Das Wichtigste in Kürze
- Eine E-Auto-Versicherung ist nicht automatisch teurer als die Versicherung eines Verbrenners.
- Entscheidend sind vor allem Typklasse, Regionalklasse, Schadenfreiheitsklasse und Tarifleistungen – besonders der Schutz für Akku, Ladekabel und Folgeschäden.
- Finanztip zeigt Dir, auf welche Absicherung es bei Deinem Stromer ankommt.
So gehst Du vor
- Achte bei der Kasko besonders auf Akkuschutz: Tierbiss-Folgeschäden, Kurzschluss, Überspannung, Tiefentladung und Zustandsdiagnostik sollten möglichst ohne enge Deckelung mitversichert sein.
- Die beste Versicherung für Dein Elektroauto findest Du, wenn Du die Angebote richtig vergleichst.
Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen sind aufwändig recherchiert und basieren auf den strengen Kriterien der Finanztip-Expertenredaktion. Mehr Infos
Inhalt
- Wie viel kostet die Kfz-Versicherung für ein E-Auto?
- Bei welchen typischen Schäden an E-Autos springt eine Kaskoversicherung ein?
- Wie kannst Du den Versicherungsbeitrag für Dein E-Auto senken?
- Sind Auto-Schutzbriefe für Elektroautos teurer als für Verbrenner?
- Kannst Du Deinen SF-Rabatt vom Verbrenner auf ein E-Auto übertragen?
- Welche Besonderheiten gelten bei der Versicherung eines E-Autos?
- Welche Förderungen gibt es fürs E-Auto und was sind Umweltbonus und THG-Quote?
- Weshalb sind Kosten für E-Autos bei Tüv günstiger?
Wie viel kostet die Kfz-Versicherung für ein E-Auto?
Für einen Skoda Enyaq mit Vollkasko lagen die günstigsten Tarife in einer Finanztip-Studie auf den von uns geprüften Vergleichswegen zwischen 536 und 642 Euro im Jahr. Das ist ein Finanztip-Preisbeispiel für ein E-Auto mit Vollkasko. Auch für E-Autos gilt: Meist ist eine Teilkaskoversicherung günstiger als eine Vollkaskoversicherung. Und eine reine Auto-Haftpflicht nochmal günstiger als eine Teilkasko. Pflicht ist nur die Haftpflichtversicherung (Pflichtversicherungsgesetz), ohne bekommst Du nicht mal ein Kfz-Kennzeichen.
Der Fall hinter dem Finanztip-Preisbeispiel ist aus dem Herbst 2025: Ein 40 Jahre alter Angestellter aus München fährt einen zwei Jahre alten Skoda Enyaq. Nur er selbst soll das Auto fahren. Er legt zudem Wert auf Akkuschutz für sein E-Auto, wir setzen also das Häkchen entsprechend bei den Vergleichsportalen und Versicherungsrechnern.
Die Ergebnisse auf den von uns empfohlenen Portalen und der Huk24:
- Check24 zeigt einen Tarif von Inshared für 536 Euro.
- Die Huk24 würde ihn und sein Auto wiederum für 617 Euro versichern.
- Auf Verivox wird ihm als günstigstes Angebot ein Tarif der EuropaGo ausgespielt, für rund 642 Euro.
Schon zwischen dem günstigsten und dem drittgünstigsten Angebot liegen also mehr als 100 Euro. In den zehn günstigsten Angeboten auf von uns untersuchten Vergleichsportalen fanden wir aber auch Tarife für mehr als 700 Euro. Auf von uns nicht empfohlenen Vergleichsrechnern sogar für über 780 Euro.
Preisbeispiel für Vollkaskotarife eines E-Autos

Quelle: Erhebungen auf den Vergleichs-Rechnern der Seiten Verivox, Check24, Huk24; Finanztip-Recherche (Stand: September 2025)
Brauchst Du eine Teilkasko oder Vollkasko für Dein E-Auto?
Für Elektroautos ist eine Kaskoversicherung empfehlenswert. Denn sie deckt auch teure Komponenten wie etwa Schäden am Akku ab. Teilkasko oder Vollkasko? Wenn Du Dir einen Neuwagen oder Jahreswagen zulegst, gilt wie beim Verbrenner, dass Du Vollkasko prüfen solltest. Sie bietet Dir umfangreichere Leistungen als die Teilkasko.
Bei neueren E-Autos kann zusätzlich zur Haftpflicht also eine Teil- oder Vollkaskoversicherung sinnvoll sein. Anfang 2026 waren in Deutschland erstmals mehr als zwei Millionen reine Elektro-Pkw zugelassen. Wenn Du ein E-Auto kaufst oder least, brauchst Du wie bei jedem Auto mindestens eine Kfz-Haftpflicht – und solltest bei Kaskotarifen besonders auf Akku und Ladezubehör achten.
Eine Teilkasko springt unter anderem bei Schäden durch Diebstahl oder einem Wildunfall ein.
Die Vollkaskoversicherung leistet außerdem bei selbst verschuldeten Unfällen für Schäden am eigenen Auto, bei Vandalismus und Fahrerflucht. Wann sich welcher Schutz lohnt, kannst Du in unserem Ratgeber über Teilkasko oder Vollkasko lesen.
Kosten E-Autos in der Kfz-Versicherung mehr als Verbrenner?
Nein, E-Autos kosten nicht per se mehr als Verbrenner in der Versicherung. Es ist nämlich nicht die Antriebsart, die für Preisunterschiede oder auch starke Preisschwankungen verantwortlich ist. Vielmehr schlagen sich Typklasse und Tarifart (Premium/Basis) nieder. Und vor allem auf den Punkt Tarifart haben Versicherte Einfluss bei der Wahl ihres Anbieters – durch den richtigen Vergleich.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schadenhöhe und Schadenhäufigkeit: Reparaturen an E-Autos können teurer sein, etwa wegen Akku, Hochvolttechnik und Spezialwerkstätten. Nach Zahlen des GDV kostete die Reparatur eines Elektroautoschadens 2024 im Schnitt ein Viertel mehr als bei einem vergleichbaren Verbrenner. Die Schadenhäufigkeit ist laut Unfallforschung der Versicherer im Vergleich zu Verbrennern aber nahezu unauffällig. E-Autos verursachen also nicht automatisch häufiger Schäden – für den Beitrag zählt vor allem, wie teuer Schäden am konkreten Modell im Schnitt sind.
Wie wirkt sich die Typklasse auf den Preis Deiner E-Auto-Versicherung aus?
Automodelle, mit denen mehr und teurere Unfälle gebaut werden, sind tendenziell kostspieliger zu versichern. Entsprechend teurer oder günstiger ist die Typklasse eines Wagens. Für Autos mit weniger Unfallpotenzial zahlst Du meistens weniger. Keinen Einfluss hat, ob es ein Stromer oder ein Verbrenner ist.
Ein Stromer mit einer teuren Typklasse kostete in der Regel mehr als ein Verbrenner, der besser eingestuft wird. Aber eben auch umgekehrt. Die oft pauschal von Versicherern beworbenen Rabatte für E-Autos haben in unserer Untersuchung nicht durchgeschlagen – sie machten Versicherungen für Stromer nicht durchgängig günstiger. Wenn wir einen Rabatt ausmachen konnten, wurde der schnell wieder aufgebraucht, wenn das E-Auto in eine andere Typklasse rutschte.
Bei welchen typischen Schäden an E-Autos springt eine Kaskoversicherung ein?
Eine gute Kaskoversicherung springt bei E-Autos unter anderem bei folgenden Schäden ein:
- Tierbiss und Folgeschäden: Nicht nur das angeknabberte Kabel sollte versichert sein, sondern auch Folgeschäden an Akku, Hochvolttechnik und Elektronik – idealerweise ohne enge Entschädigungsgrenze.
- Kurzschluss und Überspannung: Schäden an Hochvoltbatterie, Steuergeräten, Ladetechnik und Kabeln sollten mitversichert sein; achte auf hohe oder unbegrenzte Deckung für Folgeschäden.
- Akkuschaden durch Bedienfehler wie etwa Tiefentladung abgedeckt.
- Überspannungsschäden: Schäden am Akku durch Gewitter in ausreichender Höhe mitversichert.
- Zustandsdiagnostik: Kosten für Überprüfung der Batterie nach einem Schaden sollten mitversichert sein.
- Sind Neuwert oder Zeitwert des Akkus abgedeckt?
- Diebstahl des Ladekabels: sollte mitversichert sein.
- Wallbox: Prüf zuerst, ob Deine fest installierte Ladeeinrichtung über Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung geschützt ist. In der Kfz-Versicherung ist Wallbox-Schutz meist nur eine Zusatzleistung – wichtig sind dann Schäden durch Überspannung, Bedienfehler, Diebstahl oder Vandalismus.
Neben diesen Besonderheiten für E-Autos sollte Deine Kaskoversicherung wie bei Verbrennern auch folgende Leistungen abdecken:
- Unwetterschäden durch Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmung,
- Verlust des Autos durch
- Diebstahl,
- Raub (also Entwendung unter Gewalteinsatz),
- Unterschlagung (wenn Du Dein Auto beispielsweise verleihst und es Dir nicht zurückgegeben wird),
- Brand und
- Explosion,
- Schäden durch Zusammenstöße mit Tieren,
- Kabelschäden durch Kurzschluss,
- Glasbruch, zum Beispiel durch Steinschlag.
Wie versicherst Du Dein Auto richtig gegen Schäden am Akku?
Das wichtigste: Du solltest einen Kaskovertrag haben, der bei Marder- oder Tierbissen und deren Folgeschäden mit unbegrenzter Deckung einspringt.
Dein Stromer kann nach Finanztip-Einschätzung diesen Zusatzschutz der unbegrenzten Deckung vertragen. Bei Verbrennern hält Finanztip eine solche erhöhte Entschädigung für Schäden, die Marder verursachen, nicht für wichtig. Daher reicht bei Benzinern oder Dieselfahrzeugen, auf die Einbeziehung der Folgeschäden zu achten.
Warum ist bei E-Autos der Schutz vor Marderbiss-Folgeschäden besonders wichtig?
Marderbisse an Hochvoltkabeln können bei Stromern teure Schäden verursachen – im Schnitt bis zu 7.000 Euro. Für kleinere Schäden wie beschädigte Isolierungen, geringfügige Kabelschäden, die früh erkannt und repariert werden, kann der Aufwand mit ein paar Hundert Euro überschaubar sein.
Sind hingegen Hochvoltleitungen oder wichtige Kabelbäume betroffen, sind Kosten von 2.500 Euro bis 7.000 Euro realistisch. Im schlimmsten Fall, wenn kritische Bauteile betroffen sind, kann ein Marderbiss sogar zum wirtschaftlichen Totalschaden führen. Vor allem bei günstigen Autos führt schon ein geringerer Betrag zu einem wirtschaftlichen Totalschaden.
Zum Vergleich: Für Marderschäden im Schnitt, also über Verbrenner und Stromer hinweg, zahlten Autoversicherer im Jahr 2023 rund 550 Euro je Schadenfall. Das zeigen Zahlen des GDV.
2022 waren es im Schnitt 500 Euro für Schäden durch Marderbisse. 2021 waren es noch 450 Euro.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Marder bei Stromern die Zähne anlegt, scheint laut Erfahrungswerten des ADAC aber gering zu sein. Ein möglicher Grund: Marder finden bei Elektroautos weniger, um die Zähne reinzuhauen, vermuten die Experten des ADAC. Stromer haben viele Kabel und Leitungen nicht, die Verbrenner haben. Und die, die sie haben, sind meist stark isoliert. Außerdem ist der gesamte Wagen in der Regel mehr verkleidet als herkömmliche Autos. Plus: Unter der Stromerhaube wird es deutlich weniger warm und damit weniger gemütlich für Marder als im Verbrenner-Motorraum.
Wann ist Dein Auto besonders durch Marder gefährdet?
Besonders gefährdet kann Dein Auto sein, wenn es häufig an wechselnden Orten steht. Und zwar egal ob Stromer oder Verbrenner.
Erfahrungen aus der Corona-Zeit haben verdeutlicht, was die Gründe für Marderbisse sind. Die Zahl der Kabelbisse durch Marder war während der Pandemie zurückgegangen, das zeigen Erhebungen des Versicherungsverbandes GDV. Die Experten wissen, weshalb: Die Tierchen reagieren auf Duftspuren anderer Marder; sie machen sich also vor allem dann an Autos zu schaffen, wenn die Autos häufig an wechselnden Orten und damit in Revieren unterschiedlicher Marder parken. In der Pandemie und vor allem während der Lockdowns waren Fahrten und damit Fremdparken seltener.
Gerade wenn Du mit Deinem Wagen viel unterwegs bist, folgt für Dich daraus: achte auf erhöhten Schutz. Um das richtige Angebot für Dich zu finden, musst Du gut vergleichen. Wie das geht, erklären wir Dir in unserem Ratgeber zur günstigen Autoversicherung. Unser regelmäßiger großer Test von Autoversicherungen zeigt Dir, wie Du dabei am besten vorgehst.
Wie kannst Du den Versicherungsbeitrag für Dein E-Auto senken?
Durch Wahl eines günstigen Tarifs, jährliche Zahlweise, passende Fahrleistung, Vereinbarung von Selbstbeteiligung und Werkstattbindung.
Wichtige Merkmale für den Preis Deiner Versicherung fürs E-Auto sind außerdem die Typklasse Deines Autos, die Regionalklasse Deines Wohnorts, die Höhe Deines Schadenfreiheitsrabatts.
Einige Kostenfaktoren hast Du selbst in der Hand. In unserem Ratgeber zum Sparen in der Kfz-Versicherung findest Du die besten Tipps, um Deinen Beitrag niedrig zu halten. Sparen geht dabei ganz einfach: Unsere regelmäßigen Untersuchungen zeigen etwa, dass Du fast zehn Prozent mehr zahlst, wenn Du den Beitrag monatlich abstotterst, statt den Jahresbetrag auf einmal zu zahlen.
Sind Auto-Schutzbriefe für Elektroautos teurer als für Verbrenner?
Nein, laut Finanztip-Stichprobe kosten sie meist genauso viel oder sogar weniger als bei Verbrennern. Stromer sind durch ihre Akkus deutlich schwerer als Verbrenner. Da könnte man meinen, dass auch Leistungen wie Abschleppen und Co. mehr kosten würden. Eine Finanztip-Stichprobe hat jedoch gezeigt, dass Schutzbriefe von Versicherern fürs Elektroauto nicht teurer sind als Schutzbriefe für Benziner oder Dieselwagen.
Im Vergleich zur Pannenhilfe vom Automobilclub sind die Leistungen aus einem Schutzbrief der Kfz-Versicherung manchmal etwas weniger umfangreich. Dafür kann der Schutzbrief in der Kfz-Versicherung aber erheblich günstiger sein. Such Dir die günstigste Kfz-Versicherung und schau dann nach, was ein Schutzbrief kostet. Im Durchschnitt verlangt eine Gesellschaft dafür etwa 15 Euro pro Jahr. Die Abweichungen nach oben und unten waren in unserer Stichprobe allerdings erheblich.
Kannst Du Deinen SF-Rabatt vom Verbrenner auf ein E-Auto übertragen?
Ja – Dein Schadenfreiheitsrabatt bleibt beim Wechsel auf einen Stromer vollständig erhalten. Und auch vice versa gilt: wenn Du bislang mit einem Verbrenner unterwegs warst, darfst Du Deine eingefahrene Schadenfreiheitsklasse ebenfalls auf einen Stromer mitnehmen. Wie bei jedem sonstigen Fahrzeugwechsel auch bleibt dieser persönliche Rabatt.
Egal ob E-Auto oder Verbrenner: Achte beim Wechsel der Versicherung darauf, wie hoch Deine tatsächliche Schadenfreiheitsklasse ist. Denn bei einigen Verträgen verzerren Rabattretter oder Rabattschutz die Preise.
Welche Besonderheiten gelten bei der Versicherung eines E-Autos?
Die wichtigste Besonderheit bei der E-Auto-Versicherung ist der Akkuschutz. Prüfe vor Vertragsabschluss, ob der Tarif Schäden am Akku, Folgeschäden nach Tierbiss oder Kurzschluss, Überspannung, Tiefentladung, Entsorgungskosten und Zustandsdiagnostik abdeckt.
Das Herz Deines Stromers ist sein Akku. Solltest Du den Akku tatsächlich einmal ersetzen müssen, kann das teuer werden. Hingegen fehlen in der Regel ein ausgefeiltes Getriebe, Tank und Co., die bei Verbrennern eine regelmäßige Wartung notwendig machen und so den Geldbeutel belasten.
Bei Problemen mit Deinem Elektroauto solltest Du im Zweifel einen Fachbetrieb aufsuchen. Achte daher darauf, ob Dein Versicherungsvertrag eine Werkstattbindung vorsieht. Die macht den Vertrag um rund zehn Prozent günstiger, zeigt die regelmäßige Finanztip-Studie zu Tarifmerkmalen. Allerdings gibt Dir dann Deine Versicherung vor, zu welchen Werkstätten Du Dein Auto bringen musst. Werkstattbindung kann außerdem bei Leasing-Autos (egal ob Verbrenner oder Stromer) vertraglich ausgeschlossen sein.
Was musst Du bei einem gebrauchten E-Auto im Blick haben?
Kaufst Du ein gebrauchtes E-Auto, solltest Du Batteriegarantie und Kasko-Bedingungen besonders genau prüfen. Wichtig sind Restkapazität, Laufzeit der Herstellergarantie, mögliche Ausschlüsse bei Tiefentladung und die Frage, ob im Schadenfall Neuwert, Zeitwert oder nur ein begrenzter Betrag ersetzt wird.
Viele Hersteller geben auf den Hochvoltakku lange Garantien, häufig über acht Jahre oder bis zu einer bestimmten Laufleistung. Die genauen Bedingungen unterscheiden sich aber stark – etwa bei Mindest-Restkapazität, Wartungsvorgaben und Ausschlüssen.
Besonders bei gebrauchten E-Autos aber kann sich eine spezielle Versicherung im Anschluss an die Zeit der Garantie lohnen.
Gehen Akkus schnell kaputt bei E-Autos?
Nein. Eine Tiefentladung dürfte im normalen Alltag kaum eine Rolle spielen – außer Du lässt Dein Auto während eines Urlaubs oder über den Sommer längere Zeit stehen. Kaufst Du jedoch einen gebrauchten Stromer, solltest Du beim Händler nachfragen, wie lange das Auto bei ihm stand und Dir von ihm vertraglich zusichern lassen, dass das Fahrzeug nicht tiefentladen war und regelmäßig nachgeladen wurde.
Grundsätzlich halten Akkus über eine lange Zeit. Das steckt auch hinter der Idee, ausgefahrene Akkus aus E-Autos als Speicher für erneuerbare Energien zu verwenden.
Studien zeigen zudem, dass Akkus auch in E-Autos deutlich länger durchhalten als einst gedacht. So geht etwa die TU Eindhoven von Laufzeiten bis zu 500.000 Kilometern aus, bevor die Kapazität zu knapp wird. Eine Untersuchung der TU München bestätigt das.
Brennen E-Autos schneller als Verbrenner?
Nein. Es ist ein Mythos, dass E-Autos schneller oder häufiger brennen als Benziner oder Dieselfahrzeuge. Laut Versicherungsverband GDV brennen Elektrofahrzeuge nicht häufiger als Autos mit Verbrennungsmotor. Vielmehr besitzen Autos mit Verbrennungsmotor – wegen ihres brennbaren Treibstoffs – im Vergleich zu Stromern eine höhere Brandlast.
Welche Förderungen gibt es fürs E-Auto und was sind Umweltbonus und THG-Quote?
Den früheren Umweltbonus für E-Autos gibt es seit dem 18. Dezember 2023 nicht mehr. Seit 2026 gibt es aber wieder eine neue staatliche E-Auto-Förderung für Privatpersonen. Gefördert werden Kauf und Leasing von Neufahrzeugen, die ab dem 1. Januar 2026 erstmals in Deutschland zugelassen wurden. Förderfähig sind reine Batterieautos, Brennstoffzellenfahrzeuge, E-Autos mit Range-Extender und bestimmte Plug-in-Hybride. Die Förderung hängt vom Einkommen, der Familiengröße und dem Fahrzeugtyp ab; möglich sind bis zu 6.000 Euro.
Zusätzlich kannst Du für reine Elektrofahrzeuge als Halter weiterhin die Treibhausgasminderungsquote – kurz THG-Quote – verkaufen. Für 2026 liegt die THG-Prämie aktuell bei rund 300 Euro; die genaue Höhe hängt vom Anbieter, Prämienmodell und Zeitpunkt des Verkaufs ab.
Außerdem sind reine Elektrofahrzeuge befristet von der Kfz-Steuer befreit. Nach Ablauf der Steuerbefreiung ermäßigt sich die Kfz-Steuer für reine Elektrofahrzeuge um 50 Prozent.
Weshalb sind Kosten für E-Autos bei Tüv günstiger?
Durch den Tüv kommen E-Autos günstiger.
Alle Neuwagen müssen nach drei Jahren zur Hauptuntersuchung (HU), danach wechselt das Prüfintervall für den Tüv in einen Zweijahresrhythmus. Da E-Autos aber keine Abgase ausstoßen, fällt die Abgasuntersuchung weg. Die HU-Kosten für E-Auto-Fahrer sind bei Tüv und Co. daher rund 40 Euro niedriger als für Fahrer von Verbrennern. In der Regel bezahlst Du zwischen 55 und 75 Euro für die HU Deines Stromers.
Weitere Themen
- Kfz-Versicherung
- Falsche Angaben in der Kfz-Versicherung
- Totalschaden und Restwert nach Unfall
- Kfz-Haftpflichtversicherung
- Kfz-Versicherung wechseln
- Gebrauchsanweisung Huk24-Rechner
- Kfz-Versicherung der Allianz
- Kfz-Versicherung der Debeka
- Kfz-Versicherung der Europa
- Kfz-Versicherung der HDI
- Kfz-Versicherung der Huk24
- Kfz-Versicherung der S-Direkt
- Kfz-Versicherung der WGV
- Nutzungsausfallentschädigung statt Mietwagen
- Reparaturkosten und Kfz-Versicherung
- Kfz-Versicherung für Fahranfänger
- So viel bringen Tarifmerkmale
- Kfz-Versicherung der Admiral Direkt
- Kfz-Versicherung der Axa
- Kfz-Versicherung der DEVK
- Kfz-Versicherung der Generali
- Kfz-Versicherung der Huk-Coburg
- Kfz-Versicherung der LVM
- Kfz-Versicherung der VHV-Gruppe
* Was der Stern bedeutet:
Finanztip ist kein gewöhnliches Unternehmen, sondern gehört zu 100 Prozent zur gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.
Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, eigenständig die für sie richtigen Finanzentscheidungen zu treffen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).
Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links jedoch anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion ausführlich analysiert und empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.
Für uns als gemeinwohlorientiertes Unternehmen hat es natürlich keinen Einfluss auf die Empfehlungen, ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.
Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.





