Mietwagen Vergleich

So leihst Du Dir günstig ein Auto

Max Mergenbaum
Experte für Reise
05. Juli 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Einen Mietwagen kannst Du entweder direkt bei einem der vielen Vermieter buchen oder über ein Onlineportal.
  • Beim Onlineportal kannst Du vorab Preise vergleichen. Du kannst also prüfen, wie günstig ein Angebot wirklich ist. 
  • Außerdem hast Du bei Problemen mit dem Vermieter einen zusätzlichen Ansprechpartner.
So gehst Du vor
  • Buche Deinen Mietwagen möglichst frühzeitig.
  • Wähl am besten ein Angebot mit Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung und mit fairer Tankregelung. So vermeidest Du Probleme.
  • Nutze für die Buchung eines der großen Mietwagenportale: Sie haben viele Vermieter auf der Plattform, arbeiten nach deutschem Recht und bieten zahlreiche Filtermöglichkeiten.
  • Wir empfehlen Check24, billiger-mietwagen.de und happycar.de.

Einen Mietwagen brauchst Du vor allem, wenn Du per Flugzeug in Deinen Urlaub startest und am Urlaubsort gleich wieder mobil sein möchtest. Für viele ist er außerdem eine Alternative zum eigenen PKW.

Wie viel Du für den geliehenen PKW zahlen musst, hängt von einigen Faktoren ab: Wann Du mietest, für wie lange und welche Bedingungen sonst noch gelten.

Umso wichtiger ist es, dass Du in Ruhe vor der Mietzeit die Preise vergleichst und nicht erst kurzfristig oder gar vor Ort buchst. Zahlreiche Mietwagenportale im Internet helfen Dir, das günstigste Angebot zu finden. In diesem Ratgeber zeigen wir Dir, worauf Du dabei achten musst.

Wo findest Du die besten Mietwagen-Angebote?

Die Angebote der Mietwagen-Firmen unterscheiden sich erheblich. Hinzu kommt, dass es auf dem Markt drei Arten von Anbietern gibt: Da sind zum einen die klassischen Vermieter, die Dir ihre eigenen Fahrzeuge vor Ort anbieten. Dazu gehören etwa Avis, Europcar oder Hertz. Außerdem bieten oft auch kleine, lokale Direktanbieter eigene Leihwagen an.

Daneben gibt es die sogenannten Mietwagen-Vermittler, auch Broker oder Veranstalter genannt. Diese vermieten keine eigenen Fahrzeuge, sondern vermitteln lediglich die Wagen der Direktanbieter. Bekannte Vermittler sind zum Beispiel Auto Europe, Holiday Autos oder Rental Cars. Auch Reiseveranstalter wie Dertour oder Drive FTI gehören dazu.

Schließlich gibt es diverse Online-Plattformen, die die Angebote von Direktanbietern und Mietwagen-Brokern bündeln. Der Vorteil für Dich: Dort findest Du das breiteste Angebot, kannst Preise und Konditionen bequem vergleichen und auch direkt buchen.

Wie Du den günstigsten Mietwagen findest

Am besten nutzt Du Vergleichsportale, um Dir einen Überblick bei Preisen und Konditionen zu verschaffen, bevor Du ein Auto buchst. Das ist weitaus weniger zeitaufwendig, als bei einzelnen Vermietern nachzufragen oder erst vor Ort zu mieten. Sinnvoll ist es, Angebote auf mehreren Portalen abzufragen.

Falls Du Mitglied in einem Autoclub bist, kannst Du zunächst schauen, ob Du dort Leihwagen von bestimmten Firmen günstiger bekommst. Anschließend vergleichst Du den Preis mit dem Angebot auf den Portalen.

Eine weitere Alternative: Du buchst Flug und Mietwagen bei einem Reisevermittler zusammen. Vorteil: Werden Dir beide Reiseleistungen in einem Paket mit einem Gesamtpreis verkauft, handelt es sich um eine Pauschalreise. Dann muss Dir der Vermittler auch bei Reisemängeln beiseite stehen. Allerdings sind unserer Erfahrung nach die Mietwagen über diesen Weg oft teurer und Du hast weniger Auswahl bei den Anbietern. Daher halten wir es für sinnvoller, Flug und Mietwagen separat zu buchen.

Wir empfehlen seit unserem Test 2015 die Portale billiger-mietwagen.de, Check24 und happycar.de. Mehr zu unserer Untersuchung liest Du hier. Derzeit arbeiten wir an einem neuen Vergleich für 2021.

  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag
  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag
  • kostenlose Stornierung bis 24 Stunden vor Mietbeginn
  • umfangreiche und übersichtliche Filteroptionen
  • Hinweis und Filteroption für Winterreifen
  • kostenlose telefonische Beratung von Montag bis Sonntag, aber kürzere Servicezeiten als bei Check24 und billiger-mietwagen.de

Worauf solltest Du beim Buchen des Mietwagens achten?

Die Preise für Mietwagen ändern sich laufend. Es gibt allerdings einige Stellschrauben, mit deren Hilfe Du Geld sparen kannst:

Buche möglichst früh und von zu Hause aus

Am günstigsten ist es, wenn Du so früh wie möglich buchst. Am besten noch vor Deiner Abreise. Falls sich dann später etwas an Deinen Wünschen ändert oder Du unverhofft doch noch einen besseren Preis findest, kannst Du immer noch von Deinem Vertrag zurücktreten. Gute Vergleichsportale erlauben Dir, Deine Buchung bis 24 Stunden vorher kostenfrei zu stornieren.

Deutlich teurer ist es hingegen, den Leihwagen erst vor Ort zu mieten. Und auch die übrigen Konditionen sind oft schlechter, etwa die Leistungen der Versicherungen.

Nutze ein deutschsprachiges Vergleichsportal

Bei der Suche nach dem idealen Mietauto solltest Du darauf achten, dass Du ein deutschsprachiges Vergleichsportal nutzt. Falls es später Probleme mit dem Autovermieter oder dem Vermittler gibt, hast Du einen deutschsprachigen Ansprechpartner und findest alle Informationen in Deiner Sprache vor.

Verwende verschiedene Sucheinstellungen

Variiere beim Preisvergleich wenn möglich den Anmietort sowie Datum, Uhrzeit und Mietdauer. Grund: Für häufig genutzte Stationen am Flughafen oder Hauptbahnhof zahlst Du oft einen Zuschlag. Eine andere Filiale oder eine Stadt in der Nähe zu wählen, kann daher günstiger sein.

Für Wochenenden gibt es oft besondere Angebote. Manchmal sind dann drei Tage sogar günstiger als zwei oder eine ganze Woche ist günstiger als fünf Tage – probiere es aus.

Reservieren kannst Du bei einer Autovermietung übrigens in der Regel nur eine bestimmte Fahrzeugkategorie und nicht ein spezielles Auto. Wenn Du ein bestimmtes Modell wünschst, solltest Du direkt beim Vermieter danach fragen. Einen Anspruch darauf hast Du allerdings nicht.

Die beste Tankregelung ist „voll-voll“

Es gibt unterschiedliche Regelungen, mit welcher Tankfüllung Du den Wagen übernehmen und wieder abgeben musst. Achte darauf, dass diese Variante für Deine Buchung gilt. In den meisten Ländern ist die Tankregelung „voll-voll“ üblich und für Dich auch am günstigsten. Dabei ist der Tank bei Abholung voll mit Sprit und sollte auch bei Abgabe gefüllt sein.

Wenn dagegen die Vermietstation das Auto auftanken muss, ist das oft deutlich teurer. In manchen Ländern ist es auch üblich, dass Du für die erste Tankfüllung eine Pauschale zahlst und das Auto dann leer zurückgibst, das heißt „voll-leer“. Restmengen im Tank werden dann nicht erstattet.

Wähl unbegrenzte Kilometer, wenn Du viel fahren willst

Wenn Du vorhast, eine lange Strecke zurückzulegen, empfehlen wir die Option „unbegrenzte Kilometer“, denn Extrakilometer im Nachhinein sind teuer. Falls Du jedoch absehen kannst, dass Du keine großen Fahrten unternehmen willst, kannst Du Dich für ein Fahrzeug mit einer begrenzten Anzahl an Inklusivkilometern entscheiden.

Vorsicht vor Extrakosten für Einwegmiete

Prinzipiell hast Du die Möglichkeit, das Fahrzeug auch an einem anderen Ort abzugeben, als dort, wo Du es abgeholt hast. Bei dieser sogenannten Einwegmiete entstehen aber zusätzliche Kosten: je nach Vermieter bis 30 Euro innerhalb Deutschlands. Im Ausland kann dieses Extra erheblich teurer sein, in den USA zum Beispiel kostet es bis zu 450 Euro. Der genaue Preis steht in den Mietbedingungen des jeweiligen Anbieters.

Verzichte auf teure Extras

Einige Zusatzleistungen sind teuer. Überleg, ob Du dieses Extra wirklich brauchst. Und es kann manchmal günstiger sein, einen Kindersitz von zu Hause mitzunehmen oder vor Ort einen neuen zu kaufen, als ihn vom Autoverleiher zu mieten.

Falls Du auf Extras wie Automatikgetriebe, Navigationsgerät oder Klimaanlage nicht verzichten willst, buchst Du diese am besten im Voraus. Das ist günstiger, und der Vermieter kann die Extras direkt bereitstellen.

Das gleiche gilt für Zusatzfahrer. Gib jeden Fahrer des Mietwagens beim Vermieter an. Sonst besteht kein vollständiger Ver­si­che­rungs­schutz. Ein Zusatzfahrer kostet allerdings meist eine Gebühr. Pro Tag musst Du etwa mit 10 Euro zusätzlich rechnen. Möglicherweise ist in diesem Fall ein anderes Angebot günstiger, bei dem der Zusatzfahrer bereits inklusive ist.

Im Winter: Beziehe Reifen in Suchabfrage mit ein

In Deutschland ist es seit 2010 Pflicht, bei winterlichen Straßenverhältnissen Winter- oder Ganzjahresreifen montiert zu haben. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Autovermieter in diesen Monaten Fahrzeuge ohne Winterreifen anbieten. Oder sie verlangen einen Zuschlag für diese „Extra-Ausstattung“. Beziehe Winterreifen gleich in Deine Suchabfrage ein. Die Angebote auf den Portalen werden dadurch kaum teurer.

Welchen Ver­si­che­rungs­schutz brauchst Du?

Neben dem Preis des Mietwagens solltest Du auf einen guten Ver­si­che­rungs­schutz achten. Dabei unterscheiden sich die Angebote vor allem darin, wie viel Du bei einem Schaden als Eigenanteil leisten musst und welche Schadenssumme die Versicherung maximal abdeckt.

Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung

Die Vollkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Auto ab, die durch einen Unfall entstehen – sogar dann, wenn der Versicherte den Unfall selbst verschuldet hat. Aber die Leistungen sind unterschiedlich. In den Mietbedingungen steht, welche Schäden versichert sind.

Du solltest Dich für ein Angebot ohne Selbstbeteiligung entscheiden. Sonst kann ein Schadensfall für Dich schnell teuer werden. Denn die Selbstbeteiligung liegt je nach Angebot zwischen 950 und 1.100 Euro. Manchmal erstatten auch Kreditkartenunternehmen die Selbstbeteiligung, wenn Du mit Kreditkarte bezahlt hast.

Dabei gibt es zwei unterschiedliche Modelle, wie Du Dich ohne Selbstbeteiligung absichern kannst. In der klassischen Variante musst Du bei Schäden keinerlei Geld an den Vermieter bezahlen. Die zweite Variante trägt oft die Bezeichnung „mit Erstattung“: In diesem Fall gehst Du bei Schäden zunächst in Vorleistung und bekommst das Geld später zurückgezahlt. Natürlich ist die Variante ohne jede Vorleistung der anderen vorzuziehen. In manchen unserer Preisabfragen war allerdings das Modell mit Vorleistung günstiger. Vergleiche also immer beide Varianten und überlege Dir, ob die Vorleistung für Dich in Frage kommt, wenn Du dabei bei der Fahrzeugmiete Geld sparst.

Glas- und Reifenschäden sowie Dach- und Unterbodenschäden gehören im Normalfall nicht dazu und kosten extra. Insbesondere in Ländern mit schlecht ausgebauten Straßen sind Extra-Versicherungen für Reifen- oder Unterbodenschäden sinnvoll. Manchmal erhöhen sie den Mietpreis nicht oder nur geringfügig, in anderen Fällen musst Du dafür einen Aufpreis zahlen.

Schäden im Innenraum oder den Verlust des Autoschlüssels deckt der Vollkaskoschutz grundsätzlich nicht ab. Die Versicherung zahlt auch nicht, wenn Du grob fahrlässig gehandelt hast, weil Du zum Beispiel betrunken gefahren bist.

Wenn ein Fahrer nicht beim Vermieter eingetragen war, besteht ebenfalls kein Ver­si­che­rungs­schutz. Prüfe zudem, welche Leistungen im Schadensfall Dein Kreditkartenunternehmen übernehmen würde, wenn Du mit Kreditkarte zahlst.

Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit hoher Deckungssumme

Die Haft­pflicht­ver­si­che­rung übernimmt die Kosten für Schäden, die der Fahrer anderen zufügt. Auf guten Vergleichsportalen kannst Du die Angebote filtern – in der Regel aber nur nach Deckungssumme ab einer Millionen Euro. Das ist aber noch recht wenig, denn gerade Personenschäden können diese Summe auch schnell übersteigen. Unserer Meinung nach sollte die Deckungssumme mindestens 15 Millionen abdecken. Grundsätzlich gilt – je höher, desto besser. Falls Du also unter den Angeboten noch ein Mietfahrzeug findest, das für das gleiche oder etwas mehr Geld eine deutlich höhere Deckungssumme aufweist (zum Beispiel 50 oder 100 Millionen Euro), solltest Du Dich eher für diesen Wagen entscheiden. 

Diebstahlversicherung mit Eigenanteil 

Die Diebstahlversicherung kommt dafür auf, wenn das geliehene Auto gestohlen wird. Sie ist normalerweise in allen Angeboten enthalten, allerdings häufig mit Selbstbeteiligung.

Hast Du schon eine Kfz-Haftpflicht?

Manche deutschen Kfz-Haftpflichtversicherungen decken auch Schäden an Mietwagen im europäischen Ausland ab. Das ist die sogenannte Mallorca-Police, die die Haftpflicht-Versicherungssumme für einen Mietwagen im Ausland auf deutsches Niveau hebt. Wenn Du also ein eigenes Auto haftpflichtversichert hast, prüfe Deine Vertragsbedingungen.

Auch in Schutzbriefen und Kreditkarten sind Kfz-Haftpflichtversicherungen manchmal mit enthalten. Schaue also nach, ob Du nicht vielleicht schon einen Ver­si­che­rungs­schutz hast, der Schäden ausreichend abdeckt.

Worauf musst Du in den Anmietbedingungen achten?

Wichtige Informationen können sich in den Mietbedingungen verbergen. Du solltest daher offene Fragen mit dem Anbieter klären – am besten noch, bevor Du den Wagen abholst.

Stornierungsfristen

Bei guten Anbietern kannst Du bis 24 Stunden vor Mietbeginn kostenlos stornieren – je nach Buchung per Mail oder am Telefon. Allerdings nehmen die Vermittler eine Rücknahme der Buchung nur während ihrer Öffnungszeiten entgegen.

Wichtig: Auch bei der Berechnung der Frist von 24 Stunden werden die Öffnungszeiten zugrunde gelegt. Wenn Du außerhalb der Öffnungszeiten stornieren willst, wende Dich direkt an den Vermieter und benachrichtige den Vermittler.

Zahlungsmöglichkeiten

Für die Mietwagenbuchung brauchst Du in der Regel eine Kreditkarte und spätestens bei Abholung auch vor Ort für die Kaution. Der Autovermieter blockt das Geld auf Deiner Kreditkarte als Sicherheit, bucht es aber nur im Schadensfall ab. Du musst in jedem Fall die Kreditkarte des Fahrers vorlegen. Dabei darf es sich in der Regel nicht um eine Prepaid-Kreditkarte handeln.

Um keine Probleme zu bekommen, wenn der Vermieter die Kaution blockt, solltest Du die PIN und das Tageslimit Deiner Kreditkarte kennen.

Führerschein und Mindestalter 

Einige Vermieter verlangen, dass die Fahrer des Mietwagens ihren Führerschein mindestens seit einem Jahr haben. Informationen dazu findest Du in den Mietbedingungen des jeweiligen Angebots. Dort steht auch das Mindestalter, um ein Auto mieten zu können. Je nach Anbieter und Fahrzeugklasse muss der Fahrer älter als 19, meist sogar 21 oder 23 Jahre alt sein. Wer jünger als 25 Jahre ist, muss oft eine Zusatzgebühr bezahlen. Rechne dabei mit 12 bis 20 Euro pro Tag.

Einige Vermieter bieten Pakete für spezielle Zeiträume (etwa Wochenenden) oder für bestimmte Fahrzeugtypen (zum Beispiel Transporter) an, die sich gezielt an Fahrer ab 18 Jahren wenden. In diesen Tarifen ist die Jungfahrergebühr bereits enthalten. Ob solche Angebote dann günstiger sind als ein regulärer Tarif plus Gebühr, hängt vom Einzelfall ab. Auch hier gilt: Ausprobieren.

Über Landesgrenzen hinweg 

Setz Dich am besten im Voraus mit dem Anbieter in Verbindung, wenn Du mit dem Wagen über Landesgrenzen fahren möchtest. Solche Fahrten sind in Westeuropa meist kein Problem. In Osteuropa sind die Regeln strenger. Beachte, dass dafür eine Gebühr hinzukommen kann. Auch Fahrten mit einer Fähre musst Du manchmal ankündigen und extra bezahlen.

So holst Du den Mietwagen ohne Probleme ab

Wenn Du den Wagen abholst, musst Du Führerschein, Personalausweis und Kreditkarte des Fahrers vorlegen. Die Kreditkarte eines Beifahrers reicht auch dann nicht aus, wenn Du den Wagen mit dieser Kreditkarte gebucht hast.

Soll ein Zusatzfahrer eingetragen werden, muss auch er anwesend sein sowie Führerschein und Personalausweis vorlegen. Mitbringen solltest Du ebenfalls die Buchungsbestätigung oder den sogenannten Voucher, den Du nach der Buchung erhältst. Lies den Mietvertrag durch und scheue Dich nicht, bei Unklarheiten nachzufragen.

Falls man Dir zusätzliche Leistungen wie eine Versicherung aufschwatzen will, nimm nicht voreilig an. Wenn Du unsere Ratschläge befolgt hast, hast Du alle gewünschten Versicherungen und Extras bereits im Voraus über den Veranstalter gebucht – das ist wesentlich billiger als vor Ort.

Markiere vor dem Abholen in Deinen Unterlagen die Passage mit den gebuchten Leistungen inklusive aller Versicherungen. Dann kannst Du diese Informationen im Zweifelsfall spontan und ohne aufwendige Suche präsentieren.

Überprüfe das Auto vor Fahrtantritt. Nimm Dir dafür ruhig Zeit und widerstehe dem inneren Impuls, die Sache ganz schnell hinter Dich zu bringen. Achte vor allem auf Kratzer, Dellen und Glasschäden. Prüfe nach Möglichkeit auch Reifen und Felgen, die Scheibenwischanlage, das Licht, die Bremsen sowie die Klimaanlage. Ein Handbuch sollte im Auto liegen, ebenso Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten. Stelle auch sicher, dass das Fahrzeug außen und innen nicht stark verschmutzt ist. Mach mit Deinem Handy ein Foto von Tankfüllung und Kilometerstand, damit Du später besser nachweisen kannst, was Du an Sprit verbraucht hast.

Falls Du Schäden oder Mängel feststellst, lass diese unbedingt im Übergabeprotokoll vermerken. Denn alles, was Du nicht angibst, kann später Dir angelastet werden. Wenn Du ganz sicher gehen willst, kannst Du auch von den Schäden Fotos machen.

So läuft auch die Rückgabe problemlos

Die Rückgabe des Mietfahrzeugs ist unkompliziert. Während der Öffnungszeiten kannst Du das Auto persönlich abgeben und direkt prüfen lassen. Außerhalb der Öffnungszeiten genügt es, das Auto auf dem vorgesehenen Parkplatz abzustellen und die Schlüssel mit Papieren in den Briefkasten zu werfen. Bewahre die letzte Tankquittung noch einige Zeit auf, falls es später Ärger mit der Abrechnung gibt.

Halte Dich bei der Rückgabe an die vereinbarte Uhrzeit. Bei Verspätungen wird Dir direkt ein weiterer Tag in Rechnung gestellt und das möglicherweise zu schlechten Konditionen. Manche Vermieter akzeptieren aus Kulanz Verspätungen bis zu 30 Minuten. Du solltest Dich aber nicht darauf verlassen.

Lass das Auto möglichst direkt überprüfen und Dir die einwandfreie Rückgabe schriftlich bestätigen. Am besten formulierst Du einen eigenen Text vor, weil Verleihstationen manchmal kein Formular dafür haben und sich weigern, ein Bestätigungsschreiben aufzusetzen. So kannst Du verhindern, dass Du später für Schäden haftbar gemacht wirst, die Du gar nicht zu verantworten hast. Falls das nicht möglich ist, machst Du Fotos vom Auto.

Behalte die Kontaktdaten der Autovermietung noch eine Weile. Du könntest schließlich etwas im Wagen vergessen haben.

Was ist mit Bußgeldern beim Mietwagen?

Verstößt Du bei der Fahrt mit dem Mietwagen gegen die Straßenverkehrsordnung, zum Beispiel weil Du zu schnell fährst oder falsch parkst, berechnen die Vermieter zusätzlich zum Bußgeld eine Bearbeitungsgebühr von bis zu 30 Euro. Eine Verwarnung für Falschparken von ursprünglich 15 Euro wird mit 45 Euro dann richtig teuer. Je nach Land liegen diese Pauschalen sogar noch höher.

Unser Tipp: Versuche, das Bußgeld direkt vor Ort zu bezahlen. Dann wird der Vermieter wahrscheinlich nicht eingebunden, und Du sparst die Bearbeitungsgebühr. Schau dafür auf den Strafzettel oder frag nach, ob das zuständige Amt diese Möglichkeit anbietet. Vielleicht verhindert auch eine schnelle Überweisung, dass die Verwarnung zugestellt wird.

Grundsätzlich solltest Du die Strafzettel auf jeden Fall noch vor der Ausreise zahlen. Sonst kann es Schwierigkeiten bei der nächsten Einreise geben. Außerdem können Bußgelder aus dem EU-Ausland ab einer Bagatellgrenze von 70 Euro auch in Deutschland vollstreckt werden. Da oft eine Bearbeitungsgebühr hinzukommt, kann das auch bei niedrigeren Strafen der Fall sein. 

Was tun im Schadensfall?

Auch wenn Du mit einem Mietwagen im Ausland unterwegs bist, kann schnell mal etwas passieren. Im Fall eines Schadens oder Unfalls benachrichtige sofort den Vermieter vor Ort. Du hast Anspruch auf einen Ersatzwagen – besprich das direkt mit ihm. Ruf außerdem unbedingt die Polizei, denn die Versicherung zahlt oft nur, wenn es einen polizeilichen Unfallbericht gibt. Der Vermieter erstellt zudem später einen Schadensbericht.

Zur Sicherheit kannst Du auch selbst ein kurzes Unfallprotokoll schreiben und reichlich Fotos von der Unfallstelle und den beteiligten Fahrzeugen machen. Notiere Dir außerdem die Namen und Adressen aller Beteiligten und lass Dir ihre Ausweise zeigen.

Auch wenn Du ein Angebot ohne Selbstbeteiligung gebucht hast, kann es sein, dass der Vermieter des Autos zunächst einen Teil Deiner Kaution einbehält. Dieses Geld bekommst Du später vom Mietwagenvermittler erstattet. Heb dafür Deinen Mietvertrag und den Zahlungsbeleg auf. Auch manche Kreditkartenunternehmen bieten die Erstattung der Selbstbeteiligung an.

Wer hilft bei Ärger mit dem Vermieter?

Leider kommt es öfters vor, dass es bei der Abholung oder Rückgabe eines Mietwagens zu Problemen kommt. In einer Umfrage im Juni 2021 haben uns dies unsere Leserinnen und Leser erneut bestätigt. So kommt es häufig vor, dass Vermieter am Abholort versuchen, Kunden eine Extra-Versicherung anzudrehen. Oft wird auch beim Schadensprotokoll nicht ordentlich vorgegangen oder nachträglich ein Schaden berechnet, den der Mieter oder die Mieterin gar nicht verursacht hat.

Je besser Du also Übergabe und Rückgabe dokumentiert hast, desto besser kannst Du Dich im Streitfall behaupten. Hast Du den Wagen bei einem Vergleichsportal gebucht, kannst Du zuerst dort nachfragen und um Unterstützung bitten. Klappt das nicht, kannst Du Dich in Deutschland an die Verbraucherzentralen wenden. Hast Du einen Mietwagen im EU-Ausland (und Island und Norwegen) gemietet, hilft Dir das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) weiter. Die Beratung dort ist für Dich kostenlos.

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