Hier interessanter Artikel aus der Wirtschaftswoche.
Er ist noch nicht hinter der Bezahlschranke:
https://www.wiwo.de/finanzen/gelda…/100201444.html
Ich fasse das mal kurz zusammen.
insbesondere betroffen sind hier zum Beispiel Trade Republic und Scalabel.
Laut dem Branchenmagazin FONDS professionell fordern einige Neobroker von ETF-Anbietern eine Beteiligung an Verwaltungsvergütungen oder an Erträgen aus Wertpapierleihe für die von ihnen vermittelten ETF-Bestände. Mehrere ETF-Gesellschaften bestätigten entsprechende Vorstöße, lehnen diese bislang jedoch ab.
Hintergrund ist, dass ETFs im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds keine Vertriebs- oder Bestandsprovisionen zahlen – ein wesentlicher Grund für ihre niedrigen Kosten. Eine Einführung solcher Zahlungen würde daher einen Systemwechsel bedeuten.
Die Diskussion fällt in eine Phase steigenden ETF-Absatzes über Plattformen wie Trade Republic und Scalabel. Gleichzeitig gerät das Geschäftsmodell der Neobroker unter Druck: Das bislang wichtige Einnahmemodell „Payment for Order Flow“ (PFOF) wird in Deutschland ab dem 30. Juni 2026 infolge eines EU-Verbots wegfallen.
Die Finanzaufsicht BaFin stellt klar, dass solche Bestandsprovisionen regulatorisch als Zuwendungen gelten und nur zulässig wären, wenn sie der Qualitätsverbesserung dienen, transparent offengelegt werden und Interessenkonflikte wirksam gemanagt werden.
Unklar ist, welche Folgen mögliche Provisionszahlungen für Anleger hätten. Da ETF-Anbieter zusätzliche Kosten kaum dauerhaft selbst tragen dürften, wären perspektivisch leicht steigende laufende Fondskosten denkbar.