Sind Kinder zu teuer?

  • Der Kumpel von meinem Vatter hat 6 Kinder meinte nur: „Kannst soviele Blagen wie du willst, aber im Alter bist du sowieso alleine.“


    Vor ein paar Wochen ist er 96ig jährig gestorben.

    Es spielt auch eine Rolle welches Verhältnis man zu seinen Kinder pflegt. Doch kann man auch von seinen Kindern abverlangen, das sie ihre Träume und Leben nach dem Leben der Eltern ausrichten ? Wenn sie den Wunsch haben sich woanders eine Existenz aufzubauen z.B. ?

  • Ihr seid so klasse!

    Manche können einfach keine Kinder bekommen, oder trauen sich das nicht zu, weil sie alleine sind damit.

    Es braucht eine Perspektive. In der Firma haben wir Auszubildene oder Studenten. Wir hatten lange keine, nun endlich wieder. Viele werden nicht übernommen. Schau die Kinder oder Enkel oder Urenkel im Bekanntenkreis an. Man hat wieder Kinder. max. eines. Das hat unterschiedliche Gründe. Kinder geben viel und man möchte ihnen was vorleben und mitgeben. Nur wie ?

  • Letztendlich funktioniert das Rentensystem nur, wenn jeder ausreichend Nachkommen in die Welt setzt, die zu Beitragszahlern werden. In geringerem Umfang gilt das auch für die KV. Zu Kindern zwingen ist schwierig, aber seit kinderlos nicht mehr hauptsächlich an biologischen Ursachen liegt, sondern im Wesentlichen eine Lifestyle-Frage ist, müsste man eigentlich die Rentenansprüche für Kinderlose und solche mit Einzelkindern deutlich kürzen.

    Ich bekenne mich da auch schuldig, dass zu unserem Einzelkind kein weiteres geplant ist...aber so funktioniert es halt auf Dauer nicht.

    Das mag deine Sicht der Dinge sein, aber ein Rentensystem funktioniert durch mehr Beitragszahler als Empfänger, dazu zählen zwar eigene Kinder, aber auch arbeitende Zuwanderung.

    Und dann gibt es noch ein globales Problem, es gibt auf dieser Welt einfach zu viel Menschen, jeder der kein Kind in die Welt setzt macht die Welt für den Rest damit besser. Vielleicht sollte man dauerhaft das Rentensystem ersetzen und damit das Umlageverfahren canceln. Und zwar so das jeder einzelne für sich eine Altersversorgung aufbaut.

  • Und zwar so das jeder einzelne für sich eine Altersversorgung aufbaut.

    Das funktioniert nur leider nicht so wirklich.
    Bestes Beispiel findest Du ja in Deutschland. Bis 1957 beruhte das deutsche Rentensystem noch auf den Grundlagen Bismarcks. Und das sah eine kapitalgedeckte Rente vor.
    Das führte dann dazu, dass die Rentner in den 1950'er Jahren in bitterer Armut lebten (2. verlorene Kriege und damit einhergehender Verlust des Kapitalstocks).
    Erst seit 1957 gibt es dann das umlagefinanzierte Rentensystem in Deutschland. Und damit konnten die Rentner sofort am einsetzenden Wirtschaftswunder beteiligt werden.
    Und selbst die USA, die ja als das Vorzeigeland des Kapitalismus gelten dürften, gibt es ein staatliches Rentensystem. Und das ist auch umlagefinanziert. Sind die etwa total blöd in den USA? :/

    BTW: Die Altersvorsorge diverser Berufsgruppen in Deutschland basiert auf Kapitaldeckung (Versorgungswerke). Und hier häufen sich in letzter Zeit schlechte Nachrichten was versenkte Anlegegelder angeht. Die Nullzinsphase führte dazu, dass Versorgungswerke zunehmend riskanter anlegen mussten um die notwendigen Renditen zu erzielen. Und mit steigendem Risiko steigt eben auch die Verlustgefahr.
    https://www.rbb24.de/panorama/beitr…antwortung.html

    Es gibt einfach nicht den EINEN Weg. Daher gilt das gleiche wie bei der Geldanlage auch bei der Altersvorsorge: Diversifikation

  • Das mag deine Sicht der Dinge sein, aber ein Rentensystem funktioniert durch mehr Beitragszahler als Empfänger, dazu zählen zwar eigene Kinder, aber auch arbeitende Zuwanderung.

    Und dann gibt es noch ein globales Problem, es gibt auf dieser Welt einfach zu viel Menschen, jeder der kein Kind in die Welt setzt macht die Welt für den Rest damit besser.

    Und woher kommt die Zuwanderung? Also die qualifizierte Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, nicht die unqualifizierte in die Sozialsysteme? Das sind die gut qualifizierten und motivierten Jungen an diesen Ländern. Wenn wir ein System auf massenhafter qualifizierter Zuwanderung aufbauen, nehmen wir anderen Ländern Chancen weg. Schon alleine deshalb ist es eine dumme Idee, dass jeder hier jetzt sein DINK-Leben genießt und wir alle Probleme durch Einwanderung lösen.

    Mal abgesehen von den ganzen praktischen Problemen...wie der Frage, warum sich jemand ausgerechnet für Deutschland entscheiden sollte, wo Englisch viel einfacher zu lernen ist und mehr Auswahl bietet oder andere Länder weniger bürokratisch und mit niedrigeren Steuern sind. Oder die Frage, wie man ganz 400 000 Menschen pro Jahr (Schätzung des IAB für nötige Zuwanderung) in eine Gesellschaft integriert.

    Ich würde dir auch dringend empfehlen, deine Brille auf den Rest der Welt zu putzen. Überbevölkerung wird sich absehbar von alleine lösen. Wenn sich Länder entwickeln, bricht zuverlässig die Geburtenrate ein.

  • Überbevölkerung wird sich absehbar von alleine lösen. Wenn sich Länder entwickeln, bricht zuverlässig die Geburtenrate ein.

    Den ersten Satz kann ich -mit Blick auf Afrika- nicht glauben.

    Die fehlende Rentenversicherung wird dort durch die Geburtenrate kompensiert.

    Die erfolgreiche Bekämpfung von Hunger und Kindersterblichkeit vergrößert das Problem.

    Mit einer Geburtenkontrolle könnten wir auch etwas fürs "Klima" tun. Jeder Mensch erzeugt einen "Fußabdruck".

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen um schnellere Arzttermine zu ermöglichen und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Das mag deine Sicht der Dinge sein, aber ein Rentensystem funktioniert durch mehr Beitragszahler als Empfänger, dazu zählen zwar eigene Kinder, aber auch arbeitende Zuwanderung.

    Und dann gibt es noch ein globales Problem, es gibt auf dieser Welt einfach zu viel Menschen, jeder der kein Kind in die Welt setzt macht die Welt für den Rest damit besser. Vielleicht sollte man dauerhaft das Rentensystem ersetzen und damit das Umlageverfahren canceln. Und zwar so das jeder einzelne für sich eine Altersversorgung aufbaut.

    Hauptproblem ist dann aber, dass niemals alle vorsorgen, Thema Pflicht, heißt wenn es bei nicht vorsorgenden soweit ist, muss der Steuerzahler ran. Frage einfach mal in deinem näheren Umfeld bei 20-50 Jährigen, wer von den eine Altersvorsorge macht um die Rentenlücke zu schließen, du wirst überrascht sein.

  • Den ersten Satz kann ich -mit Blick auf Afrika- nicht glauben.

    Auch da ist die Geburtenrate mittlerweile sehr differenziert. In den ärmsten Ländern ist sie natürlich noch hoch, aber sinkt langsam. Ein Blick nach Indien zeigt, wie schnell es gehen kann.

    Ich verweise einfach mal auf die monströse Tabelle in der Wikipedia, inklusive historischer Entwicklung

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der…lit%C3%A4tsrate


    Die davongaloppierende Weltbevölkerung ist ein beliebter Mythos, gerne auch von vermeintlich gut meinenden Organisationen propagiert. Die Wahrheit ist davon weit entfernt. Prognosen gehen von einer Spitze um die 10 Milliarden aus, der flache Teil der Kurve wird voraussichtlich in 2050 erreicht werden. Das sind keine 25 Jahre mehr und über 8 Milliarden davon haben wir schon. Ein ernsthaftes Bevölkerungswachstum findet nur noch südlich der Sahara statt und auch da würde ich eher drauf wetten, dass die Entwicklung wie in Indien verläuft statt ungebremstem exponentiellem Wachstum

  • Jedes "Zuviel" richtet sich letzlich gegen sich selbst. Das ist ein evolutionäres Prinzip. Wenn z.B. ein Bakterium überhand nimmt, dann tötet es den Wirt letztlich ab. Wir sind als Menschen zwar mit einem Bewusstsein ausgestattet sind, das über sich selbst, die Umwelt und den eigenen "Platz" in dieser Umwelt nachdenken kann, doch das bedeutet noch lange nicht, dass wir auch Vorausschauend agieren und bspw. unseren zumeisst negativen Impact auf diese Umwelt so weit als möglich minimieren. Daher werden wir über kurz oder lang (wahrscheinlich eher 'kurz') den Bodycount der Weltbevölkerung extrem nach oben schrauben.

    Falls die Menschheit also es dennoch schaffen sollte, die kommenden 500 Jahre auf diesem Planeten zu überleben, könnte es so ab a.D. 2530 interessant werden. Es ist jedoch zweifelhaft, ob die gesamte Planetare Bevölkerung dann über 1-3 Mrd. hinausgeht.