Geld anlegen als Rentner mit 70 Jahren

  • Hallo, ich bin Rentner, wohne zur Miete und besitze eine kleine vermietete Eigentumswohnung. Mit meinen Einnahmen (Rente und Miete) kann ich mein Leben gut bestreiten ,- ohne größere Ausgaben.

    Nun habe ich 200.000€ geerbt und frage mich wie ich diese am besten anlege? Habe mich noch nie mit Aktien o. ä. beschäftigt.

    Viele Dank für Eure Tipps:)

  • Hallo.

    Das Anlegen scheint mir keine zwingende Notwendigkeit zu sein. Du scheinst Deine Ausgaben auch so decken zu können.

    Theoretisch würde es reichen, wenn Du das Geld auf Tagesgeldkonten verteilst. Du könntest Deine Rücklagen für Instandhaltung und Mietausfall aufstocken und hättest noch immer etwas Extrageld, um es in den nächsten 20 Jahren auszugeben.

  • (Sorry, wenn es jetzt komisch rüber kommt...) Ich würde, wenn ich das Geld wirklich nicht zwingend für mich selber brauche mit dem Gedanken spielen, es (wenn nicht schon mit dem Gedanken gespielt wurde) per Schenkung an die Kinder/Enkel zu übertragen. Vielleicht haben die momentan einen größeren/dringenderen Finanzbedarf und als Schenkung würde keine Steuer anfallen wenn man in dem gesetzlichen Rahmen bleibt.

    Ansonsten wie bei den anderen zu lesen, eher mit 5 Jahres Horizont anlegen bzw in Tagesgeld bunkern.

  • Alkohol, Weiber und schnelle Autos. Den Rest würde ich dann einfach verprassen oder verschenken.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Wie immer ist es die Frage nach dem Anlageziel. Mögliche Ideen

    - Einmal im Monat eine schöne Aktivität machen für 100-200 Euro

    - Geld sicher anlegen für höhere Ausgaben im Alter (Pflege), max. 100.000 Euro pro Bank

    - Geld teilweise verschenken, Rest in Tagesgeld, Erhöhung der Reserve

    - Geld für eine Renovierung/Anschaffung/Reise einplanen, Rest in Tagesgeld

    - Renditeziel oberhalb der Inflation
    Hälfte defensiver Mischfonds (z.B. Vanguard Lifestrategy 40)
    Hälfte Tagesgeld

    Ansonsten kauf Dir ein einfaches Einführungsbuch in Finanzen, such Dir ein nettes Café und lies jede Woche ein Kapitel. Beispiele:
    Hartmut Walz: Ihre Finanzen fest im Griff
    Saidi Sulilatu: Finanzen ganz einfach

    Hier eine nette kleine Broschüre von der Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht)

    https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschuere/dl_b_geldanlage_im_ruhestand.pdf?__blob=publicationFile&v=2

    Aber möglichst nicht zur Bank gehen mit dem Problem. Besser lesen und dann selber machen.

  • Es kommt immer darauf an, wann brauchst du wieviel, das kannst nur du entscheiden. Dein momentaner Bedarf liegt bei 0, wie sieht es aber in den nächsten Jahren aus? Hier kann viel passieren, im schlimmsten Fall wirst du auf Pflege angewiesen sein und da freut man sich über jeden Euro den man dafür nutzen kann.


  • Hälfte defensiver Mischfonds (z.B. Vanguard Lifestrategy 40)
    Hälfte Tagesgeld

    So würde ich es machen, wenn auch mit leichten Variationen: Mutigerweise Vanguard Lifestrategy 60 (oder gar 80), also mit höherem Aktienanteil. Und von der anderen Hälfte würde ich 25.000 im Tagesgeld lassen als shit-happens-Bunker und die restlichen 75.000 in einer Festgeldleiter so anlegen, dass monatlich 2.000 frei werden (viele Banken erlauben Festgeld allerdings erst ab 5.000 - na schön, dann sollen eben quartalsweise 6.000 frei werden). Wenn Du davon was brauchst, nimmst Du es, wenn Du's nicht brauchst, legst Du es wieder fest.

    Und verschenken würde ich gar nichts. Wenn die Gesundheit mal nicht mehr mitspielt und Du für alles mögliche, was Du bisher locker alleine erledigst, Unterstützung brauchst, wirst Du das Geld brauchen.

  • Hallo.

    Das Anlegen scheint mir keine zwingende Notwendigkeit zu sein. Du scheinst Deine Ausgaben auch so decken zu können.

    Theoretisch würde es reichen, wenn Du das Geld auf Tagesgeldkonten verteilst. Du könntest Deine Rücklagen für Instandhaltung und Mietausfall aufstocken und hättest noch immer etwas Extrageld, um es in den nächsten 20 Jahren auszugeben.

    Was sind Deine Ziele?

    Selber mehr konsumieren und Spaß haben? Mit 70 hat man ja statistisch noch einige gute Jahr vor der Nase.

    Den Erben substantiell etwas hinterlassen?

    Eine Reserve in der Hinterhand zu haben, mit der man sich für alle Eventualitäten

    besser fühlt?

    Unterm Strich sollte als Senior zählen, dass man sich mit seiner Anlage "gut" fühlt. Und wenn man sein Leben lang konservativ in Finanzdingen unterwegs war, ist jetzt nicht unbedingt ein "big change" mit online-broker und komplett Investment in Einzelaktien angesagt.


    Davon hängt maßgeblich ab -

  • So würde ich es machen, wenn auch mit leichten Variationen: Mutigerweise Vanguard Lifestrategy 60 (oder gar 80), also mit höherem Aktienanteil. Und von der anderen Hälfte würde ich 25.000 im Tagesgeld lassen als shit-happens-Bunker und die restlichen 75.000 in einer Festgeldleiter so anlegen, dass monatlich 2.000 frei werden (viele Banken erlauben Festgeld allerdings erst ab 5.000 - na schön, dann sollen eben quartalsweise 6.000 frei werden). Wenn Du davon was brauchst, nimmst Du es, wenn Du's nicht brauchst, legst Du es wieder fest.

    Mein Vorschlag (Hälfte Lifestrategy 40 und Hälfte Tagesgeld) zielte ganz bewusst in eine sehr konservative Richtung, weil keinerlei Erfahrung mit Aktien besteht und für mich auch kein Wunsch erkennbar ist, sich damit stärker auseinander zu setzen für eine hohe Rendite. Sollte sich das in den nächsten Jahren ändern kann der TO immer noch aufstocken. Mein Vorschlag zielt auf eine leichte Erhöhung der Rendite gegenüber Tagesgeld bei sehr moderaten Schwankungen, um mit etwas Glück die Inflation zu schlagen.

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