Wie gut ist deine Betriebsrente?

  • Hi Foristen 😊

    Mich wĂŒrde interessieren welchen DurchfĂŒhrungsweg der Betriebsrente ihr habt oder nutzt?

    Zahlt euer Arbeitgeber die vollen BeitrÀge oder einen Teil? Wenn ja wie viel?

    Welche Rolle gebt ihr der Betriebsrente in eurer AV-Planung? Möchtet ihr eine Kapitalauszahlung, Rentenzahlung oder evtl. eine ratierliche Auszahlung?

    Aktuell beschĂ€ftige ich mich intensiver mit dieser Thematik und finde so wenige Inhalte, worin mal frei (auch mit konkreten Zahlen, MonatsbeitrĂ€gen, Projektionen bis zur Rente) verglichen wird. Da es so viele verschiedene Möglichkeiten gibt bin ich daher auf eure Varianten extrem gespannt 👏

    Vielen Dank vorab!

  • Meine Bilanz zum Thema Betriebsrente ist rĂŒckblickend eher niederschmetternd.

    Mein Arbeitgeber hat regelmĂ€ĂŸig in eine UnterstĂŒtzungskasse eingezahlt, was am Ende gut 20.000 Euro an Auszahlung ergeben hat (vor Abzug von PV und teilweise KV).

    Als zweite Betriebsrente hatte ich 2003 eine Gehaltsumwandlung abgeschlossen. Mein Arbeitgeber hat nicht mehr dazu gezahlt als gesetzlich vorgeschrieben. Heute mĂŒsste er mehr zahlen, ich habe den Vertrag nicht bis zum Rentenalter fortgefĂŒhrt. Zum einen weil die versprochene Absicherung nicht funktioniert hat. Der unzureichende Ausgleich durch den Arbeitgeber und last but not least die fast nicht vorhandene Rendite des Vertrags. Verdient haben der Makler, die Versicherung und mein Arbeitgeber.

    Fazit: Meine beiden Betriebsrenten decken nach Abzug der Pflegeversicherung und teilweisem Abzug der Krankenversicherung ca. 3 % meiner monatlichen Ausgaben.

  • Betriebsrenten nach 1999 sind meist sehr schlecht.

    Davor gab es Leistungszusagen.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Meine Betriebsrente begann vor 26 Jahren, wurde ausschließlich durch den Arbeitgeber ĂŒbernommen, Problem ist bei Auszahlung, Steuern und Sozialabgaben. Ich lass mir meine auf einmal auszahlen. Privat wĂŒrde ich keine abschließen, es sei denn der Arbeitgeber gibt mindestens 50% dazu. Aber dazu hat ja Finanztip sich intensiv geĂ€ußert.

  • Ich bin quasi pflichtversichert ĂŒber die VBL. Der Arbeitgeber zahlt monatlich 5,49%, ich 1,81% meines Bruttos dort ein. Und dann gibt es eine Punktesystem analog zur Deutschen Rentenversicherung. Ich bin nie tiefer eingestiegen, was mit den BeitrĂ€gen eigentlich passiert. Weil der AG-Anteil aber so groß ist und ich ohnehin kein Wahl habe, bleibe ich einfach gespannt, was am Ende rauskommt. Die jĂ€hrliche Übersicht, die ich diesbezĂŒglich zugeschickt bekomme, stimmt mich erst einmal positiv.

  • Betriebsrenten nach 1999 sind meist sehr schlecht.

    Davor gab es Leistungszusagen.

    Hast du eine Leistungszusage? Wie ist die ausgestaltet? AG-Anteil ist wie hoch? Ich frage so konkret weil ich selbst ebenfalls eine Direktzusage habe - glĂŒcklicherweise voll vom AG bezahlt. Muss man strenggenommen als Teil der Gehaltszahlung sehen und bin froh darĂŒber.

    Was mich aber nervt, ist das es immer nur den jĂ€hrlichen Kapitalbaustein gibt (3% vom Jahresbrutto × mit einem Altersfaktor) gibt. Ansonsten aber keine Bestandsverzinsung.. d.h. das Kapital nimmt nur zu, sofern ein jĂ€hrlicher Baustein hinzukommt und arbeitet nicht "von alleine" durch einen Zinseszinseffekt đŸ„Č wie war/ist das bei deiner Betriebsrente?

  • Meine Betriebsrente begann vor 26 Jahren, wurde ausschließlich durch den Arbeitgeber ĂŒbernommen, Problem ist bei Auszahlung, Steuern und Sozialabgaben. Ich lass mir meine auf einmal auszahlen. Privat wĂŒrde ich keine abschließen, es sei denn der Arbeitgeber gibt mindestens 50% dazu. Aber dazu hat ja Finanztip sich intensiv geĂ€ußert.

    Wow darf ich fragen wie viel da zusammengekommen ist ĂŒber die Jahre?

    Welchen DurchfĂŒhrungsweg hast du und wie wird das Geld angelegt? Frage ist auch ob du ĂŒberhaupt detaillierte Einblicke dazu erhĂ€ltst oder nicht (?) 😊

  • Ich bin quasi pflichtversichert ĂŒber die VBL. Der Arbeitgeber zahlt monatlich 5,49%, ich 1,81% meines Bruttos dort ein. Und dann gibt es eine Punktesystem analog zur Deutschen Rentenversicherung. Ich bin nie tiefer eingestiegen, was mit den BeitrĂ€gen eigentlich passiert. Weil der AG-Anteil aber so groß ist und ich ohnehin kein Wahl habe, bleibe ich einfach gespannt, was am Ende rauskommt. Die jĂ€hrliche Übersicht, die ich diesbezĂŒglich zugeschickt bekomme, stimmt mich erst einmal positiv.

    Hast du dir ĂŒberlegt das zu simulieren bis zum Rentenalter - um das als Teil deiner Altersversorgung mitzuberĂŒcksichtigen?

    WĂ€re schön mal zu erfahren wie es angelegt ist und ob es Bestandsverzinsung gibt.. in meiner bAV wird auch voll vom AG ĂŒbernommen (glĂŒcklicherweise) aber leider gar nicht angelegt. Es gibt nur einen Altersfaktor mit dem die jĂ€hrliche Einzahlung multipliziert wird 💡

  • Mich wĂŒrde interessieren welchen DurchfĂŒhrungsweg der Betriebsrente ihr habt oder nutzt?

    meine BAV lĂ€uft als "UnterstĂŒtzungskasse"

    eingezahlt hat der AG mit 3,5% vom Gehalt und ich nochmals 4,0% vom Gehalt

    ĂŒber 25 Jahre waren das insgesamt Einzahlungen von 360k

    seit ich 60 bin (und nicht mehr arbeite) bekomme ich monatliche Auszahlung von € 1400

    ich habe mich fĂŒr die monatliche Auszahlung meiner BAV entschieden, weil diese bis zu meinem Lebensende und darĂŒber hinaus an meine Witwe zahlen wird

  • Bei mir IGM Konzern mit Direktzusage, die noch aus guten alten Zeiten stammt.

    2,5% vom Brutto (AG finanziert) x Altersfaktor wird jĂ€hrlich eingezahlt. DarĂŒber wird eine Verzinsung von ca. 5% pa erzielt. Hinzu kommt ein ĂŒberragender Verrentungsfaktor von ca. 180, d.h. angesammeltes Kapital geteilt durch 180 = Monatsrente lebenslang incl. Steigerung von 1% pa.

    Damit habe ich nach 26Jahren ca. 1000EUR monatliche Rentenzahlung sicher, wĂŒrde ich bis 67 durchziehen, kĂ€men ca. 1500EUR Rentenzahlung heraus

    Des weiteren können freiwillig bis zu 4% in eine Pensionskasse eingezahlt werden, was aber deutlich weniger attraktiv ist. Hat man dies aber ausgeschöpft kann man weitere 4% bzw. beliebige BeitrÀge oberhalb der BBG in die Direktzusage mit o.g Verzinsung umwandeln.

  • Bin genauso wie Pfeffersack in der VBL. Kann ich mich nicht gegen wehren.

    Gibt auch einen ganz brauchbaren Rechner auf bei der VBL und Kundenportal kann man sich auch seine persönliche Hochrechnung erstellen lassen.

    VBL. Betriebsrentenrechner

    Nur wie und wo das ganze Angelegt ist geht auch aus dem GeschÀftsbericht der VBL nicht hervor. Das ganze ist eine "Black Box" .

    Rechne ich aber alles zusammen mit GRV und VBL ist meine RentenlĂŒcke eigentlich verschwindend gering. Das habe ich vor 15 Jahren meinem Schwiegervatter unter die Nase gehalten als er noch bei der AWD gearbeitet hat und mir eine Rentenversicherung verkaufen wollte. Das hat zum GlĂŒck nicht geklappt.

    Ansonsten kann ich zu privaten Betriebsrenten leider nicht viel gutes Sagen. Das Ding z.B. von meiner Schwester ist eine finanzielle Vollkatastrophe mit hohem vierstelligen Verlust und ĂŒber 20€ die an RentenansprĂŒchen dauerhaft bei der GRV verloren sind. So ein richtiges "Armsparprodukt" zu Subventionierung der "Notleidenden" Versicherungsindustrie.

    Der Gedanke der bAV an sich gut, aber leider gibt es viele Kostenverseuchten Armsparprodukte die Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausbluten lassen. Eine Rendite ĂŒber der Inflation findest du selten in diesen Produkten.

    Hartmut Walz hat einige BlogbeitrĂ€ge zur bAV geschrieben. Ist fĂŒr Arbeitnehmer und Arbeitgeber interessant.

    mocean lies z.b. mal diesen Artikel. Dann hast du einen Überblick ĂŒber die Fallstricke.

    bAV - BetrĂŒbliche Altersversorgung - Prof. Dr. Hartmut Walz

    Ansonsten wĂŒnsche ich gute Finanzentscheidungen.

  • meine BAV lĂ€uft als "UnterstĂŒtzungskasse"

    eingezahlt hat der AG mit 3,5% vom Gehalt und ich nochmals 4,0% vom Gehalt

    ĂŒber 25 Jahre waren das insgesamt Einzahlungen von 360k

    seit ich 60 bin (und nicht mehr arbeite) bekomme ich monatliche Auszahlung von € 1400

    ich habe mich fĂŒr die monatliche Auszahlung meiner BAV entschieden, weil diese bis zu meinem Lebensende und darĂŒber hinaus an meine Witwe zahlen wird

    Mega! Tolle Leistung vom AG. Herzlichen GlĂŒckwunsch 😊 das ist mehr als so manche als gesetzliche Rente bekommen

    Hast du Details ĂŒber die Art der Anlage erhalten?

  • Bei mir IGM Konzern mit Direktzusage, die noch aus guten alten Zeiten stammt.

    2,5% vom Brutto (AG finanziert) x Altersfaktor wird jĂ€hrlich eingezahlt. DarĂŒber wird eine Verzinsung von ca. 5% pa erzielt. Hinzu kommt ein ĂŒberragender Verrentungsfaktor von ca. 180, d.h. angesammeltes Kapital geteilt durch 180 = Monatsrente lebenslang incl. Steigerung von 1% pa.

    Damit habe ich nach 26Jahren ca. 1000EUR monatliche Rentenzahlung sicher, wĂŒrde ich bis 67 durchziehen, kĂ€men ca. 1500EUR Rentenzahlung heraus

    Des weiteren können freiwillig bis zu 4% in eine Pensionskasse eingezahlt werden, was aber deutlich weniger attraktiv ist. Hat man dies aber ausgeschöpft kann man weitere 4% bzw. beliebige BeitrÀge oberhalb der BBG in die Direktzusage mit o.g Verzinsung umwandeln.

    Wow grandiose Leistung und spĂŒrbar in deiner "Vorsorgeplanung" 😊👏

    Verzinsung von 5% p.a. sind natĂŒrlich ein Brett! Ich habe auch eine 100% AG-finanzierte Direktzusage aber erhalte "nur" den Altersfaktor als Verzinsung. D.h. 3% vom Jahresbrutto, z.B. 2000€ × Altersfaktor 3,5 = 7000€ Einzahlung fĂŒr ein Jahr.

    Ansonsten gibt es leider keine Bestandsverzinsung. đŸ€š da wĂ€re so viel mehr Potenzial. Mit 67 bei durchgehender BeschĂ€ftigung wĂ€ren so knapp 230.000€ Kapital. Ist schon super aber noch nicht versteuert + keine SV-Abgaben.

    Mit einer Bestandsverzinsung von 5% wie bei dir wĂŒrde da locker mehr als das Doppelte herauskommen. Das wĂ€re ein echter Gamechanger đŸ„Č

  • Ich erwarte ehrlicherweise auch jederzeit eine Verschlechterung der Konditionen fĂŒr die Zukunft seitens des AGs (bisherige Bausteine haben natĂŒrlich Bestandsschutz), in den letzten Jahren sind schon so manche Goodies aus den besseren Tagen abgeschafft worden..

  • Hast du dir ĂŒberlegt das zu simulieren bis zum Rentenalter - um das als Teil deiner Altersversorgung mitzuberĂŒcksichtigen?

    WĂ€re schön mal zu erfahren wie es angelegt ist und ob es Bestandsverzinsung gibt.. in meiner bAV wird auch voll vom AG ĂŒbernommen (glĂŒcklicherweise) aber leider gar nicht angelegt. Es gibt nur einen Altersfaktor mit dem die jĂ€hrliche Einzahlung multipliziert wird 💡

    Ich bekomme jĂ€hrliche eine Auskunft analog zur jĂ€hrlichen Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung. Da wird dann ganz Ă€hnlich prognostiziert, was spĂ€ter rumkommt, wenn man weiterhin so verdient und dabei einen Inflationsausgleich berĂŒcksichtigt.

    FĂŒr die Altersvorsorge berĂŒcksichtige ich das. Allerdings momentan nur r, in dem ich meinen Eigenanteil in meine Sparquote mit einbeziehe. FĂŒr das Berechnen der RentenlĂŒcke gibt es momentan noch zu viele unsichere Faktoren und wir begegnen dem momentan mit einer potentiell zu hohen Sparquote. In zehn Jahren wird dann spitz abgerechnet :)

    Bin genauso wie Pfeffersack in der VBL. Kann ich mich nicht gegen wehren.

    Gibt auch einen ganz brauchbaren Rechner auf bei der VBL und Kundenportal kann man sich auch seine persönliche Hochrechnung erstellen lassen.

    VBL. Betriebsrentenrechner

    Nur wie und wo das ganze Angelegt ist geht auch aus dem GeschÀftsbericht der VBL nicht hervor. Das ganze ist eine "Black Box" .

    Ich bin sehr dankbar fĂŒr deinen Beitrag, weil ich mich jetzt schon fast an die Recherche gemacht hĂ€tte 😅 Aber das deckt sich mit meinem bisherigen Eindruck: Durchschaubar ist anders.

    Zur "Rendite" habe ich auf der Homepage der VBL folgendes gefunden:


    "Neben den Versorgungspunkten fĂŒr zusatzversorgungspflichtiges Entgelt sowie den möglichen Versorgungspunkten fĂŒr soziale Komponenten werden dem Versorgungskonto im Rahmen der Überschussverteilung gegebenenfalls noch so genannte Bonuspunkte (Überschussanteile; VBL-Satzung § 68) gutgeschrieben.

    Hierzu wird jĂ€hrlich bis zum Jahresende fĂŒr das vorangegangene GeschĂ€ftsjahr festgestellt, ob und in welchem Umfang Bonuspunkte vergeben werden können. Grundlage fĂŒr die Berechnung der Bonuspunkte ist eine versicherungstechnische Bilanz, in der ein tatsĂ€chlicher (Abrechnungsverband Ost) bzw. fiktiv (Abrechnungsverband West) errechneter Überschuss aus KapitalertrĂ€gen errechnet wird.

    Soweit keine Kapitaldeckung vorhanden ist, sondern die Leistungen aus den laufenden Umlagen finanziert werden, wird die durchschnittliche laufende Verzinsung der zehn grĂ¶ĂŸten Pensionskassen in der Bundesrepublik Deutschland als unterstellte Verzinsung zugrunde gelegt.

    Der so ermittelte Überschuss wird um den Aufwand fĂŒr die sozialen Komponenten und die Verwaltungskosten vermindert. Ein gegebenenfalls verbleibender Überschuss fließt den Versorgungskonten der Versicherten in Form von Bonuspunkten zu. Voraussetzung ist ein entsprechender Beschluss des Verwaltungsrates der VBL auf Vorschlag des Verantwortlichen Aktuars. Bonuspunkte fĂŒr ein abgeschlossenes Kalenderjahr können fĂŒr die Versicherten vergeben werden, die am Ende des folgenden GeschĂ€ftsjahres

    • pflichtversichert sind oder
    • beitragsfrei versichert sind und eine Wartezeit von 120 Umlage-/Beitragsmonaten erfĂŒllt haben."

    Also grundsÀtzlich gibt es Versorgungspunkte, die einen garantierten Rentenbetrag versprechen. Rendite gibt es dann in Form von Bonuspunkten, wenn es gerade gut lÀuft.

  • Hast du Details ĂŒber die Art der Anlage erhalten?

    Details gab es dazu keine, nur dass die BeitrĂ€ge bei einer Lebensversicherung angelegt werden wĂŒrden.

    die Konditionen fĂŒr neue Mitarbeiter in spĂ€teren Jahren waren dann natĂŒrlich auch nicht mehr so attraktiv, wie die, die meine Kohorte bekommen hat.

  • Aktuell beschĂ€ftige ich mich intensiver mit dieser Thematik und finde so wenige Inhalte, worin mal frei (auch mit konkreten Zahlen, MonatsbeitrĂ€gen, Projektionen bis zur Rente) verglichen wird.

    Die hÀtten mir persönlich auch nichts gebracht.

    Ich habe drei BAVs, alle drei beim/vom selben AG (IGBCE):

    1. Eine vollstĂ€ndig vom AG gezahlte BAV, die dieser irgnedwie auf Basis des letzen Tarifgehaltes, der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem offiziellen Rentenwert (der DRV) und was weiss ich noch alles berechnet. Ja, kann ich alles nachlesen, wenn ich Spaß daran hĂ€tte. Diese BAV erhalten nur Mitarbeiter, die vor Ende 2005 bei dem AG begonnen haben.
      Nachteil: die recht hohe Rente wird zwar marktgerecht alle paar Jahre im Alter angepasst, verringert sich aber bei einem Rentenbeginn vor der Regelaltersgrenze pro Monat um 0,4%.
    2. Chemie Pensionsfonds. Da habe ich von 2007 bis 2021 eingezahlt, inkl. TarifzuschĂŒssen des AG. Seit 2021 ist sie beitragsfrei gestellt, da unser Konzern-BR mit dem AG eine (bisher jedenfalls) bessere BAV ausgehandelt hat.
      Ich habe weder jemals die Rendite berechnet noch mich darĂŒber informiert, wie die BAV das Geld investiert. Nachdem zweimal der Rentenfaktor massiv gekĂŒrzt wurde, wird diese zu Rentenbeginn als Einmalbetrag ausgezahlt.
    3. Die "neue" BAV, mit etwas mehr AG ZuschĂŒssen und potentiell höherer Rendite. Auch da fließen die gesamten Tarif-ZuschĂŒsse des AG rein, was bei meinem Eigenbetrag einen AG-Zuschuss von 53% ergibt.
      Alle Einzahlungen (AG+AN) sind sofort als Garantiebetrag "gesichert". Dazu gibt es, altersabhĂ€ngig, eine Anlage von 90% (bis zum Alter von 50) bis 0% (ab dem Alter von 65) in den weltweiten Aktienmarkt. Damit ergab sich seit 2021 eine (nicht garantierte) Rendite von gut 5% p.A. Alles natĂŒrlich Brutto.

    BAV 3 habe ich grob durchgerechnet. Ich wĂ€re ĂŒber den selben Zeitraum (Rente mit 63, also 11 Jahre Einzahlung), der reinen Auszahlung meines Beitrages als Netto und Anlage bei 7% Rendite p.A. auf annĂ€hernd dem selben Netto-Endbetrag gekommen wie bei der BAV mit Einmal-Auszahlung. Beides jeweils nach Steuern und die BAV nach vollem GKV/PV Beitrag.

    Wobei bei der BAV die (nicht zugesicherte) Rendite nicht eingerechnet ist.

    Somit kann 2033 der Markt um 50% fallen, ich erhalte keine Rendite in der BAV, aber einen schon heute planbaren Betrag aus der BAV, der dazu fĂŒhrt, dass ich vermutlich 6-12 Monate spĂ€ter anfangen werde, mein ETF-Depot zu verbrauchen.

    Ich frage so konkret weil ich selbst ebenfalls eine Direktzusage habe - glĂŒcklicherweise voll vom AG bezahlt.

    Dann kannst Du, außer einem AG-Wechsel, sowieso nichts daran Ă€ndern. Was nĂŒtzen Dir konkrete Berechnungswege anderer BAVs, wenn diese nur fĂŒr exakt einen AG gelten und dort ggf. auch nicht mehr fĂŒr neue Mitrarbeiter?

    Ich kenne weder die BeitrĂ€ge/RĂŒckstellungen des AG noch die Anlage fĂŒr meine BAV 1. Interessiert mich auch nicht, ich erhalte jĂ€hrlich die Übersicht der zu erwartenden Mindestrente mit 63 und 67 (und bei heutiger KĂŒndigung des Arbeitsvertrages). Mehr brauche ich nicht, außer dem Vertrauen in meinen AG und den von ihm gewĂ€hlten DurchfĂŒhrungsweg (Insolvezabsicherung und co.). Eine Einmalauszahlung ist sowieso nicht möglich.

    Alle obigen drei BAVs waren/sind nur fĂŒr MA dieses Konzerns in D zugĂ€nglich. Der CPF dĂŒrfte vermutlich bei allen IGBCE-gebundenen Betrieben verfĂŒgbar sein, falls diese nicht einen Ă€hnlichen Haustarifvertrag fĂŒr eine andere BAV haben.

    Mit einer Bestandsverzinsung von 5% wie bei dir wĂŒrde da locker mehr als das Doppelte herauskommen.

    Klar, man will immer eine hohe Rendite und die Sicherheit, am Ende auch diese Rendite ausgezahlt zu bekommen. Meine BAV 3 landet nur bei solchen theoretischen (garantierten) Werten, weil ich mit nur 2200€ Einzahlung im Jahr soviel Förderung erhalte. Diese wĂŒrde mit erhöhter Eigenleistung prozentual bedeutend geringer ausfallen (25% Förderung).

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