Rentenpaket - Pläne zur Rentenreform 2026 - Einbeziehung weiterer Einkunftsarten zur RV

  • Interessant ist jetzt, was jetzt der Kanzler und die zuständige Ministerin zum weiteren Fortgang der Rentendiskussion verlauten lassen. Es wird schmerzhaft... bleibt die Frage, für wen?

    - Erhöhung des Renteneintrittsalters,
    - Verbreiterung des Personenkreises in der GRV,
    - sog. Reichensteuer
    - zukünftige Rentenerhöhung nur noch in Höhe der Inflationsraten,
    - Erbschaftssteuer erhöhen

  • Interessant ist jetzt, was jetzt der Kanzler und die zuständige Ministerin zum weiteren Fortgang der Rentendiskussion verlauten lassen.

    Nö. :)

    Hat man nicht gerade erst gestern festgezurrt, daß all dies in den nächsten fünfzig bis hundert Jahren nicht kommen darf?

    Für mich ist diesbezüglich nur eine Frage interessant: Wann traut sich die dann aktuelle Regierung, den Leuten zu sagen, daß es so, wie es ist, nicht weitergehen kann, sondern daß die, die zahlen, in Zukunft mehr zahlen müssen, und die, die etwas bekommen, in Zukunft weniger bekommen werden?

  • Dann konsequent für alle Rentner:innen und Pensionär:innen.

    Dazu müsste man die Staatsbediensteten erst einmal in die GRV integrieren. Oder einige Gesetze ändern, geht natürlich auch.

    Die Integration wäre aber gut, damit die Nörgeler endlich Ruhe geben und sehen, was sie (nicht) davon haben. Oder hat nur mal einer der Befürworter ausgerechnet, was das (insb., wenn es nicht nur um neue Verbeamtungen geht) den Steuerzahler kosten würde?

    Aber auch das wird nicht passieren, genauso we nig wie es eine Aufstellung gibt, wieviele der (angeblichen) Zuschüsse an die GRV wirklich nötig sind, um ureigenen Rentenzahlungen leisten zu können und nicht um Wahlgeschenke oider Fremdleistungen zu finanzieren.

  • Für mich ist diesbezüglich nur eine Frage interessant: Wann traut sich die dann aktuelle Regierung, den Leuten zu sagen, daß es so, wie es ist, nicht weitergehen kann, sondern daß die, die zahlen, in Zukunft mehr zahlen müssen, und die, die etwas bekommen, in Zukunft weniger bekommen werden?

    Die „verkehrte Wahrheit“ wird dann zur nächsten Bundestagswahl wieder auf den Tisch kommen. So schlimm wird es dann nicht mehr sein. Stimmenfang ist wichtig.

  • Vor nicht allzu langer Zeit mussten noch knapp 20% in die Rentenkasse einbezahlt werden, und man konnte das nicht mal von der Steuer absetzen. Klar war das nicht toll, aber ich finde es schon befremdlich, dass grad bezüglich dieser ehemaligen Einzahler jetzt überlegt wird, wie man denen am besten die Renten kürzen kann, weil ähnliche Beiträge wie früher in Zukunft zu viel verlangt sind.

    Aber das eigentliche Problem bei den Sozialversicherungsbeiträgen ist doch inzwischen die GKV. Und zwar in erste Linie weil zu viele Mitglieder, die gar nicht einzahlen, da drin stecken, und weil das ganze System die falschen Anreize setzt.

    So mancher ist seit der Einführung der elektronischen Patientenakte erstaunt, was bei ihm so alles abgerechnet wird...

  • Mit die schlimmsten Stimmen sind die Enthaltungen. Entweder stimme ich dafür oder dagegen. Wie kann es da noch Enthaltungen geben?

    Ich verstehe Deinen grundsätzlichen Gedanken, dass man sich entscheiden können sollte. Aber hier ist es doch ein Paket von Gesetzesänderungen. Wenn man ein Teil davon unbedingt befürwortet und einen anderen Teil gar nicht, kann eine Enthaltung zum Paket der richtige Weg sein.

    Ein Wahnsinn, dieser Bundestag.

    Das ist nun einmal Demokratie mit all seinen Nachteilen. Das Streiten und Ringen um einen (faulen) Kompromiss kann sehr mühselig sein. Aber was ist die Alternative? Eine Einparteienregierung werden wir lange nicht mehr sehen. Und ich würde nie auf die Idee kommen, deswegen eine demokratiefeindliche Partei zu unterstützen.

    Einmal editiert, zuletzt von Hornie (6. Dezember 2025 um 15:55)

  • Nette Kurvendiskussion. Die x-te Ableitung einer fallenden Kurve kann natürlich ein Anstieg sein - und andersherum. 😉

    Das hat nichts mit Ableitung zu tun. Rentner werden mit der Abstimmung gestern besser gestellt. Das ist Fakt.

    Dann warten wir mal die Entwicklung zu einem neuen praktischen Status Quo ab. Wird schwierig im nächsten Jahr mit vielen Wahlen und eigentlich grundsätzlich erforderlichen Veränderungen.

    Die erforderlichen Veränderungen sind schon lange bekannt. Nicht ohne Grund gab es mal die Agenda 2010...aber der Politikbetrieb hat daraus gelernt. Wer die notwendigen Zumutungen durchsetzt, wird abgestraft. Und die nachfolgenden Regierungen haben die mühsam erarbeiteten Spielräume gleich wieder verprasst.

  • Nö. :)

    Hat man nicht gerade erst gestern festgezurrt, daß all dies in den nächsten fünfzig bis hundert Jahren nicht kommen darf?

    Für mich ist diesbezüglich nur eine Frage interessant: Wann traut sich die dann aktuelle Regierung, den Leuten zu sagen, daß es so, wie es ist, nicht weitergehen kann, sondern daß die, die zahlen, in Zukunft mehr zahlen müssen, und die, die etwas bekommen, in Zukunft weniger bekommen werden?

    Kurze Antwort: Nie.

    So lange Leute über das Rentensystem entscheiden, die selber vom bestehenden Profitieren und bei womöglich einschneidenden Veränderungen ihre Wiederwahl verbaut, wird nichts passieren. Eigentlich gehört die Frage um Die Rente nicht in ein Parlament, wo sie ständig ein Spielball von verschiedensten Interessen ist. Welche Wählergruppe kann man schmerzfreier vergraulen? Das ist die Frage die sich die Verantwortlichen wohl am meisten stellt.

  • Kurze Antwort: Nie.

    So lange Leute über das Rentensystem entscheiden, die selber vom bestehenden Profitieren und bei womöglich einschneidenden Veränderungen ihre Wiederwahl verbaut, wird nichts passieren. Eigentlich gehört die Frage um Die Rente nicht in ein Parlament, wo sie ständig ein Spielball von verschiedensten Interessen ist. Welche Wählergruppe kann man schmerzfreier vergraulen? Das ist die Frage die sich die Verantwortlichen wohl am meisten stellt.

    Die, die darüber entscheiden, also die Politiker erhalten eine Altersentschädigung (Pension), also keine gesetzliche Rente. Bei den Diäten kann denen „gefühlt“ das Rentenniveau egal sein. Die kümmern sich hauptsächlich darum, dass sie lange im Bundestag (oder vergleichbaren Organen) sind.

  • Hat man nicht gerade erst gestern festgezurrt, daß all dies in den nächsten fünfzig bis hundert Jahren nicht kommen darf?

    Man hat festgezurrt, dass an dem Tag an dem bisherigen Rentenniveau nichts geändert wird. Die 48 % haben zunächst Bestand. Es wird die Rentenkommission installiert. Die bisherigen Vorschläge für diese hatte ich oben aufgelistet, die Mütterrente ist beschlossen, das Zukunftsdepot bisher nicht. Die o.a. nachfolgenden Kommentare beschäftigen sich mit ungelegten Eiern. Wir werden in den kommenden Wochen/Monaten sehen, was im Einzelnen umgesetzt wird

  • Für wen?

    Für fast alle. Denn nur so kann das System halbwegs aufrecht erhalten werden.

    -Die künftigen Rentner trifft es durch ein höheres Rentenalter und höhere Beiträge.

    -Bestandsrentner wird es durch geringere Rentenanpassungen treffen

    -Steuerzahler (Egal ob angestellt, selbstständig oder verbeamtet) wird es durch höhere Steuern (z.B. auf Kapitalerträge, Erbschaft oder Brokkoli) treffen


    Interessant wird Ausgestaltung im Detail

  • Neuer Beitrag auf wiwo.de zum Thema:

    Zitat

    Was die Idee der Arbeitsministerin für die Rente bedeuten würde

    Werden künftig Rentenbeiträge auf Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen fällig? Die Rentenkommission soll das prüfen. Eine Gruppe könnte besonders betroffen sein.

    Rentenbeiträge: Werden Zinsen, Dividenden und Mieten bald einbezogen?
    Werden künftig Rentenbeiträge auf Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen fällig? Die Rentenkommission soll das prüfen. Was das bedeutet – und was dagegen spricht.
    www.wiwo.de
  • da hoffe ich, dass es nun auch mal die "Großkopferten" trifft, denn da ist am meisten "sicherzustellen".

    Zum Realitätsbezug: Mit dem Hoffen und Wünschen sollte man stets vorsichtig sein - es könnte sich realisieren ...

    Sollte dies zum einen überhaupt gelingen (die "Großkopferten treffen") und zum anderen zu relevanten Konsolidierungen bei der Gesetzlichen Rente (GRV) führen - beides wage ich ernsthaft zu bezweifeln - würde das den ohnehin seit vielen Jahren schwächelnden Standort Deutschland samt Rahmenbedingungen (noch) mehr und (noch) weiter schwächen.

    Übrigens nicht mit signifikanten Folgen für die "Großkopferten" (nur um Deiner Formulierung aufzugreifen) - deren Kapital wandert ab, oder die wandern selbst ab, oder investieren woanders oder beenden die Arbeit etc. pp . ansonsten kommen diese auch so finanziell klar - sondern eher für "Otto Normalverbraucher", der auf einen Arbeitsplatz, auf Unternehmen/Unternehmer, auf Investitionen hierzulande etc. pp. angewiesen ist.