Mit 63 habe ich 46 Beitragsjahre voll (Vollzeit ohne einen Tag Fehlzeit, erst Lehre, später Ausbildung im Lehrberuf zum Handwerksmeister, heute noch immer im Handwerk tätig (allerdings im Büro)).
Du willst sagen, du warst nie krank?
Mit 63 habe ich 46 Beitragsjahre voll (Vollzeit ohne einen Tag Fehlzeit, erst Lehre, später Ausbildung im Lehrberuf zum Handwerksmeister, heute noch immer im Handwerk tätig (allerdings im Büro)).
Du willst sagen, du warst nie krank?
Du willst sagen, du warst nie krank?
Hat der Kanzler doch verboten.
Hallo zusammen
hab hier bei der Suche nach einem anderen Thema diese Diskussion gefunden. Ggf bin ich zu spät, die Diskussion ist durch oder es hat sich anders erledigt. Wie auch immer, hier mein Senf:
Besonders langjährig Versicherte (45 Beitragsjahre) können oft abschlagsfrei ab 63 oder 65 in Rente gehen, doch Arbeitslosigkeit in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn kann die Wartezeit gefährden, sofern sie nicht durch Insolvenz/Betriebsaufgabe begründet ist. ALG I ist bis zu 24 Monate möglich, mindert aber meist nicht die Rentenhöhe.
Wichtige Aspekte bei Arbeitslosigkeit kurz vor der Rente:
Oder so: Arbeitslosigkeit kurz vor der Rente kann den Anspruch auf eine abschlagsfreie vorgezogene Altersrente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Jahren Wartezeit gefährden. Zeiten mit Arbeitslosengeld zählen nämlich in den letzten 2 Jahren vor Rentenbeginn nur zur Wartezeit dazu, wenn eine Insolvenz oder Geschäftsaufgabe des Arbeitgebers der Grund für die Arbeitslosigkeit ist.
Du willst sagen, du warst nie krank?
Sorry, meinte lückenlose Beitragsjahre, Krank war aber auch nicht viel, komme in meinem Berufsleben wohl keine 2 Monate zusammen.
Wichtige Aspekte bei Arbeitslosigkeit kurz vor der Rente:
- 45-Jahre-Regelung: Arbeitslosengeld-Bezug in den letzten 24 Monaten vor der Rente wird nicht auf die 45 Jahre Wartezeit angerechnet.
Trifft nur zu wenn mit 63 noch die 45 Jahre Beitragszeit nicht erfüllt sind, ich habe 46 Jahre voll mit 63 Jahren, daher passt dieser Aspekt nicht hier in die DIskussion. Es geht hier nur um Leute die mit 63 Jahren bereits die 45 Jahre mindestens erfüllt haben.
BTW: Im vorliegenden Fall muss man mit 63 überhaupt erstmal die 45 Jahre voll haben. So viele Betroffene die das geschafft haben, dürfte es auch nicht geben.
Das stimmt wohl.
Allerdings kann man das Prinzip ja auch auf andere Situationen übertragen. Menschen mit GdB über 50 können mit 65 abschlagsfrei in Rente gehen, unabhängig von den 45 Jahren.
Auch diese könnten ja mit Hilfe der Arbeitslosenversicherung mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen oder mit 61 und 7,2 % Abschlag.
Und Leute, die erst mit 67 die abschlagsfreie Rente erreichen können, könnten mit 65 in den Arbeitslosgengeldbezug gehen und so die Zeit bis zur Altersrente überbrücken.
Also wenn das Prinzip Schule macht, müssten unsere Politiker sich schon was einfallen lassen. Gar nicht mal, weil es moralisch nicht einwandfrei ist, sondern einfach, weil wir uns das nicht leisten können. Eine Versicherung funktioniert halt nicht, wenn jeder mindestens das Eingezahlte wieder rausholt.
Aber wenn man das unterbindet, wie auch immer, darf auch nicht geduldet werden, dass sich Unternehmen so einfach von älteren, teueren Arbeitnehmern trennt.
Wenn man ab 13 Jahren jugendschutzkonform ein paar Stunden arbeitet und dabei nicht die Versicherungspflicht abwählt, kann mit 58 auf der sicheren Seite sein. ![]()
Trifft nur zu wenn mit 63 noch die 45 Jahre Beitragszeit nicht erfüllt sind, ich habe 46 Jahre voll mit 63 Jahren, daher passt dieser Aspekt nicht hier in die DIskussion. Es geht hier nur um Leute die mit 63 Jahren bereits die 45 Jahre mindestens erfüllt haben.
Hallo, so ist es Mischu...
bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Nur bin ich 66 er somit etwas früher dran.
Ich bin auch im Bauhandwerk von 82 bis ende 24 ununterbrochen tätig gewesen, aus gesundheitlichen Gründen musste ich aufgeben 12/24 hatte mich zuvor anderweitig beworben und hatte das Glück nun bei Stadt gelandet zu sein um letzte Jahre halbwegs durch zu bekommen. Was will ich damit sagen - diese ganze Rentenvarianten sind verrückt und unfair.
Es könnte Änderungen tatsächlich bis 2031 (vielleicht) geben, sollte das blabla von den Verantwortlichen umgesetzt werden, dass Arbeitsversicherungsjahre entscheidend sind, nicht immer dieses Renteneintrittsalter 63-65-67-70. Wäre ehrlicher und gerechter, somit eine gute Korrektur dessen. Aber ich glaube nicht wirklich daran.
Wenn man ab 13 Jahren jugendschutzkonform ein paar Stunden arbeitet und dabei nicht die Versicherungspflicht abwählt, kann mit 58 auf der sicheren Seite sein.
Das meinst du sowieso nicht ernst ![]()
Ich weiß aber was du meinst was theoretisch...., hier kann man aber entgegen wirken gesetzlich. Jeden anderen unfairen Mist können Sie sonst auch tätigen.
Naja, vor dem Ende der Schule mindestens ein Jahr an Pflichtbeitragszeiten für eine Beschäftigung zurückgelegt zu haben kann im Fall der Fälle gar nicht mal so schädlich sein. (Den Fall, in dem das relevant sein kann, versucht man natürlich zu vermeiden.)
(siehe §53 Absatz 2 SGB VI)
Hallo, so ist es Mischu...
bei mir ist es ähnlich wie bei dir. Nur bin ich 66 er somit etwas früher dran.
Ich bin auch im Bauhandwerk von 82 bis ende 24 ununterbrochen tätig gewesen, aus gesundheitlichen Gründen musste ich aufgeben 12/24 hatte mich zuvor anderweitig beworben und hatte das Glück nun bei Stadt gelandet zu sein um letzte Jahre halbwegs durch zu bekommen. Was will ich damit sagen - diese ganze Rentenvarianten sind verrückt und unfair.
Es könnte Änderungen tatsächlich bis 2031 (vielleicht) geben, sollte das blabla von den Verantwortlichen umgesetzt werden, dass Arbeitsversicherungsjahre entscheidend sind, nicht immer dieses Renteneintrittsalter 63-65-67-70. Wäre ehrlicher und gerechter, somit eine gute Korrektur dessen. Aber ich glaube nicht wirklich daran.
Gerechter wäre das auf jeden Fall!
Das Problem nur, will die Politik überhaupt wirklich sowas? Rentensystem gerechter reformieren? Ich bezweifle das und ja viel bla bla ist in der Politik seit gut 20 Jahren Standard. Im Ergebnis ne 0
Gerechter wäre das auf jeden Fall!
Das Problem nur, will die Politik überhaupt wirklich sowas? Rentensystem gerechter reformieren? Ich bezweifle das und ja viel bla bla ist in der Politik seit gut 20 Jahren Standard. Im Ergebnis ne 0
"Gerecht" und "gerechter" sind Definitionssache, daher wäre ich vorsichtig mit absoluten Aussagen.
"Gerecht" und "gerechter" sind Definitionssache, daher wäre ich vorsichtig mit absoluten Aussagen.
Ein Mensch der mit 15 oder 16 in eine Ausbildung geht und mit 60 Jahren seine 45 Jahre voll hat, sollte spätestens nach 47 Jahren wegen mir 48 Jahre dann 63 Jahre alt, ohne jeglichen Abschlag in die Rente dürfen. Wer da anderer Meinung ist gehört vermutlich zu denen die erst mit 28 Jahre oder später ins Arbeitsleben eintraten, dieser kann aus meiner Sicht nicht mit 63 gehen, nicht mal mit Abschlag. Diese kommen nicht mal auf 40 Jahre somit müsste die Sache klar sein. Wenn man ehrlich ist.
Grüße und Gute Nacht ![]()
Nicht jeder, der mit 16 anfängt zu arbeiten, hat sich kaputt gearbeitet bis 61, insbesondere nicht so manche Teilzeitbeschäftigte. Eine faire Regelung ist wirklich nicht einfach. Neiddiskussionen helfen da nicht weiter.
Ein Mensch der mit 15 oder 16 in eine Ausbildung geht und mit 60 Jahren seine 45 Jahre voll hat, sollte spätestens nach 47 Jahren wegen mir 48 Jahre dann 63 Jahre alt, ohne jeglichen Abschlag in die Rente dürfen. Wer da anderer Meinung ist gehört vermutlich zu denen die erst mit 28 Jahre oder später ins Arbeitsleben eintraten, dieser kann aus meiner Sicht nicht mit 63 gehen, nicht mal mit Abschlag. Diese kommen nicht mal auf 40 Jahre somit müsste die Sache klar sein. Wenn man ehrlich ist.
Grüße und Gute Nacht
Mal abgesehen von den Zuschreibungen, die da oben drinstecken, wie würdest Du mit jemandem umgehen, der mit 16/17 ins Berufsleben startet, mit 25 gesundheitliche Probleme entwickelt, eine gewisse Zeit nicht arbeiten kann (aber keine Erwerbsminderungsrente bezieht) und erst nach 30 wieder ins Berufsleben zurückfindet? Wann darf der denn gerechterweise in Rente?
Ein Mensch der mit 15 oder 16 in eine Ausbildung geht und mit 60 Jahren seine 45 Jahre voll hat, sollte spätestens nach 47 Jahren wegen mir 48 Jahre dann 63 Jahre alt, ohne jeglichen Abschlag in die Rente dürfen. Wer da anderer Meinung ist gehört vermutlich zu denen die erst mit 28 Jahre oder später ins Arbeitsleben eintraten, dieser kann aus meiner Sicht nicht mit 63 gehen, nicht mal mit Abschlag. Diese kommen nicht mal auf 40 Jahre somit müsste die Sache klar sein. Wenn man ehrlich ist.
Grüße und Gute Nacht
In der Versicherungsmathematik geht's auch darum, was einer eingezahlt hat und was er herausbekommt. Wennn jemand lange eingezahlt hat, dann bedeutet das nicht automatisch, dass er viel eingezahlt hat. Früher galt als Argument auch, dass ein Akademiker zwar später in's versicherungspflichtige Berufsleben einsteigt, aber 1) verdient er dann i.d.R. mehr und zahlt pro Jahr mehr ein und 2) hat er dann eher eine Funktion in der er als Multiplikator wirkt, indem er zum Beispiel etwas entwickelt, was andere dann wiederum produzieren können. Er sorgt dann dafür, dass weitere Arbeitsplätze entstehen.
Eine reine Fokusierung auf die Zeit, die jemand in die Rentenversicherung eingezahlt hat, ist m.E.n. eine zu einfache Betrachung.
Interessant wäre bei der ganzen Diskussion auch: ab welchem Alter, in dem man sich weiterhin im Arbeitsleben befindet, schlagen Verschleisserscheinungen verstärkt zu? Profitieren Leute, die früher in Rente gehen können überproportional, weil sie länger leben und dann auch länger Rente beziehen? Und zwar weil sie die Möglichkeite hatten, sich früher auszuklinken, bevor das Arbeitsleben ihnen altersbedingt den letzten Nerv gekostet und die letzten körperlichen Reserven ausgesaugt hat?
In der Versicherungsmathematik geht's auch darum, was einer eingezahlt hat und was er herausbekommt. Wennn jemand lange eingezahlt hat, dann bedeutet das nicht automatisch, dass er viel eingezahlt hat. Früher galt als Argument auch, dass ein Akademiker zwar später in's versicherungspflichtige Berufsleben einsteigt, aber 1) verdient er dann i.d.R. mehr und zahlt pro Jahr mehr ein und 2) hat er dann eher eine Funktion in der er als Multiplikator wirkt, indem er zum Beispiel etwas entwickelt, was andere dann wiederum produzieren können. Er sorgt dann dafür, dass weitere Arbeitsplätze entstehen.
Eine reine Fokusierung auf die Zeit, die jemand in die Rentenversicherung eingezahlt hat, ist m.E.n. eine zu einfache Betrachung.
Wir haben ja aktuell durch die Regierung die Diskussion ob Halbtagskräfte länger arbeiten sollen. Nur sollte man bedenken wenn eine Halbtagskraft nur die Hälfte des aktuellen Durchschnittslohn bekommt wird diese auch nur die Hälfte der Rentenpunkte erwerben und somit deutlich weniger Rente bekommen. Welchen Benefit hätte die Solidargemeinschaft wenn diese Leute länger arbeiten ?
In der Versicherungsmathematik geht's auch darum, was einer eingezahlt hat
und was er herausbekommt.
Erstmal geht es nur darum, was jemand eingezahlt hat und welche Altersgrenze und damit Rentenbezugsmöglichkeit erreicht wurde.
Was jemand aus der Rente dann herausbekommt ist höchst unterschiedlich. Studien zeigen, dass insbesondere Menschen mit eher höheren Rentenansprüchen auch länger Ihre Rente(n) beziehen (höhere Lebenserwartung), während Menschen mit eher geringeren Rentenansprüchen früher versterben. Wer länger lebt hat mehr von seiner Rente.
Das hat sicherlich diverse Gründe, die von generell besserer Selbstfürsorge von besser gebildeten (und i.d.R. besser verdienenden) Menschen über bessere Lebensumstände (Arbeits- und Wohnumfeld) reichen.
Eine reine Fokusierung auf die Zeit, die jemand in die Rentenversicherung eingezahlt hat, ist m.E.n. eine zu einfache Betrachung.
Wir neigen ja zu extremen. Niemand wird eine reine Fokusierung auf die Lebensarbeitszeit fordern. Aber als ein Faktor dürfte Sie gern eine Rolle spielen. Von mir aus kann könnte auch gern die Lebensarbeitszeit auf Stundenbasis eine Berücksichtigung in der Rentenformel finden.
Also dass jemand der lange Zeit Vollzeit gearbeitet hat, besser gestellt wird als jemand der lange Zeit nur Teilzeit gearbeitet hat.
Und es kommt mir auch nicht auf eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters an. Von mir aus, sollte man auch weiterhin mit 63 Rente gehen können. Nur müssten klare Regeln bestehen, wie man die Abschläge dann berechnet. Und dazu gehört m.E. neben der reinen Summe der Einzahlungen auch eine Berücksichtigung der individuellen Lebensarbeitszeit.
Die neuen Vorschläge in/um die CDU/CSU herum betreffen auch genau die Fallkonstellation des Threads.
Ideen sind: keine 24 Monate ALG mehr und „Rente mit 63“ komplett abschaffen.