Ist das, was der Herr der CDU/CSU-Fraktion da schreibt/sagt, noch faktenbasiert oder ist das schon postfaktisch?
Der weiß ganz genau (und falls nicht, sollte er sich einen Job suchen, der zu seiner Kompetenz passt), dass man Kryptogewinne problemlos so gestalten kann, dass sie steuerfrei sind. Da helfen theoretische 45 % auch nicht.
Bitcoin wird "Status eines Gold-Ersatzes" erreichen
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Mazen -
23. November 2024 um 14:39 -
Erledigt
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Gleichzeitig bleibt auch die CDU bei ihrer kritischen Haltung und fordert eine nachvollziehbare Begründung, warum Bitcoin künftig anders behandelt werden soll als Gold, Kunst oder Fremdwährungen.
Ich stimme mit dieser Meinung durchaus überein. Nur warum erklärt der nette Mann von der CDU nicht gleich, warum es überhaupt unterschiedliche Besteuerungsarten für Kapitalerträge (Zins, Aktiengewinne) und andere Anlagegüter (z.B. Gold, Immobilien, usw.) geben muss?

Bei Immobilien könnte ich ja nachvollziehen, wenn man sagen würde: Neubauten dürfen nach 10 Jahren steuerfrei verkauft werden um den Neubau von Immobilien zu fördern.
Aber warum z.B. Gold privilegiert ist und andere Edelmetalle nicht, erschließt sich mir beim Besten willen nicht.
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Interessant ist allerdings, dass es weiterhin weder einen Gesetzentwurf noch konkrete Details gibt.
Interessant ist da gar nichts. Das eine ist die politische Absichtserklärung, das andere die gesetzgeberische Entwicklung und das parlamentarische Verfahren.
Mit der neuen Regelung würden sie statt bis zu 45 % plötzlich nur noch 25 % Kapitalertragsteuer zahlen. Ausgerechnet kurzfristiges Trading würde also steuerlich belohnt.
Lustig, der Neidaspekt von der anderen Seite. Sieh es doch mal so, die Daytrader wurden bisher mit höheren Steuern bestraft. Endlich mehr Gerechtigkeit. 😅
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Aber warum z.B. Gold privilegiert ist und andere Edelmetalle nicht, erschließt sich mir beim Besten willen nicht.

Wo ist denn Gold gegenüber anderen Metallen privilegiert? Der einzige Unterschied ist, dass man für Anlagegold beim Kauf keine Mwst. bezahlt. Nach einem Jahr ist der Gewinn beim Verkauf immer steuerfrei, egal ob Gold, Silber oder rostiges Eisen.
Ein Unterschied in der Gewinnbesteuerung besteht höchstens bei Zertifikaten auf Gold, Silber und was es noch so gibt. Gewinne aus Gold-ETC sind denen aus physischem Gold gleichgestellt, wenn man sich (theoretisch) den Gegenwert in Form von Gold ausliefern lassen kann. Bei Silber-ETC z.B. ist das in der Regel nicht der Fall.
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Bei Silber-ETC z.B. ist das in der Regel nicht der Fall.
Es gibt inzwischen einen.
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Es gibt inzwischen einen.
Welches ist das denn? Kann man sich das Silber da per Spedition liefern lassen?
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Ich bin echt gespannt auf die Argumentation des BMF, warum ausgerechnet die Besteuerung von Bitcoin eine „Gerechtigkeitslücke“ schließen soll, eine Besteuerung von Gold aber offenbar nicht dafür infrage kommt.
Auch dürfte es für die Bundesregierung nicht ganz einfach werden, dafür eine tragfähige Begründung zu liefern. Reine Mehreinnahmen reichen nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts jedenfalls nicht aus, um eine bisher folgerichtige steuerliche Systementscheidung einfach aufzugeben.
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Auch dürfte es für die Bundesregierung nicht ganz einfach werden, dafür eine tragfähige Begründung zu liefern. Reine Mehreinnahmen reichen nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts jedenfalls nicht aus, um eine bisher folgerichtige steuerliche Systementscheidung einfach aufzugeben.
Ach komm, das ist nur ein politisches Spielchen.
Wenn der Typ von der CDU/CSU-Fraktion eine eigene Steuererhöhung durchbringen will, findet er jedes Argument, was ihm hilft.
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Ach komm, das ist nur ein politisches Spielchen.
Wenn der Typ von der CDU/CSU-Fraktion eine eigene Steuererhöhung durchbringen will, findet er jedes Argument, was ihm hilft.
Es ist aber juristisch vom Bundesverfassungsgericht so entschieden worden, unabhängig von Parteiinteressen:
„Der reine fiskalische Zweck, den Staatshaushalt durch zusätzliche Steuereinnahmen aufzubessern (die bloße Erzielung von Mehreinnahmen), reicht laut ständiger Rechtsprechung nicht aus, um Ausnahmen oder Sonderregeln zu rechtfertigen, die das in sich geschlossene Steuersystem durchbrechen."Außerdem läge gleichzeitig ein Verstoß gegen das Grundgesetz vor:
Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG): Steuern müssen nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhoben werden. Eine willkürliche Besser- oder Schlechterstellung einzelner Gruppen, die rein fiskalisch motiviert ist, verstößt gegen diesen Grundsatz. [1, 2, 3, 4]
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Es ist aber juristisch vom Bundesverfassungsgericht so entschieden worden, unabhängig von Parteiinteressen:
„Der reine fiskalische Zweck, den Staatshaushalt durch zusätzliche Steuereinnahmen aufzubessern (die bloße Erzielung von Mehreinnahmen), reicht laut ständiger Rechtsprechung nicht aus, um Ausnahmen oder Sonderregeln zu rechtfertigen, die das in sich geschlossene Steuersystem durchbrechen."Und dafür gibts objektive, unveränderliche Maßstäbe?
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Und dafür gibts objektive, unveränderliche Maßstäbe?
Natürlich nicht, man müsste dafür halt das Grundgesetz ändern.
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Die Neuregelung der Kryptobesteuerung bleibt zunächst erstmal abzuwarten. Es muss auf jeden Fall rechtssicher dargelegt werden, warum Kryptowerte jetzt auf einmal nicht mehr unter §23 des Einkommensteuergesetzes fallen. Eine willkürliche Neuordnung ist ohne weiteres möglich. Ich bin mir sicher, dass irgendein "Cryptobro" dagegen klagen wird. Das Endergebnis bleibt abzuwarten.
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Eine willkürliche Neuordnung ist ohne weiteres möglich.
Da fehlt ein „nicht“.
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Bitcoin wird immer mehr zum Machtinstrument auf internationaler Bühne, unabhängig davon, ob man das gut oder schlecht findet. Leider fehlt den regierenden Köpfen auf dem Themengebiet immer noch in vielen Bereichen die Expertise. Eine heute veröffentlichte Doku zum Thema:
Die investigative Dokumentation enthüllt, wie Russland Krypto-Währungen nutzt, um westliche Sanktionen zu umgehen, Rüstungsgüter zu finanzieren und geopolitischen Einfluss auszuweiten.
Mithilfe überschüssiger Energieressourcen betreibt der Kreml riesige "Bitcoin-Farmen" und setzt digitale Währungen zur Destabilisierung demokratischer Systeme ein. Wie ist es möglich, dass Russlands Kriegsmaschinerie trotz härtester westlicher Sanktionen nicht ins Stocken gerät? Wie kann der Kreml die Sanktionen umgehen, Rüstungsgüter finanzieren und seinen geopolitischen Einfluss ausweiten? Welche Rolle spielen Kryptowährungen wie Bitcoin?
Experten warnen: Fehlende Regulierung und internationale Untätigkeit erleichtern den Missbrauch. Die "ARD Story" zeigt die Gratwanderung zwischen den Potenzialen digitaler Währungen und ihrer Rolle als geopolitische Waffe. Welche Möglichkeiten bieten Kryptowährungen und welches Missbrauchspotenzial?
Link zur Doku: https://www.ardmediathek.de/film/Y3JpZDovL…GIvc3RJZC8xOTEz
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Ohne Worte zu diesem russischen Propagandanarrativ:
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Ohne Worte zu diesem russischen Propagandanarrativ:
Was willst du auch von der ARD bzw. dem öffentlichen Rundfunk erwarten, Marionetten Putins... Oder wie meinst du das genau mit dem „Propagandanarrativ"?


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Du hast geschrieben
- von überschüssigen russischen Energieressourcen, während die Russen sich an Tankstellen um das knappe Benzin prügeln müssen, die Inflation steigt, die Wirtschaft abschmiert und die Banken immer mehr faule Kredite anhäufen.
- Ausweitung des geopolitischen russischen Einflusses durch Bitcoin, während Russland seine “Verbündeten” in Venezuela, Kuba, Iran, Syrien, Afrika etc. im Stich lässt bzw. verloren hat.
Mag sein, dass Russland mit Kryptos seine Sabotagehandlungen und Desinformation finanziert und extremistische Parteien in Europa und Nordamerika unterstützt.
Aber das als Empfehlung für Zukunftsfähigkeit dieser Kryptos zu präsentieren, naja…
Ich würde ja von allem die Finger lassen, was irgendwie mit Russland (oder Iran) zu tun hat oder haben könnte - ob es fossile Energien oder andere Geschäfte, Gelder, Firmen oder Verbindungen sind. Das hat im Zweifel keine Zukunft.
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Du hast geschrieben
Das habe ich nicht geschrieben, ich habe die Beschreibung der Dokumentation zitiert, daher auch in kursiver Schrift.
- von überschüssigen russischen Energieressourcen, während die Russen sich an Tankstellen um das knappe Benzin prügeln müssen, die Inflation steigt, die Wirtschaft abschmiert und die Banken immer mehr faule Kredite anhäufen.
Wenn du dir die Doku einmal anschaust, dann wird unter anderem berichtet, dass der Export von Gas durch Russland im letzten Jahr um 40 % gestiegen ist. Vor allem nach Georgien. Dort werden Mining-Farmen betrieben, da Russland das Gas auf dem Weltmarkt sonst nicht loswird und in Georgien alte Gaskraftwerke dieses verheizen und Strom erzeugen. Bitcoin-Mining-Farmen sind dort mittlerweile der Industriezweig, der am zweitmeisten Energie benötigt. Das kann man gut finden, das kann man schlecht finden, darum geht es mir gar nicht. Es geht mir darum, dass man es nicht aufhalten oder sanktionieren kann. Eine moralische Bewertung ist daher sinnlos.
Aber das als Empfehlung für Zukunftsfähigkeit dieser Kryptos zu präsentieren, naja…
Hab ich nicht. Ich habe nur gesagt, dass man in Deutschland den Entwicklungen weiter hinterherhängt, bspw. im Vergleich zu Großbritannien. Wird auch in der Doku deutlich.
Schau dir gerne mal die letzte Minute der Doku an, ab 43:45 min., das reicht eigentlich schon als Fazit.
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Das habe ich nicht geschrieben, ich habe die Beschreibung der Dokumentation zitiert, daher auch in kursiver Schrift.
Und ich habe diesem russischen Propagandanarrativ zwei Links von Forbes und der Welt zum tatsächlichen Zustand der russischen Wirtschaft und Energiekrise gegenüber gestellt.
Daraufhin hast Du Dich unwissend gestellt. Interessant , wie häufig Du hier ausgerechnet Erzählungen zu Russland oder dem Iran teilst…
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Ich würde ja von allem die Finger lassen, was irgendwie mit Russland (oder Iran) zu tun hat oder haben könnte - ob es fossile Energien oder andere Geschäfte, Gelder, Firmen oder Verbindungen sind. Das hat im Zweifel keine Zukunft.
Ich ergänze das für mich noch mit der Erwähnung von Kryptowährungen in jeglicher Form.
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