Mich ärgern hysterische faktenferne Posts.
Bei Klingbeil ist davon die Rede, dass Änderungen bestehende Ehen nicht betreffen sollen. Und das nehm ich ihm an, er ist ja nicht doof. Würde ja sonst zu Chaos führen.
Mich ärgern hysterische faktenferne Posts.
Bei Klingbeil ist davon die Rede, dass Änderungen bestehende Ehen nicht betreffen sollen. Und das nehm ich ihm an, er ist ja nicht doof. Würde ja sonst zu Chaos führen.
Das Ehegattensplitting ist (vermute ich) kein Selbstzweck. Daher könnte man natürlich überlegen, ob die Förderung von Familien (das scheint mir die förderungswürdige Institution zu sein) auch ohne die Effekte hinbekommen, die wir (wahrscheinlich) nicht wollen.
Genauso sehe ich das auch.
Die Förderung von Familien mit kleinen Kindern kann man auch ohne Ehegattensplitting oder kostenlose Mitversicherung in der KV angehen z.B. durch höhere Kinderfreibeträge oder höheres Kindergeld.
Genauso sehe ich das auch.
Die Förderung von Familien mit kleinen Kindern kann man auch ohne Ehegattensplitting oder kostenlose Mitversicherung in der KV angehen z.B. durch höhere Kinderfreibeträge oder höheres Kindergeld.
Lieber das Kindergeld, denn da kann man mit absoluten Beträgen (mit Inflationsautomatik) fördern, Freibeträge nutzen hauptsächlich denen am meisten die hohe Steuerlast haben, also kaum einem Mindestlohnempfänger.
Mich ärgern hysterische faktenferne Posts.
Bei Klingbeil ist davon die Rede, dass Änderungen bestehende Ehen nicht betreffen sollen. Und das nehm ich ihm an, er ist ja nicht doof. Würde ja sonst zu Chaos führen.
Falls ich damit gemeint war. Ich habe nur einmal durchgerechnet was derzeit diskuttiert wird und welche Auswirkungen das für mich haben würde - ich weiß nicht was daran faktenfern ist. Diese Simulation ist unabhängig davon zu verstehen, wer aktuell der Adressat von Hr Klingbeil ist. Natürlich ist Hr Klingbeil nicht doof und sein Vorschlag ist ein mediales Antesten, klar! Aber das Problem ist, das man in einer Zeit lebt, in der 1 Tag nach einer Wahl das Gegenteil von dem gemacht wird, was man vorher gesagt hat. Von daher muss man skeptisch sein. Außerdem ist es doch vollkommen klar, dass ein Ehegattensplitting alle betreffen muss ggfs. in Abstufungen je älter man ist. Übrigens leben wir schon im Chaos!
Verzeihung, aber wenn das so kommt bitte ich um Verständnis, wenn ich fortan auf diesen Staat .......! (Pardon!)
Du lebst in überhaupt keinem Chaos. In einem „Chaos“ würdest du nämlich nicht 6000 € netto heimbringen.
Du musst nicht alles jetzt gnadenlos ins Negative ziehen. Ich glaube mit Sicherheit, dass deine Frau auch für brutto etwa 620 € arbeiten könnte.
Ich verdiene nach Steuern, Abgaben etc. 6.300 EUR netto monatlich ... aber wenn das so kommt bitte ich um Verständnis, wenn ich fortan auf diesen Staat .......! (Pardon!)
Dabei träfe es mit dir den Richtigen. Du hast es nämlich dicke.
Ich verdiene nach Steuern, Abgaben etc. 6.300 EUR netto monatlich (was mir nicht geschenkt wird, sondern ich hart erarbeiten muss u.a. mit wenig Zeit für meine Familie), meine Frau ist gesundheitlich nur in der Lage einen Minijob mit rd 500 EUR netto monatlich auszuüben, darüber hinaus haben wir ein Kind von 14 Jahren.
Deiner Schilderung entnehme ich, dass Deine Frau in der Lage ist, Dir den Rücken so frei zu halten, dass Du das nicht unerhebliche Einkommen erzielen kannst. Als wirtschaftliche Einheit steht Ihr also nicht gerade schlecht da, oder?
Alles anzeigenVerbessere mich bitte, wenn es falsch ist.
https://www.lohnsteuer-kompakt.de/rechner/veranlagungsrechner
Rechne es doch selbst aus.
(...)
Je höher die Differenz zwischen den Gehältern, umso höher ist das Ersparnis. Oder die geforderte erhöhte Steuernachzahlung.
Wenn es kein Ehegattensplitting mehr gäbe, dann würden die Steuerklassen 3 und 5 sicher wegfallen und der Lohnsteuerabzug würde ziemlich genau der letztendlichen Steuerlast entsprechen, d.h. es gibt keine Nachzahlung.
Aber vielleicht meinst du einfach, dass insgesamt mehr Steuern zu zahlen wären. Das ist natürlich korrekt, aber das hat jetzt nichts mit Nachzahlungen oder Erstattungen zu tun.
Mich würde die Version der Situation aus Sicht der Gattin interessieren![]()
Da wird also der Dauerbrenner von Roten und Grünen wieder mal hochgekocht. Mit der Begründung, dass man diese furchtbare Benachteiligung der Frauen endlich abschaffen will. Wenn das Ehegattensplitting abgeschafft wird, dann gehen wieder mehr Frauen arbeiten. Dümmer geht es wohl nicht.
Sollten die das wirklich umsetzen, und zwar auch für bestehende Ehen, dann wird meine Frau einfach schon nächstes Jahr in Rente gehen. Sie verdient nämlich ganz gut und ich habe nur eine bescheidene Rente. In der Folge würde die Abschaffung des Splittings uns jeden Monat ca. 1100 EUR mehr an Steuern bescheren.
Ich bin mal gespannt, bei welcher der nächsten Wahlen die SPD unter 5% bleibt. In BW hat es ja letztens schon fast geklappt.
Aufregung, Drama, Aufmischen. Wem gehts dadurch besser? Da wird auf Krampf Skandal zelebriert von Leuten, die gar nicht betroffen sein werden.
Aufregung, Drama, Aufmischen. Wem gehts dadurch besser? Da wird auf Krampf Skandal zelebriert von Leuten, die gar nicht betroffen sein werden.
Und dann werfen sie den anderen noch Ideologie vor. Wie sagt man noch: „genau mein Humor“
Aufregung, Drama, Aufmischen. Wem gehts dadurch besser? Da wird auf Krampf Skandal zelebriert von Leuten, die gar nicht betroffen sein werden.
Richtig: da merkt mal wieder diese Lust des „Teutschen“ alles komplett nörglerisch, frustriert und hoffnungslos zu sehen.
Und bei Einsparungen soll man nie selbst betroffen sein.
Und genörgelt wird sogar, wenn man gar nicht betroffen ist.
Am besten fragt man die, bei denen die Ehe gescheitert ist, ob andere, bei denen es (noch) gut läuft, weiterhin einen Vorteil von den bisherigen Regelungen haben sollen.
Am besten fragt man die, bei denen die Ehe gescheitert ist, ob andere, bei denen es (noch) gut läuft, weiterhin einen Vorteil von den bisherigen Regelungen haben sollen.
Das ist eine gute Idee.
Vermutlich werden dir dann einige ehemalige Hausfrauen sagen, dass sie auch aufgrund des Ehegattensplittings nie wieder richtig in ihren Job zurückgekehrt sind ("es hätte finanziell einfach keinen Sinn gemacht") und jetzt wo sie plötzlich wieder komplett für sich alleine sorgen müssen diese Entscheidung bitter bereuen.
Das ist eine gute Idee.
Vermutlich werden dir dann einige ehemalige Hausfrauen sagen, dass sie auch aufgrund des Ehegattensplittings nie wieder richtig in ihren Job zurückgekehrt sind ("es hätte finanziell einfach keinen Sinn gemacht") und jetzt wo sie plötzlich wieder komplett für sich alleine sorgen müssen diese Entscheidung bitter bereuen.
Ja, kommt gleich.
So, ich gebe dann auch mal noch meinen Senf dazu.
Das Einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre, dass man das Ehegattensplitting auf ein Familiensplitting erweitert.
Das hatte ich auch schon mal vorgeschlagen. Wo ist der Unterschied zwischen der Bedarfsgemeinschaft Eheleute und den unverheirateten Eltern. Das würde ich von den Verfechtern der grundrechtlich geschützen Ehe und Kritikern der wilden Ehe angegangen. Wieso müssen Karriere-Klaus und (leidenschaftliche) Friseur-Silke vom Ehegattensplitting profitieren, wenn sie keine Kinder haben und jeder Vollzeit im Wunschberuf arbeiten? Aber Eltern ohne Trauschein werden benachteiligt?
Es gibt sehr wohl Frauen, die gerne mehr beruflich machen wollen. Und dann rechnet er vor, dass sich das nicht lohnt. Das wars dann wieder mit Selbstbestimmung, Gleichberechtigung.
Splitting weg, für wenig Begüterte ohne Nachteil und alle anderen können auch ohne auskommen wie viele andere auch.
Das hört sich eher nach der (völlig bescheuerten, aber leider immer noch verbreiteten) Diskussionen wegen Steuerklassen, als nach Ehegattensplitting an. Mein Gegenargument wäre da ganz einfach "Soll ich dir mal verrechnen, was uns deine Lohnerhohung steuerlich kostet? Die rechnet sich ja auch nicht"
Das stimmt so nicht.
Entscheidend ist das zu versteuernde Einkommen der Ehepartner in Summe.
Dabei spielt es keine Rolle ob einer 0 Euro und der andere 100.000 Euro oder beide 50.000 Euro verdienen.
Du hast, glaube ich, das System des Ehegattensplitting nicht verstanden. Mit Splitting spielt es natürlich keine Rolle. Ohne Splitting ist die Steuerlast bei 100k und 0 deutlich höher.
Bei Klingbeil ist davon die Rede, dass Änderungen bestehende Ehen nicht betreffen sollen. Und das nehm ich ihm an, er ist ja nicht doof. Würde ja sonst zu Chaos führen.
Das Chaos sehe ich eher, wenn die bestehenden Ehen weiter bevorzugt werden und die neuen nicht. Und was ist, wenn sich die Ehepartnern scheiden lassen und in ein paar Jahren doch wieder zu einander finden und erneut heiraten. Ist das dann eine neue Ehe oder wird die alte Ehe wieder aufgenommen?
Grundsätzlich bin ich schon für das Ehegattensplitting, allerdings muss es unbedingt reformiert werden. Der Fokus sollte viel mehr auf dem Faktor Familie liegen. Damit werden sowohl die Steuereinnahmen, als auch die Sozialsysteme langfristig gesichert. Und auch Care-Arbeit sollte steuerlich begünstigt werden (was das Ehegattensplitting ja auch tut). Da sollte eher die dämliche Steuerklassenkombination III/V abgeschafft werden und entweder alles mit IV/IV oder IV/IV Faktor gerechnet werden. Damit wird manchen finanziellen Unterdrückern in der Ehe ordentlich Wind aus den Segeln genommen.
Wo ist der Unterschied zwischen der Bedarfsgemeinschaft Eheleute und den unverheirateten Eltern. Das würde ich von den Verfechtern der grundrechtlich geschützen Ehe und Kritikern der wilden Ehe angegangen. Wieso müssen Karriere-Klaus und (leidenschaftliche) Friseur-Silke vom Ehegattensplitting profitieren, wenn sie keine Kinder haben und jeder Vollzeit im Wunschberuf arbeiten? Aber Eltern ohne Trauschein werden benachteiligt?
Ich bin bei dir, dass prinzipiell Familien unterstützt werden sollten und nicht unbedingt DINKs.
Das mit der Benachteiligung der Unverheirateten kann ich allerdings nicht so recht nachvollziehen. Es steht doch jedem frei zu heiraten ![]()
Als ehemaliger Profiteur eines Ehegattensplitting war ich schon immer dafür, daraus ein Familiensplitting zu machen, also Kinder als Voraussetzung zu machen.
Und hinsichtlich „mehr arbeiten“, kenne ich mehrere Familien mit kleinen Kindern, in denen beide Elternteile förmlich gezwungen sind, Teilzeit zu arbeiten, weil die Betreuungszeiten mehr nicht hergeben und immer weiter gekürzt werden.
Da sollte eher die dämliche Steuerklassenkombination III/V abgeschafft werden und entweder alles mit IV/IV oder IV/IV Faktor gerechnet werden. Damit wird manchen finanziellen Unterdrückern in der Ehe ordentlich Wind aus den Segeln genommen.
Das hat doch der „Söder Maggus“ schon längst abgelehnt…der lehnt ohnehin viel ab…