GRV ungleich Investment

KI-Zusammenfassung

: Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

  • Mehrere Beiträge betonen die Risikoabsicherung der GRV, während andere freiwillige Einzahlungen als Geldanlage neben Rürup, privaten Rentenversicherungen oder ETFs einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Nachzahlungen für Ausbildungszeiten bis 45, Ausgleichszahlungen ab 50, Steuerwirkung, Rentenbeginn und ausführlicher Rentenauskunft.
  • Ein klarer Konsens zur GRV als gute oder schlechte Anlage entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen private Kapitalanlagen eher als Ergänzung zur lebenslangen Basisrente.

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  • Die KI meinte mal zu mir, dass es in Luxemburg bis zu 13k Krankengeld monatlich für bis zu 24 Monate geben kann. Damit könnte man doch gut seine Rentenkasse aufbessern, muss man nur einen guten Job dort finden.

    Wer als Rentner Finanzprobleme hat, der hatte diese auch schon die 40 Jahre davor. Ist halt leider die nackte Wahrheit.

  • Ich kann es aus meinem Umfeld und von mir selbst bestätigen, dass kaum noch jemand wirklich mag. Die Bedingungen im Arbeitsumfeld haben sich gerade für ältere massiv verschlechtert. Die meisten nehmen den frühest möglichen Ausstieg.

  • 4 Jahre eher in Rente mit 14,4% Abschlägen

    oder

    2 Jahre ALG I und dann abschlagsfrei in Rente

    Da muss man nicht lange rechnen.

    Man sollte schon rechnen.;)
    Das obige Beispiel funktioniert nämlich nur, wenn Du zum Zeitpunkt des Beginns der Arbeitslosigkeit bereits die 45 Jahre Anrechenzeit für die Rente für besonders langjährig Versicherte voll hast!
    In den letzten 2 Jahren vor der Rente für besonders langjährig Versicherte zählt der Bezug von ALG 1 nicht mehr zu den anrechenbaren Zeiten.

    BTW: Krankengeld ist höher als ALG 1. Also sollte man da auch nochmal rechnen.

  • Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde ich hätte nicht schon drüber nachgedacht.

    4 Jahre eher in Rente mit 14,4% Abschlägen

    oder

    2 Jahre ALG I und dann abschlagsfrei in Rente

    Da muss man nicht lange rechnen.

    Dieses Modell wird in Zukunft wohl reichlich genutzt werden wenn die neuen Beschlüsse so 1:1 umgesetzt werden. Das kommt halt dabei raus wenn man Gesetze gegen den Bürger machen will anstatt mit diesem. Es wäre deutlich sinnvoller die Beitragsjahre stärker zu gewichten, dann würden sich Leute keine Gedanken um solche Aussstiegsszenarien machen die am Ende deutlich teurer sind als Leute etwas früher in Rente zu entlassen. Übrigens ist das kein Vorwurf gegen dich, überlege mir selber solche Szenarien.

  • In meinem Umfeld habe ich auch mehrere solche Fälle.
    Und bisher lässt die Arbeitsagentur die Leute auch in Ruhe. Sprich es wird kein Druck gemacht irgendwelche Bewerbungsversuche nachweisen zu müssen.

    Das eigentliche Problem sind m.E. aber nicht die Menschen, die diese Möglichkeiten nutzen, sondern letztlich sind es die Arbeitgeber, die so Ihre 'alten' Mitarbeiter vorzeitig loswerden. Und zwar ganz bewusst!
    Wenn man der Politik glauben wollte, sollten die AG doch eigentlich froh über die 'alten' Mitarbeiter sein. Schließlich werden Sie diese Mitarbeiter doch in wenigen Jahren ganz ohne Abfindungen los.
    Statt dessen zahlt mal Leuten mit 60+ lieber großzügige Abfindungen um diese Menschen ASAP los zu werden.
    Ich bin mal gespannt, wie es mir in einigen Jahren so ergehen wird.:/

  • Und bisher lässt die Arbeitsagentur die Leute auch in Ruhe. Sprich es wird kein Druck gemacht irgendwelche Bewerbungsversuche nachweisen zu müssen.

    Was soll sie auch groß tun? Wenn jemand 2 Jahre vor der Rente steht, ist er für die Unternehmen nicht wirklich attraktiv. Selbst wenn man kein Problem mit dem Alter an sich hat...Einarbeitungszeit und zu erwartende produktive Arbeitszeit sind in keinem guten Verhältnis. Da nimmt man dann eher jemand, der noch das Potential für 10 oder 15 Jahre hat. Interessant wird das erst mit der Perspektive, dass jemand über das Renteneintrittsalter hinaus arbeitet

    Wenn man der Politik glauben wollte, sollten die AG doch eigentlich froh über die 'alten' Mitarbeiter sein. Schließlich werden Sie diese Mitarbeiter doch in wenigen Jahren ganz ohne Abfindungen los.
    Statt dessen zahlt mal Leuten mit 60+ lieber großzügige Abfindungen um diese Menschen ASAP los zu werden.

    Das sind halt de facto diejenigen, die man am einfachsten auskaufen kann. Für einen 35-jährigen ist es deutlich unattraktiver die Abfindung zu nehmen und statt überdurchschnittlichem Gehalt bei 35h die nächsten 30 Jahre zu durchschnittlichen Gehältern 40h zu arbeiten.

    Alles andere...höhere Gehaltsstufen der älteren, schlechtere Gesundheit, tendenziell größere Schwierigkeiten mit neuer Technologie...kommt natürlich noch obendrauf.

  • Wenn dieselben Leute, die Rente ab 70 fordern, niemanden über 50 einstellen wollen, dann ist vermehrte Rente nach Arbeitslosigkeit nicht verwunderlich. #Wohlstand =O

  • Also aus "unserer" Generation schaffen das alle die eine Lehre gemacht haben. "Damals" fing man nämlich mit 16 an.

    Es gibt auch Menschen, die nach der Lehre über den 2. Bildungsweg dann Fachabitur und anschließend ein Studium ran gehängt haben.
    Da kann es dann mit den 45 Jahren bis 63 schon eng werden Ich habe da auch ein paar Fälle in meiner Blase, die die 45 Jahre ziemlich genau mit 64,x Jahren erreichen. Ich bin auch so einer. ;)
    Leider habe ich seinerzeit, wie so viele andere auch, nicht daran gedacht freiwillig in die GRV einzuzahlen.

    Aber die 45+ Jahre werden unsereins wohl eh nix mehr nutzen, da diese Rentenform ja wegfallen soll.
    Wäre mir ohnehin egal gewesen, da ich finanziell schon länger für die Rente mit 63 und Abschlägen plane.

  • Aber diese Arbeitslosigkeit in der Mitte seines Lebens (oder am Anfang nach der Lehre) zählen zu den Beitragszeiten, deswegen ändert sich die Beitragsjahre ja nicht zum Ende hin.

    Bei den 45 Jahren geht es nicht (nur) um Beitragszeiten, daher kann Arbeitslosigkeit auch mitten im Erwerbsleben ein Problem sein.

    Alg II führte im Zeitraum 2005 bis 2010 auch zu Beitragszeiten, die jedoch nicht für die 45 Jahre berücksichtigt werden.

    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__51.html


    Man sollte schauen, wann absolute Begriffe angebracht sind und wann nicht.

  • Dann verwende genaue Begriffe wie ALG2, das hast du nämlich nicht (siehe Beitrag #4714 auf den ich mich Bezog) ALG1 zählt zu Beitragszeiten (bis auf die zwei Jahre vor Rentenbeginn),

    Selbst in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn begründet der Bezug von Arbeitslosengeld (seit Umbenennung des Alg II kann man sich die römische Eins sparen) regelmäßig eine Beitragszeit, selbst wenn sie nicht bei der 45-jährigen Wartezeit berücksichtigt wird.


    #4714 ist bei mir ein Beitrag von monstermania .


    Wo soll dieser Austausch jetzt eigentlich hinführen?

  • So oder so.
    Man muss das halt genau prüfen. In der Rentenauskunft, die man ab 50 alle 5 Jahre bekommt (oder anfordern kann), steht drin, wann die 45 Jahre Wartezeit erfüllt sind.

    BTW: Auch ein Minijob kann dazu genutzt werden die 45 Jahre voll zu bekommen, wenn man dafür Rentenbeiträge leistet. Insbesondere, wenn wohlmöglich nur noch wenige Monate fehlen durchaus eine Option.

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