USA Anteil ausgleichen

KI-Zusammenfassung

: Soll der hohe USA-Anteil eines bereits gehaltenen MSCI ACWI gezielt gesenkt werden, ohne das Depot durch mehrere ETFs und häufiges Rebalancing unnötig kompliziert zu machen?

Soll der hohe USA-Anteil eines bereits gehaltenen MSCI ACWI gezielt gesenkt werden, ohne das Depot durch mehrere ETFs und häufiges Rebalancing unnötig kompliziert zu machen?

  • Mehrere Beiträge sehen den ACWI als breite Marktabbildung nach Marktkapitalisierung, andere halten weniger USA-, Tech- oder Einzelwertkonzentration für nachvollziehbares Risikomanagement.
  • Einige Beiträge nennen mögliche Beimischungen wie Ex-USA-, Schwellenländer- und Faktor-ETFs, weisen aber auf mehr Rebalancing und Produktprüfung hin.
  • In der Community entsteht kein belastbarer Konsens zur passenden USA-Gewichtung, die Tendenz geht bei wenig Aufwand eher zum einfachen, breit gestreuten Welt-ETF.

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    Es bestreitet doch auch niemand ernsthaft, dass es auch Vorteile haben kann von der reinen Marktkapitalisierung abzuweichen. Es kann aber eben genau so gut Nachteile haben das zu tun.

    Das klingt für mich so, als wenn sich Vor- und Nachteile (ggü was?) ausgleichen.

  • Das funktioniert als Argument eben nur, wenn man tatsächlich den gesamten Markt betrachtet. Wer sich auf dieses Argument beruft, muss konsequenterweise das Marktportfolio als Benchmark nehmen. Und das umfasst eben alle Assets, nicht nur die börsennotierten Aktien.

    Mal wieder: eine Nebelkerze, die ablenken soll von der wackeligen Argumentation. Wenn man eine sinnvolle Abgrenzung trifft, kann man selbstverständlich für einzelne Marktsegmente Aussagen treffen. Und der Weltaktienmarkt ist sicher ein sinnvoller Marktbereich, der für sich betrachtet werden kann. Hier will schließlich niemand die Gesamtheit der ghanaischen Aktiengesellschaften, die Mausefallen produzieren, als Marktsegment betrachten, sondern eine gesamte Assetklasse, weltweit.

    Ich finde den Heiligenschein, der einem marktkapitalisierungsgewichteten Ansatz in diesem Forum aufgesetzt wird, ehrlich gesagt etwas bedenklich. Die MSCI-Daten seit 1970 zeigen ziemlich deutlich, dass dieser Ansatz keineswegs ideal war. Weder hinsichtlich der Rendite noch des Risikos.

    Niemand setzt jemandem oder etwas einen Heiligenschein auf - außer Du Dir. Der Vorwurf, dass der Ansatz nach Marktkapitalisierung nicht ideal ist, zeigt Dein fundamentales Unverständnis. Der marktkapitalisierte Ansatz will gar nicht ideal sein - aber er verhindert verlässlich, auf der Suche nach dem Optimum versehentlich in die Vollkatastrophe zu laufen.

    (Und ja, ich weiche auch vom reinen MCAP-Ansatz ab, aber ich habe zuvor jedenfalls verstanden, was der Ansatz erreichen will und erreicht.)

    75% der Fonds von Dimensional z.B. haben ihre marktkapitalisierenden Benchmarks geschlagen.

    Die Behauptung hast Du auch in früheren Erscheinungen behauptet … einen Beweis mit realen und echten Fonds bist Du bislang immer schuldig geblieben.

  • Genau das meine ich!

    Aha.

    In dem Kontext:

    Das stimmt aber nur, wenn man an Überbewertungen und Blasen glaubt (oder gleich an Gespenster).

    Demnach glaubt die EZB also an "Gespenster".

    Oder ist diese vielleicht selbst ein "Gespenst" ... ?

    Ihre Aktionen haben jedenfalls "gespenstische" Elemente und Züge.


    Dir weiterhin ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

  • Aber das ist doch in diesem Thread gar nicht das Thema!

    Äh, Moment … :/

    Dimensional bietet sehr gute Bausteine, um den US-Anteil (und gleichzeitig andere Klumpenrisiken) zu senken. Avantis übrigens auch. Das ist halt nicht mehr KISS. Genau wie die Beimischung (weiterer) marktkapitalisierender EX-US Fonds.

    Wenn es doch nur eine Möglichkeit gäbe, in einem einzigen Produkt dauerhaft und steuerneutral Klumpenrisiken auf Länder-, Sektoren- und Einzelwertebene zu reduzieren… Ich würde wahrscheinlich dort mein gesamtes Vermögen investieren. ;)

  • Gibt doch gleichgewichtete ETFs, da sind Klumpen ausgeschlossen.

    Die haben leider strukturelle Probleme.

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  • Die haben leider strukturelle Probleme.

    Ich hatte mich mal mit all diesen anderem Berechnungsmodellen beschäftigt, weil ich mich für Momentum interessiert hatte. Alle haben ihre Schwächen. Und wenn man versucht die vielversprechenden miteinander zu kombinieren, wird das Handlung aufwendig und teuer und man schafft es vielleicht deshalb nicht den Index nach Marktkapitulisierung zu schlagen. Der ETF von Gerd Kommer ist so ein Beispiel. Wobei interessant wird, wie er sich beim nächsten Crash verhält.

  • Der ETF von Gerd Kommer ist so ein Beispiel. Wobei interessant wird, wie er sich beim nächsten Crash verhält

    Wenn man das wüsste…
    Bei den aktuellen Rückgängen an den Börsen läuft er auf jeden schlechter als die marktkapitalisierten ETFs.

    Tomarcy
    2. Februar 2026 um 19:04
  • Der ETF von Gerd Kommer ist so ein Beispiel. Wobei interessant wird, wie er sich beim nächsten Crash verhält.

    Bisher kann man zufrieden sein. Er schlägt bei der risikoadjustierten Rendite sowohl den ACWI IMI, als auch den FTSE All-World.



    Ich habe knapp 5,4 Mio. Euro in dem Produkt und bin überzeugt, dass er die kommenden 15-20 Jahre marktkapitalisierende Ansätze outperformen wird. Verschiedene Klumpenrisiken werden steuerneutral und automatisch in einem Produkt reduziert. Der Aufwand für den Anleger: eine andere WKN eingeben. :thumbup:

  • die Reale Rendite wäre mir da wichtiger. Für geringe Renditen bei geringem Risiko habe ich andere Anlagen als ETFs

    Dann solltest du dir den Avantis Small Cap Value ETF anschauen. Mit dem wirst in ein paar Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Lächeln auf dem Gesicht haben. Unterwegs wird dir das aber mehrfach abhanden kommen.;)

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