Steuerreform – Spitzenverdiener müssen ihren Beitrag leisten

  • Erschreckend, wieviel mehr wir oberen 10 Prozent verdienen, dass der Anteil an der Einkommenssteuer so übergewichtig ist.

    Diese Betrachtung findee ich etwas vereinfacht, wenn man sich mal folgende Tabellen anschaut:

    Einkommensteuerpflichtige der Einkommensteuerstatistik einschließlich nichtveranlagte Steuerpflichtige - Statistisches Bundesamt

    Vor allem der "Sprung" im Steueraufkommen zwischen dem Einkommensbereichen 60 000 bis 70 000 und 70 000 bis 125 000 Euro ist schon heftig. Im Umkehrschluss bedeutet das: Irgendwo zwischen 70.000 und 125.000 Gesamtbetrag der Einkünfte ist die Schwelle, wo man schon den "den oberen 10 Prozent" gezählt und bei manchen damit Millionären gleichgestellt wird. Was natürlich absolut nicht der Realität entspricht.

  • Diese Betrachtung findee ich etwas vereinfacht, wenn man sich mal folgende Tabellen anschaut:

    Einkommensteuerpflichtige der Einkommensteuerstatistik einschließlich nichtveranlagte Steuerpflichtige - Statistisches Bundesamt

    Vor allem der "Sprung" im Steueraufkommen zwischen dem Einkommensbereichen 60 000 bis 70 000 und 70 000 bis 125 000 Euro ist schon heftig. Im Umkehrschluss bedeutet das: Irgendwo zwischen 70.000 und 125.000 Gesamtbetrag der Einkünfte ist die Schwelle, wo man schon den "den oberen 10 Prozent" gezählt und bei manchen damit Millionären gleichgestellt wird. Was natürlich absolut nicht der Realität entspricht.

    Ich will Dir gar nicht widersprechen. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass das wieder mal so ein 0 Argument war. Dieses die 10% zahlen so und so viel % der Steuern sagt einfach nichts aus. Das kann sowohl von einer erhöhten Besteuerung als auch von einer sehr verschobenen Einkommensverteilung herrühren.

  • Das ist genau die Unzufriedenheit in der Mitte der Bevölkerung, von der ich rede, die gefährlich ist ... Mit Appellen a la „wir schaffen das", wird man 2026 nicht mehr weit kommen. Es hat sich in den letzten 10 Jahren ganz viel verschoben in unserem Land, die Gründe sind vielfältig, aber vor allem im linken Lager zu suchen. Umso wichtiger ist es nun, dass Probleme konkret angesprochen und gelöst werden. Und damit meine ich explizit nicht, die „Schwächeren“ gegen die „Stärkeren“ auszuspielen.

    Ich würde eher meinen, dass man auf konservativer Seite populistische Reden schwingt, mit Bild & Co. die Debatte vergiftet und gleichzeitig in weiten Teilen eine Ampelpolitik macht, hat einen großen Einfluss darauf. Und mit Jens Spahn oder Christian Lindner hab ich noch nichtmal angefangen.

    Genau solche Positionen sind aus meiner Sicht ein Grund dafür, warum Parteien wie die AfD so stark werden und viele Menschen das Gefühl haben, nicht gehört zu werden. Statt Probleme offen benennen und diskutieren zu können, wird schnell der Ruf nach mehr Moderation oder Einschränkung laut.

    Das wird uns langfristig um die Ohren fliegen. Die Lösung kann doch nur sein, sich faktenbasiert und argumentativ auszutauschen, nicht, Meinungen mundtot zu machen.

    Wo siehst Du denn Anknüpfungspunkte für eine faktenbasierte Diskussion. Dieses wir haben kein Einnahmen sondern ein Aufgabenproblem ist doch kein Fakt, sondern eine Behauptung über die man konkret garnicht diskutieren kann, bevor nicht mal klar benannt wird, wo man wieviel Mio.€ einsparen will.

  • Ich würde eher meinen, dass man auf konservativer Seite populistische Reden schwingt, mit Bild & Co. die Debatte vergiftet und gleichzeitig in weiten Teilen eine Ampelpolitik macht, hat einen großen Einfluss darauf. Und mit Jens Spahn oder Christian Lindner hab ich noch nichtmal angefangen.

    Wo siehst Du denn Anknüpfungspunkte für eine faktenbasierte Diskussion. Dieses wir haben kein Einnahmen sondern ein Aufgabenproblem ist doch kein Fakt, sondern eine Behauptung über die man konkret garnicht diskutieren kann, bevor nicht mal klar benannt wird, wo man wieviel Mio.€ einsparen will.

    Da bin ich ja bei dir. Mir geht es darum, dass wenn zugespitzte oder auch populistische Aussagen im Raum stehen, dann sollte man sie inhaltlich auseinandernehmen, Zahlen verlangen, Widersprüche aufzeigen.

    Was ich kritisch sehe, ist, solche Positionen direkt aus der Diskussion rauszunehmen oder pauschal abzuwerten. Oder nach Moderation schreien, sobald das Wort „AfD" auftaucht. Das bringt uns nicht weiter und verstärkt eher die Fronten.

    Eine faktenbasierte Diskussion heißt für mich genau das, was du ansprichst: konkret werden. Wo soll eingespart werden? In welcher Höhe? Mit welchen Folgen? Und genauso auf der anderen Seite: Wo liegen strukturelle Probleme auf der Einnahmen- oder Ausgabenseite? Und dabei ehrlich sein.

    Aber der erste Schritt ist, dass solche Aussagen überhaupt ausgesprochen und dann überprüft werden können. Das muss man aushalten.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Zunächst mal eine Steuer Reform ist meiner Meinung nach überfällig es ist primär nur zu entscheiden wohin der Weg geht, und ob dieser dann sinnvoll gestaltet ist.


    Ansonsten muss der Staat als solches daran arbeiten Prozesse unbürokratischer, mindestens aber effizienter zu gestalten, um tatsächlich effektiv auch auf Verwaltungsseite Kosten einsparen zu können. Gerade dieser Punkt fehlt mir gänzlich in allen Debatten, ein großer Teil der Kosten entstehen durch bloße Verwaltung, während bei Betroffenen dadurch Nix ankommt, bzw. Im falle von Unternehmen auch höhere unnötige Kosten entstehen.

  • dann sollte man sie inhaltlich auseinandernehmen, Zahlen verlangen, Widersprüche aufzeigen.

    Das wurde ja schon erklärt, afdler wie du fluten das Forum immer wieder mit Shit und dann sollen sich alle Demokraten daran abarbeiten das wieder einzuordnen, gegenzuargumentieren uvm. Ist klar das irgendwann Zeit und Kraft fehlt. Und dann steht der Quatsch da. Und selbst wenn sich jmd die Mühe macht, bis es soweit ist bleibt immer ein Zeitfenster wo Fake news und bewusst falsch interpretierte Zahlen einfach so da stehen. Das erklärt vllt auch die tollen Umfragewerte der AfD, die ja bekanntermaßen ehr Politik für eine kleine wohlhabende Minderheit macht

  • Moin zusammen,

    typische Diskussion, die so auch in meinem Freundeskreis geführt werden könnte, woran man sieht, wie gespalten die Bevölkerung mittlerweile wieder ist. Aber immerhin wird noch diskutiert.

    Manchmal kommt es mir so vor, dass Deutschland bzw. Europa den argentinischen Weg geht (habe da mal 2 Jahre gelebt, alle wollen Beamte werden, Weichwährung, Kapitalverkehrskontrollen etc., klar, total pauschalisiert).

    Dann denke ich wieder, dass es in Europa noch andere Länder gibt, die marktwirtschaftlicher agieren und es durch den Wettbewerb einen gewissen Korrektureffekt gibt. Deutschlands Alleingänge sind halt auch irgendwo begrenzt (Energie, Steuerrecht etc.).

    Zum eigentlichen Thema:

    Ich denke wie ein Vorposter, dass diejenigen, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen (ich gehöre dazu), immer noch gut bedient sind. Die knapp darunter halt nicht. Ich kenne es aus vielen osteuropäischen Ländern, dass zwar immer mit Flat taxes bei der Einkommensteuer geworben wird, dass es dort aber keine Begrenzung der BBG gibt. Dort zahlen dann aber auch meist alle in die Sozialsysteme ein, was ich deutlich besser fände (auch wenn ich als Sebständiger nicht davon profitieren würde). Keine Steuerberater mehr, keine Beamte vs. Selbstständige vs. Rest Gerechtigkeitsdebatte mehr...ok ich höre auf zu träumen ;)

    Kurz: Wird nicht kommen, also zahlt die Masse über Inflation, CO2-Preis, MWSt.-Erhöhung etc., und beim Lohn wird ein bisschen mehr an der Abgabenschraube gedreht. Ist ja nichts Neues und kreativ muss man dafür nicht sein. Irgendwie muss der ganze Spaß halt bezahlt werden (Sozialstaat, Energiewende, Demografie, Verlust der Marktführerschaft in vielen Bereichen, etc.).

  • afdler wie du

    Ich bin kein AfDler, im Gegenteil, das sollte man aus meinen Beiträgen eigentlich herauslesen können. Das ist aber genau das Problem, dass in der linken Bubble sofort die Moralkeule geschwungen wird und gegensätzliche Meinungen direkt als AfD-Sprech abgestempelt werden. Damit wird jede Diskussion im Keim erstickt.

    Leute wie du tragen dazu bei, dass die AfD so stark wird, weil genau dieses Verhalten viele Menschen frustriert und ihnen das Gefühl gibt, nicht gehört zu werden. Aber gut, deinem jugendlichen Eifer sei das ein Stück weit verziehen, da verliert man schnell mal die Übersicht, wenn man sich politisch in die Ecke gedrängt fühlt.

    Wie heißt es so schön: „Wer mit 20 kein Linker ist, hat kein Herz, wer es mit 40 immer noch ist, hat keinen Verstand.“

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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