Geldgespräche mit meiner Frau...

  • Neue Themen, die aufploppen, müssen erstmal über die Mainstreammedien bevor ich (und andere) etwas davon mitbekomme. Socials nein danke. Aktienfonds sind mir das erste Mal bei einer KLV begegnet, ETF in der Pandemiezeit. Focus hatte größere Artikel, dann ntv entdeckt. Den Weg zur Börse erst beim Blick auf die damalige Inflationsrate gefunden. Hab immer etwas angespart, wesentlich über Ratensparverträge. Auch immer interessiert die Sparda-Infos gelesen, aber da waren es Immofonds, die verkauft werden sollten.

    Es ist immer noch dem Zufall überlassen, wieviel Finanzbildung jemand mitbekommt.

    Wer sich mit Millionenproblemen "plagt" , könnte sich gerne zurückhalten, wenn es um das Thema Frauen geht, die oft aus gutem Grund nicht viel überhaben, was sie anlegen könnten. Ist auch der Grund, warum ich dafür bin, dass Frauen frauenspezifische Finanzbücher lesen. Die sind garantiert arroganzfrei. Sorry, musste endlich raus.

  • Es ist immer noch dem Zufall überlassen, wieviel Finanzbildung jemand mitbekommt.

    Und inwiefern unterscheidet sich dieser entscheidende Punkt zwischen Männern und Frauen? Ich bin in das ganze Thema auch erst vor gut 5 Jahren (eieiei, doch schon so lange her) eingestiegen. Vorher ist alles auf dem Tagesgeld rumgedümpelt...

    Statt dem Thema einen unnötigen Geschlechter-Spinn zu geben und so zu tun, als wäre es ein reines Frauenproblem, wäre es doch viel sinnvoller zu fragen, wie man das Thema Finanzbildung breiter und zuverlässiger verankern kann. Es ist doch erstmal vollkommen egal, wie viel Geld man übrig hat...wenn man keine Ahnung hat, kommt nichts Vernünftiges bei raus

  • Es ist immer noch dem Zufall überlassen, wieviel Finanzbildung jemand mitbekommt.

    Natürlich spielt das Umfeld eine Rolle. Aber Finanzbildung ist heute kein exklusives Insiderwissen mehr. Wer sich informieren will, kann das mit überschaubarem Aufwand tun. Die Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest (Finanztest) kennt eigentlich jeder.

    Dass selbst gut ausgebildete Menschen daran oft scheitern, zeigt eher ein Umsetzungs- als ein Zugangsproblem und das betrifft Frauen wie Männer gleichermaßen.

    Zitat von britty

    Wer sich mit Millionenproblemen "plagt" , könnte sich gerne zurückhalten, wenn es um das Thema Frauen geht, die oft aus gutem Grund nicht viel überhaben, was sie anlegen könnten. Ist auch der Grund, warum ich dafür bin, dass Frauen frauenspezifische Finanzbücher lesen. Die sind garantiert arroganzfrei. Sorry, musste endlich raus.

    Dass meine persönliche finanzielle Situation als Argument genutzt wird, ersetzt keine inhaltliche Auseinandersetzung. Frauen pauschal als Gruppe darzustellen, die „aus gutem Grund nicht viel überhat“, ist selbst ein Stereotyp und hilft niemandem. Finanzkompetenz ist kein Privileg der Reichen und kein Geschlechtsmerkmal. Sie ist lernbar.

    Übrigens: Spezielle Finanzbücher für Frauen mögen marketingtauglich sein, aber sie ändern nichts an den grundlegenden Prinzipien. Verantwortung, Sparen und Investieren sind nicht „arrogant“, sondern notwendig.

  • Finanzbildung hat in erster Linie etwas mit wollen zu tun.


    Es gibt genug männliche Personen in meinem Umfeld die lieber ihr Geld verkonsumieren.


    Ich habe dort auch schon herausgehört warum diese dass machen


    "Man lebt nur einmal, warum sparen für die Rente?, das leben ist jetzt."

    "Mit 70 brauch ich auch nicht mehr fie Welt beteisen, wer weis ob ich es dann noch kanm"


    "Ich verpass lieber mein Geld und wenns knallt, gibt's ja den Sozialstaat"

  • Ist es zu der Beratung mit dem Bekannten gekommen?

    Ja, es gab ein Gespräch, aber keine wirkliche Beratung, wäre ja auch so gar nicht möglich, da er die Zahlen und genauen Produkte nicht kennt. Auch nicht falsch verstehen (an die anderen): Sie geht auch nicht zur Bank und lässt sich da "richtig" beraten.

    Sie fragte, ob sie nicht ihren Riestervertrag kündigen solle, weil der ja auch nichts bringe und man erst im Alter an das Geld käme. Allgemeine Empfehlung war ihn zu behalten, wegen der Zulagen.

    Zweite Frage war, ob sie nicht ihren aktiven Fonds verkaufen solle. Da war nur die Hinweis, dass ETF genauso riskant seien und man die Steuerzahlung von rund 18,5% beachten solle (Teilfreistellung*KeSt), man müsse es sich eben ausrechnen, ob und wann es sich lohnt. Also erhellende Erkenntnisse waren es natürlich nicht, habe ich aber auch nicht anders erwartet.

  • Frauen pauschal als Gruppe darzustellen, die „ aus gutem Grund nicht viel überhat“, ist selbst ein Stereotyp und hilft niemandem. Finanzkompetenz ist kein Privileg der Reichen und kein Geschlechtsmerkmal. Sie ist lernbar.

    Arroganz ist, wenn mann solche Situationen nicht kennt und sich über "Versäumnisse" von Frauen auslässt. In Finanzbüchern von Frauen wird auf diese Situationen eingegangen, eben nicht so von oben herab.

    Alleinerziehend, Kinder, Teilzeitjob und oft nicht hochbezahlt. Das ist für viele die Realität: "nur" den Alltag irgendwie schaffen Hinata


    Leute, die Zitate manipulieren: Mint-Aura. Das Wort "oft" wurde weggelassen und verändert den Sinn:thumbdown:

  • Frauen pauschal als Gruppe darzustellen, die „aus gutem Grund nicht viel überhat“, ist selbst ein Stereotyp und hilft niemandem. Finanzkompetenz ist kein Privileg der Reichen und kein Geschlechtsmerkmal. Sie ist lernbar.

    Das kann ich unterschreiben. Ich verdiene signifikant weniger als meine Partnerin. Genau das ist aber auch der Grund, warum mir meine Finanzkompetenz am Herzen liegt.

    Natürlich spielt das Umfeld eine Rolle. Aber Finanzbildung ist heute kein exklusives Insiderwissen mehr. Wer sich informieren will, kann das mit überschaubarem Aufwand tun. Die Verbraucherzentralen und Stiftung Warentest (Finanztest) kennt eigentlich jeder.

    Da möchte ich die Stadtbücherei ergänzen, in der u.a. Letztere auch zu finden ist.

  • Arroganz ist, wenn mann solche Situationen nicht kennt und sich über "Versäumnisse" von Frauen auslässt. In Finanzbüchern von Frauen wird auf diese Situationen eingegangen, eben nicht so von oben herab.

    Alleinerziehend, Kinder, Teilzeitjob und oft nicht hochbezahlt. Das ist für viele die Realität: "nur" den Alltag irgendwie schaffen Hinata

    Das bestreitet doch niemand. Natürlich gibt es Alleinerziehende mit Kindern, Teilzeitjob und wenig Einkommen, für die finanzielle Optimierung schlicht keine Priorität haben kann. Diese Lebensrealitäten sind real und relevant.

    Aber genau das wird hier als Totschlagargument benutzt. Diese Fälle sind nicht die Mehrheit, sondern eine Teilgruppe. Trotzdem werden sie immer wieder herangezogen, um jede Diskussion über finanzielle Versäumnisse oder Verantwortung grundsätzlich abzuwürgen. Das hilft niemandem.

    Die meisten Frauen sind weder alleinerziehend noch existenziell überlastet und trotzdem ist finanzielle Vorsorge oft kein Thema. Darüber muss man sprechen können, ohne sofort als arrogant abgestempelt zu werden. Wenn man bei jedem Thema nur die schwierigsten Fälle betrachtet, erklärt man zwar, warum etwas dort nicht funktioniert, aber man kommt keinen Schritt weiter.

  • ... Das ist für viele die Realität: "nur" den Alltag irgendwie schaffen ...

    Ja, das dürfte eine große Rolle spielen. Wir haben mit Beruf + Familie + Haushalt eh schon verflixt viel um die Ohren ... und gerade Familie + Haushalt bringen sooo viele Aufgaben mit sich, von denen der männliche Partner oft gar nichts mitkriegt bzw. nur dann, wenn sie eben nicht erledigt werden.

  • Ja, das dürfte eine große Rolle spielen. Wir haben mit Beruf + Familie + Haushalt eh schon verflixt viel um die Ohren ... und gerade Familie + Haushalt bringen sooo viele Aufgaben mit sich, von denen der männliche Partner oft gar nichts mitkriegt bzw. nur dann, wenn sie eben nicht erledigt werden.

    Inwiefern soll man den Alltag besser bewältigen, wenn die Finanzen ungeordnet sind?:/
    Zwei Sparpläne einzurichten ist kein großer Aufwand und erledigt sich danach von selbst. Die Diskussion driftet zunehmend ins Abstrakte ab.

  • Ja, das dürfte eine große Rolle spielen. Wir haben mit Beruf + Familie + Haushalt eh schon verflixt viel um die Ohren ... und gerade Familie + Haushalt bringen sooo viele Aufgaben mit sich, von denen der männliche Partner oft gar nichts mitkriegt bzw. nur dann, wenn sie eben nicht erledigt werden.

    Eine Familie, Haus, Garten, Kinder, Katze, Hund, (Teilzeitjob sie und Vollzeit er) hatte mal alle Aufgaben aufgelistet. Sind auf fast 200 gekommen. Und haben das dann zusammen aufgeteilt.

  • Ja, das dürfte eine große Rolle spielen. Wir haben mit Beruf + Familie + Haushalt eh schon verflixt viel um die Ohren ... und gerade Familie + Haushalt bringen sooo viele Aufgaben mit sich, von denen der männliche Partner oft gar nichts mitkriegt bzw. nur dann, wenn sie eben nicht erledigt werden.

    Irgendwie fehlt mir hier das Ironie-Tag...Wenn dein Partner nicht mithilft, dann gibt ihm einen Tritt in den Hintern.

    Wir sind doch nicht in 1926...selbst im Kanton Appenzell hält man Frauen seit mehreren Jahrzehnten dafür fähig, eigene Entscheidungen zu treffen. Nur in solchen Diskussionen ziehen sich Frauen immer darauf zurück, grundsätzlich Opfer äußerer Umstände zu sein. Beruf, Partner und Kinder fallen nicht vom Himmel, sondern sind Folge der eigenen Entscheidungen. Und das Gleiche gilt auch für Finanzen

  • Mal hypothetisch: Ein bekanntermaßen weibliches Forenmitglied hätte geschrieben: "Mein Mann meinte, er sieht am Wochenende beim Fussball nen Kumpel, der arbeitet bei der Bank und hat mehr Ahnung als du, dann frag ich den mal was der empfehlen würde..."

    Daraufhin hätte jemand hier dieser Frau empfohlen: "Ich glaube, dein Mann benötigt mal ein Paar hinter die Löffel"

    Wie wären dann die Reaktionen darauf?

  • Zitat:

    "Beruf, Partner und Kinder fallen nicht vom Himmel, sondern sind Folge der eigenen Entscheidungen. Und das Gleiche gilt auch für Finanzen"


    Du sagst es LebenimSueden

    Es sollten viel mehr Frauen auf sich und ihr Wohlbefinden schauen. Ohne Partner, ohne Kinder, ohne soziale Verpflichtung leben :)

  • Irgendwie fehlt mir hier das Ironie-Tag...Wenn dein Partner nicht mithilft, dann gibt ihm einen Tritt in den Hintern.

    War kein bisschen ironisch gemeint.
    Und über meinen Partner kann ich nun wirklich nicht klagen: der hat rund 25 Jahre lang Einkaufen+Kochen übernommen, bis ich endlich altersbedingt meine Berufstätigkeit auf weniger als 60-70 Wochenstunden reduziert hatte. Das weiß ich zu schätzen und werde ihn nicht egal wohin treten, bloß weil er damals wie heute einen unerfreulichen Zustand z.B. von Klo + Küchenfußboden vermutlich erst registrieren würde, wenn er dran festklebt.

  • Nur in solchen Diskussionen ziehen sich Frauen immer darauf zurück, grundsätzlich Opfer äußerer Umstände zu sein.

    Emanzipation reicht nur so weit, wie sie nützt.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Mir scheint außer Stereotypen verstehst Du nicht viel. Ich muss mich schon sehr wundern wie Du mich missverstanden hast. Nirgendwo habe ich geschrieben was Du danach hineininterpretierst. Aber reg Dich gern weiter künstlich auf.

    Ad hominem und Gaslighting-light. Ich bin schwer beeindruckt.;)

    Typisch Fr. . ..ach lieber nicht....

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen