Renteneintritt

  • Hallo,

    seit langem habe ich ein Fragezeichen über dem Kopf.
    In der öffentlichen Disskussion wird behauptet der vorzeitige Renteneintritt kostet die Rentenkasse Geld.

    Bei der Rentenberatung heißt es wiederum, wer vorzeitig in Rente geht macht erhebliche Verluste.

    https://pensexpert.de/2025/09/04/mit…r-rente-mit-67/

    Wie kann es sein, dass beide Seiten Verluste machen?

    Eigentlich müsste die Rentenkasse mit Blick in die Zukunft um jeden froh sein, der vorzeitig in Rente geht.
    Perespektivisch bedeutet dies sinkende Belastungen der jungen Beitragszahler in der Zukunft und keine höheren Belastungen.

    Wo ist der Fehler?

    Dann wird noch behauptet, dass hauptsächlich Gutverdiener die vorzeitige Rente in Anspruch nehmen.

    Zeitgleich heißt es auch Gutverdiener werden älter als der Durchschnitt.

    Also hat dieser Personenkreis auch höhere Rentenverluste zu verbuchen, was wiederrum eigentlich höhere Ersparnisse in der Rentenkasse und geringere Belastungen für die nächste Generation Beitragszahler ergeben müsste.

    Mit diesen Fakten müsste die Devise doch eigentlich heißen, soviele Gutverdiener wie möglich in den vorzeitigen Ruhestand schicken, damit die Rentenkasse in den nächsten Jahren spürbar entlastet wird.

    Dieser Aspekt in der Rentendiskussion fehlt mir.

    Warum werden diese Ersparnisse nicht gegengerechnet? :huh:

    Viele Grüße

    Rüdiger

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  • Kater.Ka 20. Juni 2026 um 18:12

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Die werden gegen gerechnet, wenn du früher in Rente gehst, zahlst du kürzer ein und beziehst länger. Auch wenn du Abschläge in Kauf nimmst, wirkt sich das natürlich auf den Gesamtsaldo aus.

    Ich habe auf Antrag freiwillig zusätzlich eingezahlt um diese Abschläge zu kompensieren.

  • Es gibt neue Entwicklungen zum Thema

    Boersenfeger
    20. Juni 2026 um 17:39

    Danach muss man abwarten, wie das in Zukunft noch geht, mit dem früheren Rentenbeginn.

  • Wenn man es mir verwehrt, werde ich evtl. klagen.

    Ich glaube nicht, dass es einen Stichtag gibt, der es rentennahen Jahrgängen unmöglich macht, die jetzigen Regelungen nicht mehr nutzen zu können. 5 Jahre sollten es schon sein, wie ja auch bei der Erhöhung des Rentenalters ab Ende 2031/Anfang 2032.

  • Die berufsständischen Versorgungswerke haben meist höhere Abschläge.

    Die der GRV sind viel zu gering und mit 45 Versichungsjahren entfallen diese sogar.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Eigentlich müsste die Rentenkasse mit Blick in die Zukunft um jeden froh sein, der vorzeitig in Rente geht.

    Mit diesen Fakten müsste die Devise doch eigentlich heißen, soviele Gutverdiener wie möglich in den vorzeitigen Ruhestand schicken, damit die Rentenkasse in den nächsten Jahren spürbar entlastet wird.

    Wir hatten neulich eine Diskussion im Kollegenkreis, dass unsere Firma doch eigentlich froh sein müsste, wenn man in Teilzeit geht, weil sie doch dann Geld einsparen würde. Aber sie ist es nicht, die Firma wünscht sich, dass wir möglichst viel und lange arbeiten.

    Wir kamen zu dem Entschluss, dass unsere Arbeitskraft mehr Wert haben muss als das eingesparte Geld. Nach dieser Logik sind wir also alle unterbezahlt.

    Auf Staatsebene ist es vermutlich genauso. Deine Steuerzahlungen sind wertvoller als die eingesparte Rente. Also wünscht sich der Staat, dass möglichst lange gearbeitet wird.

  • Ich glaube nicht, dass es einen Stichtag gibt, der es rentennahen Jahrgängen unmöglich macht, die jetzigen Regelungen nicht mehr nutzen zu können. 5 Jahre sollten es schon sein, wie ja auch bei der Erhöhung des Rentenalters ab Ende 2031/Anfang 2032.

    Ich möchte im Oktober 2031 mit dann 63 und dann 40 Beitragsjahren in Rente gehen, ich möchte ja auch daran glauben aber diese Debatte macht mich unsicher.

  • Ich möchte im Oktober 2031 mit dann 63 und dann 40 Beitragsjahren in Rente gehen, ich möchte ja auch daran glauben aber diese Debatte macht mich unsicher.

    Das wird nichts.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Die Abschläge sind geringer als sie sein müssten um die Ausgaben komplett zu decken.

    Ich habe Berechnungen von der DRV nahestehenden Institutionen gelesen, die aussagten, dass es mit den Abschlägen statistisch gut passt und weder Gewinne noch Verluste für DRV bzw Rentner gibt.

    Die berufsständischen Versorgungswerke haben meist höhere Abschläge.

    Die der GRV sind viel zu gering ......

    Das sagen einige andere Institute entsprechend deren statistischen Berechnungen..
    In anderen EU-Staaten sind die Abschläge auch höher als 0,3%/Monat, aber alle haben ja auch andere Rentensysteme.

  • Ich möchte im Oktober 2031 mit dann 63 und dann 40 Beitragsjahren in Rente gehen, ich möchte ja auch daran glauben aber diese Debatte macht mich unsicher.

    Ich würde sagen: Vertrag ist Vertrag.
    Du hast einen Vertrag mit dem Staat, bzw DRV. Den sollten beide Seiten einhalten.

  • 5 Jahre sollten es schon sein, wie ja auch bei der Erhöhung des Rentenalters ab Ende 2031/Anfang 2032.

    Das wären dann 6 Jahre bei der Laufzeit von Altersteilzeitverträgen, die kurz vor der Gesetzenverschlechterung geschlossen werden, aber nur 5 Jahre "Vertrauensschutz" für eine Rente mit Abschlägen vor 100 (=neue Regelaltersgtrenze ab 2032).

    Ist nur seltsam, dass ich noch nichts von der gleichzeitigen Sperre von ALG1 nach Ende eines solchen ATV-Vertages gehört habe. Das müsste gleich mit beschlossen werden, wenn dem Staat schon jegliches Vertauen seiner langjährigen Zahler nichts mehr wert ist.

    Ich sollte wohl doch noch eine Rechtschutzversicherung abschließen, die auch solche Themen abdeckt.

    Die berufsständischen Versorgungswerke haben meist höhere Abschläge.

    Ja und, die rechenn mit den Sterbetafeln ihrer Mitglieder.

    Meine BAV hat auch höhere Abschläge, der Konzern beschäftigt halt keine Dachdecker und allgemein nur vergelichsweise wenige Handwerker.

  • Ich würde sagen: Vertrag ist Vertrag.
    Du hast einen Vertrag mit dem Staat, bzw DRV. Den sollten beide Seiten einhalten.

    Nein das ist kein Vertrag im eigentlichen Sinne, denn als ich eingestiegen bin, waren die Bedinungen ganz andere und wurden seit dem schon einseitig geändert (verschlechtert).

  • Du hast einen Vertrag mit dem Staat, bzw DRV. Den sollten beide Seiten einhalten.

    Welchen Vertrag habe ich als zukünftiger Rentner? 2005 konnte die geldgierige Politik auch einseitig die Bedingungen für bereits in die DRV einzahlende Arbeiter ändern. Ist halt der Staat, der das Geld der Beitragszahler rauswirft, diese dazu verpflichtet, immer mehr versicherungsfremde Leistungen selber zu tragen und am Ende den Beitragszahlen die Schuld dafür gibgt, dass Wahlgeschenke nicht durch die zukünftigen Beitragszahler getragen werden können.

    Nur meine PRV hat weder meine Beiträge noch das Auszahlungsdatum geändert, da habe ich aber einen konkreten Vertag und keine nebulöse "Zusage", die einsietig alle paar Jahre geändet wird, wenn dem Staat wirder eine neues Wahlgeschenk für NIcht-Einzahler einfällt.

    Traue nur der Statistik, die Du selbst erstellt hast.

    Braucht man hier garnicht, das erledigt die EU für einen (Unisex-Pflicht, obwohl Männer und Frauen noch nie gleich alt geworden sind).

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