Spritpreise nur noch 1x/Tag Preiserhöhung

  • Dein Vorschlag ist sicherlich prinzipiell um Welten besser, aber halt ein so großer bürokratischer Aufwand (Wie differenzierst du zwischen den Gering- und Gutverdienern?), da

    Ne alle kriegen einfach die gleiche Pauschale, done. Das reicht dann schon um zum Supermarkt, Arzt etc zu kommen wenn es keine Öffis gibt. Wer beruflich fährt muss mit seinem Arbeitgeber reden wenn es nicht mehr reicht

  • Bei welchen Produkten sollte der Staat die Preise durch Steuer/Abgabenverzicht senken wenn sie steigen und bei welchen nicht?

    Ist es zum Meistern des Alltags wichtig, was Apple für Preise verlangt? Also ich hab von denen z.B. kein Gerät. Aber Lebensmittelpreise, Mobilitätspreise, Wohnpreise usw., also Preise, um die praktisch niemand herumkommt, die also sozusagen keinen Luxus bedeuten, die betreffen halt jeden. Das ist für mich die relevante Unterscheidung.

  • Aber wieso passiert das nur bei Benzin und nicht in nennswertem Ausmaß bei allen anderen von dir genannten Produkten und Dienstleistungen? Vllt ist es ja sogar ok wenn etwas teurer wird, dann gehen wir sparsamer damit um oder schauen uns doch nach Alternativen um

  • Aber wieso passiert das nur bei Benzin und nicht in nennswertem Ausmaß bei allen anderen von dir genannten Produkten und Dienstleistungen?

    Ah, das ist dein Punkt. Da bin ich bei dir! Das kotzt mich auch an … Bei Butter und Benzin rasten die Leute maximal aus. Das scheint halt … deutsche Leitkultur zu sein 8o

  • Was aber auch wahr ist: Anstatt sich als Bürger Gedanken zu machen (und auch zu agieren) wie man von fossilen Energieträgern wegkommt, wird eine Hetzkampagne gegen das „Heizungsgesetz“ gestartet, werden E-Autos verteufelt und es erfolgte ein kollektiver Aufschrei wegen des des angeblichen Verbrenner-Verbots ab 2035.

    Es ist nicht das erste und letzte Mal, dass es solche Kapriolen gab. Aber im Gegensatz zu den den 70er Jahren, gibt es marktreife Alternativen.

    Und zum Glück müssen wir nicht auf die Politik warten. Jeder kann sich selbst entscheiden und was machen. Am günstigsten ist auch, das Auto stehen zu lassen. 50% aller Autofahrten sind kürzer als 5km und 70% unter 10km. Bei dem Frühlingswetter perfekte Entfernungen fürs (E-)Bike. Auf 5km Stadtverkehr ist das Auto nur vernachlässigbar schneller.

    Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in D hier ein paar Schritte in die falsche Richtung gemacht hat. Strom ist teuer und das ist schlecht, wenn man alles elektrifizieren will. Und die massiv ausgeschütteten Förderungen verteuern die geförderten Produkte auch massiv. Beim Auto ist der Straßenpreis für einen ID4/Enyaq in Wunschausstattung seit Beginn der Diskussion um rund 3k gestiegen. Bei der WP wird das Thema ja schon lange diskutiert. Und bedenkt man, dass in beiden Fällen die jährlichen Verbrauchskosten im Vergleich zur Anschaffung relativ bescheiden sind...


    PS: bin wieder zurück im großen Kanton. Während in D über Ostern die Spritpreise nochmal gestiegen sind, waren im Wallis die Tankstellen die ganzen 6 Tage praktisch konstant. Eine einzige Preisänderung ist mir aufgefallen

  • Ah, das ist dein Punkt. Da bin ich bei dir! Das kotzt mich auch an … Bei Butter und Benzin rasten die Leute maximal aus. Das scheint halt … deutsche Leitkultur zu sein 8o

    Das gilt beides oft als Referenz für die gefühlte Inflation, da es sich um Güter handelt, die recht oft im Alltag gekauft werden (Butter eher klassisch, womöglich sinkend) und dadurch man ständig mit dem offensichtlichen Preisschild in Kontakt kommt. Veränderungen der Bepreisung von Butter oder Kraftstoff haben damit einen besonders starken Einfluss auf die gefühlte Inflation, die sich mitunter stark von der echten Inflationsrate unterscheiden kann, da die Preise von Energie und Lebensmitteln besonders schwankungsanfällig sind.

  • Butter kaufen wir zweimal im Jahr, zur Weihnachtsbäckerei und zum Spargel. Beim Spargel macht das aber nur wirklich marginal was am Gesamtpreis, egal.

    Aus interessierten Kreisen hört man ja schon durch, dass die CO2 Bepreisung das größte Problem sei, die politische Rechte hat diese sowieso schon im Visier.

    Ja das ist EU-Recht, genauso wie das Verbrenner-Aus.

  • Ist doch sehr übersichtlich.

    Der Deutsche mags halt übersichtlich, und kurz. Blöd nur, wenns dazu dann umfassendere Zusammenhänge gibt. Butter würde ich als Grundnahrungsmittel zu den Grundbedürfnissen zählen, und mit Begriffen wie Selbstversorgungsgrad, Agrarsubventionen etc. und den Zusammenhängen dazu könnte man ein Thema für sich sehr schnell füllen. Benzin ist auch ein Grundbedürfnis, solange einerseits die E-Mobilität (mit EE-Ausbau, mit Netzausbau, mit Speichern,...) und andererseits auch der ÖPNV in D nicht massiv ausgebaut ist. Und wenn man sich die Dauer (und tlw. auch Erfolgsquote) von Planungsverfahren in D anschaut, wird das noch (zu) lange der Fall sein. Wir schaffen städteplanerisch Arbeitsplätze und Versorgungseinrichtungen v.a. in Ober- und Mittelzentren, und sagen den Bewohnern der Unterzentren dann, sie sollen bloß ohne Benzin dahin kommen, weil in der Fahrradstraße eh keine Parkplätze zu finden sind. Zusammenhänge...

    Zur Raserei könnte man auch diverse Zahlen um sich schmeißen, die man im Netz so findet. Wir brauchen ein Tempolimit auf Autobahnen, damit in den innerstädtischen 30er Zonen weniger Menschen verunfallen. Wenn da diese blöden Zusammenhänge nicht wären. Dann lieber übersichtlich. Muss ja auch in Wahlplakate und Social-Media-Bildchen passen.

  • Der Deutsche mags halt übersichtlich, und kurz. Blöd nur, wenns dazu dann umfassendere Zusammenhänge gibt.

    Ich glaube, du konstruierst Zusammenhänge, wo es keine gibt. Dass wir auf einer kreuzungsfreien Einbahnstraße ohne nennenswerte Kurven sowie ohne nennenswerte Hindernisse am Straßenrand immer noch rund 300 Tote pro Jahr haben, sollte einem zu denken geben. Differenzgeschwindigkeiten von 100km/h und mehr sind einfach gefährlich und den meisten Leuten ist gar nicht klar, wie viel Strecke sie in der Reaktionszeit zurücklegen. Mal abgesehen davon, dass die Energie des einzelnen Fahrzeugs quadratisch mit der Geschwindigkeit steigt.


    Jeder hat die Möglichkeit selbst was zu tun, man muss nicht auf die Politik warten. Es muss ja nicht gleich die vollständige Umstellung auf Strom sein. Aber vor ziemlich genau 4 Jahren hatten wir schonmal ähnliche Spritpreise. Haben die Leute seither sparsame Autos gekauft? Nein...heute versucht immer noch fast jeder Neuwagen gleichzeitig ein Sportwagen und Geländewagen zu sein. Sparsame Autos verkaufen sich schlecht. Vermeiden die Leute Kurzstrecken mit dem Auto? Nein, sicher nicht. Jeder hat die Möglichkeit, auf ein sparsames Auto zu achten, Beruf und Wohnort räumlich zueinander zu bringen und unnötige Autofahrten zu reduzieren. Nicht fahren spart auch eine Menge Geld abseits vom Sprit. Aber der Deutsche hätte natürlich lieber, dass ihm die Goldrandlösung zum Nulltarif präsentiert wird. So klappt das aber nicht. Wer will, dass Alternativen zum Auto politisch Unterstützung erfahren, muss heute damit anfangen, nicht mehr für jede Strecke das Auto herzunehmen.

  • Zurück zum Thema Spritpreise...

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    An der Tanke: weiterhin sehr hohe Spritpreise. Bin mal gespannt, wann es wieder gen Süden geht und ob überhaupt. Klar: Osterreiserückkehrverkehr wird sicher nochmal abgewartet... :rolleyes:

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