"Rendite-ETF" ergänzend zu den Standard-Sparzielen (Altervorsorge-ETF" und Geldmarkt-ETF)

  • Hallo liebe Finanztip-Community,

    ich möchte mir gerne eure Meinung zu meiner Finanzübersicht einholen und zwecks Optimierungsbedarf sowie ggf. einem "Rendite-ETF" anfragen.

    Ausganssituation:

    - Einkommen: 4.000 € netto im Monat.
    - Fixe Lebensunterhaltungskosten belaufen sich auf etwa 1.700 €, sodass monatlich ein größerer Betrag zum Sparen und Investieren zur Verfügung steht.

    - Ein Notgroschen in ausreichender Höhe liegt auf einem Tagesgeldkonto und wird aktuell nicht weiter bespart. Zusätzlich besteht ein Bausparer mit einem Guthaben von ca. 10.000 €.

    -Vom Girokonto übertrage ich regelmäßig größere Beträge auf das Verrechnungskonto bei Trade Republic, das für mich als eine Art zweites Sparkonto dient.

    Im Depot bespare ich derzeit folgende Sparpläne:

    • 750 € monatlich in einen ACWI (Ziel: langfristiges Sparen; Altersvorsorge)
    • 250 € monatlich in einen Geldmarkt-ETF (Ziel: Alternative zum Notgroschen im Tagesgeldkonto; solange dieser ausreichen gefüllt ist)

    Zusätzlich bin ich aktuell noch bereit 300 € monatlich fest zu sparen, die ich gerne investieren würde. Ziel ist es, diesen Betrag in einen renditeorientierten ETF anzulegen und damit die bestehende Struktur sinnvoll zu ergänzen.

    Ich freue mich über Einschätzungen zur Gesamtstrategie, zur prozentualen Verteilung sowie über konkrete Empfehlungen, wie die zusätzlichen 300 € am sinnvollsten investiert werden könnten; ein Hintergedanke ist, ggf. durch einen ausschüttenden/thesaur. ETF bei Erfolgsverlauf den Steuerfreibetrag besser ausnutzen zu können.

    Vielen Dank für eure Einschätzungen!

  • Was verstehst Du denn unter einem renditeorientierten ETF? Hast Du das in der Finanzwerbung gelesen?

    Wenn Du mehr Renditechancen haben möchtest, dann erhöhe einfach Deinen riskanten Anteil, also den ACWI.

    Deine prozentuale Verteilung kann ich aus Deinen Beitrag nicht herauslesen.

    Betrachte Dein Vermögen unbedingt in seiner Gesamtheit. Nicht: Hier dieses Geld, hier jenes Geld.

  • Danke für die Rückmeldung. Durch den erhöhten monatlichen Beitrag sollte es auch nicht im Widerspruch stehen geringfügig mögliche Gewinne mitzunehmen (Steuerfreibetrag).

    Alternativ einen Amundi Prime Global (WKN:ETF210) für 300 € zu besparen wäre somit keine Option, da "Unübersichtlicher" und große Schnittmenge zu ACWI bzw. den identischen "Altersvorsorge-ACWI-ETF" ein 2. Mal, um den zu trennen von der Altersvorsorge?

  • Danke für die Rückmeldung. Durch den erhöhten monatlichen Beitrag sollte es auch nicht im Widerspruch stehen geringfügig mögliche Gewinne mitzunehmen (Steuerfreibetrag).

    Alternativ einen Amundi Prime Global (WKN:ETF210) für 300 € zu besparen wäre somit keine Option, da "Unübersichtlicher" und große Schnittmenge zu ACWI bzw. den identischen "Altersvorsorge-ACWI-ETF" ein 2. Mal, um den zu trennen von der Altersvorsorge?

    Dann würde ich glaube ich einen ausschüttenden ACWI nehmen. Der jetzige thesauriert?

  • Alternativ einen Amundi Prime Global (WKN:ETF210) für 300 € zu besparen wäre somit keine Option, da "Unübersichtlicher" und große Schnittmenge zu ACWI bzw. den identischen "Altersvorsorge-ACWI-ETF" ein 2. Mal, um den zu trennen von der Altersvorsorge?

    Wieso solltest Du das wollen? Welcher Gedanke würde Dich dazu bringen, den neben Deinem ACWI zu besparen?


    Wenn Du was mit Schmackes möchtest, könntest Du über einen Bitcoin-Anteil nachdenken oder über einen gehebelten Nasdaq oder so … aber da gehst Du mehr Risiko ein. Und Du solltest sowas nur in Erwägung ziehen, wenn Du durch eigene Überlegungen zu dem Schluss gekommen bist, dass Du dort mehr Chancen siehst, die das mehr an Risiko rechtfertigen.

  • Liebe Community,

    im Zuge der oben aufgeführten Ausgangslage bräuchte ich bitte eure Meinung.

    Nachdem aktuell das meiste Geld auf dem Verrechnungskonto von TradeRepublic liegt habe ich nachgesehen wo genau. Zum allergrößten Teil auf einen Geldmarkt-ETF (ISIN: IE0008643037).

    Nun macht es doch keinen Sinn einen separaten Geldmarkt-ETF zu besparen oder übersehe ich hier etwas?

    Wahrscheinlich muss man regelmäßig bei TR schauen, wo das Cash genau hinterlegt ist und ggf. neubewerten.

  • Nachdem aktuell das meiste Geld auf dem Verrechnungskonto von TradeRepublic liegt habe ich nachgesehen wo genau. Zum allergrößten Teil auf einen Geldmarkt-ETF (ISIN: IE0008643037).

    Ich glaube, du verstehst die Geschäftspraktiken von Trade Republic nicht.
    Diese Stufe sowieso als irreführend ein.
    Deine Aussage ist das beste Beispiel dafür.
    Welche Rendite hat denn „dein“ ETF ?

    DU wirst bei dieser Geldanlage überhaupt nicht benannt…..Trade Republic „spielt“ mit deinem Geld. Kaufe dir mal schön selber ETF-Anteile…die gehören dann dir wirklich.

  • 750 € monatlich in einen ACWI

    ...ist doch renditeorientiert? Wenn du eine einfache Lösung haben willst, um "die du dich nicht kümmern willst", wird es nichts anderes geben, ohne andere/weitere Risiken einzugehen.

    Ansonsten gibt es diverse aktive Strategien, welche u.U. eine Outperformance generieren, allerdings teilweise auch deutlich erhöhte Drawdowns haben UND aktives Prüfen von Daten erfordern (teilweise täglich).

    Ich würde dich anhand deiner Aussagen zur 1. Gruppe zählen: Buy & Hold vom Weltmarkt. Marktrisiko und Marktrendite über die Jahre mitnehmen und dadurch ein Vermögen aufbauen.

    ausschüttenden/thesaur. ETF bei Erfolgsverlauf den Steuerfreibetrag

    Du kannst den thesaurierenden ETF am Ende des Jahres etwas verkaufen um den Steuerfreibetrag auszunutzen. Am Ende sind es Peanuts. Dein Vorabpauschale, sowie Zinsen (Tagesgeld & Geldmarkt-ETF sowie Bausparer) belasten den Sparerpauschbetrag auch.

    Zusätzlich bin ich aktuell noch bereit 300 € monatlich fest zu sparen, die ich gerne investieren würde. Ziel ist es, diesen Betrag in einen renditeorientierten ETF anzulegen und damit die bestehende Struktur sinnvoll zu ergänzen.

    Keep it simple => vorhandene ACWI aufstocken, also auf 1.050 € mtl.

    250 € monatlich in einen Geldmarkt-ETF (Ziel: Alternative zum Notgroschen im Tagesgeldkonto; solange dieser ausreichen gefüllt ist)

    Dein Notgroschen von 10.000 € ist gefüllt, d.h. der Geldmarkt-ETF müsste dann ja leer sein und müsste nicht bespart werden - laut deiner eigenen Regel? Warum dann besparen?

    Oder dient der Geldmarkt-ETF als Risikoarme Position zum Depot, also um Drawdown/Risiko zu minimieren (z.B. 80% Aktien, 20% Cash)? Dann ist der Geldmarkt-ETF oder kurz laufende Staatsanleihen höchster Bonität eine mögliche Alternative. Senkt dein Risiko, allerdings auch die Rendite, daher ist deine Frage "nach einem Rendite-ETF" ein Paradoxon, denn du könntest das Cash im Geldmarkt-ETF in den ACWI verschieben, somit deine Renditechance (und auch Risiko) erhöhen. Die Rendite muss dein Depot, in deinem Fall die Assetklasse Aktien, erwirtschaften - nicht der Geldmarkt-ETF als risikoarmer/dämpfender Depotanteil.

    Zusätzlich besteht ein Bausparer mit einem Guthaben von ca. 10.000 €.

    Würde ich mir durchrechnen, ob sinnvoll. Wenn kein konkreter Plan für Immobilienerwerb besteht (was danach aussieht), wird dieser Bausparer vrmtl. ein Minusgeschäft sein und wird von deinem Tagesgeld geschlagen. Bei der Betrachtung musst du die Ansparphase (i.d.R. keine Zinsen auf Sparguthaben) und Darlehensphase betrachten. Bei Inanspruchnahme des Darlehens die Agio nicht vergessen = zusätzliche Kosten. Über die Jahre ist es spannend, wie der Bausparer teilweise gegen Tagesgeld erheblich im Hintertreffen liegt.

    - Einkommen: 4.000 € netto im Monat.
    - Fixe Lebensunterhaltungskosten belaufen sich auf etwa 1.700 €, sodass monatlich ein größerer Betrag zum Sparen und Investieren zur Verfügung steht.

    2.300 € zur freien Verfügung:

    • 1.300 € werden investiert
    • 1.000 € pro Monat verkonsumiert?

    Nachdem aktuell das meiste Geld auf dem Verrechnungskonto von TradeRepublic liegt habe ich nachgesehen wo genau. Zum allergrößten Teil auf einen Geldmarkt-ETF (ISIN: IE0008643037).

    Ist aber bekannt. Teilweise liegt es in bei Banken in Irland und nicht unter deutscher Einlagensicherung. Ob auf dem Tagesgeld-Konto oder im Geldmarkt-ETF sehe ich jetzt allerdings nicht als kritisch. Es ist nur irreführend, da als "Laie" man unter "Tagesgeld" ein "Konto" versteht und keinen Geldmarkt-ETF. Allerdings passiert beim Tagesgeldkonto im Hintergrund nichts anderes als dass die Bank das Geld im Hintergrund nutzt.

    Girokonto, Tagesgeld, Festgeld = Bilanzmasse der Bank

    Depot = Sondervermögen (nicht in der Bilanz der Bank, des Vermögensverwalters)


    Wichtig ist auf jeden Fall dein Vermögen in der Gesamtheit zu betrachten und danach deine Gewichtung festzulegen.

  • Liebe Community,

    im Zuge der oben aufgeführten Ausgangslage bräuchte ich bitte eure Meinung.

    Nachdem aktuell das meiste Geld auf dem Verrechnungskonto von TradeRepublic liegt habe ich nachgesehen wo genau. Zum allergrößten Teil auf einen Geldmarkt-ETF (ISIN: IE0008643037).

    Nun macht es doch keinen Sinn einen separaten Geldmarkt-ETF zu besparen oder übersehe ich hier etwas?

    Wahrscheinlich muss man regelmäßig bei TR schauen, wo das Cash genau hinterlegt ist und ggf. neubewerten.

    Wo TR dein Cash verwahrt ist für die Rendite unerheblich, du bekommst fürs Cash immer den jeweils geltenden Zinssatz. Derzeit 2% und die Einlagensicherung beträgt 100.000

    Ich sehe das wie ein Tagesgeldkonto oder ein besser verzinstes Girokonto.

  • wie die zusätzlichen 300 € am sinnvollsten investiert werden könnte

    Hey ho LaolaPaola

    Du bist doch schon super aufgestellt, Gratulation.

    Vermutlich fehlt dir das Salz in der Suppe… verrätst du uns da ungefähres Alter und wie lange du schon am Aktienmarkt investierst bist?

    Ich denke bei dir an ein Core Satellite Portfolio (CSP). Entweder nach deinem Gusto oder lasse dich von einer Google Suche zum Thema CSP inspirieren.

    Ob du damit dann eine Überrendite erwirtschaftest, wird die Zukunft zeigen. In jedem Fall wirst du einiges lernen, an Erfolgen und Tiefschlägen. Beides wird kommen.

    Viel Erfolg beim Investieren.

    Ach. Dein größtes Asset ist vermutlich dein Humankapital. Schon BU vorhanden?

    LG Finanzschlumpf

  • Danke für die weiteren Rückmeldungen und den zu beachtenden Hinweis von britty.

    Zwei Fragen treiben mich noch rum:

    1. Würdet ihr freies Kapital eher in einen separaten ETF-Sparplan legen, wenn der Anlagehorizont nicht die AV ist sondern 7+ Jahre oder trotzdem "alles in einem ETF" mit entsprechenden Auszahlungen bei Bedarf?

    2. Den aktuellen separaten Geldmarkt-ETF weiterlaufen lassen und dafür die TR-Quote reduzieren durch z. B. einem zweiten Tagesgeldkontro und/oder Einmalanlage auf meinen besparten Geldmarkt-ETF

    Schöne Ostern! ;)


    Finanzschlumpf: 36 Jahre; ETF-Erfahrungen seit 8 Jahren.

  • 1. Würdet ihr freies Kapital eher in einen separaten ETF-Sparplan legen, wenn der Anlagehorizont nicht die AV ist sondern 7+ Jahre oder trotzdem "alles in einem ETF" mit entsprechenden Auszahlungen bei Bedarf?

    Wenn ich richtig zwischen den Zeilen lese, hast du wohl nach 7+ Jahren vor einen bestimmten Betrag auszahlen zu lassen. Da wäre eine entsprechende Strategie für Auszahlungen hilfreich, denn wie dir sicherlich bekannt ist, werden bei der Auszahlung von ETFs die ältesten Anteile zuerst veräußert, was zu einer entsprechenden steuerlichen Belastung führt (25% Kap.Ertr. St.). Daher ist es u.U. sinnvoll sich eine passende Strategie für die Auszahlung zu überlegen. Hier mal ein Beispiel, wie man so etwas machen kann: ETF Steuern clever umgehen

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