Aber es freut mich natürlich, wenn ich hier als Faszinosum auftreten kann und leicht ungläubiges Kopfschütteln hervorrufe - ich werde nicht der einzige Fragesteller hier sein, dem es so geht.
Mindestens genauso oft ist es umgekehrt ![]()
Aber es freut mich natürlich, wenn ich hier als Faszinosum auftreten kann und leicht ungläubiges Kopfschütteln hervorrufe - ich werde nicht der einzige Fragesteller hier sein, dem es so geht.
Mindestens genauso oft ist es umgekehrt ![]()
Fassungslosigkeit dürfte eher zutreffen ...
Ich hätte mir nicht vorstellen können, daß jemand offensichtlich über Jahrzehnte sein recht erhebliches Geld einfach auf dem Girokonto liegen läßt ...
Dein Nutzername "BesorgterRentner" trifft Deine Geisteshaltung. "SorgloserRentner" wäre passender (wenn nicht sogar "WurstigerRentner"). Dir scheint das über Jahrzehnte egal gewesen zu sein. Das darf schon verwundern.
"Verwundern" oder gar "fassungslos" machen kann den Einzelnen ziemlich viel oder fast alles Mögliche.
Für meinen Teil wäre das Vorgehen (oder eher fast Nicht-Vorgehen) in Sachen "private Finanzen" von BesorgterRentner niemals (m)ein Ansatz gewesen. Meine Finanzmittel habe ich schon selbst und aktiv bewirtschaftet, als diese noch ganz bescheidene waren, mithin deutlich vor und seit über einem halben Jahrhundert.
Es gibt aber keine Pflicht oder gar Rechtspflicht seine Mittel in risikoreiche - und entsprechend renditeträchtige - Anlageklasse zu schieben.
Zumal bei Realitätsbezug zu konstatieren ist:
Manche müssen auch gar nicht "investieren" (sprich Mittel in risikoreiche aber entsprechend renditeträchtige Anlageklassen wie Aktien schieben), weil das mit dem "finanziell auskömmlichen Ruhestand" auch so hinhaut (Melange aus Rente, Pension, B-AV, PRV, KLV, Sparvermögen, Wohneigentum usw.)
Solche Fälle habe ich in meinem Umfeld zu genüge - und diese Protagonisten haben dennoch einen finanziell auskömmlichen oder sogar finanziell kommoden Ruhestand.
Auch BesorgterRentner macht mir bei summarischer Prüfung nicht den Eindruck, direkt Gefahr zu laufen dem Sozialstaat und damit den Beitrags- und Steuerzahlern zur Last zu fallen ...
Wie ich erst jetzt entdeckt habe (Nr. 39), hat er inzwischen einen groben (millionenschweren) Vermögensstatus nachgeliefert. Dazu kommen die regelmäßigen monatlichen Eingänge bzw. Zuflüsse (Erträge).
Unter finanziellen Aspekten gesehen einem
"WurstigerRentner").
oder "SorgloserRentner" oder perspektivischem Armutsrentner drängen sich mir (ganz) andere Fälle ins Gedächtnis oder habe ich auch (ganz) andere Fälle konkret in Erinnerung.
Man sollte nie von sich auf andere schließen - sprich nicht jeder will oder kann sich mit dem Thema "private Finanzen" intensiv beschäftigen. Oder macht es sogar zu einer Art Hobby. Wieder andere folgen auch schlicht dem Motto "If you have won the game, stop playing".
Nichtsdestotrotz ist es natürlich nicht zu spät ("besser spät als nie") da in Sachen "private Finanzen" das Ganze mal auf den "Prüfstand" zu fahren und ggf. eine gewisse Neuausrichtung oder zumindest ein Feintuning durchzuführen.
Dazu verweise ich auch auf meinen Beitrag Nr. 19 (Bestandsaufnahme Gesamtvermögen, Einlesen und Aneignen (Inhalieren) der Basics usw.).
Das finde ich jetzt auch etwas übertrieben. Die Sparkassenfinanzgruppe hat zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung eben ein eigenen Sicherungssystem, das nicht nur die Einlagen garantiert, sondern auch die Institutssicherung.
Bisher ist auch noch keine Sparkasse zu Lasten eines Kunden Pleite gegangen. Probleme (die gab es mehr als genug) wurden idR durch Fusionen gelöst. Selbst die Pleite der größten Landesbank in Westdeutschland konnte aufgefangen werden.
Entspricht auch meinem bescheidenen diesbezüglichen Kenntnisstand.
Das ändert nichts an der Tatsache, dass 1,3 Mio zinslos etwa 26.000€ jedes Jahr verschenken.
Ein solches finanztechnische Phlegma oder Laissez faire muß man sich leisten können und auch wollen.
Natürlich nicht (ansatzweise) lege artis: Wenn dem aber so ist mit dem Können und Wollen und man dennoch einen finanziell auskömmlichen Ruhestand hat - why not ... ?
Nun ja, da du noch nie viel Lust hattest dich mit dem Geldanlage Kram zu beschäftigen und du sowieso schon etliches hast liegen lassen und trotzdem finanziell über dem Berg bist würde ich nur langsam anfangen etwas zu verbessern.
Dein Girokonto bei der Sparkasse ist ja dein Fels in der Brandung.
Wieso nicht ein SBroker Depot eröffnen und da erstmal Geldmarkt Fonds/ETFs kaufen um überhaupt mal ein paar Kapitalerträge zu erzielen?
Dafür brauchst du keine Direktbank und soviel teurer ist der SBroker auch nicht. Für dich ist es einfacher da die Sparkasse dich schon kennt.
Aber Obacht vor den Verkäufer der Sparkasse, wenn du aktiv wirst werden sie dich umschwirren wie die Motten das Licht.
Lies dir mal den Artikel von Hartmut Walz durch wie man „execution only“ oder aufgibt. Dann brauchst du noch nicht mal ein Online Depot und kannst das bei der Sparkasse vor Ort im Depot machen.
1. Kurzfristige Anlage in Geldmarkt Produkt , da du jetzt nicht anfangen möchtest Zinshopping zu betreiben im Rahmen der Einlagensicherung.
2. Ein langfristiges Finanzprodukt um die Inflation im Schach zu halten. Welt Aktien ETF oder Günstige Mischfonds wie Arero oder z.b. die Lifestrategy Familie von Vanguard.
Dann müsstest du dir nur überlegen wie du zwischen diesen beiden Produkten dein Geld aufteilst und dir natürlich noch genug flüssiges Geld zum Wohlbefinden zurück hältst.
Fertig. Muss ja nicht perfekt werden, wenn etwas besser wird fühlt es sich schon gut an.
Gute Finanzentscheidungen wünsche ich.
Vielen Dank, diese ETF-Palette werde ich mir mal etwas genauer anschauen! Das Ziel soll dabei sein die Inflation auszugleichen und im besten Fall die Rentenbezüge etwas zu erhöhen und um liquide zu bleiben. Mit der Rente kann ich bisher alle Ausgaben decken, allerdings bin ich PKV versichert, was mich bereits jetzt teuer zu stehen kommt. Daher klingt die ausschüttende Variante ebenfalls ganz interessant. In Kombination Ihres Nachredners "Smoker", werde ich mir einmal Gedanken machen, zu welchem Anteil das Geld investiert werden kann. Was würden Sie denn in dieser Hinsicht raten?
Wenn von den 1,3 Mio. z.B. 1 Mio. in einen Vanguard LS 40 investiert werden, macht etwa 30.000€ p.a. an Ausschüttungen (vor Steuern).
300K€ würde ich z.B. in einem Geldmarktprodukt vorhalten. Da kommen dann aktuell noch mal rund 6K p.a. dazu (vor Steuern).
Der Vanguard LS 40 sollte langfristig für etwas mehr als einen Inflationsausgleich sorgen. Die Betonung liegt dabei auf langfristig. Also eher über einen Zeitraum von 10 Jahren.
Wenn man sich den Kurschart des LS 40 ansieht, sieht man, dass der ETF durch die rapide Zinsänderung und den Ukraine-Krieg 2022 rund 10% verloren hat.
Das war eine Situation in der sowohl die Aktienmärkte verloren haben und gleichzeitig die Zinsen angezogen haben.
Die 300K€ in Geldmarktprodukten sollten locker ausreichen um damit auch die notwendige Liquidität über mehrere Jahre abzusichern.
Wie immer gilt: Keine Empfehlung, sondern nur ein Denkanstoß!
Es muss kein extrem komplexes Portfolio aus 5 oder 10 Produkten sein. Wichtig ist, dass es einfach ist.
So einfach, dass man es auch in höherem Alter noch selbst verwalten kann und ggf. ein Kind/Partner die Finanzstruktur auch einfach überblicken/fortführen kann.
PS: Ich würde bei der Wahl des Brokers auch darauf achten, ob es einen brauchbaren Kundendienst gibt. Ob man nun für den Kauf der Produkte 1€ oder 100€ bezahlt sollte bei der Summe m.E. keine Rolle spielen. Zumal man ja bereits jahrelang Zinsen hat liegen lassen!
Fassungslosigkeit dürfte eher zutreffen.
Ich hätte mir nicht vorstellen können, daß jemand offensichtlich über Jahrzehnte sein recht erhebliches Geld einfach auf dem Girokonto liegen läßt. Hättest Du es auch nur minimal angelegt, hätte es sich in der Zeit mindestens verdoppelt oder verdreifacht.
Du vermutest, daß auch andere Leute die Geldanlage schleifen lassen. Das dürfte zutreffen, aber Du dürftest diesbezüglich sicherlich ein Extremfall sein.
Dein Nutzername "BesorgterRentner" trifft Deine Geisteshaltung nicht. "SorgloserRentner" wäre passender (wenn nicht sogar "WurstigerRentner"). Dir scheint das über Jahrzehnte egal gewesen zu sein. Das darf schon verwundern.
In diesem Satz habe ich natürlich ein "nicht" vergessen, das ich hiermit nachreiche.
Das A und O jeder Finanzplanung ist eine vollständige Beschreibung des Ist-Zustandes. Eine solche lassen sich die meisten Anfrager nur schrittchenweise aus der Nase ziehen. Du machst da keine Ausnahme.
Alles anzeigenMeine Frau ist noch am arbeiten, finanziell unabhängig von mir und wird auch in der Rente weitestgehend unabhängig sein (In etwa 2 Jahren). Sie ist GKV versichert, ich PKV.
Aktuelle Rente beträgt 4000€ brutto zuzüglich der Mieteinnahmen von 1500€ = 5500€ brutto.
Alle Ausgaben zusammen sind monatlich etwa 3900€.
Bilanz folgt:
Aktiva:
1,2 Mio€ Immobilien
1,3 Mio€ Bankeinlage
5.000€ Auto
Sonstige Vermögensgegenstände sind nicht der Rede wert
Passiva:
4000€ Leasingrestschuld für zweites Auto
Keine sonstigen Kredit/RestschuldverhältnisseEK = 2,5 Mio€
Wenn weitere Informationen fehlen, dann trage ich diese gern nach.
Du lebst mit Deiner Frau zusammen in einem vermutlich abbezahlten Eigenheim. Dein Versorgungswerk zahlt Dir 4000 € Rente im Monat. Wieviel Steuer davon abgeht, weißt Du noch nicht, könntest Dir aber leicht ausrechnen. Vermutlich bist Du mit Deiner Frau gemeinsam veranlagt.
Geld für die Steuer hast Du reichlich, der Steuerhammer des Rentners (zunächst steuerfreier Bezug der Rente, dann ruckartige Steuernachforderung für 2 Jahre) wird Dich also nicht treffen.
Einige Mieteinnahmen hast Du zusätzlich.
Wieviel Geld Du von Deiner Einnahme verbrauchst, ist unklar. Du gibst 3900 € im Monat an, es ist unklar, ob das für 1 oder für 2 Personen gilt. Klar ist, daß Du selbst keine Miete zahlst, der größte Kostenblock des privaten Haushalts bei Dir also gering ist.
Deine private Krankenkasse kostet Dich 1000 € im Monat, es könnte sein, daß die Einführung oder Erhöhung eines Selbstbehaltes Geld sparen würde (die Rechnung ist etwas komplex, meine Aussage gilt dennoch).
Offensichtlich bist Du in der günstigen Situation, daß Du auch im Rentenalter noch mehr Zuflüsse als Abflüsse hast, also weiter Geld auf Dein Girokonto schichten kannst.
Was macht man als Mensch, der sich jahrzehntelang um die Geldanlage gedrückt und damit jedes Jahre auf schätzungsweise 50.000 € verzichtet hat? Man tut langsam und überlegt sich, was man tut. Geldanlage ist nicht so fürchterlich schwierig, aber falsch machen kann man trotzdem etwas. Fehler mit kleinen Beträgen sind billiger als Fehler mit großen Beträgen.
Eine tolerable Warteposition ist ein Geldmarktfonds. Auch Tagesgelder sind eine tolerable Warteposition. Für den Geldmarktfonds bekommst Du etwas den EZB-Zins, das sind im Moment etwa 1,9%. Typische Tagesgelder bringen um die 0,6%, es sei denn, man nutzt Werbeaktionen, dann geht es hoch bis etwa 3%. Allerdings sind diese Werbeaktionen meist betraglich und zeitlich beschränkt. Wenn Du mehr darüber wissen willst, google mal nach "Tagesgeldhopping": Man nutzt eine Werbeaktion, die früher mal 6 Monate lief (heute meist kürzer) und wechselt zum nächsten Konto, zur nächsten Werbeaktion, wenn die erste Werbeaktion ausgelaufen ist. Mir ist das zuviel geworden, daher habe ich mir einen Geldmarktfonds gekauft, in meinem Fall bei Scalable Capital, der Spesen wegen. Kann man machen, das Bildschirminterface und die App sind allerdings gewöhnungsbedürftig. Du könntest das mal mit einem kleinere Betrag ausprobieren, vielleicht mit 10.000 €, damit Du selbst erlebst, wie das funktioniert. Du könntest als Warteposition einen nennenswerten Betrag dort lagern.
Im Sommer gab es eine Werbeaktion, die in meinen Augen attraktiv war: Die BBVA, eine spanische Bank, will in Deutschland ins Geschäft kommen und bietet ein Girokonto mit 3% Verzinsung an. Im letzten Sommer galt diese Aktion für 12 Monate; aktuell gibt es sie noch, sie gilt allerdings nur noch 6 Monate. Ich habe meinen Geldmarktfonds verkauft und habe meine Liquidätsreserve dorthin umgeschichtet. Den Mitforisten sträubten sich die Haare vor Entsetzen: In Spanien gilt bekanntlich die deutsche Einlagensicherung nicht (vermeintlich die einzige, auf die man sich verlassen kann), sondern nur die lumpige spanische. Jeder "weiß" ja, daß der spanische Staat kurz vor der Pleite steht. Auch die App der BBVA halte ich übrigens für unterirdisch unübersichtlich.
Ich bin davon unbeeindruckt und werde die Garantiezeit nutzen. Wenn sie abgelaufen sein wird, werde ich vermutlich wieder einen Geldmarktfonds kaufen. Bei meinen Beträgen sind hierbei Spesen wichtig, die 99 Cent, die das bei Scalable Capital kostet, kann ich bezahlen. 10 € oder so für 2000 € Anlage (Discount-Broker) wären mir zuviel.
Ich würde nennenswert Geld nie herumliegen lassen, sondern immer zumindest Tagesgeldzinsen dafür haben wollen. Bei Dir ist das aber eigentlich egal, ob Du das machst oder läßt angesichts der enormen Opportunitätskosten, die Du in den vergangenen Jahrzehnten hingenommen hast.
Wenn Du Dein Geld erstmal etwas angelegt hast, hast Du Zeit zum Einlesen. Das solltest Du dann auch tun.
Die erste - und wichtigste! - Frage ist dabei: Wo will ich überhaupt hin? Oben hast Du geschrieben, Du wünschtest eine sichere Anlage, die die Inflation schlägt. Eine solche Anlage gibt es im Moment nicht.
Du kannst entweder festverzinsliche Anlagen wählen (die von den Mitforisten zärtlich als Sicherheitsbausteine bezeichnet werden), die schlägt die Inflation nicht, vor allem nach Steuern) oder Du legst das Geld an der Börse an (Das nennen die Mitforisten Risikobausteine, ich nenne sie Renditebausteine). Das kann die Inflation schlagen, hat es in der Mehrzahl der letzten Jahre auch getan, aber diese Anlage ist nicht in der Weise sicher, wie es die Mitforisten gern haben möchten. Vermutlich wird es auf eine Mischung hinauslaufen. Natrürlich gibt es noch viele andere Dinge, beispielsweise den supersicheren und superrentablen Bitcoin, ohne den kein Anlageanfänger hier auskommen kann, und noch viele andere Dinge mehr, etwa ein gelbes Edelmetall. Davon steht hier im Forum, davon steht in den Büchern.
Im Endeffekt agierst Du ja mit dem Erbe Deiner Kinder, denn Du selbst hast ja schon aus den laufenden Einnahmen genügend Geld.
Übrigens: Möglicherweise ist es eine Option, schon jetzt Geld an Dein Kind oder Deine Kinder übertragen. Das spart letztlich Erbschaftsteuer. Aktuell sind noch 400 T€ pro 10 Jahre für jedes Kind steuerfrei.
Viel Erfolg jedenfalls bei Deinen ersten Schritten!
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Vieles wurde schon geschrieben, was richtig und wichtig ist. Ein paar Ergänzungen dennoch und Anregungen, worüber es wert sein kann nachzudenken.
Das mit der Lektüre von ein oder zwei Einführungsbüchern würde ich auch unterstützen und zwar bevor der Löwenanteil irgendwo investiert wird.
Während dieser Zeit solltest Du Dir Gedanken machen, was der Zweck des Sparens für Dich selbst ist oder sein sollte. Gibt es noch unerfüllte Wünsche, die Du in den nächsten Jahren gerne umsetzen möchtest? Wie sieht es aus, wenn Deine Frau in zwei Jahren aufhört zu arbeiten, habt ihr gemeinsame Wünsche? Erinnerungen gehören zu den kostbarsten Gütern, die Du noch schaffen kannst. Der Wunsch der Frau nach mehr Rendite (Inflationsausgleich) kann durchaus ein ausreichender Zweck sein, aber vielleicht geht es noch um mehr. Wie wichtig ist Dir das Thema Vermögenserhalt für die Familie? Oder geht es darum sich auch einen längeren Zeitraum eine 24-Stunden-Pflegekraft leisten zu können? Möglicherweise wünschst Du Dein Haus seniorengerecht zu gestalten um einen eventuell notwendigen Umzug nach hinten zu verschieben? Einfach mal Gedanken machen und vielleicht auch ein paar Stichworte dazu festhalten.
Auch nicht unangebracht dürften ein paar Gedanken zum Thema Vererben sein. Vielleicht hast Du das ja schon getan, vielleicht aber noch nicht. Dann wäre jetzt der richtige Moment. Zeit hast Du ja als Rentner. ![]()
Dann die Situation Deiner Frau bei Deinem Tod. Kann sie den Lebensstandard halten oder macht eine gewisse Vorsorge in diese Richtung Sinn? Bei der üblichen Erbsituation würde Dein Vermögen hälftig an die Kinder und die Ehefrau gehen. Kann sie das Haus halten, bzw. will sie das überhaupt? Gemeinsame aber auch alleinige Gedanken dazu dürften gut investierte Zeit sein.
Ende 60 bin ich auch insofern weiß ich, dass man sich noch einiges zutrauen kann aber die Kräfte beginnen nachzulassen und manches wird mühsamer als es vor zehn Jahren noch war. Wenn ich dann lese, dass Du Immobilien vermietest, drängt sich mir die Frage auf, ob das für Dich eher Anregung oder mehr Stress ist. Vermietung innerhalb der Familie kenne ich auch. Das ist meist weniger problematisch als Vermietung an Fremde. Dennoch denk mal drüber nach, ob Du das in zehn oder mehr Jahren noch machen möchtest. Sofern Du einen guten Steuerberater hast, plaudere doch mal mit ihm, was es da für interessante Möglichkeiten gäbe im Zusammenhang mit Frau und/oder Kindern und Vermögensübertragung. Einem guten Steuerberater fallen da sicher gute Dinge ein.
Nun zu den Brokern. Nachdem es eine Holde gibt, fallen schon mal alle Broker weg, die Probleme mit Vollmachten über den Tod hinaus haben. Ein guter Service wäre mir definitiv auch Geld wert. Hier zu sehr zu sparen kann nach hinten losgehen. Zudem sind gerade einige Broker nicht besonders zimperlich, wenn es darum geht bei einem vagen Geldwäscheverdacht erst mal das Konto zu sperren. Und um kleine Beträge geht es ja nicht bei Dir. Ich würde daher die Neobroker im wesentlichen draußen lassen bei entsprechenden Überlegungen. Wenn Du es dennoch ausprobieren willst, eröffne doch bei 3-5 Deiner Wunschbroker ein Depot und teste den Service. mit kleinen Summen. Grundsätzlich würde ich immer mindestens zwei Broker haben wollen, um immer liquide zu sein.
Was die etablierten Direktbanken angeht, kenne ich natürlich auch nicht alle. Um eine Entscheidung zu treffen, musst Du wissen was Du bei dem Broker machen willst. Willst Du Anleihen kaufen, brauchst du andere Börsen als wenn es Dir um Sparpläne geht, was für Dich eher nicht interessant sein dürfte. Die Tests von Finanztip oder Finanzfluss berücksichtigen regelmäßig die Qualität des Service nicht ausreichend. Das ist für Junganleger mit kleinen Depots kein Problem, aber wenn Du die Hälfte Deines Vermögens dort anlegen willst, würde ich das nicht in einer Klitsche tun. Jeder Broker hat so seine Vor- und Nachteile. Ich persönlich bin bei maxblue und bei der 1822direkt und mit beiden recht zufrieden. Zuverlässigkeit bei den Prozessen und gute Erreichbarkeit. Wenn Du eher auf exotisches Zeug stehst aber vielleicht nicht perfekt. Ähnliches wird man vermutlich über ING, DKB, S Broker, Consors oder comdirect sagen können. Auch Flatex hat einen guten Ruf und von den genannten vermutlich der günstigste. Bei der ING wirst Du mit Geldmarktfonds eher nicht glücklich werden, denn jeder Verkauf kostet unverschämt hohe Gebühren. Bei der 1822direkt kann ich ein paar geldmarktähnliche Fonds ganz ohne Ausgabeaufschlag direkt über die Fondsgesellschaften handeln. Für schnelles hin und her im Bedarfsfall ideal. Für eine längerfristige Anlage sind Gebühren bei Kauf/Verkauf jedoch relativ egal. Auch deswegen ist es wichtig zu wissen, in welche Richtung Deine Investition gehen soll.
Du hast gesagt, Ziel sei es unter anderem den Inflationsausgleich zu schaffen. Tatsächlich wirst Du das mit sicheren Anlagen nicht hinbekommen, weil Du Gewinne/Ausschüttungen/Zinsen versteuern musst. Dennoch sähe die Bilanz aber noch deutlich besser aus als bei der Giro-Konto-Lösung. Insofern reicht Dir ein teilweiser Ausgleich oder soll es noch eine kleine Schippe mehr werden.
So eine letzte Idee habe ich noch. Nachdem Deine Frau anscheinend mehr Interesse hast als Du an der Geldanlage, wie investiert sie denn? Sie verdient ja eigenes Geld, hat sie Erfahrung mit renditestärkeren Anlagen? Wäre sie geeignet als Finanzminister?
Gute Gedanken, es gibt viel zu überlegen.
Hallo, wenn ich nochmal mit der Anlage anfangen dürfte ( haben viele Altfonds und es würden viele Steuerzahlungen anfallen) würde ich 50% Geldmarktfonds und 50% ARERO machen, das sollte als Inflationsausgleich genügen.
Lieber BesorgterRentner Rentner
Als Gleichgesinnter habe ich mit besonders großem Interesse Deine Geschichte gelesen und natürlich die Ratschläge der Forumsfreunde hier.
Ich selbst war vor ein paar Jahrzehnten in ähnlicher Situtation. Heute bin ich 80.
Mein Vermögen war in Immobilien angelegt, die ich mir berufsbedingt als Inhaber einer Immoblien und Bauträgerfirma gebaut habe und als Kapitalanlage vermietet habe.
Von den MIeteinnahmen konnte ich längst leben weil die meisten Immobilien auf Grund der Infaltion uns steigender MIeten nach 20 Jahren abbezahlt waren.
Allerdings habe ich den Aufwand für die Verwaltung von Immobilien, incl. MIeterwechsel, Reparaturen, Wasserschäden unterschätzt.
Auch ein externer Vewalter kann nur einen Teil der Arbeit abnehmen. Ob man neue Fenster, eine neue Heizung oder ein neues Dach baut, muss der Eigentümer selbst entscheiden. Auch die speziellen Probleme mit Gewerbeimmobilien. Dazu noch die Buchhaltung und Steuererklärung und Abschreibung usw.
Langer Rede kurzer Sinn
Ich habe in den letzten 10 bis 20 Jahre die meisten Immobilien verkauft oder auf nahe Angehörige Kinder, Ehefrauen im Wege der Schenkung mit NIESSBRAUCH übertragen.
Den gesamten Erlös (bei mir mindestens 7- eher 8-stellig) habe ich in Dividendenaktien investiert. In den letzten Jahren jedoch auch diese durch die Ratschläge hier im Forum in Dividenden-ETF mit Ausschüttung angelegt.
Seitdem habe ich ein derart enspanntes Leben, dass ich sogar Zeit habe hier im Forum meinen Senf zum Besten zu geben.
Die Dividenden kommen automatisch alle 3 Monate, maher als ioch zum Leben brauche. Dazu noch jedes Jahr steigend. Die Wertentwicklung der Aktien (also der KURS) ist zweitrangig weil man als Langfristanleger ohnehin nicht verkauft, das können mal die Erben machen.
Daher habe ich in 40 Jahren auch derart viele sogenannte Crashs problemlos überstanden, weil die Dividenen davon kaum betroffen waren.
Das ist bei Immoblien ähnlich.
Da interessieren einen die Mieten und nicht die Schätzpreise der Immobilie.
Daher mein Rat: Investiere Dein Geld in Dividenden ETF mit Ausschüttung und schau Dir nur noch einmal im Jahr am Jahresende Dein Depot an.
Du wirst sehen es ist ein völlig entspannter Ruhestand.
Viele Erfolg wünscht Dir McProfit
In der Entnahmephase würde ich keine thesaurierenden Fonds nehmen. Den Arero gibt es leider nur thesaurierend.
In der Entnahmephase würde ich keine thesaurierenden Fonds nehmen. Den Arero gibt es leider nur thesaurierend.
darf ich fragen warum? Ich kann ja bei Bedarf Anteile verkaufen...
darf ich fragen warum? Ich kann ja bei Bedarf Anteile verkaufen...
Wie bereits häufiger hier diskutiert. Du zahlst bei Thesaurierern Steuern auf die Vorabpauschale und Steuern auf die Gewinnanteile beim Verkauf. Damit zahlst Du in normalen Jahren mehr Steuern als bei einer Ausschüttung. Dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, dass die Besteuerung der Vorabpauschale zusätzlich zum Kapitalabfluss führt, wofür Du möglicherweise noch weitere Anteile verkaufen musst.
...
Daher mein Rat: Investiere Dein Geld in Dividenden ETF mit Ausschüttung und schau Dir nur noch einmal im Jahr am Jahresende Dein Depot an.
...
Das - alles andere zu kompliziert und unnötig bei 5k Bezügen. Steck die 1,3 Mio komplett in FTSE Vanguard All World High Dividend => ca. 40k Dividende - Steuer pro Jahr zum verprassen - Depot wird vererbt
Oder jeweils 400k an Kinder schenken und Restliche 500k in ETF
Guten Abend zusammen, nun komme ich dazu meine jungen Gelenke über die Tastatur wanken zu lassen, nachdem ich alle neuen Eindrücke intensiv studiert habe.
Erstmal auch hierfür wieder einen großen Dank an alle Foristen, die hier fleißig kommentieren!
Herr Weiss hat etwas am Zynismus gespart und den "Wurstigen Rentner" nun noch mit dem Ehrentitel "Extremfall" deklariert - sehr schön. Der Hinweis mit dem Selbstbehalt bei der Krankenversicherung ist sehr gut, hier werde ich möglichst zeitnah den freundlichen Versicherungskaufmann meiner Kasse mal näher zu befragen. Zeit für Tagesgeldhopping ist nun genügend vorhanden, hier kann ich demnächst fleißig umherspringen - gibt dem Rentneralltag etwas Struktur.
Die Umrüstung des Hauses/die eventuelle Beschäftigung einer Pflegekraft im Eigenheim ist ebenfalls ein guter Punkt, der für mich schwierig zu beurteilen ist. Ziel soll ein würdiges altern sein und diese Zeit möglichst dort zu verbringen wo man bisher immer gehaust hat, wäre schon das Ziel. In diesem Thema habe ich allerdings zu große Wissensdefizite und muss ebenfalls erstmal ins Selbststudium übergehen, mit welchen Kosten zu rechnen ist und wie gut das Konzept funktioniert. Ich denke dabei auch vor allem an die Menschen, die diese Arbeit übernehmen - sicherlich kein leichter Job.
Die Hinweise zur Geldwäsche und Kontosperrung bei Neobrokern ist gut zu wissen - hatte ich nicht auf dem Schirm, hoffe das Geld ist bereits ausreichend gewaschen. Die Erbschaft wurde nun mehrfach von verschiedenen Foristen unabhängig voneinander angesprochen...wie sind denn hier die eigenen Pläne des Plenums? Sicherlich sollte man frühzeitig über Schenkungen nachdenken, die Freibeträge sind mir bekannt, allerdings bin ich auch kein großer Freund meinem Sohnemann (Einzelkind) mit Anfang 20 solche großen Beträge zu vermachen. Nicht, dass ich ihm den Umgang damit nicht zutrauen würde oder schon den Ferrari vor der Tür sehe - er ist in der Anlage von Geld sicherlich bewanderter als ich, allerdings finde ich, dass eine gewisse Wertschätzung was dieses Geld bedeutet, schon auch verstanden sein will. Naja, ein philosophisches Thema für ein andermal.
Meine Frau ist in der Geldanlage ebenfalls nicht bewandert und ist auf dem besten Weg die nächste wurstige Rentnerin zu werden - keine Geldanlage, Geld auf dem Girokonto.
Auch einen Dank an den Immobilienmogul - die Verwaltung der Immobilien nimmt sicherlich noch mehr Zeit und Gedanken in Zukunft ein, als sie es momentan tut. Allerdings ist das Immobilienportfolio in meinem Fall auch noch bedeutend geringer und verwandtschaftlich nahestehend vermietet. Nach dem Erwerb der Börsenanlage den ETFs nur sporadisch einen Besuch abzustatten ist aber ebenso ein guter Rat.
Darüber hinaus habe ich mich nun bereits minimal aufgeschlaut und eine kleine Marktanalyse durchgeführt. Grundsätzlich finde ich das Investment in ausschüttende ETFs hier sehr attraktiv, wie bereits von vielen Mitgliedern beschrieben. Allerdings habe ich hier mal ein paar ETFs auf die schnelle verglichen und frage mich dabei, inwiefern sich beispielsweise der Lifestrategy 40 wirklich lohnt, da sich bei diesem Aktienanteil nur eine Teilfreistellung von 15% ergibt und etwas mehr Steuern anfallen im Vergleich zum LS60. Dabei sind interessanterweise die Dividenden beim LS40 aber höher. Um den Vergleich etwas größer zu gestalten habe ich mir mal 5 ETFs herausgesucht. LS40, LS60, einen FTSE All Country High Yield ETF, Emerging Markets High Yield ETF, Euro Stoxx600 ETF (ausschüttend). Diese habe ich hinsichtlich verschiedener Kategorien verglichen und die durchschnittliche Nettorendite p.a. der letzten 5 Jahre (Teilfreistellung, TER, Steuern) ausgerechnet. Dabei ergab sich folgendes Bild:
| ETFS | Fondsvolumen in Mio € | TER in % | Mittlere Dividende in % p.a. (gemittelt auf 5 Jahre) | Teilfreistellung | Netto Dividendenrendite in % p.a. | GESAMTrendite p.a. in % (gemittelt auf 5 Jahre) | Gesamt Nettorendite in % p.a. | Max Verlust seit Auflage in % |
| LS 40 | 35 | 0,25 | 2,74 | 15% | 2,09 | 3,4 | 2,41 | 16 |
| LS 60 | 89 | 0,25 | 2,43 | 30% | 1,96 | 6,3 | 4,87 | 15 |
| V-FTSE-AW-HY | 6785 | 0,29 | 3,36 | 30% | 2,71 | 11,9 | 9,35 | 35 |
| I-FTSE-EM-HY-LV | 189 | 0,49 | 6,13 | 30% | 4,94 | 6,9 | 5,16 | 38 |
| A-Stoxx Europe 600 | 327 | 0,19 | 2,83 | 30% | 2,28 | 10,78 | 8,53 | 35 |
Der LS60 ist hierbei für mich als besonders attraktiv hervorgestochen, da er seit Auflage einen verkraftbaren maximalen Verlust eingefahren hat. Allerdings ist natürlich die Rendite bei weitem nicht so hoch wie bei den anderen Konsorten. Vor allem die Dividendenrendite bei dem EM Etf hat mich sehr überrascht - wenn die so viel ausschütten müssten die doch auch recht beliebt sein? Einzig das Fondsvolumen der LS Reihe ist mir als vergleichsweise etwas gering aufgefallen. Macht es hier Sinn sich davon leiten zu lassen? Wie wichtig ist dieses zu beurteilen?
Bei den unteren drei renditestarken Produkten könnte es ja doch noch was mit den zwei nullen mehr auf dem Konto werden (inklusive netter Nebeneffekte).
Ich wünsche einen schönen Abend ![]()
Ich weiß es kribbelt in den Fingern. Ich bin auch nicht dagegen, dass Du kleinere Übungsbeträge investierst auch um den Umgang mit Brokern kennenzulernen. Völlig unkritisch sind Aktivitäten im Bereich liquider risikoarmer Anlagen. Aber für den hoffentlich langfristigen Plan solltest Du unbedingt noch eine bessere Wissensbasis schaffen und Dich nicht jetzt bereits auf irgendwelche Produkte festlegen. Spätere Änderungen der Struktur sind mit Kosten verbunden.
Wenn Deine Frau ebenfalls keinen Draht zu Finanzen hat, ist eine einfache Depotgestaltung noch wichtiger. Wie Du völlig richtig festgestellt hast, ist der LS40 gegenüber dem LS60 nachteilig wegen der schlechteren steuerlichen Stellung. Sofern Du Dich für so ein Mischprodukt entscheidest, kannst Du das Gesamtrisiko durch Ergänzung mit risikoarmen Anlagen (Tagesgeld, Geldmarktfonds etc.) in der Gesamtheit auf das gewünschte Niveau drücken. Bei den risikoarmen Anlagen gibt es keine Teilfreistellung.
Deine Tabelle ist der Versuch Rendite und Risiko gegenüber zu stellen. Das ist ein guter Weg. Bedenke aber, dass wir seit 2009 eine "Schönwetterperiode" an der Börse hatten. Das kann auch mal deutlich unfreundlicher zugehen und der beobachtete maximale Verlust von 15 % beim LS60 kann sich in solchen Phasen gut verdoppeln.
Ein anderer Punkt ist es, nicht nur auf die vergangene Rendite zu schauen. Keiner weiß welche Region/Branche etc. in Zukunft gut performen wird. Es gilt allgemein als solide, das Risiko zu streuen. D.h. lieber die ganze Welt kaufen, als auf einzelne Regionen oder Themen zu wetten. Das gilt umso mehr, desto weniger Ahnung man von der Materie hat. Die Rendite setzt sich am Ende aus Ausschüttung + Kursentwicklung abzüglich Steuern zusammen.
Deine Tabelle ist der Versuch Rendite und Risiko gegenüber zu stellen. Das ist ein guter Weg. Bedenke aber, dass wir seit 2009 eine "Schönwetterperiode" an der Börse hatten. Das kann auch mal deutlich unfreundlicher zugehe
Richtig.
Und von Null-Wissen zum ordentlichen Basiswissen dauert es…
Bitte bei der Tabelle auch beachten, dass es Produkte mit niedrigeren Kosten und 1 Mrd. Volumen gibt. Beim Stoxx Europe. 600 z.B. den von der Deutschen Bank.
Darüber hinaus habe ich mich nun bereits minimal aufgeschlaut und eine kleine Marktanalyse durchgeführt.
Ergänzend zu den Kollegen würde ich Dir mal folgenden Artikel zum Aufschlauen empfehlen:
Dort finden sich diverse Portfolios bekannter Investoren im Langfristvergleich.
Wichtig ist, dass Du verstehst, dass es auch mal einige Jahre lang schlecht laufen kann. Auch die Top-Investoren lagen mit Ihren Strategien mal daneben bzw. haben nicht die optimale Strategie für die jeweilige Börsenphase gehabt.
5 Jahre sind einfach viel zu kurz um daraus irgendwelche Schlüsse ziehen zu wollen.
Ergänzend zu den Kollegen würde ich Dir mal folgenden Artikel zum Aufschlauen empfehlen:
Kleiner Hinweis: der Artikel ist von 2020. Und es wäre natürlich interessant, wie diese Portfolios sich bis heute weiterentwickelt haben.
Der eine mit 25 % Gold dürfte wohl die Spitze übernommen haben.
Und ganz zum Schluss wird er wieder erwähnt: der Supermann, der quasi fast alles in Cash gehalten hat.
Was sagt uns das alles:
Es reicht vollkommen aus, die durchschnittliche Marktrendite abzugreifen.
Wichtig ist nur festzulegen, welchen Anteil seines Vermögens man dem Aktienmarkt überlassen möchte.
Bei 1,3 Mio auf dem Giro würde ich nun nicht der Jagd nach der Rendite erliegen.
Bedenke: es kommt nicht mehr im bisherigen Umfang frisches Geld rein
Daher würde ich mehr Wert auf Sicherheit legen als auf die letzten % Punkte.
Herr Weiss hat etwas am Zynismus gespart und den "Wurstigen Rentner" nun noch mit dem Ehrentitel "Extremfall" deklariert - sehr schön.
Das täuscht in mehrerlei Hinsicht. Erstmal ist das eine schlichte sachliche Feststellung, wenn man einem Nichtanleger, der jahrzehntelang alles Geld auf seinem Girokonto gestapelt hat, abspricht besorgt zu sein. Dieser Mensch ist im Gegenteil völlig unbesorgt, seine Geldanlage ist ihm offensichtlich völlig egal. Da ist wurstig der absolut treffende Ausdruck.
Unter den Menschen gibt es nichts, was es nicht gibt, das sieht man an Dir.
Ich wage mal die Behauptung, daß es unter den Millionären dieser Republik ausgesprochen wenige gibt, die ihr gesamtes liquides Vermögen zinslos auf dem Girokonto halten. Insoweit halte ich den Ausdruck Extremfall auch für angemessen.
Du trittst in diesem Thread nach meinem Dafürhalten etwas keck auf. Mir kommt da ein Gedicht von Wilhelm Busch in den Sinn, in dem es heißt:
Wenn einer, der mit Mühe kaum
gekrochen ist auf einen Baum,
schon glaubt, daß er ein Vogel wär,
so irrt sich der.