Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen

  • Und wenn ich dann bedenke, wie viele Menschen sich bisher noch überhaupt nicht mit Bitcoin beschäftigt haben, wirkt das Potenzial einfach riesig auf mich. Genau das ist letztlich der Grund, warum ich dabei bleibe.

    ..das bestärkt mich in meiner Überzeugung, das das Ding eine Zockergeschichte ist. Genauso funktioniert ein Pyramidensystem oder neudeutsch Ponzi-Scheme. Viel Glück dabei und nicht den richtigen Absprung verpassen! ;)

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    Bitcoin
    Expertengespräch am 06.08.2026

    Reine Spekulation? Wann Du Bitcoin haben solltest

    06.08.2026 - Bitcoin

  • Ist doch eigentlich völlig menschlich: Wenn man von einer Sache überzeugt ist, verteidigt man sie auch und sucht nach neuen Argumenten, die die eigene Sicht bestätigen. Das machen aber nicht nur „die anderen“, sondern beide Seiten gleichermaßen.

    Nur, wenn man vollkommen überzeugt ist und jeden Irrtum ausschließt. Das scheint bei Dir nicht der Fall zu sein, Du bleibst kritisch.

    Interessant, was ich an mir selbst beobachte:

    Das kenne ich auch, man versucht mit Gegenfragen Sachargumente von überzeugten Befürwortern zu erhalten und Zweifel zu sähen. So entstehen Diskussionen. Genau dazu dienen meine Fragen oben in #4032.


    P.S.: Ich bin vorsichtiger Kleininvestor in BTC.

  • Abgesehen davon ist es zwar schade, aber prinzipiell richtig, dass Gewinne besteuert werden.

    Kann ich nicht nachvollziehen so eine Meinung. Warum soll es „prinzipiell richtig“ sein, Gewinne zu besteuern? Meiner Meinung nach ist es prinzipiell falsch, Gewinne zu besteuern. Anleger investieren ihr eigenes Geld, was bereits durch etliche Steuerabgaben um rund 50 % reduziert wurde, risikoreich an der Börse und sollen dann im Fall der Fälle, wenn es erfolgreich ist, noch mal Geld an den Staat abdrücken. Warum? Und warum gerade 25 %? Warum nicht 15 %? Oder 45 %? Gibt es einen Punkt, an dem es zu viel Steuern sind? Wenn ja, wann ist der Punkt erreicht? Glaubst du, dass wir den Punkt erreichen werden? Oder eher nicht? Warum (nicht)?

    Auch Gewinne aus Aktiengeschäften sollten meiner Meinung nach wieder steuerfrei sein, wie es lange Zeit der Fall war.

    Und wie ist es mit Gold? Gewinne besteuern? Oder nicht? Mischu

    Das ganze Thema ist doch pure Willkür und wird so geregelt, wie es gerade in den Haushalt passt. Ein Fass ohne Boden, anstatt sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, bekämpft man Symptome und schröpft den Bürger, der von Jahr zu Jahr unzufriedener wird.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass viele es sogar geil finden, möglichst viele Steuern einem ineffizienten Staat in den Rachen zu werfen, damit die nächste E-Auto-Subvention anlaufen kann ...

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • ..dann wandere doch aus, wenn du den Staat so fürchterlich findest. Wohin?

    Ich finde „den Staat“ nicht „fürchterlich“. Was mir eher Sorgen macht, sind die Entwicklungen der letzten 20 Jahre, zu denen der Staat aus meiner Sicht mit beigetragen hat und bei denen ich aktuell keine überzeugenden Antworten oder nachhaltigen Lösungen erkenne. Meiner Meinung nach verschärfen sich viele Probleme in Zukunft weiter und die Lösung dafür lautet nicht, weitere Steuererhöhungen zu fordern -> Symptombekämpfung.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Du hattest dich schon mal aktiv in die Meinungsgestaltung der Politik eingebracht?

    Ja, natürlich. Allein öffentliche Diskussionen, Debatten, Wahlen, Gespräche oder auch Beiträge in Foren sind ja bereits Teil politischer Meinungsbildung. Politik lebt davon, dass Menschen unterschiedliche Perspektiven äußern und diskutieren.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich kann halt nicht verstehen wie jemand der Meinung sein kann, dass der Staat mit weniger Einnahmen besser funktionieren soll.

    Woher sollen denn die Investitionen kommen, welche die Infrastruktur verbessern. Welcher Volltrottel von Aktienunternehmer investiert denn lieber ihre 3 Milliarden gewinne in Schulen, Obdachlose, Kinder, usw. anstatt in Dividenden? Damit mein ich nicht die paar Almosen die da steueroptimiert gezahlt werden.

    Gewinne werden überall besteuert, nur so funktioniert das System aus meiner Sicht. Ein Staat ist kein Wirtschaftsunternehmen und funktioniert auch nicht so, egal wie oft es behauptet wird.

    Ich bin der Meinung der Staat muss viel enger regulieren, weil wir durch die Deregulierung die seit 20 Jahren stattfindet ausgeufert ist und ins genau hier hin gebracht hat. Es wird nur immer weiter behauptet das wir heute überbordende Regularien besitzen. In einer komplexeren Welt braucht man komplexere Regeln, aber das liegt in der Natur der Sache und ist nicht willkürlich.

    Gegenfrage, wie willst du den (funktionierenden) Staat finanzieren.

  • Ich kann halt nicht verstehen wie jemand der Meinung sein kann, dass der Staat mit weniger Einnahmen besser funktionieren soll.

    Man sollte sich vielleicht auch mal die Ausgaben anschauen. Ich will nicht pauschal gegen den Staat hetzen, aber dass Politiker vermehrt in krumme Deals verwickelt sind und damit davonkommen, darf einfach nicht sein.

    Ich bin weder Finanzprofi noch gebe ich Anlageberatungen.
    Meine Beiträge sind als Impulse zu verstehen, um sich selbst zu informieren.

  • Ich kann halt nicht verstehen wie jemand der Meinung sein kann, dass der Staat mit weniger Einnahmen besser funktionieren soll.

    Gewinne werden überall besteuert, nur so funktioniert das System aus meiner Sicht. Ein Staat ist kein Wirtschaftsunternehmen und funktioniert auch nicht so, egal wie oft es behauptet wird.

    Das sehe ich diametral anders. Du setzt automatisch weniger Staatseinnahmen mit schlechter funktionierendem Staat gleich. Die Frage ist doch nicht, wie viel Geld der Staat einnimmt, sondern wie effizient er damit umgeht. Deutschland hat heute bereits extrem hohe Abgaben und trotzdem massive Probleme bei Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung oder Bürokratie. Das spricht eher dafür, dass mehr Geld allein offenbar nicht automatisch zu besseren Ergebnissen führt.

    Und beim Thema Unternehmen wird oft so getan, als würden Gewinne einfach sinnlos gehortet. So ist es aber ja gar nicht. Unternehmen investieren permanent in Mitarbeiter, Forschung, Maschinen usw. Genau daraus entstehen am Ende Wachstum, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen. Wenn man diesen Bereich immer stärker belastet, schwächt man langfristig die wirtschaftliche Grundlage des Staates selbst.

    Woher sollen denn die Investitionen kommen, welche die Infrastruktur verbessern. Welcher Volltrottel von Aktienunternehmer investiert denn lieber ihre 3 Milliarden gewinne in Schulen, Obdachlose, Kinder, usw. anstatt in Dividenden? Damit mein ich nicht die paar Almosen die da steueroptimiert gezahlt werden.

    Was würde denn passieren, wenn Straßen, Bahnnetze oder Energieversorgung dauerhaft schlecht funktionieren? Menschen und Unternehmen würden Regionen meiden, Anbieter verlieren Kunden, Investitionen bleiben aus. Genau dadurch entsteht automatisch Druck, funktionierende Lösungen bereitzustellen. Wettbewerb erzeugt Anreize zur Verbesserung, zentralistische Systeme reagieren dagegen erst, wenn Probleme längst eskaliert sind.


    Ich bin der Meinung der Staat muss viel enger regulieren, weil wir durch die Deregulierung die seit 20 Jahren stattfindet ausgeufert ist und ins genau hier hin gebracht hat. Es wird nur immer weiter behauptet das wir heute überbordende Regularien besitzen. In einer komplexeren Welt braucht man komplexere Regeln, aber das liegt in der Natur der Sache und ist nicht willkürlich.

    Ehrlich gesagt sehe ich nicht, dass wir seit 20 Jahren deregulieren. Gefühlt wird doch mittlerweile jeder Lebensbereich detaillierter geregelt, dokumentiert und verwaltet. Viele Unternehmen verbringen inzwischen mehr Zeit mit Compliance, Formularen und Berichtspflichten als mit eigentlicher Wertschöpfung.

    Ich will ja gar nicht infrage stellen, dass ein funktionierender Staat Einnahmen benötigt. Aber die Frage ist doch, wann der Punkt erreicht ist, an dem immer mehr Regulierung, Umverteilung und Bürokratie anfangen, genau den Wohlstand zu bremsen, von dem der Staat eigentlich lebt? Meiner Meinung nach haben wir diesen schon längst überschritten.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Das du es anders siehst weiß ich.

    Wo kommt jetzt das Geld für die Investitionen her für Bildung, Soziales, Infrastruktur?

    Effizienter sein schön und gut. Aber du siehstwas bei den Kommunen passiert wenn kein Geld mehr da ist. Schwimmbäder werden geschlossen, Schulen verkommen usw.

    Wo ist der Plan damit der Staat effizienter wird? Ich behaupte mal das weniger Einnahmen ihn nicht befähigen werden. Mehr Einnahmen führen nicht unbedingt dazu das es effizienter wird, aber sie ermöglichen zumindest den Standard zu halten.

    Du möchtest das der Staat effizienter wird, finde ich einen validen Plan. Aber dafür muss man erstmal den Weg aufzeigen. Den konnte mir bisher keiner nennen, außer Steuern runter, lasst mir jeden scheiß durchgehen und alles wird gut. Den kann ich aber nicht nachvollziehen. Erklär mir den Sinn dahinter.

    Drehen wir den Spieß um und besteuern alle Unternehmen mal doppelt so hoch. Die können ja auch einfach mal effizienter werden anstatt immer mehr Gewinn zu benötigen für ihr Wachstum.

  • Interessante Diskussion, jedoch glaube ich nicht das wir „Laien“ hie eine Lösung finden werden wenn es gestandene Berufspolitiker mit Beratern, Expertengremien etc. offensichtlich nicht (bzw. nur teilweise) hinbekommen. Es gibt halt leider keine einfachen Antworten auf die komplexen Fragen/Anforderungen.

    Grundsätzlich bin ich fein damit eine Steuer auf meine Gewinne zu zahlen im Sinne der Solidargemeinschaft. Das dieses von mir investierte Geld ja aber schon (teils mehrfach) versteuert ist und der Staat mit mehr Geld nicht zwingend besser umgeht, ist aber auch ein valider Punkt.

    Davon ab war die Aktionärsgemeinde damals sicher auch nicht begeistert als die Besteuerung eingeführt wurde.

    Bei der Forderung den Einkommenssteuersatz bei Bitcoin und Krypto anzuwenden bin ich aber zugegeben sprachlos…😶

  • Interessante Diskussion, jedoch glaube ich nicht das wir „Laien“ hie eine Lösung finden werden wenn es gestandene Berufspolitiker mit Beratern, Expertengremien etc. offensichtlich nicht (bzw. nur teilweise) hinbekommen. Es gibt halt leider keine einfachen Antworten auf die komplexen Fragen/Anforderungen.

    Grundsätzlich bin ich fein damit eine Steuer auf meine Gewinne zu zahlen im Sinne der Solidargemeinschaft. Das dieses von mir investierte Geld ja aber schon (teils mehrfach) versteuert ist und der Staat mit mehr Geld nicht zwingend besser umgeht, ist aber auch ein valider Punkt.

    Davon ab war die Aktionärsgemeinde damals sicher auch nicht begeistert als die Besteuerung eingeführt wurde.

    Bei der Forderung den Einkommenssteuersatz bei Bitcoin und Krypto anzuwenden bin ich aber zugegeben sprachlos…😶

    Also für mich als Kryptolaien finde ich die Besteuerung folgerichtig. Aber auch das Gold in seiner doch sehr außergewöhnlichen Situation als Anlage und Rohstoff würde ich besteuern.

  • Einundzwanzig

    Zu #4043

    Aktuell geniesse ich ja die Steuerfreiheit des Goldes, aber wenn man die gleichen Maßstäbe ansetzt wie bei Aktien hätte ich kein Problem damit, allerdings müsste man über einen gewissen Zeitraum die Chance bekommen es noch zu verkaufen oder das Versteuerungen erst den Neukauf betrifft. Aber alle diese Varianten gab es schon in vielen Staaten bis hin zum Goldverbot. Durch dieses Forum inspieriert tendiere ich mittlerweile auch dazu einiges an Gold und Silber aus meinen Bestand zu veräussern und einen neuen ETF Sparplan bei Scalable laufen zu lassen, da muss ich dann später eh versteuern. Liegt wohl auch daran das in 7 bis 8 Jahren das sparen und der Goldsparplan nicht mehr bedient wird und somlangsam die Entnahmephase beginnt.

  • @ Grepe:

    Ich finde deine Herangehensweise nachvollziehbar und stimmig, wenn es darum geht die "Opposition" einzunehmen. Im Grunde liegt da auch die Wahrheit. Abgesehen von völlig wirren Illusionisten, sind Pro-Bitcoiner grds. aufgeklärt und gehen nicht davon aus in kürzester Zeit Millionär zu werden. Insbesondere wer sich als Pro-Bitcoiner auf eine Diskussion einlässt, hat sich intensiv damit befasst. Das heisst nicht zwangsläufig, dass die Meinung "richtig" ist, aber wer kann auch schon von sich behaupten in der Sache die "richtige" Meinung zu haben. Ganz vereinzelt kommt natürlich diese illusorische "fairy tale"-Stimmung auf, wo man sich nochmal etwas erden muss. Ich glaube auch, dass es normal ist, dass die Meinung über Bitcoin nicht gleichbleibend ist. Wir entwickeln uns weiter, die Gesellschaft entwickelt sich weiter, die Welt entwickelt sich weiter. Wäre absurd, wenn wir uns und unsere Meinung nicht weiter entwickeln.

    Die Tatsache, dass du bei Pro-Bitcoiner die kritische Stimme bist und bei Contra-Bitcoinern die positive ist aus meiner Sicht kein Zeichen von Opportunismus oder von volatiler Meinung diesbezüglich, sondern eine gewachsene Tatsache, dass die Wahrheit oft irgendwo dazwischen liegt. Ich erkenne mich sehr gut darin wieder. Ich bin mir auch recht sicher, dass du diese Art der Diskussion oder Herangehensweise nicht nur bei Bitcoin hast, sondern auch bei anderen Dingen. Ich erkenne mich darin sehr gut wieder. Leider führt das oft dazu, dass man sich weder zu dem einen noch zu dem anderen Lager "zählt". Ich habe das für mich mittlerweile als Tatsache akzeptiert, dass es bei vielen Dingen so ist.

    Sehr gut finde ich an den Ansatz von Florian Bruce(?) vom Bitcoin-Podcast. Er sagt nicht: Hier ist die Wahrheit, nimm sie an, sondern er sagt: Vertrau nicht auf das, was ich sage. Erschaffe sozusagen dein eigenes "proof of study". Das halte ich für einen gesunden Ansatz.

  • Leider führt das oft dazu, dass man sich weder zu dem einen noch zu dem anderen Lager "zählt". Ich habe das für mich mittlerweile als Tatsache akzeptiert, dass es bei vielen Dingen so ist.

    Genau so…

    Wer einseitig (ausschließlich) argumentiert, kennt oft weder Fakten noch die Argumente der Gegenseite. Gilt bei Finanzen, privat, in der Politik – eigentlich überall.

    „Die Wahrheit liegt oft in der Mitte“ kommt nicht von ungefähr.

  • Kann ich nicht nachvollziehen so eine Meinung. Warum soll es „prinzipiell richtig“ sein, Gewinne zu besteuern? Meiner Meinung nach ist es prinzipiell falsch, Gewinne zu besteuern.

    Kann ich nicht nachvollziehen, so eine Meinung. Du willst Gewinne prinzipiell steuerfrei stellen, egal ob Unternehmensgewinne, Spekulationsgewinne oder Gewinne aus Geldanlagen?

    Dann müssten die Steuern auf Löhne und Gehälter vermutlich verdoppelt werden. Da würde keiner mehr arbeiten und die Wirtschaft wäre tot.

    Die Grundidee eines Steuersystems ist doch eher, nach Leistungsfähigkeit zu besteuern. Wer 100k im Jahr verdient, sollte im Idealfall die gleichen Steuern zahlen, egal aus welcher Quelle das Geld kommt.

    Übrigens: Alle Löhne, die ausgezahlt werden stammen normalerweise aus Geldern, die vorher schon einmal versteuert waren.

    Ich will ja gar nicht infrage stellen, dass ein funktionierender Staat Einnahmen benötigt.

    Beruhigend.

    Viele Unternehmen verbringen inzwischen mehr Zeit mit Compliance, Formularen und Berichtspflichten als mit eigentlicher Wertschöpfung.

    Kannst Du dafür konkrete Beispiele nennen?

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