Meine Schwiegermutter leidet an einer nicht heilbaren Krankheit muss deswegen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit in ein paar Jahren ins Heim oder zu Hause gepflegt werden. Das ist bereits seit Jahren bekannt.
Mein Mann verdient 102.000€ im Jahr, ich arbeite 30 h und verdiene 50.000€ im Jahr.
Wir haben zwei Kinder (14 jahre und 13 Jahre), die beide planen nach dem Abi zu studieren. Wir wohnen auf dem Land, heißt sie werden dafür mit hoher Wahrscheinlichkeit ausziehen müssen.
Zusätzlich bedienen wir noch unseren Hauskredit - da werden wir demnächst umschulden (Anschlusskredit) müssen.
Die Schwester meines Mannes ist Gymnasiallehrerin, sie hat das 180 qm große Eltern-Haus nach dem Tod meines Schwiegervaters vor 11 Jahren übernommen und meine Schwiegermutter besitzt darin Wohnrecht. Sie selbst wohnt 150 km von dem Haus entfernt (und hat da auch ihre Stelle)
Eigentlich wollte meine Schwägerin das Haus für meine Schwiegermutter die letzten 11 Jahre so herrichten, dass meine bald eingeschränkte Schwiegermutter noch möglichst lange darin wohnen bleiben kann. Zusätzlich wollte sie sich auch in die alte Heimat bewerben, um ihr Haus selbst zusammen mit der Schwiegermutter zu nutzen. Die Beiden haben ein sehr inniges Verhältnis. Leider ist nichts davon passiert. Das Haus verwahrlost die letzten Jahre vor sich hin, meine Schwägerin hat keinen Antrag gestellt und ihre Freizeit verbringen meine Schwiegermutter und meine Schwägerin zusammen auf mehreren (bis zu sechs) gemeinsamen Urlauben im Jahr.
Dementsprechend hat die Schwiegermutter auch fast keine Ersparnisse mehr.
Wegen dem Verdienst meines Mannes müssten im Pflegefall daher vermutlich wir finanziell für sie einspringen.
Jetzt haben wir Angst, dass wir unsere Kinder während des Studiums nicht mehr ausreichend unterstützen oder unseren Hauskredit nicht bedienen können.
Das haben wir mit meiner Schwägerin besprochen. Sie sieht mich durch meine Teilzeitarbeit und die Tatsache das ich „nur einen schlecht bezahlten Ausbilungsberuf“ erlernt habe in der Verpflichtung meine Mutter zu pflegen und im Notfall auch meine Stunden für die Pflege zu reduzieren.
Ihrer Meinung nach ist es unser Problem, wenn wir wegen der Heimkosten finanzielle Probleme bekommen, da sie ja unter die magische 100.000€ Grenze fällt.
Deswegen meine Frage: können wir JETZT schon irgendwas tun, damit die „Belastung“ nicht nur auf unseren Schultern ausgetragen wird?
Wir würden sie natürlich unterstützen, aber ich möchte nicht das es auf Kosten unserer Kinder oder dem Kredit geht. Und ich möchte auch nicht, dass wir die alleinige Verantwortung tragen müssen, grade weil das Verhältnis zwischen meinem Mann und seiner Mutter leider recht kühl ist und wir (vor allem mein Mann) dementsprechend eh nichts richtig machen können.
Und als Ergänzung: Mein Mann hat kaum Ersparnisse, ich habe eine größere Summe gespart. Können meine Ersparnisse für die Pflegekosten der Schwiegermutter benutzt werden, auch wenn ich mit dem Betrag über diese „5% pro Jahr für die Rente beiseite legen“- Regel komme?
Vielen Dank vorab fürs Lesen und die Tipps
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