Meines Erachtens ist der Markt das beste Instrument zur optimalen Allokation knapper Ressourcen (nicht nur finanzieller Mittel).
Wobei ich finde, dass es besser wäre, wenn Resourcen gar nicht erst knapp werden.
Auch bin ich nicht der Meinung, dass sich die am Markt ergebende Verteilung grundsätzlich ungerecht ist und der Staat im Nachgang durch Umverteilung ein höheres Gerechtigkeitslevel herstellen muss.
Die Diskussion um höhere/niedrigere Steuern ist aus meiner Sicht der falsche Ansatzpunkt. Man sollte sich vielmehr zunächst darüber verständigen, welche Aufgaben der Staat erfüllen sollte und auf dieser Basis dann die Steuer- bzw. Abgabenlast festsetzen. Möchte man lieber einen schlanken Staat, der sich auf seine Kernaufgaben beschränkt, wäre die Steuerlast entsprechend niedriger. Soll sich der Staat hingegen um alle Lebensbereiche kümmern und alle Risiken von der Wiege bis zur Bahre abfedern bzw eliminieren, ließe sich auch eine Staatsquote in Richtung 100% rechtfertigen. Das hat dann aber auch eine sehr viel schlechtere Allokation der Ressourcen zur Folge (siehe oben).
Hohe Ausgaben des Staates müssen nicht unbedingt nur von der Menge (verschiedener) Aufgaben des Staates abhängen. Auch einige wenige Aufgaben könnten erheblich Kosten verursachen. Aber ja: mit jeder weiteren Aufgabe, um die sich der Staat kümmern soll, entstehen neue Kosten.