Hausbau in 2-5 Jahren

  • Hey, ich bin Beamter, A10 Stufe 5, 30 Jahre alt und plane einen Hausbau in 2 bis 5 Jahren.

    Ich habe 45k Eigenkapital, allerdings alles auf Tagesgeld. Ist es korrekt, dass in einen MSCI World zu sparen zu risikoreixh für das Vorhaben ist? Also sollte ich lieber beim Tagesgeld bleiben? Ich bin Neuling im Bereich Aktien.

    Danke vorab!

  • Kater.Ka 14. April 2026 um 16:47

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ja, das wird als zu knapp angesehen, weil der Aktienmarkt in solchen Zeiträumen auch länger ins Minus rutschen kann. Z.B. Finanzkrise (wie 2008) morgen, dann braucht es u.U. mehrere Jahre, bis du wieder beim Einstandskurs bist. Und dann hast du das Geld nicht, wenn du es brauchst. Finanztip geht davon aus, dass am Aktienmarkt investiertes Geld 15 Jahre nicht gebraucht werden sollte, weil es damit zumindest in der Vergangenheit noch keine negative Rendite gab.

  • Ja, aus meiner Sicht ist ein Aktien-ETF Dafür zu risikoreich, wenn das Geld absehbar in 2-5 Jahren gebraucht wird. Das gilt vor allem für ein konkretes "ich plane", wenigere für "ich träume davon", "wäre schön, wenn"

    Ich hoffe, dass du neben den 45k Eigenkapital auch noch einen Notgroschen besitzt, also gewisse Notreserven behältst, um handlungsfähig zu bleiben (Stichwort Waschmaschine, Autoreparatur, ungeplante Mehrkosten beim Haus...)

    Auch scheinen mir 45k Eigenkapital noch relativ wenig, viele Banken erwarten 15-20% des Kaufpreises als Eigenkapital. Je mehr Eigenkapital, desto geringer der Zinssatz des Darlehens (Stichwort Beleihungsauslauf). Mein Rat wäre, die 2-5 Jahre zu nutzen, um kräftig weiterzusparen. So kannst du dich auch schon an die hohen Kreditraten gewöhnen und bekommst ein besseres Gefühl, was du an Rate dauerhaft stemmen kannst.

    Als Parkmöglichkeit fürs Geld würde ich ein ordentlich verzinstes Tagesgeldkonto empfehlen, siehe Finanztip-Empfehlungen. Aktionszinsen machen aus meiner Sicht nur Sinn, wenn du dann auch regelmäßig weiterwechselst. Sonst Angebote mit "dauerhaft guten" Zinsen wie GEFA oder Ayvens.

    Auch ein Geldmarkt-ETF bietet sich hier an. Sparpläne sind bei vielen Brokern kostenlos, Gebühren für die Auszahlung fallen nur einmal am Ende an, Gebühren für Einzelkäufe kann man oftmals durch einmalige Sparplanausführungen umgehen.

  • Ja, aus meiner Sicht ist ein Aktien-ETF Dafür zu risikoreich, wenn das Geld absehbar in 2-5 Jahren gebraucht wird. Das gilt vor allem für ein konkretes "ich plane", wenigere für "ich träume davon", "wäre schön, wenn"

    Ich hoffe, dass du neben den 45k Eigenkapital auch noch einen Notgroschen besitzt, also gewisse Notreserven behältst, um handlungsfähig zu bleiben (Stichwort Waschmaschine, Autoreparatur, ungeplante Mehrkosten beim Haus...)

    Auch scheinen mir 45k Eigenkapital noch relativ wenig, viele Banken erwarten 15-20% des Kaufpreises als Eigenkapital. Je mehr Eigenkapital, desto geringer der Zinssatz des Darlehens (Stichwort Beleihungsauslauf). Mein Rat wäre, die 2-5 Jahre zu nutzen, um kräftig weiterzusparen. So kannst du dich auch schon an die hohen Kreditraten gewöhnen und bekommst ein besseres Gefühl, was du an Rate dauerhaft stemmen kannst.

    Als Parkmöglichkeit fürs Geld würde ich ein ordentlich verzinstes Tagesgeldkonto empfehlen, siehe Finanztip-Empfehlungen. Aktionszinsen machen aus meiner Sicht nur Sinn, wenn du dann auch regelmäßig weiterwechselst. Sonst Angebote mit "dauerhaft guten" Zinsen wie GEFA oder Ayvens.

    Auch ein Geldmarkt-ETF bietet sich hier an. Sparpläne sind bei vielen Brokern kostenlos, Gebühren für die Auszahlung fallen nur einmal am Ende an, Gebühren für Einzelkäufe kann man oftmals durch einmalige Sparplanausführungen umgehen.

    Ja genau das wäre mein Plan, aktuell spare ich 1,3k monatlich und das würde ich weiterhin per Wechsel so lange dann auf Tagesgeld anlegen. Klar ein Notgroschen behalte ich natürlich zurück.

  • Hallo NRWLion178,

    wie die Vorschreiber schon bemerkten, sind Aktien oder Aktien- ETF bei Ihrer Planung zu risikoreich.

    Aber zwei andere Fragen, in den 2-5 Jahren wollen Sie sicherlich noch viel Eigenkapital ansparen? Wenn es wirklich ein „Haus“ sein soll, sollten Sie schon mindestens 100k Eigenkapital haben.

    Wie wollen Sie bauen? Die klassische Tippeltappeltour, d.h. Grundstück kaufen, Planung durch Architekten, Firmen beauftragen? Oder eine gebrauchte Immobilie kaufen? Oder etwas dazwischen?

    Im ersten Fall vergehen vom der ersten bis zur letzten Rechnung mindestens ein Jahr, meist länger. Da können Sie teilweise mit gestaffeltem Festgeld arbeiten, bringt mehr Zinsen. Im zweiten Fall müssen Sie ggf. innerhalb von 4 Wochen das gesamte Geld auf den Tisch legen. Da bleiben außer Tagesgeld und ggf. Geldmarktfonds kaum Alternativen.

    Gruß Pumphut

  • Es würde ein Neubau werden. Das Grundstü

    Es würde ein Neubau werden. Das Grundstück habe ich bereits aus Familienbesitz. Die Hälfte davon würde ich noch für ca. 100k verkaufen.

  • Hey, ich bin Beamter, A10 Stufe 5, 30 Jahre alt und plane einen Hausbau in 2 bis 5 Jahren.

    Ich habe 45k Eigenkapital, allerdings alles auf Tagesgeld. Ist es korrekt, dass in einen MSCI World zu sparen zu risikoreixh für das Vorhaben ist? Also sollte ich lieber beim Tagesgeld bleiben? Ich bin Neuling im Bereich Aktien.

    Danke vorab!

    Tagesgeld mag nicht die allerhöchste Rendite erbringen. Es ist zumindest halbwegs "stabil".

    Schön für dich, wenn du einen Teil des Grundstück verkaufen kannst.

    Welche Kosten für eine zukünftige, zu bauende Immobilie anfallen werden, verrätst du nicht.

    Welche sinnbringenden Erkenntnisse erhoffst du dir aus deinen Wenig-Informationen?

  • Dadurch dass das Grundstück ob teilverkauf oder nicht, bereits vorhanden ist.

    Könnte mit einem nicht allzu anspruchsvollem Neubau (z.b. keinen teuren Keller), die 40 000€ Eigenkapital für eine übliche Finanzierung bereits heute klappen & angefangen werde…


    Von daher nein in Aktienwerte würde ich das Geld bei diesem Vorhaben nicht investieren.

  • Ordentliche Tipps zur Geldanlage wurden dir ja bereits gegeben.

    In Sachen "zu wenig Eigenkapital" muss ich z.B. Katti.diba jedoch widersprechen.

    Das Grundstück ist ja anscheinend lastenfrei und das wird bei Banken bei einem Hausbau als Eigenkapital angerechnet.

    Wenn du jetzt keine Luxusvilla errichten möchtest, wirst du keine Probleme bei der Finanzierung bekommen. Selbst, wenn du schon sofort Haus bauen wolltest.

    Oftmals wird der offizielle Bodenrichtwert bei den Banken als EK akzeptiert. Manchma mit Abschlägen. Aber auch das stellt für dich kein Problem dar. Grundstück ist ja bezahlt.


    Mit 400k für einen normalen Neubau inkl. Baunebenkosten kann man ganz grob planen. 450k kann aber auch (recht schnell) gehen, je nachdem wie hoch die persönliche Ansprüche sind.

  • Ja ich plane mit ca 400-450k. Keller ist nicht gewünscht. Es muss auch nicht schlüsselfertig sein, handwerkliches Geschick ist vorhanden und Strom, Bodenbeläge etc. könnte ich selbst machen.


    Danke für all eure Antworten, dann lasse ich von ETF bis dahin tatsächlich die Finger.

  • Hi, bist Du alleine, oder verheiratet? Das könnte jetzt schon klappen, aber die monatliche Belastung ist recht hoch.

    Bei 350k Kredit landest Du bei ganz grob kalkuliert vermutlich um 1.800€ alleine für die Rate. Dann kommen noch die Nebenkosten für wohnen dazu. Das bedeutet Du landest vermutlich bei 2k Belastung jeden Monat. Da hast Du dann noch keine Rücklagen gebildet.

    Da muss man spitz rechnen. Was hast Du zur Zeit netto? Vermutlich so 3000€?

    Rechne das mal für Dich durch, ob das schon in 2-5 Jahren passt. Ggf. wird der Zeitraum doch etwas länger und dann kann man vielleicht doch über ETfs nachdenken.

  • Hopping bringt aktuell mehr Zinsen.
    Wenn man den "Stress" nicht als solchen empfindet, kann man die paar Euro extra ja mit einsammeln. Habe ich früher auch so gemacht.
    Mittlerweile lasse ich es auch im GM ETF liegen bzw. bei Scalable Capital für 2,5% auf dem Tagesgeld. Werbeversprechen ist ja, dass man versuchen wird dauerhaft etwas über dem EZB Zins zu bleiben.

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