Vereinfachung Portfolio / Neustrukturierung

  • Sind doch ein paar Perlen dabei.

    Wenn man Einzelaktien nicht generell als "Teufelszeug" betrachtet, können die erstmal bleiben. Gibt größere Baustellen.

    Privat schuldenfrei und dabei Sondertilgungsvolumen prüfen ist auch eine Baustelle.

    Naja…121.000 Euro in SAP. Weiß nicht ob das vor oder nach dem Kursrutsch war.
    Völlig unausgeglichenes Portfolio, das weiß Bettina aber selbst. Diese Sache mit Einzeltiteln ist einfach nichts.

    Die SAP-Aktien waren Mitarbeiteraktien und ich hänge da immer noch dran. Aber ja: Rein sachlich/vernunftorientiert ist der Klumpen viel zu groß und ich sollte das mit den Einzeltiteln lassen.

  • SAP steht aktuell recht niedrig. Verkaufen würde ich aktuell nicht.

    Es sei denn man hat eine Einzelaktienphobie.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Hallo,

    ich würde einfach die Fonds, die die höchsten Kosten verursachen, zuerst verkaufen. Hier mit KI generiert die MLP Fonds mit TER und absoluten Kosten (TER * Depotwert):

    Fondsname (WKN)TER (laufende Kosten)DepotwertAbsolute Kosten p.a.
    Fidelity Funds Germany (A0LF01)1,91 %30.622 €584,88 €
    Flossbach v. Storch Mul. OPP. R (A0M430)1,62 %28.273 €458,02 €
    Nomura FDS I-India EQ (A1C9ED)1,90 %19.686 €374,03 €
    ACATIS Value Event Fonds D (A2DR2M)1,10 %31.684 €348,52 €
    Smartrack Growth A (A0M5RC)2,00 %11.274 €225,48 €
    MFS M. Proud. Capital A1 (A2ANEB)1,81 %11.439 €207,05 €
    SCHR. ISF Asian Opp. (973045)1,84 %9.254 €170,27 €
    RCG.-R.QI EM MA AC EQ (A0NDKJ)1,52 %9.428 €143,31 €
    PICTET-WATER Nam. P (933349)1,99 %4.937 €98,25 €
    UBS MSCI World Soc. Resp. (A1JA1R)0,22 %41.762 €91,88 €
    BGF-WLD Healthsc. (A0BL36)1,80 %4.893 €88,07 €
    DWS Vermögensbild. FD I LD (847652)1,45 %5.617 €81,45 €
    FSI GU FSSA GR. CH. GR (A0LHAL)1,08 %5.502 €59,42 €

    Praktisch würde ich es so umsetzen, dass du zwei wöchentliche Sparpläne über je 5000 € einrichtest (sofern dein Broker das erlaubt): Einen auf einen Geldmarkt-ETF, den anderen auf den Aktien-ETF. Damit hättest du nach rund 6 Monaten alle MLP Fonds in die Zielstruktur umgeschichtet. Einfach die Liste von oben (teuersten) nach unten (günstigsten) abarbeiten. Jede Woche ins Depot schauen und sicherstellen, dass der nächste Fonds rechtzeitig verkauft wird, damit Liquidität für den Sparplan bereitsteht.

    Wenn das nach 6 Monaten fertig ist, die ETFs vornehmen. Da würde ich den DAX und die Amundi ETFs zuerst umschichten. Zu dein Einzelaktien kann ich wenig sagen, die kosten zumindest nichts. Vielleicht kleinere Positionen oder Klumpen mal zwischendurch verkaufen.

    Nach spätestens einem Jahr wäre dann alles in der Zielstruktur :thumbup:.

    Achso, was du mit deinen eigenen Anlagen machen willst, weiß ich nicht genau. Auch verkaufen? Damit könntest du ja prinzipiell genauso verfahren. Und natürlich die Kredite im Auge behalten, je nach Zinssatz auch was sondertilgen.

  • SAP steht aktuell recht niedrig. Verkaufen würde ich aktuell nicht.

    Es sei denn man hat eine Einzelaktienphobie.

    Da geht es um Portfoliotheorie und nicht um Einzeleinschätzungen.
    SAP steht nicht „recht niedrig“ sondern so, wie sie an der Börse bezahlt werden.

  • Ich würde definitiv auch bei den Fonds anfangen mit dem Aufräumen. Danach wären die Aktien im Verlust dran und dann die kleinen Aktienpositionen. SAP halbieren zur Reduktion des Klumpenrisikos. Danach würde ich erst mal Luft holen und bei den restlichen Aktien zwischen defensiv und Zocken unterscheiden. Ich wüsste keinen Grund, warum man beispielsweise eine Allianz raushauen muss, wenn hohe Gewinne drinstecken und regelmäßige Dividenden fließen. Vom Gold allenfalls etwas reduzieren, aber ein wenig davon im Depot ist nicht so verkehrt.

    Wie sieht es denn aus mit dem Übergang in den Ruhestand, wird das nahtlos in Rente übergehen? Falls noch ein paar Jahre Privatier anstehen sollten, kann man ein paar der Umschichtungen in der Zeit steuergünstig vornehmen.

    Bekommst Du keine Witwenrente? Mit der solltest Du eigentlich krankenversichert sein. Falls sie ruht wegen zu hoher eigener Einkünfte, dürfte die wieder aufleben, sobald Du mit Arbeiten aufhörst.

  • Irving Danke Dir für Deine Nachfrage. Die Hürden besteht am meisten im "Loslassen" und im Umgang mit diesen doch großen Beträgen, in der Befürchtung, irgendwas (was auch immer) falsch zu machen. Ich versuche mir vorzustellen, wie das wäre, innerhalb von wenigen Tagen alles auf einem Schlag zu verkaufen, aber das kommt mir total unwirklich vor, deshalb versuche ich einen Weg zu finden, schrittweise vorzugehen. Ja, auch ohne das Vermögen, hätte ich mit 63 Jahren keine finanziellen Probleme. Eigentlich könnte ich das Ganze sehr entspannt angehen, aber es treibt mich einfach um und je mehr ich mich informiere, um so mehr sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Du sagst einerseits, dass du das Geld eigentlich gar nicht benötigst. Gleichzeitig hast du Angst, etwas falsch damit zu machen. Darin liegt ein gewisser Widerspruch. Dieses Spannungsfeld ist allerdings sehr häufig anzutreffen und es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein. Die „Probleme“, die daraus entstehen, sind weniger planerischer als vielmehr emotionaler Natur.

    Bevor du dir also Gedanken über die richtige Asset-Allokation oder mögliche Verkäufe machst, lohnt es sich vielleicht eine grundlegendere Frage zu beantworten:

    Was möchtest du mit dem Geld eigentlich machen?
    Ganz konkret: Wie soll dieses Geld deine Lebensqualität verbessern?

    Falls diese Frage schwer zu beantworten ist, hilft manchmal eine sehr ehrliche Perspektive:

    „In den kommenden 30 Jahren werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben. Spätestens danach werde ich gesundheitlich vermutlich so eingeschränkt sein, dass vieles nicht mehr möglich ist. Das bedeutet: vielleicht noch etwa 30 Weihnachten, 30 Sommer. In dieser Zeit möchte ich …“

    Die Antworten darauf können sehr unterschiedlich ausfallen. Sie reichen von „Ich möchte meinen Nachkommen möglichst viel hinterlassen“ über „Ich möchte noch 60 Kreuzfahrten machen“ bis hin zu „Ich möchte jeden Monat 3000 Euro an ein Kinderhilfswerk spenden“.

    Mein persönlicher Rat wäre allerdings, sich vor allem auf Dinge zu konzentrieren, die die eigene Lebensqualität spürbar erhöhen. Erfahrungsgemäß sind das häufig Dinge, die mit Menschen zu tun haben, die einem nahestehen. Gemeinsame Erlebnisse, Unterstützung oder Zeit miteinander.

    Vielleicht möchtest du darüber hier berichten.

  • Entscheidend ist ein Plan wann du wieviel benötigst, danach richten sich die Anlagen aus. Da du vorhast einen großen Teil deiner Anlagen in sichere Sachen zu packen, wird dort in etwa die Inflation ausgleichen, also für kurz- und mittelfristigen Bedarf. Was soll mit den Dividenden passieren? Ich bin etwas älter als du und stehe kurz vor der Rente, habe meinen Bedarf für 5 Jahre im sicheren Teil mit einem zusätzlichen Notgroschen und Rücksicht auf die Inflation, der Rest soll im weltweiten ETF Rendite bringen. Bei deinem momentanen Stand würde ich , unter Berücksichtigung der Steuer, grundlegend aufräumen und kräftig ausmisten. Wie bereits erwähnt, alles was hohe Kosten hat zuerst verkaufen, die Einzelaktien dann je nach Stand und Größe. Im Moment drängt dich nichts, also in Ruhe analysieren und dann entscheiden. Viel Erfolg!

  • Angestrebte Aufteilung:

    10% Tagesgeld

    50% werterhaltend (Inflationsausgleich) in einem Geldmarktfonds

    40% Moderat Renditeorientiert in einen ausschüttenden Welt-ETF

    Ist diese ausreichend oder benötigst Du noch weitere Informationen?

    Vielen Dank für deine Konkretisierung! Diese Zielvorstellung kannst du ziemlich einfach erreichen:

    - ein Tagesgeldkonto hast du ja schon.

    - Geldmarktfonds z.B. DWS Euro Flexizins (WKN 847423) oder in nachhaltig z.B. DWS Euro Money Market Fund (WKN A0F426)

    - ausschüttender Aktien-Welt-ETF z.B. Amundi Prime All Country World (WKN ETF150) oder Vanguard FTSE All-World (WKN A1JX52) oder in nachhaltig iShares MSCI ACWI SRI (WKN A3DKFM). Du kannst in nachhaltig auch weiter den UBS MSCI World Socially Responsible (WKN A1JA1R) besparen, allerdings nicht über MLP.

    Das sind nur Beispiele; es gibt noch zahlreiche weitere Geldmarktfonds und ausschüttende Welt-ETF die in Frage kommen könnten ;)

    Hier noch einige allgemeinere Anmerkungen meinerseits, die für dich hilfreich sein könnten:

    1. Du hast keine Eile. Ich würde schrittweise vorgehen (wie bereits von einigen Vorrednern angemerkt) und nicht alles auf einmal umkrempeln. Es scheint dir ja eher um Kostenminimierung und Übersichtlichkeit zu gehen und nicht um einen steilen Vermögensaufbau. Ich finde es deshalb auch ratsam mit den kostenintensiven Produkten anzufangen diese zu reduzieren und alle Produkte kleiner EUR 5000.- abzustossen.

    2. Ich finde es durchaus statthaft einen kleinen Teil an Produkten zu behalten, die man "liebgewonnen" oder zu denen man eine besondere Beziehung hat, ohne dass diese die großen Renditebringer sind. Dies kann auch für Einzelaktien gelten.

    3. Nachdem du die ersten naheliegenden Schritte gegangen bist, kannst du das Portfolio erst mal stehen lassen und zu gegebener Zeit eine Zwischenbilanz ziehen, wie es dir nun damit geht. In der Zwischenzeit (oder natürlich auch schon vorher) kannst du ja z.B. das Buch von Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach. lesen. Ich bin mir sicher, da findest du weitere gute Ideen für eine Neustrukturierung.

    4. Und natürlich kannst du deine neue Zusammenstellung gerne hier im Forum vorstellen und dir Meinungen dazu einholen.

  • Mal eine ganz andere Frage: Magst du deinen Job? Gehst du gern arbeiten? Je nach Lebensstandard könntest du auch überlegen, jetzt schon aufzuhören. Kommt auf deine Ziele an, zum Beispiel deine Reise- und Erlebnisziele. Und danach würde sich dann auch richten, wohin das ganze Geld nach den Verkäufen kommt. So jung wie heute bist du nie wieder.

  • Angestrebte Aufteilung:

    10% Tagesgeld

    50% werterhaltend (Inflationsausgleich) in einem Geldmarktfonds

    40% Moderat Renditeorientiert in einen ausschüttenden Welt-ETF

    Das scheint mir sehr konservativ für eine Frau, die anscheinend keine bedrohliche Rentenlücke zu befürchten hat ... ich würde von 50 % "werterhaltend" auf 30 % runtergehen => 60 % in ausschüttenden Welt-ETF legen.

    Andere/zusätzliche Überlegung: Kann man die Immobilienkredite vorzeitig zurückzahlen? Du ahnst nicht, was für ein herrliches Gefühl es ist, wenn man sowas von der Backe hat!

  • Lass dir Zeit Bettina312

    Es sind nicht "nur" Aktien, es ist ein Portfolio, das ihr zusammen gebaut habt. Wenn du es auseinandernimmst, ist das nochmal eine Auseinandersetzung damit, nun Witwe zu sein.

    Bei Onvista kannst du dir genaue Informationen über die einzelnen Aktien, ETF und Fonds holen. Manches entscheidet sich dann fast von selbst.

    Da du finanziell nicht darauf angewiesen bist, jetzt ist kein guter Zeitpunkt, solide Einzelaktien zu verkaufen. Dividenden mitnehmen und erstmal abwarten?

  • Das scheint mir sehr konservativ für eine Frau, die anscheinend keine bedrohliche Rentenlücke zu befürchten hat ... ich würde von 50 % "werterhaltend" auf 30 % runtergehen => 60 % in ausschüttenden Welt-ETF legen.

    Man kann das Argument auch umdrehen: Ohne Rentenlücke braucht man eigentlich gar keine Aktien. Geldmarkt-ETF, Auszahlplan, fertig.

    Wenn das Portfolio nicht existenziell benötigt wird, ist die Asset-Allokation am Ende vor allem eine Frage des persönlichen Risikoempfindens.

  • Nachdem ein Teil des Depots am Ende in eine Stiftung übergehen soll, kann man sogar überlegen, einige Positionen nicht zu verkaufen. Gemeinnützige Stiftungen zahlen keine Kapitalertragssteuer. Du könntest einige Positionen mit besonders hohen Gewinnen in einem Unterdepot sammeln, an das Du nur rangehst, wenn sich die Umstände ändern.

  • Wow!! Vielen Dank für diese konkreten Empfehlungen und Infos. Das werde ich definitiv in meine Überlegungen aufnehmen.

  • Ich würde definitiv auch bei den Fonds anfangen mit dem Aufräumen. Danach wären die Aktien im Verlust dran und dann die kleinen Aktienpositionen. SAP halbieren zur Reduktion des Klumpenrisikos. Danach würde ich erst mal Luft holen und bei den restlichen Aktien zwischen defensiv und Zocken unterscheiden. Ich wüsste keinen Grund, warum man beispielsweise eine Allianz raushauen muss, wenn hohe Gewinne drinstecken und regelmäßige Dividenden fließen. Vom Gold allenfalls etwas reduzieren, aber ein wenig davon im Depot ist nicht so verkehrt.

    Wie sieht es denn aus mit dem Übergang in den Ruhestand, wird das nahtlos in Rente übergehen? Falls noch ein paar Jahre Privatier anstehen sollten, kann man ein paar der Umschichtungen in der Zeit steuergünstig vornehmen.

    Bekommst Du keine Witwenrente? Mit der solltest Du eigentlich krankenversichert sein. Falls sie ruht wegen zu hoher eigener Einkünfte, dürfte die wieder aufleben, sobald Du mit Arbeiten aufhörst.

    Danke Dir für Deine Vorschläge, die ich mir für mich sehr gut vorstellen kann. Ich habe bereits vor einigen Jahren meine Arbeitszeit auf 60% reduziert und möchte das auch bis zur Rente beibehalten, da mir der Job und die Aufgaben eine gewisse Struktur geben und ich auch ein tolles Team um mich habe. Doch, ich bekomme Witwenrente für die ich auch Krankenkassenbeiträge zahle, aber für die Aufnahme in die KVdR (Krankenversicherung der Renter) erfülle ich leider nicht die notwendigen Kriterien, da ich zu viele Jahre in der privaten KV war.

  • Uff, Du kommst sehr nah an meine grundsätzlichen Fragen. Den Punkt mit den 20 schönen Sommern hatte auch mein Mann immer wieder angesprochen, insofern geht mir das auch schon lange durch den Kopf. Aber ich habe nicht wirklich ein Antwort. Im Prinzip hätte ich eine nahezu perfektes Leben. Einen Job, den ich zwar schon noch mag, auch wenn er nicht mehr so im Fokus steht wie früher und ich mich aus manchen Business-Diskussionen zurückziehe, weil sie mir einfach nichts mehr geben, ein schönes Zuhause, verlässliche Freunde, soziales Engagement und ein solides finanzielles Fundament. Wäre mein Mann noch da, wäre es 100% das Leben, das ich mir immer gewünscht habe. Nun ist es aber nicht (mehr) so und das Einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich meine Lebenszeit nicht mit Komplexität belasten möchte (zumindest bei den Themen, die ich selbst entscheiden/steuern kann). Ich räume viel auf und weg, um mehr Klarheit und Vereinfachung in mein Leben zu lassen und vielleicht/hoffentlich finde ich dann auf diesem Weg auch eine Antwort auf Deine Frage. Und ja, ich stimme Dir zu: Schöne, gemeinsame Erlebnisse sind das Wertvollste, das es gibt.

  • Lass dir Zeit Bettina312

    Es sind nicht "nur" Aktien, es ist ein Portfolio, das ihr zusammen gebaut habt. Wenn du es auseinandernimmst, ist das nochmal eine Auseinandersetzung damit, nun Witwe zu sein.

    Bei Onvista kannst du dir genaue Informationen über die einzelnen Aktien, ETF und Fonds holen. Manches entscheidet sich dann fast von selbst.

    Da du finanziell nicht darauf angewiesen bist, jetzt ist kein guter Zeitpunkt, solide Einzelaktien zu verkaufen. Dividenden mitnehmen und erstmal abwarten?

    Danke. Ja, es ist auch eine Art "Abschiednehmen" und neben all den rationalen/sachlichen Punkte, schwingt eben auch eine gewisse Melancholie mit. Das hast Du gut erkannt.

  • Mal eine ganz andere Frage: Magst du deinen Job? Gehst du gern arbeiten? Je nach Lebensstandard könntest du auch überlegen, jetzt schon aufzuhören. Kommt auf deine Ziele an, zum Beispiel deine Reise- und Erlebnisziele. Und danach würde sich dann auch richten, wohin das ganze Geld nach den Verkäufen kommt. So jung wie heute bist du nie wieder.

    Ja, ich mag meinen Job durchaus (noch). Manches in der Arbeitswelt/im Businesskontext erscheint mir inzwischen zwar belanglos und unnötig, aber auf der anderen Seite habe ich ein tolles Team, interessante Themen und mein aktuelles Arbeitsmodell einer 24 Stundenwoche passt ziemlich gut zu meiner Lebenssituation.

  • Bei euch allen, die Ihr mir hier zu meinen Fragen Tipps und Infos gegeben habt, möchte ich mich herzlich bedanken. Der Austausch hier ist so hilfreich und ermutigend. Das ist Community im besten Sinne. Ich werde mir aus all Eurem Input einen Plan erstellen und dann einen neuen Weg einschlagen. Den passenden "Schubs" dafür, habt Ihr mir gegeben und jetzt ist es an mir, daraus etwas zu machen.

  • Ich finde, dass du schon genügend zielführende Vorschläge von den Mitforista erhalten hast. Es liegt jetzt an Dir, daraus deine Lösung zu basteln. Ich wünsche Dir dazu einfach genügend Muße und dann die Kraft es durchzuziehen.

    Bezüglich der Arbeitswelt vielleicht noch ein Gedankengang.

    Es klingt jetzt ja nicht so, als das du im Handwerk, in der Landwirtschaft oder ähnlich beschäftigt bist. In fast allen anderen Bereichen wird es durch die Möglichkeiten der KI zu großen Umwälzungen kommen, die wir uns noch gar nicht vorstellen können. Was früher noch ein "sicherer" Job war, kann morgen bereits weggespült sein. Vielleicht schaust du unter dieser Prämisse auch noch mal auf deine weiteren Jahre in deinem Job. Vielleicht kommst du zu dem Ergebnis, das ein goldener Handschlag des Chefs zu einem früheren Zeitpunkt doch ganz angenehm wäre. (Selbst den bräuchtest du nicht einmal bei deiner finanziellen Situation.) Du möchtest ja bestimmt nicht den Rest deiner Arbeitszeit nur noch Helferlein einer Software sein!? Da du ein weites soziales Umfeld hast, wirst du nicht in ein Loch fallen, wenn du auch vielleicht 2 Jahre früher, als bisher gedacht, plötzlich "nicht mehr gebraucht " wirst. Es gibt viel zu entdecken in der Welt ohne Arbeit. :)
    Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich bin vor 20 Monaten mit 64 1/2 in Rente gegangen. Bei deinen Entscheidungen wünsche ich Dir ganz viel Kraft und vor allem viel Gesundheit, denn die kann man nicht kaufen!

    PS: Während ich dies schrieb, hattest du schon dein Resümee gezogen, mein Text passt also nicht mehr so messerscharf. ;)

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