Geldmarkt-ETF in ACWI umschichten und nach und nach wieder aufbauen?

  • Hi zusammen,

    Ich habe aktuell ca. 560k im Deport.

    Die Aufteilung ist wie folgt:

    • ACWI: ca. 521k
    • Geldmarkt ETF: ca. 32k
    • Tagesgeld. ca. 7k

    Macht es Sinn, die 32k aus dem Tagesgeld in dem ACWI umzuschichten und nach und nach über Überschüsse über meine Sparrate von 20k p.a. hinaus wieder aufzufüllen?

    Ich habe noch ca. 15 Jahre bis zur Rente und mir ist dieser Sicherheitsbaustein immer ein Dorn im Auge. Es bleibt ja immer noch das Tagesgeld, aus dem ich die Sparrate entnehme, dessen Berrag sich aber dennoch erhöht.

    Die KI ist sich uneins, zum Einen brächte es was, zum Anderen mache es keinen großen Unterschied.

    Danke

    Fuchs

  • Mir persönlich wäre der Sicherheitsbaustein deutlich zu groß, wenn man 20k p. a. sparen kann. Was soll denn passieren? Haus und Auto gleichzeitig explodieren?

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Mir persönlich wäre der Sicherheitsbaustein deutlich zu groß, wenn man 20k p. a. sparen kann. Was soll denn passieren? Haus und Auto gleichzeitig explodieren?

    Muss ich für mich auch feststellen. Ich bin mal mit 10% vom Depotwert gestartet. Daher die 30k. Über die Zeit kamen mir die 10% überzogen vor. So habe ich es bei den 30k belassen. Nur hat man natürlich auch immer noch etwas im Tagesgeld.

    Mir scheint das mehr ein psychologischer Puffer zu sein. Ich hab ihn in den drei Jahren nie angetastet. Auch das Tagesgeld nicht.

    Auf der anderen Seite hat mir die KI bei Umschichtung auch nur ca. 30k mehr Rendite errechnet. Gemessen an der geschätzten Endsummer auch nicht viel.

    Vielleicht schichtet man 20k um.

    Dann hab ich immer noch 10k plus Tagesgeld.

    Kann immer noch die Waschmaschine kaputt gehen.

  • Du hast doch bestimmt eine Ziel allokation für dich definiert. Ob du zu 90% oder 95% in Aktien gehst hängt stark von deiner mentalen Risiko Tragfähigkeit ab...

    Ich denke gerade über Renditeoptimierung bis zum Renteneintritt nach.

    So plane ich aktuell bis 5 Jahre vor Renteneintritt den ACWI zu besparen und erst dann zu 100% den Geldmarkt-ETF zu besparen.

    Mein Plan davor war 10 Jahre davor zu 50% den ACWI und zu 50% den Geldmarkt-ETF zu besparen, 5 Jahre davor nur noch den Geldmarkt-ETF.

    Das kostet natürlich Rendite.

    Genau wie 30k über die nächsten 15 Jahre im Geldmarkt zu belassen.

  • Haus und Auto gleichzeitig explodieren?

    Besoffen mit seinem eigenen Auto ins eigene Haus fahren. Da dürften die paar Renditeverluste wegen des Notgroschens das kleinere Problem sein.

    Mal ein bisschen Spenden. Wann willst das ganze Vermögen aufbrauchen.

    Und jeder Euro den du beim Tod noch hast ist wie einer den du nie gehabt hättest.

  • Besoffen mit seinem eigenen Auto ins eigene Haus fahren. Da dürften die paar Renditeverluste wegen des Notgroschens das kleinere Problem sein.

    Als ich mich mit dem Sicherheitsbaustein befasst habe, wurden auch Thenen wie Arbeitslosigkeit angesprochen. Aber auch Arbeitslosigkeit ist eher hypothetisch. Aber gut, wenn man gerade nicht damit rechnet, kommt alles zusammen.

    Wann willst das ganze Vermögen aufbrauchen.

    Vermögensaufbau ist inzwischen auch mein etwas krankes Hobby geworden. Charmant finde ich aber den Gedanken, vielleicht nicht mehr die vollen 15 Jahre durcharbeiten zu müssen. Könne z.B. auf Teilzeit wechseln.

    Und jeder Euro den du beim Tod noch hast ist wie einer den du nie gehabt hättest.

    Reichster Mann auf dem Friedhof. Wird vielen so gehen.

  • Das ist definitiv ein gutes Ziel. Die besten Jahre sind schneller vorbei als man denkt

    Geht mehr darum, dass ich spüre, dass mich mein Beruf zunehmend nervt. Mit 36 habe ich gespürt, dass ich nicht mehr lange bis open end arbeiten möchte/kann. Jetzt, mit 52 spüre ich, dass ich ich den Job nicht mehr lange machen möchte. Damals, mit 36 habe ich mir einen Arbeitgeber mit humanen Arbeitszeiten gesucht, also mit pünktlichen Feierabenden. Heute merke ich, dass Teilzeit auch eine Option sein könnte.

    Ich denke, ich werde 20k umschichten. Auch weil ich seit Anfang des Jahres einen neuen ACWI bespare, so würde ich im Zweil ja auch steuergünstig wieder ans Geld kommen. Sollte etwas anfallen, was mit gut 16k nicht zu begleichen ist.

    Muss aber noch mal drüber nachdenken.

  • Lieber ein bisschen zu viel im Depot als eine zu große Rentenlücke, bei der man nicht weiß, wie man diese geschlossen bekommt..

    In diesem Sinne Glückwunsch an Fuchs73 und gönne dir auch mal was ;)

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Klingt nicht danach, als ob du so viel Sicherheitsbaustein bräuchtest. Klingt auch nicht nach großer Rentenlücke. Rücksetzer dürften problemlos verkraftbar sein ohne dass du an die Substanz ranmusst. Alles halt geschlossen und hypothetischer aus den vorhandenen Infos.

  • Ich denke, das ist eine sehr subjektive Frage und noch vielmehr Entscheidung.

    Insofern kann ich gut nachvollziehen, dass die KI damit überfordert ist…

    Für mich ist das Forum meistens sehr renditeorientert und mit offenem Visier dabei.

    Ich schaue eher auf die prozentuale Verteilung: und je nach Vermögen kann das Cashpolster größer oder kleiner ausfallen.

    Anhand der preisgegebenen Zahlen hast du aktuell ein RK1 Anteil von 7,5%. Das passt doch. Sollte vermutlich zwischen 5-10% liegen (bei Vermögen jenseits der 100-200k)

    Bei mir liegt RK1 bei 6%

  • Rücksetzer dürften problemlos verkraftbar sein ohne dass du an die Substanz ranmusst

    Das weiß man halt nie. Finanztip denkt da z.B. an Arbeitslosigkeit.

    Sollte ich die 20k umschichten, hätte ich ja noch ca. 11k im Geldmarkt und würde den Sicherheitsbaustein wieder nach und nach wieder aufbauen.

    Vielleicht ist das auch Unfug. So viel mehr an Rendite bringen die 20k auch nicht.

    Da ich nicht mehr in den Geldmarkt investiere, jedenfalls über die nächsten 10 Jahre, sinkt der Anteil am Gesamtdepot ja ohnehin.

  • Ich würde einen Welt-ETF weiter besparen, aber mit Absicht einen neuen, ausschüttenden nehmen. Und dann die Ausschüttungen in den Geldmarkt stecken oder reinvestiert. Je nach aktueller Situation.

  • Also mir hilft ein schönes Cashpolster einfach psychoemotional sehr.

    Gibt es denn noch einen positiven Cashflow außerhalb des Einkommens? Und was muss mtl. aus dem Cashflow an Verbindlichkeiten bedient werden?

    Ja, das is halt auch ein Vorteil. Es müsste schon viel passieren, dass ich den Sicherheitsbaustein angreifen müsste. Mir fällt aktuell nur Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit ein.

    Bei mir gibt es nur noch das Einkommen. Damit finanziere ich mein Leben, der Überschuss wandert ins Depot.

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