Die Zahlen sehe ich. Was gibt es für sich daraus ableitende Schlussfolgerungen? Die Kürze der Zeit verbietet das m. E., aber vielleicht kann man das auch anders sehen.
Meine - alles andere als überraschende - Schlussfolgerung aus dem Vergleich des Kommer-ETFs lautet: ein ETF entwickelt sich so, wie sich seine Komponenten entwickeln.
Wenn man zwei ETFs hat,
- von denen einer sich stärker als der andere auf Unternehmen aus einem bestimmten Land konzentriert,
- von denen einer einen deutlich größeren Anteil in seine 20 stärksten Aktien investiert,
- von denen einer nicht und der andere ein bisschen in Small Caps investiert,
werden die sich in ihrer Performance je nach dem unterscheiden, ob dieses bestimmte Land bzw. ob diese 20 Aktien bzw. ob die Small Caps den Markt outperformen oder nicht. Das ist aber wenig überraschend …
Für mich ist die Frage aber nicht, ob das in einer täglichen / wöchentlichen / monatlichen Betrachtungen so ist, sondern wie es sich langfristig darstellt? Und zwar konkret: langfristig für den exakt meinen Anlagehorizont betreffenden Zeitraum. Selbst in 20 Jahren wird man nur sagen können, wie es die vergangenen 20 Jahre war - aber nicht, wie es die dann kommenden 20 Jahre sein wird. Von daher wird der Vergleich der Rückschau für die Zukunftsplanung immer wenig instruktiv sein.
Meine persönliche Schlussfolgerung aus diesen längst bekannten Feststellungen war und ist und bleibt, dass eine eher gemäßigtere, ausgeglichenere Verteilung mit einem geringeren Risiko verbunden ist. Und deshalb habe Sympathien für den Kommer-ETF und andere Maßnahmen, die die US-/BigTech-Konzentration der reinen MCAP-Ansätze etwas abmildern.