Meine Oma hat derzeit mehr als 100k in Festgeld bei einer Bank angelegt. Die Bank wechseln möchte sie nicht, macht sich aber Sorgen wegen der Einlagensicherung. Sie hat mich um Rat gefragt. Ich selbst war noch nie in dieser Situation, habe ihr aber gesagt, dass ich mich schlau mache.
Da sie die Bank nicht wechseln möchte, sind die Optionen natürlich begrenzt.
Jetzt habe ich etwas recherchiert und habe folgende Möglichkeiten gefunden:
Geldmarktfonds/ETF: Kann ich guten Gewissens nicht empfehlen, weil ich das Konzept mit dem Trägerportfolio nicht verstehe und ihr auch nicht erklären kann.
Staatsanleihen:
- entweder als ETF mit kurzlaufenden deutschen Staatsanleihen (0-1Jahr)
- oder: einzelne Deutsche Staatsanleihen. Im Prinzip wie Festgeld.
Beides müsste doch durch Sondervermögen unbegrenzt abgesichert sein? Beim ETF habe ich zusätzlich halt das Risiko, dass der ETF Anbieter insolvent geht, bei der Staatsanleihe habe ich nur das Risiko, dass der Staat pleite geht.
Beim ETF stoße ich aber wieder auf Verständnisprobleme, Beispiel DBX0T8: Wie oft kauft er neue Staatsanleihen? In welcher Gewichtung? Warum von Ende Februar bis Mitte März keine Rendite usw.?
Daher dachte ich, normale Staatsanleihen wären eine gute Idee und leicht zu erklären. Meine Idee wäre, welche ohne Zinskupon mit 1-3 Jahren Laufzeit zu nehmen, zB DE0001102523. Läuft noch bis 11/27. Lt comdirect Anleihenfinder ca. 2,6% p.a. Rückzahlungswert sind ja immer 100%. Klingt gut und wäre dann doch bei einer Bank sicher, oder?
Was haltet ihr von der Idee? Habe ich das richtig verstanden?
PS: Habe gesehen, es gibt auch noch Anleihen von der EU oder Bundesländern und Kommunen. Die verzinsen oft noch höher, zB DE000A2LQRG8. Könnte man sowas auch verwenden? Deutsche Städte sind doch bestimmt auch extrem sicher, die EU doch auch.
Keine Anlageberatung. Ich versuche das Thema zu verstehen.