Wer keine Kinder hat, ahnt zuerst nicht, was ihm fehlt.
Im Alter wird er merken, daß etwas fehlt, deutlich mehr als Urlaube, Autos oder eigene Immobilien.
Wie bereits jemand schrieb, unbezahlbar.
Von pauschalen Aussagen halte ich wenig. Die Vorstellung „mit Kindern gleich gutes Leben, ohne Kinder gleich schlechtes Leben“ ist stark vereinfachend und wirkt überholt.
Selbst für mich als Familienmensch lässt sich beim Thema Lebenszufriedenheit keine allgemeingültige Tendenz erkennen.
Es existieren erfüllte Großfamilien, die Sinn und Zufriedenheit aus Kindern und Enkeln ziehen. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Familien, in denen Konflikte dominieren und familiäre Anlässe regelmäßig belastend verlaufen.
Ebenso gibt es Großeltern mit engem Kontakt zu ihren Enkeln. Aber auch solche, die trotz vorhandener Familie soziale Isolation erleben.
Ein erfülltes Leben ist nicht zwingend an Elternschaft gebunden. Sinnstiftung kann auch durch berufliche Tätigkeit, ehrenamtliches Engagement, soziale Beziehungen oder die Einbindung in eine Gemeinschaft entstehen.
Umgekehrt garantiert Familie allein weder Glück noch Lebenszufriedenheit.
Oder, um es mit den Worten von monstermania in Bezug auf die TER von ETFs zu sagen: Die Mehrkosten hast du garantiert. Ob du am Ende tatsächlich mehr herausholst, ist hingegen ungewiss. Ich habe mich sowohl beim ETF als auch beim Thema Kinder bewusst für die Mehrkosten mit dem Ziel auf ein „Mehr“ entschieden. Ich kann aber auch jeden verstehen, der sich dagegen entscheidet.