ETF - Portfolio (Bewertung benötigt)

  • An welchen Kriterien bewertet ihr eure Auswahl der All-World ETF (Vanguard, Xtrackers usw)?

    Etwa nur daran wie teuer dieser ist? Oder habt ihr noch weitere Bewertungskriterien?

    Hauptsächlich an den Kosten, denn die sonstigen Detailfragen kapier ich bis auf weiteres sowieso nicht. Interessant fand ich auch eine Tabelle, die Irving(?) kürzlich gepostet hat: da ergab sich, welche Anbieter wie oft ETFs wieder einstampfen, was ja leider auch steuerschädlich passieren kann. Unabhängig davon: Blackrock ist mir schlicht unsympathisch.

    Und dann hab ich mal 'nen Taschenrechner zu Hand genommen: Beispielsweise macht ein Kostenunterschied von 0,02 % TER selbst bei einem Depotwert von 'ner halben Million gerade mal 100 Euro pro Jahr aus.

    Ich habe mich deshalb für den Vanguard FTSE All-World entschieden. Aber was soll's - solange noch Geld zum Investieren da ist oder reinkommt, kann ich mich ja jederzeit umentscheiden.

  • An welchen Kriterien bewertet ihr eure Auswahl der All-World ETF (Vanguard, Xtrackers usw)?

    Etwa nur daran wie teuer dieser ist? Oder habt ihr noch weitere Bewertungskriterien?

    Da gibt es viele Kriterien, da kommt man schnell von Hölzchen auf Stöckchen.

    Ich selbst achte insbesondere auf

    1. möglichst breite Streuung über alle Länder/Regionen und Unternehmensgrößenklassen
    2. Größe, Stabilität und Zuverlässigkeit des Anbieters
    3. dauerhaft niedrige Kosten (TER, Tracking Difference) und eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Gebührensenkungen in der Zukunft (geht oft mit Nr. 2 einher)
    4. Fondsdomizil Irland (sofern kein reiner Swap ETF)
    5. ausreichende Größe/Fondsvolumen des ETF um einer Schließung wegen Erfolglosigkeit zu entgehen (dieses Kriterium aber nur eingeschränkt, ich hätte bspw. bei dem neuen Xtrackers FTSE All-World trotz des noch geringen Volumens keine Bedenken, jeder muss schliesslich mal klein anfangen).

    Damit landet man dann beispielsweise bei einem Vanguard FTSE All-World oder einem SPDR MSCI ACWI IMI.

  • TER

    Machen wir mal ein Beispiel:

    Der Preiskampf tobt seit einigen Monaten massiv und gewaltig in der „ETF-Finanzindustrie“.

    Viel Konkurrenz kommt jetzt mit „Swapern“, weil diese viel günstiger zu managen sind.

    Man sollte auch schauen, ob man/frau* möchte, dass der eigene ETF die Aktien selbst real besitzt oder nicht.

    Tut er zwar bei vielen ETFs gar nicht (weil viel zu teuer und aufwendig, das ist aber ein anderes Thema).

  • Zur TER hätte ich ja eine innovative Idee, die TERN und die TERR:

    TERN = Total Expense Ratio Nominal
    TERR = Total Expense Ratio Real

    Dabei werden die Kosten nicht wie bei der TER in Relation zum angelegten Vermögen ausgewiesen, sondern in Relation zur erwarteten Nominal- und Realverzinsung.

    Das würde dann bspw. grob zu folgenden Ergebnissen führen:

    1. Passiver Aktien-Welt-ETF am Beispiel des Vanguard FTSE All-World IE00BK5BQT80
    TER 0,19%
    TERN 2,5%
    TERR 3,7%

    2. Passiver Staatsanleihen-ETF am Beispiel des Xtrackers II Germany Government Bond 0-1 LU2641054551
    TER 0,07%
    TERN 3,5%
    TERR unendlich da Realverzinsung leicht negativ

    3. Aktiv gemanagter Fonds am Beispiel des Flossbach von Storch Multiple Opportunities R LU0323578657
    TER 1,62%
    TERN 30%
    TERR 55%

    Wird es natürlich nie geben, aber kann ja jeder für sich selbst ausrechen ;)

  • Machen wir mal ein Beispiel:

    Der Preiskampf tobt seit einigen Monaten massiv und gewaltig in der „ETF-Finanzindustrie“.

    Viel Konkurrenz kommt jetzt mit „Swapern“, weil diese viel günstiger zu managen sind.

    Man sollte auch schauen, ob man/frau* möchte, dass der eigene ETF die Aktien selbst real besitzt oder nicht.

    Tut er zwar bei vielen ETFs gar nicht (weil viel zu teuer und aufwendig, das ist aber ein anderes Thema).

    Ich gebe mich geschlagen.

    Neben den Kosten spielt das natürlich auch eine Rolle.

    Meiner ist physisch replizierend, breit gestreut und thesaurierend.

  • Ich werde diese Woche auch alles auf den Invesco übertragen, halt halt einen attrakiven TER von 0,15.

    Es kommen noch 0,02% p.a. Portfolio­transaktions­kosten hinzu, dann könnte man auch einen SPDR IE00B3YLTY66 nehmen, der kostet dann 0,17% TER und 0,01% p.a. Portfolio­transaktions­kosten.

  • Es kommen noch 0,02% p.a. Portfolio­transaktions­kosten hinzu, dann könnte man auch einen SPDR IE00B3YLTY66 nehmen, der kostet dann 0,17% TER und 0,01% p.a. Portfolio­transaktions­kosten.

    Und was kostet dann der „Gral“ ? 0,19 % offiziell …Vanguard in Deutschland dürfte die Kosten weiter senken. Irgendwann auf jeden Fall.

  • Meiner ist physisch replizierend, breit gestreut und thesaurierend.

    Und wer bekommt die Gewinne aus der Leihe und wie viel wird verliehen?

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    Bei einem historisch gewachsenen Buy and Hold Depot gibt es zwangsläufig nicht nur einen ETF.

    Wenn ich frisches Geld investiere (oder solches nach Verkäufen), dann prüfe ich wie der neue Fonds in das vorhandene Depot hineinpasst und welche Ungleichgewichte ich ausgleichen will. Also Fragen, welche Faktoren/Branchen/Regionen möglicherweise zu schwach besetzt sind. Daneben versuche ich starke Blasenbildungen zu vermeiden.

    Grundsätzlich muss jeder Fonds die Kriterien von niedrigen Kosten erfüllen incl. einer guten Tracking Differenz und ich bevorzuge Fondsgesellschaften, die "fair" mit ihren Kunden umgehen und physische Fonds ohne Leihe aber nicht immer kann man all seine Wünsche erfüllen. Für meine Zwecke und Anlagesituation sind ausschüttende Fonds von Vorteil. Das ist mittlerweile nach den Kosten das zweitwichtigste Merkmal geworden.

    Als Basisfonds habe ich zuletzt den Invesco Rafi aufgestockt, wegen etwas anderer Gewichtung der Unternehmen und Regionen bei minimal höherer Ausschüttung als einem normalen All World. Aber auch der Xtrackers MSCI World Small Cap könnte noch eine Aufstockung vertragen.

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