechter.

    Zum Realitätsbezug gehören - neben diversen Aspekten - auch diese beiden

    Aus meiner Sicht (und nicht nur aus meiner) ist es daher schon lange problematisch, daß Deutschland bereits seit über 10 Jahren beispielsweise kontinuierlich im Ranking der "internationalen Wettbewerbsfähigkeit" von einstigen Top-Platzierung in die Region "unter ferner liefen" inzwischen regelrecht abgestürzt ist.

    Die privaten Unternehmensinvestitionen (Stichwort: Rahmenbedingungen) sind hierzulande ungefähr auf das Niveau von 2015 zurückgefallen präziser abgestürzt - seit 2015 ist dagegen der Staatskonsum um stolze 25% gewachsen ... Beide Kurven gehen seit gut 10 Jahren auseinander wie die Klingen einer sich öffnenden Schere.


    Nach meinen langjährigen Erfahrungen (war berufsbedingt in vielen Ländern unterwegs) ist es aber leider eine Tatsache, daß schlechte Zeiten aufgrund ebensolcher Politik (Stichwort: Rahmenbedingungen) in der Regel gerade für die sog. "kleinen Leute" oder den "Otto Normalverbraucher" (meist abhängig Beschäftigte) am problematischsten sind. Wer finanziell unabhängig und/oder hoch qualifiziert und entsprechend nachgefragt und/oder geographisch mobil usw. ist, kann damit besser umgehen und/oder dem ganz ausweichen.

    Leider geht es dabei (Rahmenbedingungen) um die Makroebene auf die der Einzelne in seiner Mikroebene so gut wie keinen Einfluß hat.

    In Deiner Lage (ohne Deine private Familiensituation/Familienstand zu kennen) würde ich mir zunächst einen genauen Überblick über meine finanzielle Gesamtsituation verschaffen (von schon vorhandenen Altersvorsorgeansprüchen und eigenen Ersparnissen über Einnahmen und Ausgaben (inkl. Fixkosten, ggf. bestehende Kredite, ggf. Einsparpotentiale) bis hin zu Versicherungen (und ggf. dort möglichen Optimierungen, Kündigungen) - um nur einige typische Stichworte zu nennen).

    Im nächsten Schritt - und auf der obigen Basis - würde ich parallel die typischen Optionen versuchen nüchtern und sachlich zu prüfen (Beratungsangebote nutzen, Nebentätigkeit, Weiterbildung, Umschulung, anderer Arbeitgeber sprich anderes Unternehmen etc. pp.). Eventuell besteht auch die Chance, daß sich die Lage bei Deinem Unternehmen und/oder in der Branche wieder ändert (ggf. ist da via Eigenrecherche was herauszufinden).

    Ein Fokus auf das Lamentieren oder gar eine generelle Larmoyanz dürfte jedenfalls kaum bis eher gar nicht weiterhelfen. Würde daher versuchen, da anzusetzen, wo Du persönlich etwas bewegen und verändern kannst (Mikroebene).


    Dir gutes Gelingen samt dem immer erforderlichen Quäntchen Glück !

  • Dein Frust ist vollkommen verständlich. Du solltest aber unbedingt unterscheiden, zwischen den Dingen, die du nicht beeinflussen kannst. Und den Dingen, auf die du einen direkten Einfluss hast.

    Ich würde mich nicht an der Politik abarbeiten, das bringt dich nicht weiter und macht nur unglücklich. Eine bessere Politik im Land kannst du nur sehr indirekt beeinflussen. Falls du trotzdem Energie dafür hast, melde dich bei den Bundestagsabgeordneten aus deiner Region oder werde politisch aktiv.

    Das andere ist eben die persönliche Ebene. Sparen, wo sich vernünftig sparen lässt. Eventuell nach anderen Jobs suchen, auch wenn die Situation gerade schwierig ist und das eigene Alter nicht unbedingt hilfreich. Für die persönliche Situation positiv ist, dass ihr einen Tarifvertrag habt...bei uns gabs letztes Jahr nix und dieses Jahr wäre ich sehr überrascht, wenn da noch eine Gehaltserhöhung kommen würde. Bisher haben wir noch nichtmal vernünftige Informationen über das Geschäftsergebnis 2025 bekommen. Bei besserer wirtschaftlicher Lage wäre ich wohl schon längst auf dem Sprung.

    Bei entsprechender Familiensituation kann es auch Sinn machen, nicht nur an dich zu denken. Eventuell kann deine Partnerin mehr arbeiten und so das Haushaltseinkommen steigern.

  • Wenn es die richtigen rahmen bedinungen gibt, und wieder Innovation und Investitionen nach Deutschland kommen anstatt Abwanderung nach Indien, Thailand, ost-eu etc. . Ja. Die passenden bedinungen kann aber nur ein bis dato Untätige Bundesregierung setzen.

    Für Innovationen sind die Unternehmen da, nicht die Bundesregierung.

    Wir waren noch nie wettbewerbsfähig bei Sachen, die jeder hinbringt. Das schaffen andere billiger.

    Wenn ich sehe, womit mein Vater sehr gutes Geld verdient hat vor 40 Jahren und man das, was er damals gemacht hat, heute für ein paar Cent bei Aliexpress bekommt, dann gehört der Wandel wohl dazu.

  • Mir sind viele Unternehmer auch zu sehr zum Verwalter geworden. Ich sehe das auch bei uns im Unternehmen. Erst hat die GF über die Grünen gemeckert, jetzt sind sie ganz still, weil es mit Merz/Reiche auch nicht besser läuft. Gleichzeitig lassen wir aber große Märkte unbewirtschaftet "weil man keine Leute bekommt".

  • Wie stellen sich das finabztip, spd, Merz, cdu und Co. Denn vor?

    Die Politik garnichts, Finanztip genauso wie vorher. Wer außer Dir weiss, ob die 21,5% Lohnkürzung (vermutlich Brutto) für Dich in Deiner aktullen familiären Situation wirklich relevant sind, ob Du das Geld bisher für zwingende Lebenshaltungskosten, fürs Sparen oder für Freizeit ausgegeben hast.

    Dass 60% des letzten Nettos (ALG 1) vor der Kürzung mehr wären wie 21,5% weniger Brutto, hört sich schon sehr seltsam an.

    48k Brutto waren mit Steuerklasse I ca. 2.605€ Netto
    21,5% weniger (Brutto) wären ca. 2.133€ Netto im Monat.

    60% (ALG1 ohne Kind) von 2650€ sind bei mir nur 1563€, 67% (ALG1 mit Kind) 1745€
    Das wäre dann nur mehr, weil Du vermutlich Anspruch auf Wohngeld hättest.

    Und nein, ich überlege mir jetzt nicht, ob ich mit den 2133€ (bei mir als Single in einer recht teuren Gegend von Detuschland) auskommen würde. Ich kenne die Antwort seit Jahren, dafür genügt mir ein Blick in meine Kontobewegunge und das Wissen, was ich sofort an Ausgaben einstellen könnte. Im Zweifel gehört dazu auch meine private Altersvorsorge.

    Findest du einen job als industiremechaniker der mindestens 48 000€ im Jahr, wie vor der Kürzung bietet?

    Keine Ahnung, ist nicht mein Bereich und mit meinen fast 56 würde ich an meinem aktuellen Wohnort vermutlich nichts finden. Genaudso, wie ich auch in meinem Bereich nichts finden würde, wenn ich arbeitslos würde.

    Industriemechaniker, die hier am Ort vor ein paar Jahren wegen Betriebsschließung arbeitslos wurden, sind mit Kusshand von den Stadtwerken der benachbarten Großstadt eingestellt worden. Ob zum gleichen Lohn, weiss ich nicht, mit Sicherheit aber mit erheblich mehr Pendelzeit zum AG.

    Gennauso wie ich 2003 als Informatiker an meinem damaligen Wohnort nichts gefunden habe was dann zum Umzug 700km in den Süden geführt hat. Daher hatte ich auch ab Mitte 40 eine, wenn auch unattraktivere, Lösung im Fall einer Arbeitslosigkeit im Hinterkopf.

    Nein, mit 50+ ist das quasie ausgeschlossen es gibt weder fort, um oder wieterbildungs Angebote.

    Ohne das auch nur ansatzweise bewerten zu wollen oder können. Mit >50 ist auch Finanztip, auf die Du Dich ja im Ausgangsporting beziehst, der Meinung, dass man nicht nur einen ausreichenden Notgroschen haben sollte, sondern auch schon mit der Altersvorsorge begonnen haben.

    3 Netto Monatsgehälter, wie dort empfolen, würde nach meiner Rechnung mit 500€ Bedarf dann schon für 16 Moanten Finazierung des Mehrbedarfs führen. Und falls Du vorher fürs Alter vorgesorgt hast, fällt dieses Sparrate weg, was die Zeit nochmal verlängert.

    Mit ist klar, was da als Antwort kommt (wenn überhaupt). Für mich mit Mitte 50 gehörten solche groben Planungen ab Berufseinstieg (mit 29) zur Normalität.

    Wenn es die richtigen rahmen bedinungen gibt, und wieder Innovation und Investitionen nach Deutschland kommen anstatt Abwanderung nach Indien, Thailand, ost-eu

    Wenn, wenn, wenn. Bei den SW-Entwicklern geht seit Jahrzehnten die Panik um, dass alles nach Asien verlagert wird (und seit ein paar Jahren durch KI ersetzt wird). Wer sich als Angestellter nicht drauf einstellen wollte, musste hoffen, dass dies andere für einen tun. Also der eigene AG, von dem man nunmal als AN abhängig ist.

    Einnahmen u d Ausgaben Überblick verschaffen.

    Mit den anscheinend 50+ ist das m.M.n. allerhöchste Eisenbahn, wenn 21,5% Bruttokürzung (die auch noch zu Teilen aus übertariflischen Zahlungen stammen) schon zum pleiterisiko führen. Aber niemad kennt seine die familiären und gesundheitlichen Bedingungen oder finanzielle Verpflichtungen.

    Für Innovationen sind die Unternehmen da, nicht die Bundesregierung.

    Oft meinen die Unternehmer, dafür wäre die Politik zuständig.

    Das war schon zu Beginn des Ukraine-Krieges (und damit der massiven Gas-Verteuerung) immer wieder im Fernsehen schön zu sehen. Wo die Unternehmen früher einfach billiges Gas zum Fenster heraus geheizt haben, ist ihnen "plötzlich" eingefallen, dass sie ihre Anlagen nicht 24/7 (ohne 24/7 Produktion) durchheizen müssen ohne dass die Anlagen dabei kaputt gehen.

    Genauso wie ihnen erst da aufgefallen ist, dass nicht der Staat für eine 100% 24/7 sichere Energieversorgung zuständig ist (und auch den konkrere Lieferant nur, wenn man dafür entsprechend teure Verträge abschließt) und das Unternehmen sich darum kümmern muss, wenn die Anlagen bei einer Energieausfall kaputt gehen.

    In der Baugranche mag man das, insb. im Wohnungsbau, anders sehen. Die Probleme dort sind aber für mich auch nicht erst seit 2 Jahren abzusehen, die Niedrizinsphase mit den Risikokrediten an private Bauherren hat das ganze nur hinaus gezögert.