AV Depot - Leverage ETF Strategie

  • Das AV Depot wird bei mir mit 150€ monatlich eine kleine Mitnahme, da man aber steuerfrei umschichten kann, würde mich interessieren wie man am besten mit Leverage arbeiten kann. Denn ja, es gibt einen Welt ETF mit bis zu 2x Leverage in Risikoklasse 5. Sollte also gehn.

    Was meint ihr macht mehr Sinn wenn man mit Leverage arbeiten will?

    a) direkt den 2x Leverage ETF besparen, der vermutlich direkt besser läuft aber auch besser crasht irgendwann

    b) einen normalen Welt-ETF besparen und in einer -20/-30% Krise kostenlos in den Leverage ETF umschichten, der dann bei der Erholung ja deutlich stärker wächst wie der normale

    c) ?

  • Option b) hört sich gar nicht so verkehrt an. Ist meiner Meinung nach auch nicht das klassische Markettiming, weil man ja vorher trotzdem schon investiert ist.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Was meint ihr macht mehr Sinn wenn man mit Leverage arbeiten will?

    a) direkt den 2x Leverage ETF besparen, der vermutlich direkt besser läuft aber auch besser crasht irgendwann

    b) einen normalen Welt-ETF besparen und in einer -20/-30% Krise kostenlos in den Leverage ETF umschichten, der dann bei der Erholung ja deutlich stärker wächst wie der normale

    Bei curvo.eu kann man mit Backtests auf den S & P 500, auf den es ja schon länger Hebelprodukte gibt, spielen. Da kann man sich zumindest anschauen, was früher wie gewesen wäre … wie es sein wird, wird man sehen, wenn es vorbei sein wird.

  • Leverage Rotation Strategien, bei denen du nach einem Kursrückgang zeitweilig dein Exposure erhöhst, können theoretisch Vorteile bringen. Allerdings hast du die gleichen praktischen Hürden, wie beim allgemeinen market timing.

    Wann heißt ein Kursrückgang Crash, und zu welchem Anteil möchtest du dann einen Hebel steigern? Möchtest du das gestaffelt vornehmen, oder auf einen Schlag. Was bedeutet es, wenn es nach einem ersten Rückgang weiter runter geht?

    Auch umgekehrt benötigst du ein Regelwerk, um vom hohen exposure zurück ins normale zu wechseln, wann ist die Erholung abgeschlossen? Bei Rückkehr des Marktes zum bisherigen Allzeithoch?


    Bei der Produktauswahl solltest du die Mechanik der Risikoeinstufung des PRIIPs SRI verstehen. Typischerweise werden Aktien ETF nach ihrer schwankungsadjustierten Volatilität bewertet (Value at risk equivalent Volatilität über 5 Jahre). Das entspricht der Produktgruppe 2 der Verordnung. Beispielsweise, Xumbo.

    Alternativ kann der Gedanke hinter dem variablen Hebel des Scalumbo für dich interessant sein. Ich gehe davon aus, dass hier die VEV Bewertung entsprechend Kategorie 4 vorgenommen wird, da das Produkt nicht-Marktbeobachtbare Entscheidungen hat. Das könnte nach einem Crash für dich von Bedeutung sein, weil hier keine direkte höherstufung der Risikoklassen zu erwarten ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Alex777 (3. November 2026 um 16:18)

  • zwangsumgeschichtet

    Aktuell gehe ich davon aus, dass dies im Freien Altersvorsorge Depot nicht stattfindet. Jedenfalls scheint das gesetzlich nur fürs Standardprodukt gefordert. Viel mehr ist es so, das bei einem Risikoklassenwechsel zukünftige Käufe nicht mehr möglich sind, der depotbestand aber nicht verkauft werden muss.

  • Alternativ kann der Gedanke hinter dem variablen Hebel des Scalumbo für dich interessant sein. Ich gehe davon aus, dass hier die VEV Bewertung entsprechend Kategorie 4 vorgenommen wird, da das Produkt nicht-Marktbeobachtbare Entscheidungen hat. Das könnte nach einem Crash für dich von Bedeutung sein, weil hier keine direkte höherstufung der Risikoklassen zu erwarten ist.

    Genau den hab ich im Auge!

    Die Frage ist nur ob der variable Hebel eventuell zum Nachteil werden kann wenn man mit 2x runter geht, er beim Kursanstieg aber noch bei z.B. 1,5x ist.

  • Aktuell gehe ich davon aus, dass dies im Freien Altersvorsorge Depot nicht stattfindet. Jedenfalls scheint das gesetzlich nur fürs Standardprodukt gefordert. Viel mehr ist es so, das bei einem Risikoklassenwechsel zukünftige Käufe nicht mehr möglich sind, der depotbestand aber nicht verkauft werden muss.

    Finanztip geht offenbar auch davon aus:

    Externer Inhalt www.instagram.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Für Leute ohne Instagram: Die dann höhere Risikoklasse kann im freien Depot liegen bleiben, darf aber nicht mehr bespart werden.

  • Genau den hab ich im Auge!

    Die Frage ist nur ob der variable Hebel eventuell zum Nachteil werden kann wenn man mit 2x runter geht, er beim Kursanstieg aber noch bei z.B. 1,5x ist.

    Naja was heißt Nachteil, der Hebel dämpft die Volatilität ein klein wenig. In normalen marktphasen hast du effektiv einen nutz-Hebel von 1,9Xx. Sowas wie 1,97x. Also eine glatte 2 ist es nicht.

    Muss man halt wissen, und ist sicherlich nicht optimal für die Rendite. Aber dafür hält er halt eher seine Risikoklasse und bleibt verfügbar für Nachkäufe.

    Und selbst wenn’s in turbulenten Zeiten nur 1,8x wären ist es immernoch voll im okayish grünen Bereich.

    Laut Prospekt darf er runter bis zu 1,5x abgesenkt werden.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen