Wie geht Ihr mit Geld/Vermögen um in der Ehe/Partnerschaft?

  • In Anlehnung an den Thread "Geldgespräche mit meiner Frau..." kam mir die Frage:

    Wie geht Ihr mit Geld um in Eurer Ehe?

    Ich mache mal den Anfang:

    Bei uns ist es relativ simpel. Unsere Gehälter gehen auf ein gemeinsames Konto, welches wir seit der Hochzeit haben. Davon wird alles bezahlt.

    Zu Diskussionen hat das noch nie geführt.

    Größere Ausgaben werden natürlich abgesprochen.

    Jeder hat noch sein eigenes Konto von früher wo z.B. Geld hingeht, wo z.B. Geburtstaggeld von den Eltern hinwandert.

  • Meine Ex-Frau und ich hatten ein sehr unterschiedliches Verhältnis zu Geld. Sie mag es einfach nicht und hat daher immer versucht es schnell loszuwerden. Daher war das immer ein Riesen Diskussionsthema trotz getrennter Konten.

    In meiner jetzigen Beziehung gibt es daher auch eine konsequente Trennung. Es gibt ein Gemeinschaftskonto auf das jeder nach seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einzahlt und dann werden davon alle gemeinsamen Ausgaben bestritten. Und mit dem Rest kann jeder machen was er will. Auf den cent genau wird allerdings auch nicht abgerechnet. Keine Diskussionen, jeder ist zufrieden.

    Ich kann das auch nur empfehlen, wenn man unterschiedlichen Ansichten zum Geld hat. Meine jetzige Frau neigt nicht zur Verschwendung, aber sie vertraut sehr Institutionen wie Banken und Versicherungen. Lieber ein Bankschließfach mit Goldbarren als ETFs beim Neobroker. Diese Diskrepanz könnte ich bestimmt schlechter aushalten, wenn unser Vermögen gemeinsam verwaltet würde. Und so haben wir noch etwas mehr Diversifikation...

  • Wir hatten auch das Modell von dem Micha-1 schreibt. Sehr entspannt.

    Von einem Paar, das sehr sehr große Einkommensdiskrepanz hatte, weiss ich, dass er für den gemeinsamen Alltag aufgekommen ist und sie für den jährlichen Luxusurlaub. Das hat auch gut funktioniert.


  • So ist es bei uns auch.
    Gab bisher noch nie irgendwelche Diskussionen.
    Wir haben aber auch beide keine kostspielige Hobbies, die da evtl. zu Diskussionen führen könnten.

  • Nichtverheitetets Paar.
    Kind.
    Haus mit Kredit.

    Ich verdiene 4/5, sie 1/5 des Geldes im Monat.
    Jeder hat ein eigenes Konto.
    Zusammen haben wir noch ein gemeinsames, über das nur gemeinsame Kosten beglichen werden.

    Ich kümmere mich um 100% der Geldangelegenheiten. Auch um ihre.
    Sie hat 0 Übersicht, nicht weil sie nicht darf oder nicht könnte, es ist ihr zu viel Aufwand.
    Sie kennt weder unsere Einnahmen, noch die Ausgaben. Weder welche Versicherungen wir haben, oder nicht haben.
    Ihr es ist Zuviel 2 Apps einzurichten um Geld zu verwalten.

    Gott sei Dank ist sie sparsamen. Das Geld ging noch nie leer.
    Ende der Geschichte.

  • Meine Frau hat ihre eigenen Konten und Depot bei der ING.

    Und ich hab alles außer ein bisschen "Spielgeld" bei der DKB.

    Gegenseitige Vollmachten mit Zugängen direkt bei den Banken.

    Notarielles Testament/Patientenverfügungen liegen vor.

    Kann von mir aus bis 2062 so weitergehen.

  • Persönlich halte ich von Gemeinschaftskonten nicht viel, da ich häufig genug mitbekommen habe, welche Probleme da in einer Partnerschaft entstehen können.
    Z.B. bei unterschiedlichen Ansichten wie bei Micha-1sind getrennte Konten gut. Gleiches gilt für sogenannte Patchwork-Familien, wenn einer oder jeder Kinder hat, aber keine gemeinsamen.

    Ein Gemeinschaftskonto für die laufenden Kosten des Haushalts, das je nach finanziellen Möglichkeiten der Partner aufgefüllt wird, finde ich gut, ansonsten bleibt es bei getrennter Kontoführung.
    Wichtig ist meines Erachtens nur, dass es gegenseitige Vollmachten gibt.

  • Be uns verheiratet ein (klein-)Kind, haben die erwachsenen je ein gehaltskonto. Dazu ein gemeinschaftskonto für alle Ausgaben die normalerweise anfallen, wie essen, Miete, tanken, laufende Kosten usw.

    Dazu 2 tagesgeldkonten, einmal notgroschen und eines für mittelgroße unterjährige Anschaffungen, hauptsächlich Konsum wie Urlaub.

    Jeder behält noch nen Taschengeld (auf den Euro jeder die gleiche summe) auf dem Konto, das allerdings sehr locker gehandhabt wird. Wenn zu viel drauf ist, wird davon der Einkauf bezahlt und wenn zu wenig drauf ist, nimmt man vom Haushaltskonto was fehlt.

    Bis hierher ist die Planung Hand in Hand.

    Bei den depots mag meine Frau sich leider nicht informieren und mitmachen. Daher ist das auf meinen Mist gewachsen. Kinderdepots, Elterndepots sowie Buchführung habe allesamt ich eröffnet und entscheide was passiert. Einzig die Anlagesumme legen wir gemeinsam fest, wobei der ein oder andere unerwartete kleine Geldsegen eventuell von meiner Seite nochmal da rein fließt, da ich die Summe für zu gering halte. Aber das ist denke ich so wenn beide mitreden dürfen, da muss man sich auch mal zurücknehmen. (Spät angefangen und davor von der Hand in den Mund gelebt)

  • In Anlehnung an den Thread "Geldgespräche mit meiner Frau..." kam mir die Frage:

    Wie geht Ihr mit Geld um in Eurer Ehe?

    Ja.. mein Thread... ;). Wir haben getrennte Konten und Depots. Wir fühlen uns sehr wohl mit dieser Struktur, es kam noch nie ein Bedürfnis nach einem Gemeinschaftskonto auf.

    Das größte Thema, was mich aber umtreibt, ist dass wir (eher sie) zu viele Finanzprodukte haben (alter Bausparer, Riesterversicherung, Lebensversicherung, private Rentenversicherung, Sparkonto, aktive Fonds, diverse ETFs, mehrere Banken) und spätestens seit dem KISS Thread von Irving macht mich diese Unübersichtlichkeit nachdenklich. Aber auch schon vorher. Ihr ist es leider fast egal, aber ich hätte gerne mehr Struktur.

  • mal angenommen, ich bin ganz stinknormal verheiratet in Zugewinngemeinschaft, und beide hatten bei Eheschliessung keine Kinder oder Vermögen oder Schulden aus vorherigen Beziehungen, welchen Grund hätte ich für separate Kontoführung?

    Wir hatten seit Tag 1 gemeinsame Konten und haben das Geld immer als gemeinsames Vermögen betrachtet. Im Laufe der Jahrzehnte kamen dann wegen Tagesgeldhopping noch individuelle TGs hinzu, später auch Depots.

    Heute haben wir also gemeinsames Giro + TG + Depot (50% vom Vermögen)
    und auf die eigenen Namen nochmals individuelles TG + Depot (Jeweils 25% vom Vermögen)
    plus gemeinsame Immobilie.

    Eine Zusammenführung auf das gemeinsame TG/Depot würde heutzutage evtl nervige Fragen bzgl Schenkungssteuer auslösen, also lasse ich die Konten wie gehabt. Verschiebungen von ein paar Tausend Euro von Einzel- aufs Gemeinsachaftskonto (wir leben schon in der Entnahmephase) hat bisher noch nie zu Rückfragen geführt.

  • Irgendwie haben wir nachdem wir vor Jahren geheiratet hatten, nichts geändert. Jeder hat sein Konto behalten und das ist heute noch so. Von meinem Konto gehen die meisten laufenden Kosten runter, sie zahlt den Wocheneinkauf. Hin und wieder schieben wir was hin und her um auszugleichen. Bei mir lief auch die Rate für den Immokredit solange es den gab, das ist erledigt. Ich mache auf meinen Namen alle Geldanlagen, Depot usw. weil sie sich wenig damit beschäftigt. Ich habe keine Vollmacht, kenne aber die Zugangsdaten ihres Kontos. Eigentlich könnten wir ein Konto eindampfen, weil eh alles beiden gehört. Sie wird demnächst die Bank wechseln, die Gelegenheit nutzen wir mal für gegenseitige Vollmacht.