Genau der Punkt ist für mich nicht nachvollziehbar. Wenn man schon weiß, dass es nix ist, warum macht man es dann? Das ist genau wie mit diesen ganzen Core-Satellite-Strategien und „Beimischungen“. Am Ende priorisiert man ohnehin: Es gibt Dinge, die man für sinnvoll hält (die schaffen es in den Core), und Dinge, die man für weniger sinnvoll hält, aber doch irgendwie gut findet und an die man besondere Erwartungen hat. Statt dann aber konsequent zu sein und die weniger sinnvollen einfach ganz wegzulassen, reduziert man sie einfach und nennt das Diversifikation, Satelliten oder Beimischungen. Oder wie hier ,,Sandbox".
Und dann noch hier ein bisschen was, dort ein kleiner ETF. Dann noch etwas mit Dividenden, etwas gegen den Klumpen, und noch dies und noch das … Am Ende blickt kein Mensch mehr durch. Und am Endergebnis ändetr es auch nix.
Dieses „bisschen schwanger“ ist erstaunlich tief verwurzelt. Man glaubt immer, dass mehr automatisch auch besser sei. Bei der Kapitalanlage stimmt das aber oft nicht. Mehr Positionen, mehr Ideen und mehr Strategien bedeuten häufig einfach nur mehr Komplexität ...und mehr Fehlerquellen.
Natürlich hast du vollkommen Recht damit, dass man es dann auch gleich ganz sein lassen kann. Für mich war es aber eher so eine Art Therapie. Die eine Aktie ging um 40% hoch innerhalb von drei Monaten, die andere immerhin auch um 20%. Aber mir war vollkommen klar, dass man da raus nichts allgemeines ableiten kann. Und das es viel sinnvoller ist auf die Wissenschaft zu hören und in einem breit gestreuten ETF zu investieren. Es hätte ja aber auch sein können, dass ich mich vollkommen irre und es mit allem so läuft wie mit diesen zwei Aktien. Nach sehr viel Literaturrecherche bin ich aber zu dem Ergebnis gekommen, das es absolut sinnvoll. Ist in ein oder zwei breit gestreute ETFs zu investieren.
Das habe ich getan. Jetzt ist der kick nicht mehr ganz so hoch und auch meine Motivation noch mehr zu lesen, ist nicht ganz so hoch. Schade, eigentlich. .