Klarnamen im Internet

  • Facebook, X, blusky, Twitter, Foren Betreiber sind nicht die Polizei.

    Richtig. Und genau deshalb können sie eine Klarnamenpflicht per Hausrecht fordern. Was Facebook z.b. übrigens auch tut.

    Welcher Unterschied macht es wenn ich auf einem gut belegten Marktplatz mit Megafon stehe und parolen raus haue oder ein posting auf TikTok erstelle?

    Dass dein Megafon nicht weltweit reicht.

    Läufst du mit Namensschild auf dem makrkplatz herum? Gibt es dafür eine Pflicht?

    Dass dieser Vergleich Unsinn ist, siehe oben.

    Fazit deine ausage stimmt nicht. Es ist möglich als Künstler lange Zeit oder immer unter einem Pseudonym zu arbeiten.

    Und dennoch sind die Klarnamen zumindest den Behörden bekannt. Ist das bei Thor Sten auf Tiktok mit der E-Mail gehtdichnix@an.com genauso?

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Dass dieser Vergleich Unsinn ist, siehe oben.

    Dann hast du sicherlich kein problem an allen öffnetlichen orten jedem supermarkt, jedem cafe, jedem club, beim betreten der bahn, beim betreten eines gebäudes, beim betreten der straße JEDEM unaufgeofrrdert IMMER deinem kalrnamen zu geben, sopwohl dem betreibern als auch JEDEM der an dir vorbeigeht. Egal ob privat Person, unternehmen, oder sonstwem

    denn genau das ist dass was du mit deiner forderung einer klarnamenspflicht forderst.

    wenn du das nicht verstehen kannst oder willst, danjn ist das been so, ich bin jedenfalls strikt gegen eine totalüberwachung. ich möchte mich genauso frei im netz bewegen können ohne dass ein unternehmen oder andere personen wissen wer ich bin, genau so wie ich das im Real Life kann.


    Richtig. Und genau deshalb können sie eine Klarnamenpflicht per Hausrecht fordern. Was Facebook z.b. übrigens auch tut.

    ich kann frie aussuchen mit wem ich geschäöftte eingehe, dass ist ein grund weswegen ich facebook nicht nutze, ich kann aber problemlos andere social media platformen nutzen die eben gerade nicht meinen klarnamen möchten, wie discord, bsky, mastadon oder ein forum wie finanztip.

    mit meiner tuta, skymail oder proton mail, kann ich nicht von den betreibern direkt zurückverfolgt werden, dafür braucht es weitere schritte der behörden, der betreiber solcher platformen und auch andere nutzer, muss und soll dies nicht wissen, genauso wie ein cafe,club und andere geschäfte im RL das nicht wissen müssen.


    Und dennoch sind die Klarnamen zumindest den Behörden bekannt. Ist das bei Thor Sten auf Tiktok mit der E-Mail gehtdichnix@an.com genauso?

    nicht unbedingt, ich bin nicht verfplichtet der behlörde mitzuteilen welchen beruf ich ausübe, ich muss ledeglich meine einnahmen und deren herkunft klarstellen.

    als künstler im musik bereich z.b. dass die gage von der firma sony entertainment kommt.

    als buch author dass meine einnahmen vom carlsen verlag kommen.

    unter welchem pseudonym ich dort auftrete weis die behörde nicht. und andere 3. erst recht nicht.

  • Meine bisherige Beobachtung ist, dass bei der Zuckerberg-Plattform Dir Anne-Marie und Karl-Heinz auch mit Klarnamen die Pest an den Hals und Schlimmeres wünschen. Ist das nicht mehr so?

    korrekt mal daovon ab dass Facebook die angaben nicht intiial kontrolliert. Allerdings sind einige anonymere mail provider (die z.b. keine telefonummer benötigen) gesperrt.

  • Ich finde das Thema sehr interessant, habe aber auch keine abschließende Meinung.

    Auf der einen Seite standen die Leute früher mit Klarnamen auch im Telefonbuch, samt Anschrift und Telefonnummer - dem konnte man widersprechen, das war aber eher die Ausnahme.

    Aber klar, der Zugriff auf dieses Telefonbuch war "regional beschränkt" (natürlich konnte man so etwas per Post verschicken, aber ich glaube Ihr wisst was ich meine).

    Betrüger und Extremisten gab es auch schon damals, aber waren es weniger?

    Es gibt viele Pro- und Contra Argumente finde ich.

    Spannend fände ich auch das Thema ein zweites Internet (ähnlich wie das Tor-Netzwerk) aufzubauen, das aber genau das Gegenteil sein soll. Zugang nur mit Personalausweis und damit Klarstruktur mit dem Ziel, dass dort mündige Menschen sich versammeln, die Wissen mit Konsequenzen umzugehen - so wie im echten Leben halt auch. Es müsste natürlich ein weltweit einheitliches und fälschungssicheres System sein (weswegen es schwierig mit der Umsetzung wird) - daran scheitert der Gedanke wahrscheinlich schon. Aber die Grundidee finde ich persönlich klasse.

    Aber schaut man sich z.B. Videospiele an und auch Forumsdebatten (auch hier) wie schnell hier und da unter die Gürtellinie gegrätscht oder gar strafbar gehandelt wird, wäre es vielleicht eine gute Entwicklung, um wieder etwas Ordnung in die Gesellschaft zu bringen.

    Anonym ist es leicht, eine großes Mundwerk zu haben und viele denken, dass das Internet ein rechtsfreier Raum ist. Aber eben nur weil die Verfolgung so schwer ist, bleibt dieser eigentliche Irrglaube Realität.

    Wenn jemand nach Datenschutz schreit, habe ich nicht selten den Initalgedanken, dass derjenige etwas zu verbergen hat. Woher kommt dieser Wunsch nach Anonymität?

  • Es geht ums Verbergen vor denen, die nur Schxxxe im Hirn haben. Sorry. Manchen reicht es schon, übel "anzugreifen" bei Vermutung, das Gegenüber sei Nicht-Mann, Nicht-Weiss, Nicht- Biodeutsch, Nicht-Heterosexuell, Nicht- Rechtsaussen.

  • Es sollte, wie beim Telefonbuch auch, einfach jeder selbst entscheiden können, wann und wo man seine Identität preisgibt.

    Für all jene die ein Bedürfnis nach Klarnamen im Internet verspüren, lasst Worten auch Taten folgen und geht bitte mit gutem Beispiel voran.

    Wenn jemand nach Datenschutz schreit, habe ich nicht selten den Initalgedanken, dass derjenige etwas zu verbergen hat. Woher kommt dieser Wunsch nach Anonymität?

    Nur weil ich mich dafür entscheide (wo auch immer) anonym zu bleiben, hab ich doch nichts zu verbergen.
    Ich gehe mal davon aus das bayflex nicht dein echter Name ist. Was also hast du zu verbergen? Woher kommt bei dir der Wunsch nach Anonymität?

  • Es geht ums Verbergen vor denen, die nur Schxxxe im Hirn haben. Sorry. Manchen reicht es schon, übel "anzugreifen" bei Vermutung, das Gegenüber sei Nicht-Mann, Nicht-Weiss, Nicht- Biodeutsch, Nicht-Heterosexuell, Nicht- Rechtsaussen.

    Mit Klarnamen oder ausgedachten Nicknames, ändert sich leider nicht das Verhältnis von Fäkalien zu Biomasse im Schädel mancher. 🤷🏻‍♂️

    Was man aber ändern kann ist wie man mit sowas umgeht.

    zB. eine Person die Nicht-Mann, Nicht-Weiss, Nicht-Biodeutsch, Nicht-Hetrosexuell, Nicht-Rechtsaussen ist und mich anonym im rechtsfreien Internet übel angreift… erreicht damit überhaupt nichts, solange ich mich dafür entscheide das es mir kilometerweit am Ringmuskel vorbei geht.


    Mir persönlich würde es im Traum nicht einfallen wegen so etwas zB Klarnamen zu fordern.

  • Du willst zu einer Demo? Nur mit Ausweis und Namensschild!

    Da fällt mir Diskussion ein, dass Polizisten immer eindeutig identifizierbar sein müssen. Wieso muss der Polizist also eine Kennzeichnung tragen, damit man ihn notfalls mit einem Bild dieser Kennzeichnung ohne Probleme z.B. anzeigen kann, während gewaltbereite Demonstranten anonym bleiben können und man die Identität nur durch Festsetzung feststellen kann?


    Im Grundrecht, ist das recht auf Privatsphäre verankert, eine Generelle Klarnamenspflicht, widerspricht diesem Grundsatz.

    Ah, das ist der Grund, warum Polizisten nicht nach meinem Ausweis fragen dürfen. Verstehe.

    Die Polizei ist aber nicht jedermann. Und selbst die Polizeit darf nicht grundlos die Personalien kontrollieren.


    Die Namen dieser Künstler sind bekannt

    Und dennoch sind die Klarnamen zumindest den Behörden bekannt.

    Wie schon gesagt, gibt es noch genug Künstler, deren Klarnamen nicht oder nur sehr, sehr wenigen Personen bekannt ist. Beispiele wurden dafür ja schon gebracht. Und die Behörden kennen die Namen auch nicht. Dem Einwohnermeldeamt ist die Verbindung nur bekannt, wenn der Künstlername offiziell beantragt wird und auf den Ausweisdokumenten steht. Und bei den Finanzämtern ist es auch nicht bekannt, da man dort seine Einkünfte bekannt geben muss. Klar, kann da evtl. ein findiger Sachbearbeiter 1 und 1 zusammen zahlen und einen Gluckstreffer landen, aber das ist auch nicht sicher.


    Grundsätzlich bin ich bei der Diskussion gespalten. Auf der einen Seite muss man nicht jedem seinen Klarnamen bekannt geben und darf auch mal anonym unterwegs sein. Es muss aber auch eine sichere Möglichkeit geben, strafrechtlich relevante Vorgänge konsequent zu verfolgen. Und hier wurde in der Vergangenheit eher versucht, diese Verfolgung so weit wie möglich zu erschweren.

  • Da fällt mir Diskussion ein, dass Polizisten immer eindeutig identifizierbar sein müssen. Wieso muss der Polizist also eine Kennzeichnung tragen, damit man ihn notfalls mit einem Bild dieser Kennzeichnung ohne Probleme z.B. anzeigen kann,

    Weil ein Demonstrant den Polizisten nicht zur Identitätsfeststellung festsetzen kann und eben die Möglichkeit der Identitätsfeststellung haben soll.

  • Es sollte, wie beim Telefonbuch auch, einfach jeder selbst entscheiden können, wann und wo man seine Identität preisgibt.

    Für all jene die ein Bedürfnis nach Klarnamen im Internet verspüren, lasst Worten auch Taten folgen und geht bitte mit gutem Beispiel voran.

    Nur weil ich mich dafür entscheide (wo auch immer) anonym zu bleiben, hab ich doch nichts zu verbergen.
    Ich gehe mal davon aus das bayflex nicht dein echter Name ist. Was also hast du zu verbergen? Woher kommt bei dir der Wunsch nach Anonymität?

    Das ist eine gute Frage. Ich denke als erstes daran, weil "es schon immer so war".

    Es war schon von Beginn des Internets so, dass man mit einem Benutzernamen/Pseudonymen unterwegs war. Und dieser besteht auf fast allen Portalen nicht aus Vor- und Zunamen, sondern nur aus einem Namen.

    Was aber nicht absehbar war, zumindest nach meiner Wahrnehmung, dass diese Anonymität dazu geführt hat, dass die (Internet)-Gesellschaft bzw. eine größere Schnittmenge davon, deutlich stärker von einem aggressivem Verhalten geprägt ist, als diese Akteuere bei einem Gespräch unter Vier-Augen an den Tag legen würden. Diese rückentwickelte Gesprächskultur hat sich aber dabei auch ins echte Leben übertragen, da das Internet nun mal das Hauptinformationsmedium geworden ist bzw. dort sehr viel Zeit verbracht wird - auch dies mag nur meine persönliche Wahrnehmung sein.

    Ich habe mich nie aktiv dafür entschieden anonym zu sein und habe auch nichts zu verbergen. Aber gleichzeitig habe ich mich auch nie dafür "stark" gemacht (und im echten Leben ist das Thema Datenschutz meist nur hinderlich).

    Aber es wäre nach meiner Wahrnehmung (auch hier im Forum) inzwischen schon fast märtyrerhaft, wenn ein Einzelner das tun würde. Nicht nur wegen Betrügern, die Dank KI noch leichteres Spiel haben, sondern auch wegen radikalen Szenen, welche solche Informationen zu anderen Zwecken nutzen könnten.

    Daher wäre der weitergehende Gedanke, Anonymität scheint mir relevant bzw. inzwischen notwendig aus Schutz.

    Wenn aber jeder - so wie oben als Gedanke angebracht -, von heute auf morgen nur noch personalisiert im Internet unterwegs sein könnte (Themen wie Strafrecht und weltweite Strafverfolgung etc. mal idealisiert), wäre ich persönlich grundsätzlich erst einmal nicht dagegen. Das ist aber, stand jetzt, nicht umsetzbar.

    Aber darüber müsste ich nochmal länger nachdenken und ist keine abschließende Meinung.

  • Weil ein Demonstrant den Polizisten nicht zur Identitätsfeststellung festsetzen kann und eben die Möglichkeit der Identitätsfeststellung haben soll.

    Den Demonstranten muss man aber auch erst festsetzen können. Hier wird gerne komplett vermummt aus dem Schutz einer größeren Gruppe heraus angegriffen, in die man sich schnell zurückziehen kann. Dazu gleiche Kleidung und die Polizei hat keine Chance mehr, derer habhaft zu werden. Oder die Angriffe erfolgen auf Journalisten, wo die Polizei nicht umgehend eingreifen kann (da es keine Polizeieskorte für Journalisten gibt).


    Ich begrüße übrigens die Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte, allerdings ist in meinen Augen eine anonymisierte (aber natürlich trotzdem zuordnenbare) Kennzeichnung hier komplett ausreichend (damals wurde ja auch diskutiert, dass der volle Name auf der Uniform stehen muss). Trotzdem ist es eine ungleiche Behandlung, wenn die eine Seite (die tendenziell eher deeskalieren möchte) sich zur Identifizierung kennzeichnen muss, während die andere Seite (die tendenziell eher eskalieren möchte) im Schutz der Anonymität agieren kann.

  • Eigentlich einfach - folgende Regel sollte für jeden, der im Internet postet, gelten: Würde ich dies auch gegenüber Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen zeigen oder sagen?

    So ist es. So mancher Soziopath oder so manche Soziopathin hätte im realen Leben kommunikativ nie die Möglichkeit empathielos jemand anderen Ich-bezogen verbal zusammenzufalten…

  • Und mancher in sich gekehrter, im real life verstoßener, kann sich aus der Anonymität heraus ein paar soziale Kontakte aufbauen mit denen diese Person kommunizieren kann. Und so mit nicht komplett wahnsinnig von seinem bisherigen Umfeld wird.


    Anonymität hat große Vorteile, die sollte man in solchen Diskussionen nicht unter den Teppich kehren, andere habe ich ja weiter oben bereits genannt.