Praxiserfahrungen mit E-Auto

  • Damit der Crash-Thread nicht weiter zugemüllt wird: Hier bitte Eure Erfahrungen mit E-Autos schildern, natürlich nur, wenn Ihr eins fahrt. Leute, die einen Verbrenner fahren, mögen sich - sofern sie nicht Fragen stellen wollen - bitte woanders austoben.

    Ich fahre selbst einen kleinen Benziner, der erst dreieinhalb Jahre alt und m.E. rundherum liebenswert ist, aber der Renault R5 reizt mich schon ... PV-Anlage ist vorhanden und Wallbox wäre nachrüstbar, aber: Im Winter hat die PV-Anlage so gut wie nix produziert und hier im Umkreis gibt es nicht viele Möglichkeiten, ein E-Auto aufzuladen, nämlich ein Supermarkt im Kaff und einer im Nachbarkaff, null Ahnung zu welchen Kosten. Nun hab ich irgendwo gelesen, dass im Winter die Akkus bei weitem nicht so leistungsfähig sind wie vom Hersteller angegeben, so dass man viel öfter nachladen muss als kalkuliert - haben die E-Auto-Fahrer hier die gleiche Erfahrung gemacht? Oder geht es nur um einen sehr überschaubaren Prozentsatz?

  • Ich fahre seit 6 Monaten vollelektrisch (Firmenfahrzeug). Der Verbrauch in der kalten Jahreszeit (insbesondere bei Frost) mit Heizung/Klima ist bei mir gut 20-25% höher als in der Wärmeren.

    Geladen wird ausschließlich über die heimische Wallbox. Kleine PV-Anlage vorhanden, aber die würde für das Laden mit Mitleistung (ca. 4 kW) nicht ausreichen. Ich habe mir jetzt einen zweiten Zähler für Wallbox und Wärmepumpe installieren lassen.

    Öffentliches Laden ist insgesamt mit ca. 40-60 ct/kWh immer noch viel zu teuer. Daher kann ich jeden verstehen, der den Schritt zum E-Auto noch nicht macht.

  • Also zu vielem, was du fragst, wirst du im Internet eigentlich schon genug Quellen finden.
    Aber hier gibt's natürlich die Möglichkeit, besser in den Austausch zu kommen.

    Seit dem Jahr 2024 fahren wir rein elektrisch (Modell von VW).

    Vorher hatten wir vier Jahre lang einen Plugin-Hybrid, und obwohl der Akku nur 11 kWh groß war, hatten wir mehr als die Hälfte der Gesamtfahrleistung und mehr als 80% aller Fahrten rein elektrisch zurückgelegt. Zum Schluss war es häufig sogar so, dass ungewollt der Benzinmotor ansprang, damit er bzw. der Treibstoff nicht "vergammelt" - kein Scherz. Somit war klar, dass bei unserem Fahrprofil das nächste Auto ein rein elektrisches werden soll. Das Fahrgefühl hatte uns eh schon überzeugt und eine Wallbox hatten wir unterdessen auch installieren lassen. Vorher wurde an der normalen Schuko-Steckdose geladen. Öffentlich laden wäre fußläufig aber auch möglich gewesen.

    Nun zu deinen Fragen:
    Unabhängig davon wie viel eine PV-Anlage produziert: In der Regel der Strom daheim am günstigsten, selbst wenn du diese aus dem Netz ziehen musst. Und der in meinen Augen Convenience-Faktor Nummer eins ist einfach, dass man das Auto einfach und günstig zu Hause aufladen kann - wo es ja meist eh steht.

    Zur Reichweite im Winter: Das hat nichts mit den Akkus zu tun, sondern vor allem damit, dass ein E-Auto so effizient arbeitet, dass es die Energie zu über 90% in Antrieb umsetzt. Es fällt also keine bis kaum Wärme am, die man für die Erwärmung des Akkus oder des Innenraums nutzen kann - im Gegensatz zum klassischen Verbrenner, wo ja schon der Name darauf hinweist, dass mehr als 50% der eingesetzten Energie (die im Kraftstoff steckt) einfach nur in Wärme umgewandelt wird und nur zu einem Bruchteil in Vortrieb.
    Wie stark die Kälte die Reichweite beeinflusst, hängt extrem stark vom Automodell und den eigenen Bedürfnissen ab. Manche Autos verbrauchen nur 10, 15% mehr, andere bis zu 30%.
    Es gibt auch E-Autos mit Wärmepumpe, welche das heizen effizienter machen sollen, aber auch hier gibt's große Unterschiede. Bei VW weiß ich anhand Recherchen, dass der Kurzstrecke der Vorteil mit Wärmepumpe wohl nicht vorhanden ist. Stattdessen kostet sie auf einen stolzen Aufpreis, sorgt für höhere Wartungskosten und ist defektanfälliger. Ich habe sie daher bewusst weggelassen.
    Bei Tesla hingegen soll sie ganz gut funktionieren.
    Andererseits: Wenn man eine Wallbox zu Hause hat, kann man, während das Auto angesteckt ist, das Auto vor Abfahrt vorheizen. Das geht natürlich auch ohne Wallbox, aber mit angesteckt kommt der Strom halt aus dem Netz und nicht aus dem Akku.

    Sobald das Auto erstmal warm ist, sinkt der Heizbedarf deutlich, so dass auf der Langstrecke die Abweichungen nicht mehr so riesig sind. Winterliche Straßenverhältnisse oder Regen hingegen haben da fast mehr Einfluss, weil der Wagen dann auch mehr verbraucht.

    Wenn der Akku groß genug ist, fällt das "viel öfter" nachladen auch kaum ins Gewicht. Wenn man eh zu Hause lädt, dann umso weniger.

    Achja: Das nächste Auto wird sicher auch wieder ein rein elektrisches.

    2 Mal editiert, zuletzt von lieberjott (11. März 2026 um 15:26)

  • Ich sehe das ganze ohne irgendeine Ideologie Brille.

    Wir hatten uns ein Hyundai E-Auto günstig geleast als es damals die Prämie gab.

    Haben uns aber im Anschluss einen kleinen gebrauchten Verbrenner gekauft. Und das trotz Wallbox und 12 KWP Anlage.

    Unsere Tochter macht gerade ihren Führerschein und daher haben wir rein aus Preis/Leistung bewertet.

    Unser subjektive Entscheidungsgrundlage:

    +plus = pro E-Auto

    -minus = cons E-Auto


    +++ Kraftstoffkosten im Sommer (eigene PV)

    ++ Fahrgefühl (macht spaß)

    + Betriebskosten (bsp. kein Ölwechsel)

    + THS Prämie

    + keine Steuern

    - Kein eigener Strom im Winter (November - Februar)

    - weniger Flexibilität wg. Reichweite und/oder nervige Suche von Lademöglichkeiten

    - Verbrenner Tankt schneller 3 Minuten -> 800km

    - Im Sommer steht das Auto am Tag häufig nicht zu Hause zum laden

    - Reparaturkosten bei Unfall (waren überdurchschnittlich hoch)

    -- Massiv weniger Reichweite im Winter und auf der Autobahn

    -- Höhere Versicherungskosten (gerade wenn Fahranfänger mitfährt)

    -- Viel höhere Kosten beim Erwerb im Vergleich zum gleichen Verbrenner


    In Summe wurde der Vorteil des günstigeren "Kraftstoffs", der THS Quote und der Versicherung immer weit von den höheren Kosten für Versicherung und Anschaffung übertroffen und das auch schon ohne, dass es mal einen Unfall gab.

    Hinzu kam dann noch die "Einschränkung" durch die Reichweite und das längere Laden.

    Wenn in Zukunft die Preise weiter sinken und die Reichweite höher wird, dann könnte der nächste Wagen wieder ein E-Auto werden.

  • Ich fahre seit 4 Jahren rein elektrisch und ich würde auch nicht mehr auf einen Benziner umsteigen wollen. Allerdings hängt das davon ab, wofür du das Auto benötigst. Fährst du viel Langstrecke und du hast wenig Zeit, dann kann es mühsam werden, wenn du häufig nachladen musst.

    Ich persönlich fahre im Jahr nur noch ca. 12.000 km und wenn ich mal eine lange Strecke habe, dann ist das nur noch zum Vergnügen und ich habe kein Problem damit, wenn ich zwei Male nachladen muss.

    Richtig ist, dass du im Winter eine geringere Reichweite hast. Im Sommer habe ich einen Verbrauch von ca. 15 kW pro 100 km (Stadt/Landstraße), auf der Autobahn sind es je nach Fahrweise ca. 18 kW pro 100 km.
    Im Winter können es auch schon bei einer Strecke in der Stadt/Landstraße 18 - 20 kW werden. Es kommt auch immer darauf an, wie lang deine Strecke im Winter ist - Kurzstrecken zum Brötchen holen und Einkaufen ziehen deutlich mehr Strom (Heizung etc.) als eine Strecke von 15 km.

    Bei der Installation einer Wallbox zu Hause musst du die Kosten dafür einkalkulieren - das ist abhängig davon, wie lang der Weg vom Zählerkasten zur Wallbox ist.

  • Den Ausführungen von lieberjott und hans2204 kann ich mich anschließen. Wir würden uns nie wieder einen Verbrenner kaufen. Ich finde auch das Thema „Ladesäulen“ nicht schlimm. Das ist reine Einstellungssache. Der Preis ist ebenfalls in Ordnung: 39 Cent im Hypernetz, inklusive Schnellladen. Das ist immer noch die Hälfte dessen, was man beim Verbrenner zahlt. Wir laden das Auto während des Einkaufs auf. Das geht meist schneller als der Einkauf.

    Ich denke, es kommt sehr stark auf die Nutzung an. Wer jeden Tag 300 km+ fährt und damit nach Spanien will, wird sich vermutlich ärgern. Für den normalen Fahrer, der ,,normal" pendelt, zum Einkaufen fährt und ab und zu einen Wochenendausflug macht, gibt es aber keine Probleme. Wir haben zumindest keine. Wir gehören allerdings zu der Art von Menschen, die ungern 1.000 km am Stück in den Urlaub fährt und das Auto eher als Transportmittel für einen Umkreis von etwa 100-200 km sieht. Für längere Strecken gibt es deutlich angenehmere Alternativen.

    Meine subjektive Meinung: E-Autos sind einfach die besseren Autos. Man fährt deutlich angenehmer, die Wartungsintervalle sind geringer, es gibt weniger Verschleißteile und die Autos halten tendenziell länger. Als Außendienstler würde ich mir persönlich keines kaufen, aber als normaler Haushalt gibt es meines Erachtens nichts Besseres. Und wenn man sauber rechnet, kosten sie auch weniger.

  • Wallbox wäre nachrüstbar, aber: Im Winter hat die PV-Anlage so gut wie nix produziert und hier im Umkreis gibt es nicht viele Möglichkeiten, ein E-Auto aufzuladen

    Mir ist an der Stelle nicht ganz klar, warum du unbedingt woanders aufladen willst, wenn du die Möglichkeit zur Wallbox hast. Nicht wird so bequem sein wie die Heimladung, egal ob der Strom jetzt aus der eigenen PV oder dem Netz kommt. Abends anstecken, morgens losfahren (die möglichen Optimierungen bezüglich PV ignoriere ich jetzt mal). Und günstiger als eine Ladesäule wird die Heimladung auch immer sein.

    Was Verbräuche und Reichweiten anbelangt, muss man sich einfach bewusst sein, dass das beim Elektroauto umgekehrt zum Verbrenner ist. Stadtverkehr ist der effizienteste Modus, höhere konstante Geschwindigkeit auf der Autobahn oder auch Landstraße sind der ineffizienteste. Die Reichweitenangaben sind immer auf den kombinierten Zyklus bezogen, der hauptsächlich aus simuliertem Stadtverkehr besteht. Längere Fahrten macht man aber nicht in der Stadt, sondern auf Autobahnen. Dazu gibt es den Subzyklus WLTP Extra High. Hier mal ein Beispiel zum Enyaq, wobei das Modell an sich egal ist. Die Spanne ist überall relativ ähnlich.

    Stromverbrauch (kombiniert): 15,3 kWh/100 km
    Stromverbrauch Innenstadt (niedrig) 11,6 kWh/100km
    Stromverbrauch Stadtrand (mittel) 12,4 kWh/100km
    Stromverbrauch Landstraße (hoch) 14 kWh/100km
    Stromverbrauch Autobahn (extra hoch) 19,7 kWh/100km

    Das Thema ist mein Knackpunkt...bei hautpsächlich Landstraße und Autobahn bin ich realistisch eher bei 20kWh/100km als bei 15kWh. Und das hat dann seine Auswirkungen auf Wirtschaftlichkeit und nötige Akkugröße, wobei der notwendige große Akku mir dann dir Wirtschaftlichkeit über hohe Aufpreise ruiniert. Ich habe auch von Elektrofahrern den Tipp zu https://abetterrouteplanner.com/ bekommen. Hier kann man einfach mal rumspielen und übliche Fahrten eingeben


    edit:

    Ein wichtiger Punkt noch zum Thema Akkukapazität, der mich immer wieder nervt. Hier gibt es zwei Werte...einmal brutto und einmal netto. Praxisrelevant ist nur die netto-Kapazität, in Inseraten wird aber auch gerne mal die Brutto angegeben und in Modellbezeichnungen irgendwelche Fantasiewerte. Der Enyaq 85 beispielsweise hat nämlich keine 85 kWh Akku sondern 82 brutto und 77 netto. Wenn man häufiger im Bereich des Reichweitenlimits unterwegs ist, kann das den Unterschied machen

  • Ich rate jedem, sich das mal ehrlich durchzurechnen. Oft höre ich, dass Leute kein E-Auto wollen, weil die Ladesäulen angeblich so teuer seien. Bei 10.000 km im Jahr sind das jedoch oft nur Mehrkosten beim Strom von 15-20 Euro pro Monat im Vergleich zum Heimlader. Zieht man davon noch die Wallbox ab, bleibt nix mehr übrig für viele Jahre.

    Der Komfortfaktor ist beim Laden zu Hause natürlich deutlich höher. Wer eine PV-Anlage besitzt, fährt in der Regel immer günstiger. Wegen ein paar Euro im Monat muss man aber keine Sorgen machen. Das reicht ja nicht mal für ein Mittagessen. Und das ist ja nur der Vergleich zwischen Heimlader und Laternenparker. Richtiger wäre jedoch der Vergleich mit einem Verbrenner. Und dabei ist die Entscheidung meiner Meinung nach eindeutig

  • Beruflich als Dienstwagen hatten wir schon einige reine E-Autos. Angeschafft mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die allesamt von vorn bis hinten so getürkt waren, dass es zur Absicht der politischen Hausleitung passte, hier als Vorbild vorneweg zu marschieren. Da hing anfangs ein Schild drin, dass es für Fahrten zu unserem Hauptanbieter für Fortbildungen bloß nicht genutzt werden sollte, weil die Reichweitenerfahrungen eben nicht dazu (und zu Prospektangaben) passten. Was man aber feststellen muss: Zeiten ändern sich. Das E-Auto von vor 10, 12 Jahren ist nicht das, was heute auf den Markt kommt. Da müssen auch die Ansichten dazu nicht mehr die selben sein. Und insgeheim denke ich, die Pläne von dem E-Auto in 10 Jahren liegen weitestgehend auch schon in den Schubladen. Wir sind bei den Dienstwagen (und der Hausleitung ;) ) inzwischen auf Hybrid umgestiegen, da wird mutmaßlich auch weitaus mehr E gefahren als Benzinstrecke, und die Akzeptanz der Fahrzeuge ist schon eine ganz andere.

    Privat habe ich mir inzwischen auch einen Hybrid bestellt, Audi Q3. Den dort verbauten Benziner hatte ich schon in dem aktuellen und dem Vorgängerfahrzeug, nun bekomme ich ihn zum ersten Mal mit E-Kennzeichnung (und Fördermitteln - danke Deutschland). Eigentlich zum Kopf schütteln... Reines E hat mich noch nicht überzeugen können, wegen absehbar nur öffentlicher Ladung, und eben den aktuellen Reichweiten. Da ist der Tankstop mit Benzinern einfach weiter noch die bessere Aussicht, als das Suchen und Stehen an Ladesäulen, wenns mal längere Touren gibt. Den Q3 Hybrid bekommt man schnellladefähig und mit 120 km Prospektreichweite, das hat mich jetzt nach einigem Wanken doch dazu bewogen nicht nochmal auf reinen Benziner zu gehen. Die Art und Weise, wie die Mobilitäts- und Energiewende politisch und in gesellschaftlichen Debatten in D lief und läuft, finde ich zum Ko**en. Die technische Entwicklung geht aber, das muss man m.M. so sehen, deutlich und relativ eindeutig weiter in Richtung E. Und wenn Europa-Uschi jetzt noch Atomstrom wieder salonfähig ;) macht, und noch ein paar mehr ernsthafte Ladesäulen aus dem Boden schießen, wird sich das auch weiter so in Richtung E, möglicherweise über den Umweg E-starke Hybridfahrzeuge, entwickeln. Bis dahin wird der Deutsche aber noch viel Schwarz-Weiß-Denke und -Debatte führen, so isser halt.

    Teil der Wahrheit ist aber auch: Wenn z.B. Audi für solche Kisten gerade 7 Monate Lieferzeit aufruft, und es die Schnellladung für den Q3 schon gibt, für z.B. Q5 u.a. aber weiter nicht, muss man einfach auch den Kopf schütteln, wie die deutsche Mobilindustrie diese Entwicklungen weiter "mitschwimmt". Da gibt es auch genug Kopfschütteln in Richtung der Wirtschafts- bzw. Umweltpolitik, da schüttel ich auch i.d.R. mit, aber von der angeblichen deutschen Vorzeigeindustrie müsste hier auch einfach mal mehr Tempo und Bewegung kommen. Und die Preisgestaltung für neue E, neue Hybrid und neue Verbrenner ist auch längst nicht an allen Ecken und Enden nachvollziehbar.

  • Richtiger wäre jedoch der Vergleich mit einem Verbrenner. Und dabei ist die Entscheidung meiner Meinung nach eindeutig

    So einfach sehe ich es nicht, gerade wenn man wirklich auf das Geld schaut.

    Habe gerade mal geschaut was der günstigste

    Verbrenner Golf vs. neuen ID3 als Neuwagen bei Autoscout kostet

    Golf = 21k

    ID3 = 31k

    Das ist ein Unterschied von ~10.000€ alleine bei der Anschaffung. Das bekommst du nur ganz schwer wieder rein, erst recht, wenn du auch noch die Opportunitätskosten und höhere Versicherung dazu rechnest.

  • Ich gebe insgesamt wenig für das Auto aus:

    Mein kleiner Benziner ist 8 Jahre alt, ich fahre heute viel weniger als früher, das ist so ziemlich die günstigste Art des Autofahrens für mich, der kriegt alle zwei Jahre frisches Öl und ist nur Haftpflichtversichert, das war es.

    Laut Sprittmonitor habe ich seit Sommer 2018 (Kauf des Gebrauchtwagens für ca 12.000 Euro) 45.971 km gefahren, die Benzinkosten waren insgesamt 5.178 EUR, da war auch die Pandemiezeit dabei.

    Ja das ist noch nicht alles kommen noch Steuern, ein paar Bremsbeläge und Reifen dazu.

    Ich bin oft entsetzt wie viel Geld andere Leute dafür ausgeben und verstehe das oft nicht, wenn man sich sogar dafür verschuldet.

    Irgendwann wird es ein Stromer werden, im Moment scheue ich die Investition noch. Die Rechnung geht sicher auf, aber es immer die Frage womit man vergleicht und die Benzinkosten werfen es bei mir sicher nicht um.

    Ich stehe noch vor der Entscheidung für eine PV-Anlage am Haus, das möchte ich aber gesamtheitlich denken, PV, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox, E-Auto ...

  • Golf = 21k

    ID3 = 31k

    Ist das so? :/

    Der Golf geht neu bei 29.395 Euro los. Vor Händlerrabatt.

    Der ID.3 geht los bei 33.330 Euro. Nach Hersteller E-Bonus von 4000 Euro sind das 29.330 Euro vor Händlerrabatt.

    Ist das nicht fast der gleiche Preis?

    Und momentan gibt es ja noch bis zu 6000 Euro vom Staat für den ID.3. Wer wenig verdient, drückt den Preis Richtung 24.000-25.000 Euro. Alles Basis natürlich.

    Und die jährliche THG-Prämie.

    Und steuerfrei.

    Und weniger für den Strom.

    Und weniger Wartung.

    Und geringere Wartungsintervalle.

    Und langlebiger.

    Und wen das nicht überzeugt, der muss halt einen Chinesen oder Franzosen kaufen.;)


    https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/ci…-euro-moeglich/

    https://www.byd.com/de/angebot-202…cBoCdYMQAvD_BwE

  • Man sollte eben auch bedenken, wo man unterwegs ist. Im Großstadt- und Metropolbereich etwas anderes als in dünner besiedelten Gegenden - und diese prägen viele Länder mehr als man denkt (Niedersachsen, Thüringen). Ebenso sollte man nicht vergessen, dass auch E-Autos über Bremsbeläge usw. verfügen. Ja, Motorölwechsel fällt weg; nicht aber z.B.: Getriebeöl, das bei e-Autos spezieller ist. Wenn ein Wechsel des Akkus notwendig werden sollte, gleicht der m.E. nicht selten als Äquivalent dem Fehlen der üblichen Teile beim Verbrenner - kostenmäßig.

    Kein Verteufeln des eAutos, sondern es gibt dezidierte Anwendungsvorteile (starker Kurzstrecken und Stop-and-go-Betrieb insbesondere im Stadtbereich; so wie ein Diesel hervorragend im fließenden Langstreckenbetrieb ist) und eben auch Nachteile. Weiter sollte man Übrigens das erheblich größere Gewicht wegen des Akkus nicht vernachlässigen, was auch zur stärkeren Belastung oder Abnutzung eigener Einfahrten oder Straßen führen kann.

  • Ja das ist so, hatte gerade extra den Vergleich bei Autoscout gemacht weil der UVP eh nie zählt.

    Zu den anderen Sachen von dir, siehe meine pros und cons liste. Da stimmte wir bei den pros überein.

    Die Prämie von 6.000 lässt die Rechnung schnell in Richtung E-Auto kippen, aber sie ist halt nicht nachhaltig und das Einkommen für die 6.000 darf bei zwei Erwachsenen mit zwei Kindern gerade einmal 45.000 betragen. Das ist wirklich wenig.

  • Mir ist an der Stelle nicht ganz klar, warum du unbedingt woanders aufladen willst, wenn du die Möglichkeit zur Wallbox hast.

    Nee, will ich nicht ... ich hatte beim Schreiben bloß gerade 'ne Klemme im Kopp. Natürlich will+kann ich schlicht an der eigenen Steckdose aufladen, und da das Auto auch tagsüber meistens rumsteht und sich langweilt, wäre das auch zu stromproduzierenden Uhrzeiten ohne weiteres möglich. Der Abstand zwischen Wallbox und Zählerkasten ließe sich reduzieren - dann wird das Auto eben nicht im Carport geladen, sondern gleich neben dem Haus. Da steht es sowieso oft rum, weil ich nach dem Ausladen von Einkäufen oft zu faul bin, es nach dem Ausladen noch untern Carport zu fahren.

    Tatsächlich fahre ich wenig, hauptsächlich im Kaff bzw. Nachbarkaff, und eine gelegentlich gefahrene längere Strecke beschränkt sich auf <200 km. Bei weiter entfernten Familienbesuchen kommt sowieso Göttergattes geliebter alter Diesel zum Einsatz.

    Tja, da spricht wohl einiges für ein E-Auto. Ist nicht akut, denn eigentlich hab ich an der vorhandenen Nuckelpinne nix auszusetzen ... aber zumindest ist das Thema nicht vom Tisch und könnte akut werden, wenn Schwiegermamas solide volljähriger und schon -zigmal wieder zusammengebastelter Kleinwagen mal nicht mehr zusammenzubasteln ist.

  • Tatsächlich fahre ich wenig, hauptsächlich im Kaff bzw. Nachbarkaff, und eine gelegentlich gefahrene längere Strecke beschränkt sich auf <200 km. Bei weiter entfernten Familienbesuchen kommt sowieso Göttergattes geliebter alter Diesel zum Einsatz.

    Da fällt mir der hier ein. Kostet 20.000 Euro. Abzüglich Staatsprämie und Händlerrabatt wird das ein verdammt billiges Auto für die Stadt oder das Kaff. Neuwagen! Schon ärgerlich und peinlich, dass VW so lange braucht in diesem Segment.... Der ID.Up kommt wohl erst in ein paar Jahren.

    https://www.renault.de/elektromodelle…elektrisch.html

  • Ich wollte mich gerade äußern aber Irving hatte es mir förmlich von den Tasten genommen.

    Ein E-Auto ist mit den Händlerrabatten und den staatlichen Prämien nur noch knapp teurer als ein Sprit-Auto. Warten wir auf das 2. Halbjahr 2026. Dann sind auch elektrische "Kleinwagen" auf dem Markt, die dann um die 20 000 Euro nach Prämien- und Nachlässe, kosten werden. Von DACIA, Citröen und Leapmotor gibts die ja jetzt schon. Hier kann man mal ein bisschen suchen... allerdings sind die o.a. Modelle da noch nicht eingefügt.

    4000 Euro Staatsknete ist immer dabei. Wenn man dann sein Altauto noch in Zahlung gibt, wirds nochmal preiswerter und die Entsorgungskosten sparts auch noch.

  • Und die jährliche THG-Prämie.

    Die aber keineswegs konstant oder verlässlich ist. Für eine ernsthafte Vergleichsberechnung sollte man die m.E. einfach raus lassen.

    Und auch das Thema KfZ-Steuer müsste eine ernsthafte Politik irgendwann mal ernsthaft durchleuchten. Ewig alle E-Autos komplett oder anteilig zu befreien wird man zwangsläufig irgendwie gegenfinanzieren müssen. Waren das die Briten oder Franzosen, die dazu gleich eine Sondersteuer auf E-Fahrzeuge erfinden wollten? So, wie unsere Straßen aussehen, wird das irgendwann, wenn gerade wenig Wahlkrampf herrscht, auch hier mal einer auf den Tisch legen, da bin ich mir fast sicher.

  • Da fällt mir der hier ein. Kostet 20.000 Euro. Abzüglich Staatsprämie und Händlerrabatt wird das ein verdammt billiges Auto für die Stadt oder das Kaff. Neuwagen! Schon ärgerlich und peinlich, dass VW so lange braucht in diesem Segment.... Der ID.Up kommt wohl erst in ein paar Jahren.

    https://www.renault.de/elektromodelle…elektrisch.html

    Ja, hab ich auch gesehen, als ich mir den R5 näher angucken wollte. Leider bin ich nach zwei Firmen-Kangoo-Lieferwagen (und auch zwei Renaults im Bekanntenkreis, einer davon ein Twingo) nur mäßig wild auf Renault - weshalb mein Geliebäugele mit dem R5 vom Göttergatten verständlicherweise ohne jegliche Begeisterung betrachtet wird.

    Fährt hier jemand einen elektrischen Kleinwagen, den es noch als Neuwagen gibt?


    P.S. Hier kommen so viele Antworten (vielen Dank schonmal!), dass sich meine Antworten dauernd mit neuen Beiträgen überschneiden.

  • Man sollte eben auch bedenken, wo man unterwegs ist. Im Großstadt- und Metropolbereich etwas anderes als in dünner besiedelten Gegenden - und diese prägen viele Länder mehr als man denkt (Niedersachsen, Thüringen). Ebenso sollte man nicht vergessen, dass auch E-Autos über Bremsbeläge usw. verfügen. Ja, Motorölwechsel fällt weg; nicht aber z.B.: Getriebeöl, das bei e-Autos spezieller ist. Wenn ein Wechsel des Akkus notwendig werden sollte, gleicht der m.E. nicht selten als Äquivalent dem Fehlen der üblichen Teile beim Verbrenner - kostenmäßig.

    Das klingt alles wie diese absurden Rechtfertigungen (man könnte auch "Schmarrn" dazu sagen), die man sonst in de Kommentarspalten auf Facebook liest.

    Gerade in den "dünn besiedelten" Gebieten sind die Voraussetzungen eigentlich optimal, da die Wohneigentumsquote sehr hoch und damit die eigene Wallbox in der Regel kein Problem sein sollte. Eine Pendelstrecke von beispielsweise 80 km pro Weg ist auch nix, was ein aktuelles E-Auto außerhalb der Kleinwagenklasse auch nur ansatzweise ins Schwitzen bringt. Zumal gerade solche Fahrten über Land das ideale Fahrprofil sind und geringe Verbräuche ermöglichen.

    Der Wechsel von Getriebeöl ist definitiv nichts, was während der normalen Haltedauer vorkommt oder im Rahmen von Inspektionen gemacht werden muss. Und da ein E-Auto rekuperiert, wird man es auch schwerlich schaffen, einen Satz Bremsen tatsächlich zu verschleißen. Es ist eher das Gegenteil der Fall: Da sie in der Regel nur benötigt werden, um das Auto im Stillstand zu halten, muss man eher schauen, dass sie nicht "vergammeln". Aus diesem Grund werden stellenweise auch Trommelbremsen verbaut.

    Bezüglich Akku: Da muss man halt schauen, welche Garantie der Hersteller gibt. Abgesehen davon wird auch nicht der Akku als ganzes getauscht, sondern einzelne Module. Das kostet dann auch nicht mehr als ein defekter Motor.