Mietwagen

So leihen Sie sich günstig ein Auto

Jens Tartler
& Co-Autor
Stand: 28. August 2018
Das Wichtigste in Kürze
  • Wenn Sie den günstigsten Preis für einen Mietwagen finden wollen, nutzen Sie mehrere Onlineportale und vergleichen dort.
  • Für eine ganze Woche oder das Wochenende gibt es häufig Sondertarife. Weitere Sondertarife richten sich an junge Fahrer.
  • Falls Sie bis 24 Stunden vor Mietbeginn stornieren, kostet das meistens nichts.
  • Prüfen Sie den Mietwagen beim Abholen genau und lassen Sie Schäden notieren.
  • Lassen Sie sich die schadensfreie Rückgabe bestätigen oder machen Sie Fotos vom Wagen.
So gehen Sie vor
  • Suchen Sie möglichst frühzeitig nach Ihrem Mietwagen und buchen Sie ihn direkt mit allen gewünschten Extras.
  • Variieren Sie in der Suche wenn möglich Datum, Mietdauer und Abholstation, um wirklich den günstigsten Wagen zu finden.
  • Wählen Sie am besten ein Angebot mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung.
  • Für Vergleich und Buchung empfehlen wir Check24, billiger-mietwagen.de und happycar.de.

Egal, ob Sie vom Flughafen zum Ferienhaus fahren, einen abgelegenen Strand oder die Sehenswürdigkeiten der Region besuchen wollen: Mit einem Mietwagen sind Sie am Urlaubsort mobil. Und auch daheim ist der Mietwagen für längere Touren eine Möglichkeit, zum Beispiel wenn Sie kein eigenes Auto besitzen. Zahlreiche Plattformen im Internet helfen Ihnen, das günstigste Angebot zu finden.

Wo gibt es die besten Mietwagen-Angebote?

Zu den großen Autovermietern (Direktanbietern) mit eigenen Fahrzeugen zählen Avis, Budget, Europcar, Hertz, National und Sixt. Sie gehören meist zu internationalen Ketten und treten als Vermieter vor Ort auf. Darüber hinaus bieten oft auch kleine, lokale Direktanbieter eigene Leihwagen an.

Daneben gibt es die sogenannten Mietwagen-Vermittler, auch Broker genannt: Auto Europe, Holiday Autos, Holiday Cars oder Sunny Cars zum Beispiel. Auch Reiseveranstalter wie Dertour oder Drive FTI gehören dazu. Solche Broker vermitteln Wagen der Direktanbieter, indem sie ihnen große Kontingente an Mietautos abnehmen und dafür entsprechende Rabatte erhalten.

Diverse Online-Plattformen bündeln die Angebote der wichtigsten Direktanbieter und Mietwagen-Broker. Damit können Sie Preise und Konditionen bequem vergleichen und auch direkt buchen.

Wie Sie den günstigsten Mietwagen finden

Die Angebote der Mietwagen-Firmen unterscheiden sich erheblich. Vergleichen Sie daher unbedingt die Preise und Konditionen, bevor Sie ein Auto buchen. Sie können viel Zeit und Geld sparen, wenn Sie Vergleichsportale nutzen, statt bei einzelnen Vermietern nachzufragen oder erst vor Ort zu mieten. Sinnvoll ist es, Angebote auf mehreren Portalen abzufragen.

Wir empfehlen seit unserem Test 2015 die Portale billiger-mietwagen.de, Check24 und happycar.de. Mehr zu unserer Untersuchung lesen Sie hier.

  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag
  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag
  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag, aber kürzere Servicezeiten als bei Check24 und billiger-mietwagen.de

Worauf sollten Sie beim Buchen achten?

Am günstigsten ist es, wenn Sie so früh wie möglich buchen. Ändert sich etwas an Ihren Wünschen, können Sie normalerweise kostenlos stornieren und neu buchen. Deutlich teurer ist es hingegen, den Leihwagen erst vor Ort zu mieten. Und auch die übrigen Konditionen sind oft schlechter, etwa die Leistungen der Versicherung. Im Fall einer Auslandsreise haben Sie bei der Buchung über eine deutschsprachige Website einen Ansprechpartner und finden alle Informationen in Ihrer Sprache vor.

Variieren Sie beim Preisvergleich den Anmietort sowie Datum, Uhrzeit und Mietdauer, soweit Sie flexibel sind. Für häufig genutzte Stationen am Flughafen oder Hauptbahnhof zahlen Sie oft einen Zuschlag. Eine andere Filiale oder eine Stadt in der Nähe zu wählen, kann daher günstiger sein.

Für Wochenenden gibt es oft besondere Angebote. Manchmal sind dann drei Tage sogar günstiger als zwei oder eine ganze Woche ist günstiger als fünf Tage – probieren Sie es aus.

Reservieren können Sie bei einer Autovermietung übrigens meist nur eine bestimmte Fahrzeugkategorie und nicht ein spezielles Auto. Wenn Sie ein bestimmtes Modell wünschen, sollten Sie direkt beim Vermieter danach fragen. Einen Anspruch darauf haben Sie allerdings nicht.

Wählen Sie unbegrenzte Kilometer, wenn Sie viel fahren wollen

Wenn Sie vorhaben, eine lange Strecke zurückzulegen, empfehlen wir die Option „unbegrenzte Kilometer“, denn Extrakilometer im Nachhinein sind teuer. Achten Sie daher in jedem Fall auf die Anzahl der Inklusivkilometer und gleichen Sie diese mit Ihrer geplanten Strecke ab.

Buchen Sie Zusatzfahrer im Voraus 

Geben Sie jeden Fahrer des Mietwagens beim Vermieter an. Sonst besteht kein vollständiger Versicherungsschutz. Ein Zusatzfahrer kostet allerdings meist etwa 10 Euro zusätzlich pro Tag. Möglicherweise ist in diesem Fall ein anderes Angebot günstiger, bei dem der Zusatzfahrer inklusive ist.

Vorsicht vor Extrakosten für Einwegmiete

Prinzipiell haben Sie die Möglichkeit, das Fahrzeug auch an einem anderen Ort abzugeben, als dort, wo Sie es abgeholt haben. Bei dieser sogenannten Einwegmiete entstehen aber zusätzliche Kosten: je nach Vermieter bis 30 Euro innerhalb Deutschlands. Im Ausland kann dieses Extra erheblich teurer sein, in den USA zum Beispiel kostet es bis zu 450 Euro. Der genaue Preis steht in den Mietbedingungen.

Diese Kosten sind online meist noch nicht eingerechnet. Sie können die Einwegmiete zwar im Internet buchen, aber dabei handelt es sich zunächst nur um eine Anfrage. Verbindlich ist die Buchung erst nach Bestätigung vom Vermieter.

Die beste Tankregelung ist „voll-voll“

Es gibt unterschiedliche Regelungen, mit welcher Tankfüllung Sie den Wagen übernehmen und wieder abgeben müssen. Klären Sie immer ab, welche Variante für Ihre Buchung gilt. In den meisten Ländern ist die Tankregelung „voll-voll“ üblich und für Sie auch am günstigsten. Dabei ist der Tank bei Abholung voll Benzin und sollte auch bei Abgabe gefüllt sein.

Wenn die Vermietstation das Auto auftanken muss, ist das oft deutlich teurer, weil ein hoher Benzinpreis veranschlagt wird und eine Servicegebühr hinzukommt. In manchen Ländern ist es auch üblich, dass Sie für die erste Tankfüllung eine Pauschale zahlen und das Auto dann leer zurückgeben, das heißt „voll-leer“. Restmengen im Tank werden nicht erstattet.

Winterreifen in Suchabfrage einbeziehen 

In Deutschland ist es seit 2010 Pflicht, bei winterlichen Straßenverhältnissen Winter- oder Ganzjahresreifen montiert zu haben. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Autovermieter in dieser Zeit Fahrzeuge ohne Winterreifen anbieten. Oder sie verlangen einen Zuschlag für diese „Extra-Ausstattung“. Beziehen Sie Winterreifen gleich in Ihre Suchabfrage ein. Die Angebote auf den Portalen werden dadurch kaum teurer.

Extras vorher buchen

Zusatzleistungen wie Automatikgetriebe, Navigationsgerät, Klimaanlage oder Winterreifen buchen Sie am besten im Voraus. Das ist günstiger, und der Vermieter kann die Extras direkt bereitstellen.

Achtung: Navigationsgeräte gehen meistens ziemlich ins Geld. Überlegen Sie, ob Sie dieses Extra wirklich brauchen. Und es kann manchmal günstiger sein, einen Kindersitz von zu Hause mitzunehmen oder vor Ort einen neuen zu kaufen, als ihn vom Autoverleiher zu mieten.

Welchen Versicherungsschutz brauchen Sie?

Neben dem Preis des Mietwagens sollten Sie auf einen guten Versicherungsschutz achten. Die Angebote unterscheiden sich vor allem durch die Höhe des Eigenanteils und der Deckungssumme.

Wir empfehlenAngebote ohne Selbstbeteiligung. Sie kosten oft nur wenig mehr, machen im Schadensfall aber einen erheblichen Unterschied. Denn die Selbstbeteiligung liegt je nach Angebot zwischen 450 und 2.500 Euro. Manchmal erstatten auch Kreditkartenunternehmen die Selbstbeteiligung, wenn Sie mit Kreditkarte bezahlt haben.

Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung

Die Vollkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Auto ab, die durch einen Unfall entstehen – sogar dann, wenn der Versicherte den Unfall selbst verschuldet hat. Aber die Leistungen sind unterschiedlich. In den Mietbedingungen steht, welche Schäden versichert sind.

Glas- und Reifenschäden sowie Dach- und Unterbodenschäden gehören im Normalfall nicht dazu und kosten extra. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Vollkaskoversicherung für den Privatwagen. Insbesondere in Ländern mit schlecht ausgebauten Straßen sind Extra-Versicherungen für Reifen- oder Unterbodenschäden sinnvoll. Häufig erhöhen sie den Mietpreis nicht oder nur geringfügig.

Schäden im Innenraum oder den Verlust des Autoschlüssels deckt der Vollkaskoschutz grundsätzlich nicht ab. Die Versicherung zahlt auch nicht, wenn der Fahrer grob fahrlässig gehandelt hat, weil er zum Beispiel betrunken gefahren ist.

Wenn ein Fahrer nicht beim Vermieter eingetragen war, besteht ebenfalls kein Versicherungsschutz. Prüfen Sie zudem, welche Leistungen im Schadensfall Ihr Kreditkartenunternehmen übernehmen würde, wenn Sie mit Kreditkarte zahlen.

Haftpflichtversicherung sollte mindestens 1 Million Euro abdecken

Die Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten für Schäden, die der Fahrer anderen zufügt. Die Deckungssumme sollte mindestens 1 Million Euro betragen – je höher sie ist, desto besser. Denn gerade Personenschäden können diese Summe auch übersteigen. Haftpflichtversicherungen sind in den Angeboten der Autovermieter inbegriffen. Auch in Schutzbriefen, Kfz-Versicherungen und Kreditkarten sind diese oft mit enthalten.

Diebstahlversicherung mit Eigenanteil 

Die Diebstahlversicherung kommt dafür auf, wenn das geliehene Auto gestohlen wird. Sie ist normalerweise in allen Angeboten enthalten, allerdings häufig mit Selbstbeteiligung.

Personeninsassenversicherung ist meist nicht nötig

Die Personeninsassenversicherung zahlt, wenn bei einem Unfall eigene Beifahrer verletzt werden. Normalerweise trägt das aber die Haftpflichtversicherung des Unfallschuldigen. Hat der verletzte Mitfahrer eine Unfallversicherung oder Auslandskrankenversicherung, kann auch diese die Kosten übernehmen.

Die Personeninsassenversicherung kostet meist extra und ist nur in wenigen Ausnahmefällen sinnvoll. Sie käme erst zum Tragen, wenn zum Beispiel der schuldige Unfallgegner Fahrerflucht begeht und der verletzte Mitfahrer keine eigene Unfall- oder Auslandsversicherung hat.

Prüfen Sie die Auslandsbedingungen Ihrer Kfz-Haftpflicht

Manche deutschen Kfz-Haftpflichtversicherungen decken auch Schäden an Mietwagen im europäischen Ausland ab. Das ist die sogenannte Mallorca-Police, die die Haftpflicht-Versicherungssumme für einen Mietwagen im Ausland auf deutsches Niveau hebt. Wenn Sie also ein eigenes Auto haftpflichtversichert haben, prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen.

Extra eine zusätzliche Mallorca-Police abzuschließen, lohnt sich allenfalls, wenn Sie häufig in südeuropäischen Ländern anmieten. Dort ist die gesetzliche Deckungssumme meist gering. Wenn Sie nur selten einen Mietwagen leihen, ist ein Angebot mit einer hohen oder unbegrenzten Deckungssumme im Einzelfall sinnvoller.

Worauf müssen Sie in den Anmietbedingungen achten?

Wichtige Informationen können sich in den Mietbedingungen verbergen. Klären Sie offene Fragen mit dem Anbieter am besten noch, bevor Sie den Wagen abholen.

Stornierung

Meistens können Sie bis 24 Stunden vor Mietbeginn kostenlos stornieren – je nach Buchung per Mail oder am Telefon. In einigen Fällen können Sie auch noch bis zum Abholtermin absagen, ohne draufzahlen zu müssen. Allerdings nehmen die Vermittler eine Rücknahme der Buchung nur während ihrer Öffnungszeiten entgegen.

Auch bei der Berechnung der Frist von 24 Stunden werden die Öffnungszeiten zugrunde gelegt. Wenn Sie außerhalb der Öffnungszeiten stornieren wollen, wenden Sie sich direkt an den Vermieter und benachrichtigen Sie den Vermittler. Bereits abgebuchtes Geld wird Ihnen dann normalerweise in zwei bis drei Werktagen erstattet.

Kreditkarte

Für die Mietwagenbuchung brauchen Sie eine Kreditkarte und spätestens bei Abholung auch vor Ort für die Kaution. Der Autovermieter blockt das Geld auf Ihrer Kreditkarte als Sicherheit, bucht es aber nur im Schadensfall ab. Sie müssen in jedem Fall die Kreditkarte des Fahrers vorlegen. Dabei darf es sich in der Regel nicht um eine Prepaid-Kreditkarte handeln.

Führerschein und Mindestalter 

Einige Vermieter verlangen, dass die Fahrer des Mietwagens ihren Führerschein mindestens seit einem Jahr haben. Informationen dazu finden Sie in den Mietbedingungen des jeweiligen Angebots. Dort steht auch das Mindestalter, um ein Auto mieten zu können. Je nach Anbieter und Fahrzeugklasse muss der Fahrer älter als 19, meist sogar 21 oder 23 Jahre alt sein. Wer jünger als 25 Jahre ist, muss oft eine Zusatzgebühr bezahlen. Rechnen Sie dabei mit 12 bis 20 Euro pro Tag.

Einige Vermieter bieten Pakete für spezielle Zeiträume (etwa Wochenenden) oder für bestimmte Fahrzeugtypen (zum Beispiel Transporter) an, die sich gezielt an Fahrer bereits ab 18 Jahren wenden. In diesen Tarifen ist die Jungfahrergebühr bereits enthalten. Ob solche Offerten dann günstiger sind als ein regulärer Tarif plus Gebühr, hängt vom Einzelfall ab. Auch hier gilt: Ausprobieren.

Über Landesgrenzen hinweg 

Wenn Sie mit dem Wagen über Landesgrenzen fahren möchten, besprechen Sie das mit dem Anbieter im Vornherein. Fahrten über eine Landesgrenze sind in Westeuropa meist kein Problem. In Osteuropa sind die Regeln strenger. Beachten Sie, dass eine Gebühr dafür hinzukommen kann. Auch Fahrten mit einer Fähre müssen Sie manchmal ankündigen und extra bezahlen.

So holen Sie den Wagen ohne Probleme ab

Wenn Sie den Wagen abholen, müssen Sie Führerschein, Personalausweis und Kreditkarte des Fahrers vorlegen. Die Kreditkarte eines Beifahrers reicht auch dann nicht aus, wenn Sie den Wagen mit dieser Kreditkarte gebucht haben.

Soll ein Zusatzfahrer eingetragen werden, muss auch er anwesend sein sowie Führerschein und Personalausweis vorlegen. Mitbringen sollten Sie ebenfalls die Buchungsbestätigung oder den sogenannten Voucher, den Sie nach der Buchung erhalten. Lesen Sie den Mietvertrag und scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten nachzufragen.

Falls man Ihnen zusätzliche Leistungen wie eine Versicherung aufschwatzen will, nehmen Sie nicht voreilig an. Wenn Sie unsere Ratschläge befolgt haben, haben Sie alle gewünschten Versicherungen und Extras bereits im Voraus über den Veranstalter gebucht – das ist wesentlich billiger als vor Ort.

Markieren Sie vor dem Abholen in Ihren Unterlagen die Passage mit den gebuchten Leistungen inklusive aller Versicherungen. Dann können Sie diese Informationen im Zweifelsfall spontan und ohne aufwendige Suche präsentieren.

Überprüfen Sie das Auto vor Fahrtantritt. Achten Sie auf Kratzer, Dellen und Glasschäden. Prüfen Sie auch Reifen und Felgen, die Tankfüllung, die Scheibenwischanlage, das Licht, die Bremsen sowie die Klimaanlage. Ein Handbuch sollte im Auto liegen, ebenso Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten.

Falls Sie Schäden oder Mängel feststellen, lassen Sie diese im Übergabeprotokoll vermerken. Alles, was Sie nicht angeben, könnte später Ihnen angelastet werden. Schäden können Sie zur Sicherheit auch fotografieren.

Wie teuer sind Verkehrsvergehen?

Bei einem Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung, wenn Sie zum Beispiel zu schnell fahren oder falsch parken, berechnen die Vermieter zusätzlich zum Bußgeld eine Bearbeitungsgebühr von bis zu 30 Euro. Eine Verwarnung für Falschparken von ursprünglich 15 Euro wird mit 45 Euro dann richtig teuer. Für Verstöße im Ausland liegen die Pauschalen, also die zusätzlichen Kosten, zwischen 35 und 40 Euro und in einzelnen Ländern auch noch darüber.

Unser Tipp: Versuchen Sie, das Bußgeld direkt vor Ort zu bezahlen. Dann wird der Vermieter erst gar nicht eingebunden, und Sie sparen die Bearbeitungsgebühr. Schauen Sie dafür auf den Strafzettel oder fragen Sie nach, ob das zuständige Amt diese Möglichkeit anbietet. Vielleicht verhindert auch eine schnelle Überweisung, dass die Verwarnung zugestellt wird.

In den USA und in Kanada sollten Sie die Strafzettel auf jeden Fall noch vor der Ausreise zahlen. Sonst kann es Schwierigkeiten bei der nächsten Einreise geben. 

Was tun im Schadensfall?

Im Fall eines Schadens oder Unfalls benachrichtigen Sie sofort den Vermieter vor Ort. Sie haben Anspruch auf einen Ersatzwagen – besprechen Sie das direkt mit ihm. Rufen Sie außerdem unbedingt die Polizei, denn die Versicherung zahlt oft nur, wenn es einen polizeilichen Unfallbericht gibt. Der Vermieter erstellt zudem später einen Schadensbericht.

Zur Sicherheit können Sie auch selbst ein kurzes Unfallprotokoll schreiben und reichlich Fotos von der Unfallstelle und den beteiligten Fahrzeugen machen. Notieren Sie sich außerdem die Namen und Adressen aller Beteiligten und lassen Sie sich deren Ausweise zeigen.

Auch wenn Sie ein Angebot ohne Selbstbeteiligung gebucht haben, kann es sein, dass der Vermieter des Autos zunächst einen Teil Ihrer Kaution einbehält. Dieses Geld bekommen Sie später vom Mietwagenvermittler erstattet. Heben Sie dafür Ihren Mietvertrag und den Zahlungsbeleg auf. Auch manche Kreditkartenunternehmen bieten die Erstattung der Selbstbeteiligung an.

So läuft auch die Rückgabe problemlos

Die Rückgabe des Mietfahrzeugs ist unkompliziert. Während der Öffnungszeiten können Sie das Auto persönlich abgeben und direkt prüfen lassen. Außerhalb der Öffnungszeiten genügt es, das Auto auf dem vorgesehenen Parkplatz abzustellen und die Schlüssel mit Papieren in den Briefkasten zu werfen. Bewahren Sie die letzte Tankquittung noch einige Zeit auf.

Halten Sie sich bei der Rückgabe an die vereinbarte Uhrzeit. Bei Verspätungen wird Ihnen direkt ein weiterer Tag in Rechnung gestellt und das möglicherweise zu schlechten Konditionen. Manche Vermieter akzeptieren aus Kulanz Verspätungen bis zu 30 Minuten. Verlassen Sie sich darauf aber nicht.

Lassen Sie das Auto möglichst direkt überprüfen und die einwandfreie Rückgabe schriftlich bestätigen. Am besten formulieren Sie einen eigenen Text vor, weil Verleihstationen manchmal kein Formular dafür haben und sich weigern, ein Bestätigungsschreiben aufzusetzen. So können Sie verhindern, dass Sie später für Schäden haftbar gemacht werden, die Sie gar nicht zu verantworten haben. Falls das nicht möglich ist, machen Sie Fotos vom Auto.

Behalten Sie die Kontaktdaten der Autovermietung noch eine Weile. Sie könnten etwas im Wagen vergessen haben.

Autor
Jens Tartler
& Co-Autor
Nina C. Zimmermann

Stand: 28. August 2018


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